Bank Austria

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  Unicredit Bank Austria AG
Logo der Bank Austria
Staat Österreich
Sitz Wien
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN AT0000995006
Bankleitzahl 12 000[1]
BIC BKAUATWWXXX[1]
Gründung 1991
Website www.bankaustria.at
Geschäftsdaten 2014[2]
Bilanzsumme EUR 179,2 Mrd.
Einlagen EUR 95,8 Mrd.
Kundenkredite EUR 114,3 Mrd.
Mitarbeiter 37.269
Geschäftsstellen 1.814
Leitung
Vorstand Willibald Cernko, Vorstandsvorsitzender
Aufsichtsrat Erich Hampel, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Die Unicredit Bank Austria AG (Eigenschreibweise UniCredit), bekannt unter ihrer Marke Bank Austria (BA), ist nach der Bilanzsumme und dem Kernkapital das größte österreichische Bankinstitut und hat ihren Sitz in Wien.

Seit dem Jahr 2005 ist die Bank im Mehrheitseigentum der Unicredit S.p.A., einer in Europa tätigen Großbank mit Hauptsitz in Mailand. Im Jahr 2008 wurden die Minderheitsaktionäre mit einem Squeeze-out zum Verkauf ihrer Aktien gezwungen und die italienische Unicredit wurde fast hundertprozentige Eigentümerin der Bank.[3] Mit 20. Mai 2008 wurden die Anteile an der Wiener und der Warschauer Börse nicht mehr gehandelt.

Die Bank Austria ist in Österreich mit Finanzdienstleistungen (Einlagen, Kredite, Beratung etc.) für Privatkunden, Firmenkunden und die öffentliche Hand aktiv. Sie vertreibt Finanzprodukte aus den Bereichen Bauen & Wohnen, Wertpapiere und Leasing.

Die Bankengruppe ist außerhalb Österreichs stark in den mittel- und osteuropäischen Ländern vertreten, wo die Bank einen großen Teil ihres Gewinns erwirtschaftet. Von den 37.269 Mitarbeitern per 31. März 2014 waren circa 81 % im Ausland beschäftigt.[4]

Seit Anfang 2007 ist die Bank Austria für die Steuerung der CEE-Tochterbanken der Unicredit Group verantwortlich. Dadurch ist sie auch für 20 Länder zuständig, in denen sie bisher gar nicht vertreten war. In acht Ländern davon haben auch Unicredit und HVB noch keine Niederlassungen. Nicht behalten konnte die Bank Austria jedoch ihr Polengeschäft, wo sie über die Tochter Bank BPH besonders gut vertreten war.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

Verwaltungsgebäude der Bank Austria in der Lassallestraße, Wien

Gründung der Bank Austria 1991[Bearbeiten]

Aus dem Zusammenschluss der Zentralsparkasse, der größten Sparkasse Österreichs, und der zu diesem Zeitpunkt wirtschaftlich angeschlagenen Länderbank, deren Alleinaktionärin die Republik Österreich war, entstand 1991 die Bank Austria. Das aus dieser Fusion hervorgegangene Institut war die größte Bank Österreichs, noch vor der Creditanstalt-Bankverein.

Übernahme der Creditanstalt 1996[Bearbeiten]

1996 beteiligte sich die deutsche WestLB mit 9,1 % an der Bank Austria, am 18. September 1996 wurde die aktuelle Aktiengesellschaft gegründet.[3] Nachdem (nach jahrelanger Diskussion) der 51-%-Staatsanteil an der Creditanstalt zur Privatisierung ausgeschrieben worden war, bekam die Bank Austria trotz heftiger politischer Querelen und Interventionsversuche im Januar 1997 den Zuschlag für umgerechnet 1,25 Mrd. Euro. In der Folge führte dieser Verkauf beinahe zu einer Aufkündigung der damaligen rot-schwarzen Koalition (Bundesregierung Klima) seitens der ÖVP. Im Gegenzug verkaufte die Bank Austria/Anteilsverwaltung Zentralsparkasse (AVZ) für 8,24 Mrd. ATS (ca. 600 Mio. Euro) die Mehrheit an der GiroCredit an die Erste österreichische Spar-Casse (heute Erste Bank AG). Im Februar 1998 verkaufte der Bund sein letztes Aktienpaket an der Creditanstalt, bis September wurden die verbliebenen Aktien in solche der Bank Austria getauscht, die ab diesem Zeitpunkt alleine an der Wiener Börse notierten.

