Und nebenbei das große Glück

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Filmdaten
Deutscher Titel Und nebenbei das große Glück
Originaltitel Un bonheur n’arrive jamais seul
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 110 Minuten
Stab
Regie James Huth
Drehbuch James Huth,
Sonja Shillito
Produktion Richard Grandpierre
Musik Bruno Coulais
Kamera Stéphane Le Parc
Schnitt Joëlle Hache
Besetzung

Und nebenbei das große Glück (Originaltitel: Un bonheur n’arrive jamais seul) ist eine französische Filmkomödie mit Gad Elmaleh und Sophie Marceau aus dem Jahr 2012.

Handlung[Bearbeiten]

Jazz-Pianist Sacha genießt sein Leben in Paris in vollen Zügen. Er geht gern feiern, hat eine Frau nach der anderen, und seine Mutter Fanfan kümmert sich um seine Wäsche. Mit dem Komponieren von Werbejingles verdient er seinen Lebensunterhalt. Der Konzernchef Alain Posche, sein neuester Kunde, ist mit Sachas Komposition jedoch nicht zufrieden. Als Sacha dessen Firmensitz verlässt und ein heftiger Regenschauer einsetzt, trifft er auf die attraktive Charlotte, die tollpatschig wie sie ist, stolpert und neben seinem Auto zu Boden fällt. Nachdem ein vorbeifahrendes Auto sie komplett nass gespritzt hat, bietet ihr Sacha an, sie ein Stück in seinem Cabriolet mitzunehmen, das offen im Regen stand und deshalb innen auch völlig nass ist. Sie setzen sich anschließend in ein Café und lernen sich näher kennen. Wie sich herausstellt, ist Charlotte die Ehefrau von Alain Posche, von dem sie seit zwei Jahren getrennt lebt. Sie arbeitet für eine Stiftung, die mit Werbeeinnahmen des Posche-Konzerns Ausstellungen zeitgenössischer Kunst organisiert. Charlotte, die sich von Sacha nach Hause fahren lässt, erliegt seinem Charme und landet schließlich in seinem Bett.

Sachas Freunde Laurent, Lionel und Chris sind überrascht, dass sich Sacha für eine erwachsene Frau interessiert, hat er doch sonst nur Augen für Mädchen Anfang 20. Als er bei Charlotte eines Abends vorbeischaut, um mit ihr die Nacht zu verbringen, stellt sich heraus, dass Charlotte nicht nur über 30, sondern auch Mutter von drei Kindern ist. Tochter Suzy stammt von Charlottes erstem Mann César, die Söhne Louis und Léonard gingen aus Charlottes Ehe mit Alain hervor. Sacha, der eigentlich keine Kinder mag, fühlt sich weiterhin zu Charlotte hingezogen. Als sie wieder bei ihr landen, richtet Charlotte vor lauter Tollpatschigkeit im Badezimmer ein Chaos an. Das Waschbecken ist aus der Wand gebrochen, und das Wasser fließt aus der Leitung. Sacha bietet seine Hilfe an und versucht, den Schaden notdürftig zu beheben. Am nächsten Morgen schleicht er sich aus der Wohnung, damit Charlottes Kinder ihn nicht sehen. Vor der Eingangstür trifft er jedoch auf Suzys Vater César, der ihm in aggressivem Ton rät, sich von seiner Familie fernzuhalten.

Sacha ist jedoch entschlossen, sich weiterhin mit Charlotte zu treffen. Als er mit entsprechendem Werkzeug ihr Bad reparieren will, stellt sie ihn ihren Kindern vor. Beim gemeinsamen Bowling lernen auch Sachas Freunde und seine betagte jüdische Großmutter Charlotte endlich kennen. Als Alain Charlotte über ihr Handy anruft und sie an ein Geschäftsessen erinnert, bei dem ihre Anwesenheit vonnöten ist, erklärt sich Sacha bereit, auf ihre Kinder aufzupassen und sie später nach Hause zu bringen. Wider Erwarten kommt Sacha mit Suzy, Louis und Léonard hervorragend zurecht. Er beginnt, sie in sein Herz zu schließen, und auch die Kinder sind von seiner unkomplizierten Art angetan. Spät am Abend kommt auch Charlotte nach Hause. Während sie mit Sacha im Wohnzimmer tanzt, trifft Alain plötzlich ein und sieht sie zusammen. Daraufhin sorgt Alain dafür, dass Sacha, der mit seinem Freund Laurent eine Musikshow auf die Bühne bringen will, keinen Produzenten findet, der das Projekt finanziert. Frustriert und von Laurent angestiftet, verfällt Sacha seinen alten Gewohnheiten und verbringt die Nacht mit einer anderen Frau. Als Charlotte bei ihm vorbeikommt, sieht sie die nackte Frau und gibt Sacha eine Ohrfeige.

