Ultraschallvernebler

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Ein Ultraschallvernebler ist ein Gerät zur Erzeugung von Nebel durch Zerstäubung von Flüssigkeiten. Ultraschallvernebler werden in der Medizin zur Inhalation von Medikamenten benutzt, außerdem werden sie zur effektvollen Raumgestaltung, -befeuchtung und in Dampfbädern eingesetzt. Auch bei der Haltung von Reptilien werden Ultraschallvernebler eingesetzt, um eine optimale Luftfeuchtigkeit zu erreichen.

Ultraschallverneblungsgeräte[Bearbeiten]

Ultraschallvernebelungs-geräte sind ideal, wenn es um hygienische Langzeitbefeuchtung geht. Mit sterilen Systemen und dem Einsatz von Sterilwasser ist eine effektive Pneumonie-Prophylaxe möglich. Eine Verkeimungsgefahr wird wirksam minimiert.

Ultraschallvernebler in der Salzgrotte[Bearbeiten]

Es entsteht ein samtfeiner, trockener und tragfähiger Nebel, der durch einen gefilterten Luftstrom über Silikonschläuche in den umbauten Raum geleitet wird und dessen feinste Partikel bis tief in die Lunge gelangen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Inhalationstechniken wird dieser Sole-Nebel aber nicht nur über die Lunge, sondern durch die Vernebelung eines ganzen Raumes auch über die Haut und somit über den ganzen Körper aufgenommen.

Nebelerzeugung[Bearbeiten]

Die Nebelerzeugung erfolgt mittels mechanischer Schwingungen von bis zu 3 MHz, die auf einen Flüssigkeitsfilm übertragen werden. Diese Schwingungen werden in der Regel durch piezokeramische Elemente erzeugt, die elektrische Schwingungen in mechanische umwandeln. Sie können an der Oberfläche des Flüssigkeitsfilmes zur Ausbildung von Kapillarwellen führen, die sich mit steigender Anregungsfrequenz exponential aufrichten.

Erreicht die Anregungsfrequenz einen bestimmten Wert, können sich Tropfen eines bestimmten Durchmessers ausbilden. Der Tropfendurchmesser sinkt mit steigender Anregungsfrequenz, bzw. höherer Dichte und kleinerer Oberflächenspannung der jeweiligen Flüssigkeit. Gute Ultraschallvernebler erreichen Tropfengrößen von 2 bis 4 µm, MMAD.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quelle[Bearbeiten]

  • Günter Wozniak: Zerstäubungstechnik: Prinzipien, Verfahren, Geräte. Springer, 2003. ISBN 3-540-41170-4