Übernahme durch Hypovereinsbank (HVB) 2000[Bearbeiten]

Die bayerische Hypovereinsbank (HVB) übernahm im Jahr 2000 die Bank Austria durch Aktientausch, die Bank Austria (alt) notierte letztmals im Februar 2001 an der Wiener Börse (letzte Notiz: 62 Euro). In Folge tauschten HVB und Bank Austria Beteiligungen aus, wobei die Osteuropa-Beteiligungen überwiegend zur Bank Austria kamen, die west- und außereuropäischen Beteiligungen zur HVB. Nach der gesellschaftsrechtlichen Verschmelzung der Bank Austria mit der Creditanstalt im Jahre 2002 hieß der Bankkonzern bis 1. April 2008 Bank Austria Creditanstalt AG (BA-CA). Im März 2003 wurde ein Teilbörsengang der BA-CA beschlossen, die Erstnotiz der Aktie erfolgte im Juli 2003 in Wien. Seitdem hat sich der Wert der BA-CA-Aktie mehr als verdoppelt.

Übernahme durch Unicredit 2005, Akquisitionen[Bearbeiten]

Die Zentrale der Bank Austria am Schottenring

Im Juni 2005 wurde bekannt, dass die italienische Großbank Unicredit die HVB, und damit auch die BA-CA übernehmen werden würde. Die Zusammenführung der Osteuropa-Filialen von BA-CA, HVB und Unicredit sollte voraussichtlich bis 2007 andauern. Das Osteuropageschäft, mit Ausnahme Polens, würde künftig von der Bank Austria-Zentrale Wien aus gesteuert werden. Im Juli 2006 übernahm die Unicredit das Aktienpaket mit 77,5 % Beteiligung an der BA-CA von der HypoVereinsbank (HVB). Zukünftige Pläne des Unicredit-Vorstandes besagten, den ehemaligen HVB-Konzern in vier Holding-Gesellschaften umzuwandeln. Das ehemalige Ostportfolio der Bank Austria würde eine Holding werden, die polnische Filiale zu einer weiteren, sowie die Bank Austria Österreich eine dritte Holdinggesellschaft des Unicredit-Konzerns. Die Bank Austria Creditanstalt AG wurde somit in eine auf Österreich begrenzte Regionalbank umgewandelt. Ihre frühere Konzernmutter HVB beschränkte sich auf den Markt Deutschland. Störfaktor bei den Planungen der neuen Konzerntochter-Struktur war seinerzeit nach wie vor der Bank der Regionen-Vertrag (aus Zeiten der AVZ-Stiftung). Die bewährte eigene Fondsgesellschaft der Bank Austria, die Capital Invest, wurde in die Unicredit-Fondsgruppe Pioneer integriert, was der Kostensenkung dienen sollte. Die kroatische Splitska banka, die 2002 von der Bank Austria um 132 Mio. Euro erworben worden war, wurde im Zuge der Eingliederung in die Unicredit an die französische Société Générale um rund 1 Mrd. Euro veräußert, um den EU-Kartellrichtlinien gerecht zu werden. Als Ersatz war die Bank Austria nun für den kroatischen Marktführer, die Zagrebačka banka, zuständig, die sie aus dem Besitz der Konzernmutter zugeteilt bekommen hatte.

