Umm er-Rasas

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Mosaik aus der Stephanus-Kirche, Ansicht der "Heiligen Stadt" Jerusalem

Umm er-Rasas (arabisch ‏أم الرصاص‎, DMG Umm ar-Raṣāṣ; auch: Kastron Mefa’a) ist eine archäologische Stätte in Jordanien mit Ruinen vom Ende des 3. bis zum 9. Jahrhundert. Sie liegt rund 70 km südlich von Amman und 30 km von Madaba entfernt.

Umm er-Rasas war eine ummauerte Siedlung und enthält Ruinen aus römischer und byzantinischer Zeit sowie des frühen Islam. Bisher konnte nur ein kleiner Teil von Umm er-Rasas ausgegraben werden. Dazu gehört ein römisches Militärlager von 150 x 150 Meter Fläche, dessen Außenmauer an den Ecken mit Türmen verstärkt ist. Aus byzantinischer Zeit stammen Reste eines Turms, der von ersten christlichen Mönchen genutzt wurde, sowie einige Kirchen. Darunter befindet sich eine dem heiligen Stefanus geweihte Kirche mit Mosaiken aus der Zeit der Umayyaden. Sie zeigen Stadtansichten aus Jordanien, Palästina und Ägypten.

Seit 2004 gehört Umm er-Rasas zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Frank Rainer Scheck: Jordanien. Völker und Kulturen zwischen Jordan und Rotem Meer.. 6. Auflage. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2011, ISBN 3-7701-3979-8, S. 274–276.

Weblinks[Bearbeiten]

31.49972222222235.919722222222Koordinaten: 31° 29′ 59″ N, 35° 55′ 11″ O