Uni-Center (Köln)

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Uni-Center
Uni-Center
Ostansicht
Basisdaten
Ort: Köln-Sülz
Bauzeit: 01.1971–08.1973
Eröffnung: 1973
Status: fertiggestellt
Architekt: Werner Ingendaay
Nutzung/Rechtliches
Nutzung: Wohn- und Gewerbegebäude
Wohnungen: 968
Eigentümer: Streubesitz, Kölner Studentenwerk
Hausverwaltung: FONCIA IMMONOVA, Köln
Technische Daten
Höhe: 134,0[1] m
Etagen: 45
Geschossfläche: 60.000 m²
Umbauter Raum: 265.000
Baukosten: 90 Millionen DM
Höhenvergleich
Köln: 4. (Liste)
Deutschland: 29. (Liste)
Anschrift
Stadt: Köln
Land: Deutschland

Das Uni-Center ist ein Wohnhaus im Kölner Stadtteil Sülz an der Ecke Luxemburger Straße/Universitätsstraße und gehört zu den größten Wohnhäusern Europas.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Architekt war der Kölner Professor Werner Ingendaay (1923-2008), Bauherr die Bauträgergesellschaft Deba Wohnbau CCAA GmbH, Köln. Nach dem Baubeginn im Januar 1971 fand die Grundsteinlegung im Februar 1971 durch den damaligen Bundesverkehrsminister Lauritz Lauritzen statt, der das geplante Bauwerk als „kühnes Experiment“ bezeichnete. Das Richtfest für das Y-förmige Hochhaus fand im Oktober 1972 statt, bezugsfertig war es am 1. August 1973.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Das Wohnhaus ist in drei unterschiedlich hohe Gebäudeflügel „U“ (38+3 Etagen), „N“ (31+3 Etagen), „I“ (26+3 Etagen) unterteilt, die durch den Gebäudekern „C“ (45 Etagen) miteinander verbunden sind. Zur besseren Orientierung sind die die Flügel einheitlich in Farben ausgestattet, „U“ in Orange, „N“ in Grün und „I“ in Gelb. Wohnungen befinden sich ab dem 5. Obergeschoss aufwärts jeweils auf beiden Seiten eines Gebäudeflügels und im Kernteil „C“. In den Flügeln endet der Hauptteil des Gebäudes jeweils mit einer beidseitigen Aussichtsplattform (U38, N31, I26), auf die darüber liegend wieder zwei Etagen mit Wohnungen und in der höchsten Etage ein Penthouse folgen. In den unteren Etagen befinden sich mehrere Geschäfte, Restaurants und das Parkhaus.

Es ist mit 968 Einheiten eines der größten Wohnhäuser Europas. Etwa 60 % aller Einheiten wurden als Eigentumswohnungen veräußert, den Rest im gesamten „I“-Block übernahm das Kölner Studentenwerk. Es betreibt 378 Wohnungen zwischen 14 und 24 m² als Wohnheim für Studenten. Höchster Gebäudeteil ist der Mittelturm „C“ mit 134 Metern. Es gibt hier 45 Obergeschosse (3 Untergeschosse und Erdgeschoss ergeben 49 Geschosse). Insgesamt wohnen im Baukomplex 2000 Personen, die mit 9 Aufzügen fahren können.

Sonstiges[Bearbeiten]

Das Uni-Center war einer der Drehorte des Films Die verlorene Ehre der Katharina Blum, der am 10. Oktober 1975 Premiere hatte und auf dem gleichnamigen Roman von Heinrich Böll beruhte. Während des Deutschen Herbstes mietete das RAF-Kommando „Siegfried Hausner“ eine Wohnung im Uni-Center an, um dort die Entführung von Hanns Martin Schleyer vorzubereiten. Am 13. Oktober 1977 durchsuchte hier die GSG 9 mehrere Wohnungen und konnte ermitteln, dass die Krankenschwester Adelheid Schulz unter dem Namen „Markward“ bis Ende September 1977 eine konspirative Wohnung gemietet hatte. Während der Durchsuchung wurde die Lufthansa-Maschine Landshut entführt.

Auf der Liste der Hochhäuser in Köln belegt das Uni-Center Rang 4. Von den oberen Etagen (ab dem 15. Stockwerk) ist ein Rundblick auf das Kölner Stadtpanorama möglich.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Uni-Center bei CTBUH

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Uni-Center (Cologne) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien


50.9218101097226.9329286872222Koordinaten: 50° 55′ 19″ N, 6° 55′ 59″ O