Im Dezember 2006 wurde der Kaufvertrag zur Übernahme der russischen Aton-Bank für 424 Mio. Dollar (per Wechselkurs Mitte Dezember d.J. 322 Mio. Euro) unterschrieben. Die Erhöhung des Anteils an der International Moscow Bank (IMB) von 80 % auf 90 % erfolgte Anfang Jänner 2007. An dieser Bank, die per 30. Juni 2006 eine Bilanzsumme von 6,5 Mrd. US-Dollar aufwies, und damit die neuntgrößte russische Bank war, ist man seit 1991 beteiligt. Sie verfügt über 1800 Mitarbeiter in 36 Filialen und hat hauptsächlich Firmenkunden. Die Anzahl der Filialen sollte bis Ende 2007 auf 100 erhöht werden.[5] Außerdem wurde 2007 die kasachische ATFBank übernommen. Sie war mit einer seinerzeitigen Bilanzsumme von 6,3 Mrd. Euro die drittgrößte Bank des Landes.[6] Während der Finanzkrise im Jahr 2007 konnte die Bank Austria ihren Fortbestand ohne direkte staatliche Unterstützung sicherstellen.

Neuer Markenauftritt, Immobilienverkauf 2008[Bearbeiten]

Das Firmenlogo von 2002 bis 2007

Seit 1. April 2008 besitzen die Bank und ihre Töchter einen neuen Markenauftritt. Gesellschaftsrechtlich trägt die Bank jetzt den Namen Unicredit Bank Austria AG. Die Logos wurden auf Unicredit Gruppenstandard gebracht, auch die identitätsstiftende „rote Welle“ – das bisherige Firmenlogo – wurde durch den zum Pfeil stilisierten Unicredit „Einser auf roter Kugel“ ersetzt. Die Dachmarke Unicredit Group sollte ebenso etabliert werden. Der außenwirksame Markenname wurde auf Bank Austria vereinfacht, wodurch die Creditanstalt aus dem Bild des Unternehmens nach außen verschwindet. Die Schriftart wurde der der Mutter angepasst und auch die Mailadressen der Mitarbeiter, die die Endung @unicreditgroup.at bekamen, die im Weiteren einheitlich auf @unicreditgroup.eu enden sollen. Eine derartige Änderung wurde in allen Unicredit-Unternehmen zeitgleich umgesetzt, daher hat auch die HypoVereinsbank ein neues Logo bekommen. In den Zentral- und Osteuropa-Töchtern der Bank Austria wurde diese Markenanpassung bereits vollzogen.[7]

Nach bereits länger andauernden Spekulationen über einen Verkauf einiger traditionsreicher Immobilien im Rahmen der Neustrukturierung der Bank gab der Vorstand am 31. Jänner 2008 bekannt, dass sowohl die ehemalige Länderbank-Zentrale Am Hof als auch die ehemalige Z-Zentrale in der Vorderen Zollamtsstraße – welche zu diesem Zeitpunkt noch offizieller Firmensitz des Unternehmens war – bis Ende Mai 2008 an den Bestbieter veräußert werden. Den Zuschlag für beide Objekte erhielt im August 2008 die österreichische SIGNA Holding von René Benko.

Aufgrund zweier rechtlicher Vorgaben musste die Bank Austria im Mai 2008 ihr Archiv der 150-jährigen Geschichte öffnen, das damit der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Eine Vergleichsvereinbarung mit österreichischen Holocaustopfern verlangt die lückenlose Offenlegung der Bankaktivitäten während der NS-Zeit. Weiters stellt eine Denkmalschutzbestimmung des österreichischen Staatsarchivs im Namen des öffentlichen Interesses die Akten von 1933 bis 1967 von 74 Banken und Unternehmen unter Schutz, in denen auch die Vorgängerinstitute der Bank Austria erwähnt werden. Im „Historischen Archiv der Bank Austria“ genannten Archiv sind alle geschichtlich relevanten Dokumente der Bank und ihrer Vorgängerinstitute (Länderbank, die 1991 gemeinsam mit Zentralsparkasse und Kommerzialbank Wien in der Bank Austria aufgegangen ist, sowie der Creditanstalt-Bankverein) gesammelt.[8]

Neustrukturierungen 2010 und 2013[Bearbeiten]

Am 1.Oktober 2009 übernahm Willibald Cernko den Vorstandsvorsitz der Bank Austria von Erich Hampel, der als stellvertretender Vorsitzender in den Aufsichtsrat wechselte. Im Zuge einer Neustrukturierung im Jahr 2010 reintegrierte die Bank Austria die Investment-Banking-Aktivitäten der 100%-Tochter Unicredit CAIB AG, das Treasury und die Liquiditätssteuerung sowie die Kompetenzlinien. Die Muttergesellschaft Unicredit stärkte die Kapitalbasis der Bank Austria durch den Erwerb von rund 29 Millionen Aktien mit 2 Milliarden Euro.

