Union Générale Tunisienne du Travail

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Die Union Générale Tunisienne du Travail (UGTT) ist die Bezeichnung für den tunesischen Gewerkschaftsdachverband mit Sitz in Tunis. Der Verband wurde am 20. Januar 1946 auf Initiative ihres dann ersten Vorsitzenden Farhat Hached durch die Vereinigung einer Reihe von Einzelgewerkschaften gegründet. Die UGTT stand mit an der Spitze des Kampfes zur Erlangung der staatlichen Unabhängigkeit im März 1956 vom französischen Protektorat. Im Dezember 1952 wurde Farhat Hached, wohl im französischen Auftrag, ermordet. Nach der nationalen Machtübernahme kam es jedoch sehr schnell zu Konflikten mit der neuen Regierung unter Habib Bourguiba. Der Staat versuchte immer wieder durch gewaltsame Eingriffe, seinen Einfluss geltend zu machen. Mehrfach wurden Gewerkschaftsvorsitzende inhaftiert. Auch heute noch schwankt die Haltung und das Selbstverständnis der Gewerkschaft, die als Einheitsgewerkschaft agiert, zwischen dem Ansatz einer Arbeitnehmervertretung und dem eines Transmissionsriemens des Staats, was insbesondere in höheren Funktionärskreisen überwiegt.

Im Mai 2014 wurde die UGTT vom norwegischen Nobelpreiskomitee als Kandidatin für den Friedensnobelpreis 2014 ausgewählt. Sie war zuvor von vier tunesischen Universitäten nominiert worden[1].

Vorsitzende (Generalsekretäre)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. A Nobel Peace Prize for UGTT-Tunisia?, Mustapha Tlili, Equaltimes, 7. Mai 2014