Ummagumma

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ummagumma
Studioalbum von Pink Floyd
Veröffentlichung 25. Oktober 1969
Label ursprünglich:

Neuauflagen:

Format CD, LP
Genre Psychedelic Rock, Artrock, Avantgarde
Anzahl der Titel LP1 (Live) – 4, LP2 (Studio) – 12
Laufzeit 86 min 11 sec

Besetzung

Produktion

Studios

  • LP1: 27. April 1969 Mothers Club/Birmingham und 2. Mai 1969 College Of Commerce/Manchester
  • LP2: 1969, Abbey Road Studios
Chronologie
Music from the Film More
(1969)
Ummagumma Atom Heart Mother
(1970)

Ummagumma ist die vierte Langspielplatte der englischen Rockband Pink Floyd. Das Doppelalbum wurde am 25. Oktober 1969 veröffentlicht, wenige Monate nach dem Soundtrack von More. „Ummagumma“ ist ein Slangwort aus Cambridge für Geschlechtsverkehr.[1]

Musik[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Das Doppelalbum umfasst einen Live- und einen Studioteil. Der Live-Teil besteht aus vier Aufnahmen, die im College of Commerce (Manchester) und im Mother’s Club (Cambridge) aufgenommen wurden. Er war bis 1988 die einzige offizielle Liveaufnahme von Pink Floyd.

Im Studioteil wurde jedem Bandmitglied eine halbe LP-Seite eingeräumt, die es mit eigenen Kompositionen und zumeist ohne die Mitwirkung der anderen füllte. Bassist Roger Waters lieferte mit Grantchester Meadows eine nur mit einer Akustikgitarre begleitete Folkballade ab, verfremdet durch Vogelgezwitscher und das Gebrumm einer Stubenfliege, die am Ende des Stücks klatschend erschlagen wird. Die Suite The Narrow Way von Gitarrist David Gilmour entsprach weitgehend dem konventionellen Psychedelic Rock, den die Band auf den vorgehenden Alben geboten hatte. Die anderen Stücke des Studioteils waren wesentlich avantgardistischer. Waters’ Several Species of Small Furry Animals Gathered Together in a Cave and Grooving with a Pict bot Musique concrète, eine melodiefreie Geräuschcollage. Richard Wrights vierteiliges Werk Sysyphus erinnerte den Rezensenten der Musikzeitschrift Sounds sowohl an die atonale Musik des französisch-amerikanischen Komponisten Edgar Varèse (1883–1965) als auch an die Free-Jazz-Improvisationen des Pianisten Cecil Taylor.[2] Nick Masons Suite The Grand Vizier’s Garden Party bot ein mehrminütiges Percussionssolo, das von zwei kürzeren melodiösen Flötenpassagen eingerahmt wurde, die von Lindy Mason, der Frau des Schlagzeugers, gespielt wurden. Verschiedentlich wird - von Mason unbestätigt - behauptet, Masons Suite sei von Karlheinz Stockhausens (1928-2007) Werk „Kontakte“ beeinflusst. Alle vier Bandmitglieder benutzen elektronische Instrumente, Loops, rückwärts laufende Tonbänder, Stereoeffekte und weitere technische Spielereien auf der Höhe der Möglichkeiten der damaligen Zeit. Auch spielte Wright seinen Flügel nicht nur mit den Tasten, sondern bearbeitete die Saiten im Inneren auch direkt.

Kritikerstimmen[Bearbeiten]

„Live phantastisch, im Studio reichlich bemüht artifiziell - und doch mit dem gewissen Etwas, das diese Band auch im Studioteil von Ummagumma Pink Floyd sein lässt.“

Christian Rode: Babyblaue Seiten[3]

Zur Live-LP[Bearbeiten]

„Featuring the band’s second lineup (i.e., no Syd Barrett), the set shows off a very potent group, their sound held together on-stage by Nick Mason’s assertive drumming and Roger Waters’ powerful bass work, which keep the proceedings moving no matter how spaced out the music gets; they also sound like they’ve got the amplifiers to make their music count, which is more than the early band had.“
Übersetzung: „Mit der zweiten Besetzung der Band (also ohne Syd Barrett) zeigen die Stücke eine sehr potente Gruppe, deren Sound auf der Bühne zusammengehalten wird von Nick Masons bestimmendem Schlagzeugspiel und Roger Waters kraftvoller Bassarbeit, die dafür sorgen, dass es weitergeht, egal wie abgefahren die Musik wird; sie klingen auch, als ob sie die Verstärker haben, die sie brauchen, um ihre Musik zur Geltung zu bringen - das ist mehr, als die frühe Band hatte.“

Bruce Eder: Allmusic Guide[4]

Titel[Bearbeiten]

LP 1 (Live-Album)[Bearbeiten]

  • Seite A:
  • Astronomy Domine (Barrett) [8:28 min] Gesang: (Gilmour/Wright)
  • Careful With That Axe, Eugene (Waters, Wright, Mason, Gilmour) [8:47 min] (Gesang: Waters)
  • Seite B:
  1. Something Else [3:57 min]
  2. Syncopated Pandemonium [3:19 min]
  3. Storm Signal [2:58 min]
  4. Celestial Voices [2:35 min]

LP 2 (Studio-Album)[Bearbeiten]

  • Seite A:
  • Sysyphus [part 1-4] (Wright) [13:17 min]
  • Grantchester Meadows (Waters) [7:28 min] Gesang: Waters.
  • Several Species of Small Furry Animals Gathered Together in a Cave and Grooving With a Pict (Waters) [4:57 min] Stimme: Waters.
  • Seite B:
  • The Narrow Way [part 1-3] (Gilmour) [12:14 min] Gesang: Gilmour
  • The Grand Vizier's Garden Party (Mason) [8:45 min]
  • Part 1 (entrance)
  • Part 2 (entertainment)
  • Part 3 (exit)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mark Blake, Pigs Might Fly. The Inside Story Of Pink Floyd, Aurum Press, London 2007
  2. Sounds. Platten 66–77, Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1979, S. 91
  3. Babyblaue Prog-Reviews: Pink Floyd: Ummagumma: Review (Stand: April 2010)
  4. Ummagumma > Review (Stand: April 2010)

Weblinks[Bearbeiten]