Ultra-Romantismo

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Ultra-Romantismo ist ein Terminus, der in der portugiesischen Literaturkritik seit den 1830er Jahren (A. Feliciano de Castilho, Almeida Garrett) benutzt wird, er entspricht in etwa dem Begriff der Schwarzen Romantik der deutschen und englischen Literaturgeschichte.

Von Teófilo Braga wurde er in die portugiesische Literaturwissenschaft eingeführt und dient nun zur pejorativen Charakterisierung der mediävalisierenden Schauerromantik mit ihren Kastellen, fürchterlichen Schwüren um Mitternacht, grausamen Feudalherren, aber auch Kreuzrittern und Trobadors und unglücklichen Liebenden, die ihre sündige Leidenschaft in klösterlicher Einsamkeit büßen. Wegen seiner Mehrdeutigkeit ist der Begriff in der literaturwissenschaftlichen Praxis, obwohl verbreitet, kaum brauchbar.

Literatur[Bearbeiten]

  • Teófilo Braga: Introducção e theoria da história da litteratura portugueza. Chardron, Porto 1896, S. 429.
  • Jacinto do Prado Coelho (Hrsg.): Poetas do Romantismo. 2 Bände. Livraria Clássica, Lisboa 1965, Bd. I, S. 25–29.
  • Rainer Hess: Die Anfänge der modernen Lyrik in Portugal (1865–1890). Fink, München 1978, ISBN 3-7705-0539-5, S. 18–22