Undezime

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Diatonische Intervalle
Prime
Sekunde
Terz
Quarte
Quinte
Sexte
Septime
Oktave
None
Dezime
Undezime
Duodezime
Tredezime
Halbton/Ganzton
Besondere Intervalle
Mikrointervall
Komma
Diësis
Limma
Apotome
Ditonus
Tritonus
Wolfsquinte
Maßeinheiten
Cent
Millioktave
Oktave
Savart

Als Undezime (v. lat. undecimus: „der elfte“) bezeichnet man in der Musik ein Intervall, das sich aus Oktave und Quarte zusammensetzt und damit elf Tonstufen einer diatonischen, heptatonischen Tonleiter umspannt (z. B. c–f1). Das Frequenzverhältnis zwischen Grundton und seiner reinen Undezime liegt bei 8/3.

Notenbeispiel: Undezimintervalle

Notenbeispiel: Undezimintervalle

Die (reine) Undezime (a) umfasst siebzehn Halbtonschritte. Im Kontrapunkt und im harmonischen Satz sind Undezimen normalerweise wie Quarten zu behandeln. In der Jazzharmonik fällt der Undezime als fünfter Terz über dem Grundton (b) eine besondere Rolle zu, sie wird in der Akkordsymbolik mit „11“ beziffert.

Im Zusammenhang mit der Partialtonreihe, z. B. bei Orgelregistern, wird der 11. Partialton als Undezime bezeichnet. Diese Undezime hat zur nächsttieferen Oktave ein Frequenzverhältnis von 11:8.