Mit 242 Millionen Euro Nettogewinn und einer Bilanzsumme von 201 Milliarden Euro im ersten Quartal 2010 ist die Bank Austria die ertragsstärkste und eigenkapitalstärkste Großbank Österreichs. Zu ihren österreichischen Kunden zählen 88 % der Großbetriebe, 68 % der Mittelbetriebe und 45 % der Kleinunternehmen. Das Netzwerk der Bank Austria umfasst rund 300 Geschäftsstellen und rund 8000 Mitarbeiter in Österreich. Der Hauptsitz der Bank ist in Wien.

Im Februar 2013 gab die Bank bekannt, bis 2015 mehr als 100 ihrer ca. 350 Niederlassungen in Österreich schließen zu wollen. Parallel solle ein sozialverträglicher Personalabbau auf 10.000 Mitarbeiter erfolgen. Nach Angaben der Bank sind seit 2011 bereits 400 Stellen abgebaut worden, denen bis 2015 weitere 400 folgen sollen.[9]

Im Dezember 2013 wurde verlautbart, dass die Bank ihre Unternehmenszentrale am Wiener Schottenring für 125 Millionen Euro an eine Privatstiftung des Investors Ronny Pecik verkauft hat. Der Standort wird allerdings bis Ende 2016 weiterhin von der Bank genutzt werden.[10]

Unternehmensführung und Aufbauorganisation[Bearbeiten]

Unternehmensführung (Stand 15. März 2013)
Vorsitzender des Vorstands
Willibald Cernko
CEE-Banking Finance Risk Management Human Resources Österreichisches Kundengeschäft
Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands / CEE-Banking CFO CRO Austria & CEE Privatkunden & Klein- und Mittelbetriebe Corporate & Investment Banking Private Banking
Gianni Franco Papa Francesco Giordano Jürgen Kullnigg Doris Tomanek Helmut Bernkopf Dieter Hengl Robert Zadrazil

Mitglieder des Aufsichtsrates[Bearbeiten]

(Stand 16. Mai 2013)

  • Erich Hampel (Vorsitzender)
  • Paolo Fiorentino (Stellvertretender Vorsitzender)
  • Alessandro Decio
  • Wolfgang Heinzl
  • Olivier Nessime Khayat
  • Johannes Koller
  • Adolf Lehner
  • Alfredo Meocci
  • Roberto Nicastro
  • Vittorio Ogliengo
  • Emmerich Perl
  • Franz Rauch
  • Karl Samstag
  • Wolfgang Sprißler
  • Ernst Theimer
  • Robert Traunwieser
  • Barbara Wiedernig

Aktivitäten in Zentral- und Osteuropa[Bearbeiten]

Ehemaliges Bank-Austria-Gebäude in Warschau

Die Bankengruppe ist außerhalb Österreichs stark in den mittel- und osteuropäischen Ländern vertreten, wo die Bank einen großen Teil Ihres Gewinnes erwirtschaftet. Die Unicredit Group umfasst aktuell rund 9.000 Filialen und über 148.000 Mitarbeiter in 20 Ländern Europas.[11] Seit Anfang 2007 ist die Bank Austria für die Steuerung der Tochterbanken der Unicredit in Zentral- und Mitteleuropa (CEE) verantwortlich (mit Ausnahme der polnischen Tochterbank).[12] Das CEE-Netzwerk der Unicredit umfasst 3.500 Niederlassungen in 14 Ländern aktiv und in zwei Ländern repräsentativ mit rund 64.400 Mitarbeitern. Durch dieses Netzwerk sollen international tätigen Unternehmen grenzüberschreitende Services angeboten werden.[13]