Die Rotonde im Parc Monceau, ein Schauplatz des Films

Als Suzy sich am Bein verletzt, sehen sich Charlotte und Sacha im Krankenhaus wieder. Sacha, der mit Laurent ein Angebot für eine Show am New Yorker Broadway erhalten hat, erkennt, wie sehr er Charlotte liebt, und will daher nicht nach New York gehen. Charlotte, die sich von Alain scheiden und eine eigene Kunstgalerie eröffnen möchte, erhält von Sacha eine Nachricht. Er möchte sich mit ihr treffen. Doch zunächst trifft sie auf Laurent, der sie aufgesucht hat, um mit ihr über Sachas Zukunft zu sprechen. Charlotte lässt Sacha daraufhin wissen, dass sie an einer Beziehung mit ihm nicht mehr interessiert sei. Enttäuscht fliegt Sacha schließlich doch nach New York. Dort wird seine Show ein großer Erfolg, und die Frauen reißen sich um ihn. Sacha kann Charlotte und ihre Kinder jedoch nicht vergessen. Unterdessen erfährt Charlotte beim Joggen mit César, dass es Alain war, der dafür gesorgt hatte, dass César einst aus ihrem Leben verschwand. Wie sich herausstellt, ist es auch Alain, der insgeheim Sachas Show am Broadway finanziert. Als Sacha dahinterkommt und Laurent ihm gesteht, Charlotte überzeugt zu haben, die Beziehung zu beenden, kehrt Sacha nach Paris zurück. Charlotte, die an dem Tag mit ihren Kindern in ein neues Haus einzieht, fällt Sacha bei ihrem Wiedersehen glücklich in die Arme, und auch die Kinder freuen sich, ihn wieder bei sich zu haben.

Hintergrund[Bearbeiten]

Hauptdarstellerin Sophie Marceau beim Cabourg Film Festival 2012

Die Dreharbeiten fanden von Mitte Mai bis Ende Juli 2011 in Paris und New York statt. Das Budget lag bei 15,7 Millionen Euro.[1]

Und nebenbei das große Glück feierte am 13. Juni 2012 beim Cabourg Film Festival Premiere. In den französischen Kinos, wo die Filmkomödie am 27. Juni 2012 startete, wurde sie von rund 1,8 Millionen Zuschauern gesehen.[1] In Deutschland lief sie am 20. September 2012 in den Kinos an.

Kritiken[Bearbeiten]

„Cartooneske Regieeinfälle und eine halbwegs realistische Schilderung des Patchwork-Universums lockern das Korsett der romantischen Komödie zwar erfrischend auf, allzu häufig aber erschöpft sich der Film in bloßem Slapstick“, urteilte das Lexikon des Internationalen Films. Dem Hauptdarsteller Gad Elmaleh sei es nicht gelungen, „manche Untiefe durch Humor zu umschiffen“, zumal der Film „die Handlung mehr von außen“ betrachte, „als dass er sich auf die Konflikte des Paars einließe“.[2] Für Cinema war der Film eine „[u]mständlich erzählte und unglaubwürdige“ Komödie, „in der alles irgendwie nebenbei passiert und nichts zusammenpasst“.[3]

Prisma befand, dass „die ein oder andere Slapstick-Einlage zu viel“ sei, „die schon oft erzählte Geschichte […] durch charmante Einlagen, gute Typen, nervige-spaßige Kinder, niveauvolle Musik, eine deftige Prise Esprit und einigen Wortwitz“ aber dennoch überzeuge. Und nebenbei das große Glück sei zwar „[n]icht sonderlich tiefgründig und auch nicht perfekt“, biete jedoch „wohltuend erfrischende Unterhaltung“.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b vgl. jpbox-office.com
  2. Und nebenbei das große Glück im Lexikon des Internationalen Films
  3. vgl. cinema.de
  4. vgl. prisma.de