Ulster Unionist Party

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Ulster Unionist Party
Unionistenpartei Ulsters
Logo der UUP
Partei­vorsitzender Lord Empey
Partei­führer Mike Nesbitt
Gründung 1905
Haupt­sitz 174 Albertbridge Road
Belfast
Nordirland
Jugend­organisation Young Unionists
Aus­richtung Unionismus, Konservatismus, Europaskepsis
Farbe(n) Rot, Weiß, Blau
Parlamentsmandate 0 von 650 (Unterhaus, 2010)
Europapartei Allianz der Europäischen Konservativen und Reformisten (AECR)
EP-Fraktion Europäische Konservative und Reformisten (ECR)
Website www.uup.org

Die Ulster Unionist Party (deutsch Unionistenpartei Ulsters, UUP) ist eine unionistische und protestantische Partei in Nordirland. Sie wurde 1905 als "Unionist Party" gegründet und vertrat die Einheit Irlands mit Großbritannien. Lange Zeit war sie die wichtigste protestantische Partei des Landes, verlor diese Stellung aber an die von Ian Paisley geführte Democratic Unionist Party. Vorsitzender der Partei ist seit 2012 Mike Nesbitt.[1]

In der Zeit der Selbstverwaltung Nordirlands von 1921 bis 1972 hatte sie, begünstigt durch das Mehrheitswahlrecht, stets die absolute Mehrheit im nordirischen Parlament und stellte den Premierminister. In der ersten Wahl zur Northern Ireland Assembly im Jahre 1998, die nach dem Karfreitagsabkommen eingerichtet wurde, wurde sie die größte Partei und ihr Parteichef David Trimble wurde Erster Minister. Ab 2002 musste die UUP die Rolle der größten protestantischen Partei in Nordirland an die DUP abgeben.

Bei den Unterhauswahlen am 5. Mai 2005 verlor die UUP fünf ihrer sechs Mandate (vier an die radikale DUP, eines an die republikanisch-sozialdemokratische SDLP). Die UUP war danach lediglich noch durch die Abgeordnete Sylvia Hermon aus dem Wahlkreis North Down im Parlament vertreten. Bei den Unterhauswahlen am 6. Mai 2010 errang die UUP gar kein Mandat mehr.

Im Europäischen Parlament ist die UUP mit einem Abgeordneten vertreten. Sie ist seit der Europawahl 2009 Mitglied der Europapartei Allianz der Europäischen Konservativen und Reformisten (AECR) sowie der dazugehörigen Europaparlamentsfraktion Europäische Konservative und Reformisten (ECR). Zuvor gehörte sie den Europäischen Demokraten, einer Untergruppe der EVP-ED-Fraktion, an.

Der frühere Parteiführer Sir Reg Empey wurde im November 2010 in das House of Lords berufen.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Irish Times: UUP announces reshuffle, 27. Oktober 2010
  2. The Irish Times: Empey to join House of Lords, 19. November 2010