Umberto II. (Italien)

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Umberto II., 1923 als Kronprinz

Umberto II. Nicola Tomaso Giovanni von Savoyen (* 15. September 1904 in Racconigi; † 18. März 1983 in Genf) war der letzte König von Italien und italienischer Marschall.

Kronprinz[Bearbeiten]

Umberto wurde als Sohn von König Viktor Emanuel III. von Italien und dessen Gemahlin Elena von Montenegro geboren. Er erhielt eine militärische Ausbildung und später das Kommando über italienische Heeres-Einheiten, was jedoch eine zeremonielle Funktion ohne tatsächliche Entscheidungsgewalt war. 1929 wurde auf den Kronprinzen in Brüssel ein Attentatsversuch unternommen, der Täter feuerte mit den Worten „Nieder mit Mussolini!“ eine Kugel ab, die Umberto verfehlte. Am 8. Januar 1930 vermählte er sich in Rom mit Marie José von Belgien, mit der er vier Kinder hatte: Maria Pia (* 24. September 1934), die nach dem 2  Weltkrieg einen jugoslawischen Prinzen heiratete; Viktor Emanuel (* 12. Februar 1937), Herzog von Savoyen; Maria Gabriella (* 24. Februar 1940), Gräfin de Balkany; Maria Beatrice (* 2. Februar 1943), Senora Corvalan. Umberto erhielt 1942 den militärischen Rang Marschall von Italien und 1943 den Titel Luogotenente Generale del Regno, mit dessen Verleihung eine Delegierung königlicher Pflichten verbunden war. In dieser Zeit wurde er politisch aktiv und übernahm allmählich die Funktionen seines Vaters.

König Italiens[Bearbeiten]

Grab von König Umberto II.

Am 9. Mai 1946 folgte Umberto seinem Vater nach dessen Abdankung als König von Italien und Herzog von Savoyen nach. Bis zum formalen Ende der Monarchie in Italien am 18. Juni 1946 war er für 33 Tage der letzte König des Landes.

Am 15. Mai 1946 erließ er das Sonderstatut für die Autonome Region Sizilien und schuf damit die erste Autonome Region mit Sonderstatut in Italien.

Am 2. und 3. Juni 1946 wurde über die künftige Staatsform (Beibehaltung der Monarchie oder Umwandlung in eine Republik) abgestimmt. Umberto verließ, noch vor Feststehen des Resultats, auf Druck der Regierung De Gasperi am 13. Juni das Land. Mit der Verkündung des Ergebnisses des Referendums am 18. Juni galt Umberto II. offiziell als abgesetzt und die Monarchie in Italien für beendet.

Im Exil[Bearbeiten]

Umberto von Savoyen nannte sich im portugiesischen Exil weiterhin König und erkannte die Republik nicht an. Diese Haltung – die er bis zu seinem Tod nicht aufgab – machte ihm eine Rückkehr nach Italien als normaler Bürger unmöglich. In der Verfassung von 1948 wurde das Rückkehrverbot für Angehörige des Hauses Savoyen festgeschrieben. Im Exil trennte er sich von seiner Frau.

Umberto II. starb am 18. März 1983 in Genf. Er wurde in der Abtei Hautecombe in Frankreich beerdigt. In seinem Testament hinterließ er das Turiner Grabtuch, das sich seit 1453 im Besitz des Hauses Savoyen befand, dem Papst und seinen Nachfolgern unter der Bedingung, dass es in Turin verbleibe.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Umberto II. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Vorgänger Amt Nachfolger
Viktor Emanuel III. König von Italien
1946
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Viktor Emanuel III. Oberhaupt des Hauses Savoyen
1946–1983
Viktor Emanuel