Uncilin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Uncilin (auch Uncelin, lat. Uncelenus), (* im 6. Jahrhundert; † 613) war von 587 bis 607 alamannischer Herzog.

587 setzte der austrasische König Childebert II. den Alamannenherzog Leutfred I. ab und bestimmte Uncilin zu seinem Nachfolger.

Nach dem Tode Childebert II. 595 gingen der Thurgau, Kembsgau und das Elsass an Burgund und Uncilin damit unter die frankoburgundischen Oberhoheit von König Theuderich II.

605 kämpfte Theuderich II. gegen seinen Bruder Theudebert II., sein Heer widersetzte sich allerdings der Anordnung zum Kampf. Theuderich II. beauftragte den burgundischen Hausmeier Protadius, das Heer zum Kampf zu bewegen, doch auch seinem Befehl widersetzte sich das Heer und setzte Protadius fest. Vermutlich im selben Jahr (oder 606) erhielt Uncilin von Theuderich II. den gleichen Auftrag. Uncilin, jedoch deutete den Befehl um und ließ Protadius durch das Heer ermorden.

Aus Rache für die Ermordung des Prodadius ließ Königin Brunichilde 607 Uncilin einen Fuß abschlagen, er wurde dadurch als Herzog amtsunfähig. Nach der Lex Alamannorum, dem alamannischen Rechtsbuch, war ein Herzog nur dann amtsfähig, wenn er selbst ein Pferd besteigen konnte.

Literatur[Bearbeiten]