Das Engagement der Bank Austria in Zentral- und Osteuropa hat Tradition. Nachdem die Auslandsniederlassungen der Creditanstalt und der Länderbank mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs aufgegeben werden mussten, eröffnete die Creditanstalt 1975 als erste westliche Bank eine Auslandsrepräsentanz in Budapest, unter den Voraussetzungen völlig verschiedener Wirtschaftssysteme. 1997 wurden die Zentral- und Osteuropa-Aktivitäten von Creditanstalt und Bank Austria in eine Holding als Steuerungs- und Managementeinheit eingebracht, die dann in der neu geschaffenen Bank Austria Creditanstalt International aufging. Ein Jahr später wurden in der Bank Austria Creditanstalt International alle Auslandsniederlassungen (mit Ausnahme der Tochterbank in Russland) und sämtliche ausländische Bankbeteiligungen unter einem Dach vereint. Die Bank Austria Creditanstalt International ist von Beginn an die größte Auslandsbank mit flächendeckender Präsenz in Zentral- und Osteuropa. Seit 2007 steuert die Bank Austria nun das komplette Geschäft der Unicredit Group in Zentral- und Osteuropa mit Ausnahme von Polen.

SmartBanking[Bearbeiten]

Unter dem Begriff SmartBanking bietet die Bank Austria ihren Kunden persönliche Betreuung per Video-Telefonie an.[14] Dabei wird an einem PC oder Tablet mithilfe der Software "Citrix GoToMeeting" eine gesicherte Verbindung zum persönlichen Berater aufgebaut, mit dem der Kunde alle Bankgeschäfte abwickeln kann. Einzige Ausnahmen bilden Hypothekarkredite sowie die Eröffnung von Spar- und Girokonten. Das Beratungsgespräch wird aufgezeichnet und mindestens sieben Jahre lang gespeichert.[15]

Die SmartBanking-Betreuer stehen den Kunden von Montag bis Freitag, 8:00 bis 20:00 Uhr, per Video-Telefonie zur Verfügung. Weitere Kontaktmöglichkeiten bestehen über Telefon, Online-Banking, E-Mail, SMS und auf dem Postweg. Für allgemeine Serviceleistungen können sich Kunden rund um die Uhr an die 24h ServiceLine wenden.[14]

MegaCard[Bearbeiten]

Die MegaCard ist als Marke der Bank Austria ein Angebot für Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren. Sie bietet kostenloses Konto, Bankkarte und Service. Zusätzlich gibt es Ermäßigungen auf Tickets für Veranstaltungen, Gewinnspiele und einen Online-Bewerbungs-Check direkt auf Facebook.[16]

Kennzahlen[Bearbeiten]

Basisdaten (Stand 31. März 2014):[4]

  • Bilanzsumme: 179.158 Mio. Euro
  • Ergebnis vor Steuern: 1.131 Mio. Euro (Stand: 31. Dezember 2013)
  • Eigenkapitalrendite nach Steuern (Return on Equity, ROE): 9,9 %
  • Beschäftigte: 7.065 (Österreich), 37.269 (Gesamt)
  • Geschäftsstellen: 262 (Österreich), 1.814 (Gesamt)

Sponsoring[Bearbeiten]

Das Bank Austria Kunstforum Wien an der Freyung.

Die Bank Austria fördert besonders den Kunst- und Kulturbereich[17] und zählt zu den größten Sportsponsoren in Österreich.[18] Die wichtigsten Kooperationspartner im Sozialbereich sind Caritas und SOS-Kinderdorf.

Kunst und Kultur[Bearbeiten]

Bank Austria Kunstforum Wien[Bearbeiten]

Das Bank Austria Kunstforum Wien ist ein Museum an der Freyung 8 im 1. Wiener Gemeindebezirk. Neben klassischer Moderne und den Avantgarden der Nachkriegszeit werden seit dem Jahr 2000 auch zeitgenössische Künstler ausgestellt.

