Uma Thurman

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Uma Thurman (September 2011)
Thurman in Cannes (2000)

Uma Karuna Thurman ([ˈʔumə ˈθɝmən];[1] * 29. April 1970 in Boston) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Vor allem ihre Rollen in Filmen von Quentin Tarantino, insbesondere Pulp Fiction (1994) und Kill Bill (2003), machten sie bekannt.

Karriere[Bearbeiten]

Thurman begann ihre berufliche Laufbahn nach dem Vorbild ihrer Mutter als Fotomodell, bevor sie als zerbrechliche Schönheit für den Kinofilm entdeckt wurde. Den internationalen Durchbruch und Nominierungen für den Oscar und den Golden Globe verschaffte ihr 1994 die Rolle der selbstzerstörerischen Gangsterbraut Mia Wallace in Quentin Tarantinos Kultfilm Pulp Fiction. Danach folgten interessante, aber wenig erfolgreiche Hauptrollen, so etwa in der Zukunftsvision Gattaca, in der Comic-Verfilmung Batman & Robin (beide 1997) und in einer von Kritik und Publikum als verunglückt betrachteten Kinoversion der britischen Fernsehserie The Avengers (1998).

2003 erhielt sie den Golden Globe für ihre Rolle in dem Fernsehfilm Hysterical Blindness und verschaffte sich als Co-Autorin, erneut in Zusammenarbeit mit Tarantino, ein Comeback als rächende Braut in Kill Bill – Volume 1 und Volume 2. Nach dem Erfolg dieses Zweiteilers fand der Star wieder internationale Beachtung und erhielt in der Folge Werbeverträge von der Kosmetikfirma Lancôme und der Luxusmarke Louis Vuitton. Uma Thurmans Gage pro Film kletterte in den zweistelligen Dollarmillionenbereich.[2] 2005 war sie in der Komödie Couchgeflüster eine Frau Ende Dreißig, die sich in einen fast fünfzehn Jahre jüngeren Mann verliebt, der sich als der Sohn ihrer Therapeutin (dargestellt von Meryl Streep) entpuppt. In der Komödie Die Super-Ex von Regisseur Ivan Reitman trat sie 2006 als Superheldin auf, die sich an ihrem Exfreund für den erhaltenen Laufpass rächt. 2007 war Uma Thurman in dem von Kathryn Bigelow im Auftrag der Firma Pirelli für das Internet inszenierten Action-Kurzfilm Mission Zero zu sehen.

Der 2010 veröffentlichte Film New York Mom mit ihr in der Hauptrolle war ein weltweiter Flop.

2006 wurde Thurman zur Ritterin des Ordre des Arts et des Lettres ernannt. 2011 wurde sie in die Wettbewerbsjury der 64. Internationalen Filmfestspiele von Cannes berufen.

Die deutsche Synchronstimme von Thurman ist Petra Barthel.

Familie[Bearbeiten]

Ihre schwedische Großmutter mütterlicherseits, Birgit Holmquist, stand Modell für die von dem Bildhauer Axel Ebbe geschaffene und seit 1930 an der Hafenpromenade der Stadt Trelleborg stehende Statue einer nackten Frau (Titel: Famntaget, dt. „Die Umarmung“).[3] Aus Birgit Holmquists Ehe mit dem deutschen Adligen Friedrich Karl Johannes von Schlebrügge [4] stammt Thurmans Mutter Birgitte Caroline „Nena“ von Schlebrügge (* 8. Januar 1941 in Stockholm), eine Psychotherapeutin und in den 1960er Jahren ein bekanntes schwedisches Fotomodell. Sie war in erster Ehe von 1964 bis 1965 mit dem amerikanischen Drogen-Propagandisten Timothy Leary verheiratet, der angibt Thurmans Pate zu sein.[5][6] 1967 heiratete Nena von Schlebrügge Robert Thurman, heute Professor für buddhistische Studien an der Columbia University. Robert Thurman war der erste Amerikaner, der vom Dalai Lama zum buddhistischen Mönch geweiht wurde. „Uma“ ist im Hinduismus die Erscheinungsform einer Göttin und bedeutet „Die Gnadenreiche“. „Karuna“ bedeutet im Buddhismus „Mitgefühl“, „Mitleid“. Thurman hat drei Brüder, aus Robert Thurmans erster Ehe stammt eine Halbschwester.[7] Thurman ist die Großtante des schwedischen Fußballspielers Max von Schlebrügge.[8]

Thurman war von 1990 bis 1992 mit dem Schauspieler Gary Oldman verheiratet. Am 1. Mai 1998 heiratete sie den Schauspieler Ethan Hawke, mit dem sie eine Tochter (* 1998) und einen Sohn (* 2002) hat. Die Ehe wurde am 20. Juli 2004 geschieden. Im Juli 2012 wurden Thurman und ihr Lebensgefährte Arpad Busson (* 1963) Eltern einer Tochter.[9]

Filmografie[Bearbeiten]

Thurman in Cannes (2001)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gigi Levangie Grazer, Uma Thurman: Maneater. Simon & Schuster Audio Verlag, New York 2003, ISBN 0-7435-3029-2.
  • Bryony Sutherland, Lucy Ellis: Uma Thurman: The Biography. Aurum Press Ltd Verlag, London 2005, ISBN 1-84513-101-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Uma Thurman – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pronunciation of Uma Thurman. inogolo, abgerufen am 8. März 2013 (englisch).
  2. Gage laut IMDb
  3. Artikel im Sydsvenskan über die Statue im Hafen von Trelleborg.
  4. Artikel über Herkunft der Vorfahren.
  5. Eintrag zu Uma Thurman bei nndb.com
  6. „Ich möchte ein Buddha werden“. die tageszeitung, 8. Juni 2012, abgerufen am 11. Juni 2012 (Interview von Julia Niemann mit Robert Thurman).
  7. Biografie von Robert Thurman
  8. Artikel in Het Nieuwsblad über Uma Thurmans Verwandtschaftsbeziehung zu Max von Schlebrügge.
  9. Das Baby ist da! Bunte, 16. Juli 2012, abgerufen am 17. Juli 2012.