Die Bank Austria ist nicht nur Namensgeber, sondern auch Hauptsponsor des Kunstforums. Mit rund 250.000 Besuchern pro Jahr befindet sich das Bank Austria Kunstforum in der Liste der 20 meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Wiens.[19]

Bank Austria Kunstpreis[Bearbeiten]

Die Bank Austria verleiht den höchstdotierten Kunstpreis in Österreich. Der Preis wird in vier Kategorien vergeben. In den Kategorien Regional und International werden Kulturinitiativen und Kunstprojekte ausgezeichnet, während in der Kategorie Kunstvermittlung jenes Projekt gewinnt, das den Menschen Kunst am besten näher bringt. Zudem wird auch ein Preis für Kulturjournalismus vergeben.[20]

Ö1 Talentebörse und Ö1 Talentestipendium[Bearbeiten]

In einer Kooperation mit dem Radiosender Ö1 fördert die Bank Austria junge Künstlerinnen und Künstler, welche noch in Ausbildung stehen. Hierzu müssen die Studierenden von ihren Professoren nominiert werden. Als Gewinn erhalten sie unter anderem ein Radiofeature pro Woche und ein Preisgeld in der Höhe von 10.000 Euro. Zudem haben sie auch noch die Möglichkeit, ihre Werke in der Kassenhalle des Haupthauses der Bank Austria in der Schottengasse auszustellen.[21]

Artist Of The Year[Bearbeiten]

2006 begann die Bank Austria gemeinsam mit dem Konzertveranstalter Jeunesse junge Musikerinnen und Musiker auszuzeichnen. Der „Bank Austria Artist of the Year“ erhält neben zahlreichen Auftrittsmöglichkeiten auch eine eigene CD-Produktion.[21]

Soziale Projekte[Bearbeiten]

Die Bank Austria arbeitet mit einer Reihe namhafter karitativer Organisationen zusammen. Der Fokus liegt dabei auf langjährigen, nachhaltigen Kooperationen mit den Schwerpunkten Kinder und Jugendliche sowie Integration/Migration. So unterstützt die Bank Austria etwa seit 2008 SOS-Kinderdorf in Österreich. In jedem der 11 Dörfer hat die Bank Austria mittlerweile eine Hauspatenschaft übernommen.[22]

Im Bereich Migration und Integration versucht die Bank Austria ebenfalls Impulse zu setzen und Unterstützung anzubieten. Die in Zusammenarbeit mit der Caritas entstandenen Projekte Brunnenpassage, Käfig League und FC Bayern Youth Cup bieten Kindern und Jugendlichen mit oder ohne Migrationshintergrund die Gelegenheit, vorbehaltslos miteinander in Kontakt zu kommen.[23]

Des Weiteren arbeitet die Bank Austria unter anderem mit den CliniClowns Austria, Debra Austria – einer Selbsthilfeorganisation für Schmetterlingskinder –, der St. Anna Kinderkrebsforschung, der Volkshilfe Österreich Aktion "Armut tut weh" sowie dem Bank Austria Familienfonds zur Unterstützung von Familien in Krisensituationen zusammen.[24]

Sport[Bearbeiten]

Champions League Finale 2012.

Die Bank Austria zählt zu den größten Sportsponsoren Österreichs. Im Vergleich zu anderen Förderern werden ausschließlich Vereine und Events und keine Einzelpersonen unterstützt.

Des Weiteren ist die Bank Austria Partner des Paralympischen Komitees in Österreich.[25]

Fußball[Bearbeiten]

Die Unicredit ist seit 2009/2010 offizieller Sponsor der UEFA Champions League.

Golf[Bearbeiten]

Neben zahlreichen Kunden-Turnieren veranstaltet die Bank Austria auch jährlich zwei Spezialturniere für Freiberufler. Zum einen den Bank Austria Medical Cup in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Wien und zum anderen die Bank Austria Tax & Law Trophy in Kooperation mit den Kammern der Notare, Rechtsanwälte und Wirtschaftstreuhänder.

Tennis[Bearbeiten]

Bereits seit 1994 unterstützt die Bank Austria den österreichischen Rollstuhltennisverband.[26]

Preise[Bearbeiten]

Durch die Vergabe des Bank Austria Sozialpreises sowie des Innovationspreises will die Bank Austria einen zusätzlichen sozialen Beitrag leisten.

Bank Austria Sozialpreis[Bearbeiten]

2013 wurde erstmals der Bank Austria Sozialpreis in jedem österreichischen Bundesland vergeben. Eine Expertenjury trifft zuerst eine Vorauswahl und per Internet-Voting werden dann die Sieger gewählt. Zu den Gewinnern des Bank Austria Sozialpreises 2013 zählen unter anderem das Kinderhospiz MOMO in Wien, das Caritas Lerncafé in Vorarlberg und die Organisation „Pferde bringen Sonne ins Leben“ aus Kärnten.[27]

Innovationspreis[Bearbeiten]

Beim Innovationspreis werden innovative Ideen und Lösungen für aktuelle gesellschaftliche Probleme ausgezeichnet.

2013 wurde Innsbruck als Zielregion des „Bank Austria Social Innovation Awards“ ausgewählt. Unter dem Motto „Barrierefrei im Kopf“ wurden Lösungen für im Alltag benachteiligte bzw. diskriminierte Menschen gesucht. Der Preis ist mit insgesamt EUR 30.000,- dotiert.[28]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bank Austria Creditanstalt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Eintrag im Kreditinstitutsverzeichnis bei der Oesterreichischen Nationalbank
  2. Zwischenbericht zum 31. März 2014 (PDF; 3,2 MB), Unternehmensportrait
  3. a b Unicredit Bank Austria AG. Eintrag im firmenabc.at. Abgerufen am 8. Oktober 2010.
  4. a b Zwischenbericht zum 31. März 2014 (PDF; 3,2 MB)
  5. Der Standard, 21. Dezember 2006, S. 19
  6. BA-CA übernimmt kasachische ATF-Bank. newsticker, orf.at, o.D.
  7. Neue Markenstrategie: Unicredit Group setzt auf Bank Austria. Presseinformationen, Bank Austria, 20. September 2007
  8. Historisches Archiv der Bank Austria feierlich eröffnet., Presseinformation der Bank Austria, 21. Mai 2008. Abgerufen am 12. Oktober 2010.
  9. Bank Austria schließt ein Drittel der Filialen bei derstandard.at, 22. Februar 2013 (abgerufen am 22. Februar 2013).
  10. Pecik übernimmt Bank-Austria-Zentrale am Wiener Ring diePresse.com, 12. Dezember 2013. Abgerufen am 12. Dezember 2013.
  11. UniCredit in CEE
  12. http://www.oenb.at/de/stat_melders/statistische_publika/aussenwirtschaft/direktinvestitionen/di_berichte_20071022_direktinvestitionsstatistik_im_ersten_halbjahr_2007.jsp
  13. UniCredit: Unsere Bankenin Zentral- und Osteuropa (CEE)
  14. a b Willkommen beim neuen SmartBanking! Website der Bank Austria. Abgerufen am 25. Oktober 2013.
  15. Video-Banking soll Tausende Kunden bringen. In: Kurier, 16. September 2013. Abgerufen am 25. Oktober 2013.
  16. MegaCard, Webseite auf facebook.com (abgerufen am 28. August 2013)
  17. Bank Austria - Kunst & Kultur Sponsoring. Abgerufen am 31. Januar 2014.
  18. Bank Austria - Sport. Abgerufen am 31. Januar 2014.
  19. Bank Austria Kunstforum. Abgerufen am 31. Januar 2014.
  20. Bank Austria Kunstpreis. Abgerufen am 31. Januar 2014.
  21. a b Talenteförderung. Abgerufen am 14. Februar 2014.
  22. Kinder & Jugend. Abgerufen am 17. Februar 2014.
  23. Migration & Integration. Abgerufen am 17. Februar 2014.
  24. Weitere Sponsoringprojekte. Abgerufen am 14. Februar 2014.
  25. Österreichisches Paralympisches Committee - Sponsoren. Abgerufen am 14. Februar 2014.
  26. Rollstuhltennis Österreich. Abgerufen am 31. Januar 2014.
  27. Bank Austria Sozialpreis. Abgerufen am 10. Februar 2014.
  28. Innovationspreis. Abgerufen am 14. Februar 2014.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerald D. Feldman, Oliver Rathkolb, Theodor Venus, Ulrike Zimmerl: Österreichs Banken und Sparkassen im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit. Bd 1. Creditanstalt-Bankverein. C.H.Beck, München 2006. ISBN 3-406-55158-0