United Internet

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
United Internet AG
Logo der United Internet AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0005089031
Gründung 2000
Sitz Montabaur, Deutschland
Leitung Ralph Dommermuth (Vorstandsvorsitzender)
Kurt Dobitsch (Aufsichtsratsvorsitzender)
Mitarbeiter 6.845[1]
Umsatz 2,397 Mrd. Euro (2012)[2]
Branche Internet-Provider
Website www.united-internet.de

Die United Internet AG mit Sitz in Montabaur ist ein börsennotierter Internet-Provider und im TecDAX gelistet. Das Unternehmen ist mit insgesamt acht Marken und zahlreichen Tochtergesellschaften in zwei Geschäftsfeldern aktiv. Keimzelle des Konzerns ist die 1&1 Internet AG, die den größten Teil des Konzernumsatzes erwirtschaftet.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Konzerns geht auf die 1&1 EDV-Marketing GmbH zurück, die 1988 durch Ralph Dommermuth und Wendelin Abresch als Dienstleister für Marketing und Werbung gegründet wurde. In den 1990er Jahren wuchs das Unternehmen zu einem großen Konzern heran, der neben Webhosting-Paketen auch einen eigenen Online-Dienst anbot, über den sich Nutzer in das Internet einwählen konnten.[3]

Im Jahr 1998 zeichnete die 1&1 Internet AG eine Beteiligung am Karlsruher Internet-Provider Schlund+Partner, die im Jahr 2000 auf 100 Prozent erhöht wurde. Im Zuge dessen erfolgte die Gründung der United Internet AG, unter deren Dach das gesamte Webhosting- und Access-Geschäft im Teilkonzern 1&1 zusammengeführt wurde.[4]

Zunächst firmierte United Internet als Kommanditgesellschaft auf Aktien, wurde aber später in eine reine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Gesellschaft ist Nachfolgerin der 1&1 Beteiligungen GmbH & Co. KG.

Das Unternehmen wird seit März 1998 an der Börse gehandelt,[5] dabei kamen Stammaktien mit rechnerischen Anteil am Grundkapital von je einem Euro zum Einsatz. Der Börsengang von United Internet erfolgte noch vor der Hochphase der New Economy, die Aktie erreichte aber schon am ersten Handelstag einen Schlusskurs von über 200 Prozent des Ausgabekurses.[6]

In den Jahren 2000 bis 2003 erfolgte der Eintritt der Tochtergesellschaft 1&1 in diversen ausländischen Märkten, darunter Großbritannien, Frankreich sowie die Vereinigten Staaten.[3]

Im Mai 2005 übernahm United Internet das Portal- und E-Mail-Geschäft von Web.de, das gemeinsam mit dem hauseigenen Angebot GMX in der 1&1 Mail & Media GmbH zusammengeführt wird.[7]

Im Dezember 2008 wurde verkündet, dass United Internet die united-domains AG mit Sitz in Starnberg für rund 34 Millionen Euro übernehmen wird.[8]

Im Mai 2009 gab United Internet die Übernahme des DSL-Geschäfts der Freenet AG bekannt. Damit gingen die zuletzt etwa 700.000 DSL-Kunden für insgesamt 123 Millionen Euro an United Internet. Durch die Übernahme funktionierten zeitweise die Anschlüsse der ehemaligen Freenet-Kunden nicht, bei ehemaligen Tiscali-Kunden wurde in diesem Zusammenhang der Anschluss abgeschaltet.

Die AdLINK Group gehört seit Juli 2009 nicht mehr zu United Internet, sie wurde an die französische Gruppe Hi-Media verkauft.[9]

Am 3. September 2014 gab United Internet bekannt, dass die übrigen 74,9 % der Anteile am Festnetz- und Glasfasernetzbetreiber Versatel GmbH bzw. dessen Obergesellschaft wirtschaftlich rückwirkend zum 1. Juli 2014 vom bisherigen Haupteigner, dem Private Equity Unternehmen Kohlberg Kravis Roberts & Co., übernommen werden.

Produkte und Marken[Bearbeiten]

United Internet gliedert sich in die Geschäftsbereiche Access und Applications.[10] Unter Access sind sämtliche Angebote gebündelt, welche den Zugang zum Internet und Informationen betreffen, zum Beispiel DSL-Anschlüsse. Dieser Bereich speist sich vor allem aus den Marken 1&1, WEB.DE und GMX. Unter Applications ordnet der Konzern alle Produkte ein, die bestimmte webbasierte Anwendungen bereitstellen, zum Beispiel E-Mail- oder Webhosting-Tarife. Neben 1&1, WEB.DE und GMX agiert United Internet hier mit den Marken united-domains, Fasthosts, InterNetX, Sedo und affilinet.

1&1[Bearbeiten]

Logo von 1&1
Hauptartikel: 1&1

Die 1&1 Internet AG (kurz 1&1 genannt) ist die Keimzelle des Konzerns und einer der weltweit größten Internet-Provider. Sie bietet Produkte im Webhosting- und Access-Segment an, wobei oftmals auf die technische Infrastruktur anderer Netzbetreiber wie Telefónica Germany, Deutsche Telekom oder Vodafone zurückgegriffen wird. Der Hauptsitz von 1&1 befindet sich ebenfalls in Montabaur, weitere Standorte innerhalb Deutschlands sind Karlsruhe, Berlin , München und Zweibrücken. International ist die 1&1 Internet AG in London, Sarreguemines, Chesterbrook bei Philadelphia, Cebu City und Bukarest präsent.[11]

Zum 1. November 2011 hat sich die Struktur von 1&1 geändert. Bei allen DSL- und Mobilfunkprodukten tritt seit Anfang 2012 die 1&1 Telecom GmbH, eine Tochtergesellschaft der 1&1 Internet AG, als Vertragspartner auf. Beide Unternehmen präsentieren sich über einen gemeinsamen Auftritt.

In Deutschland forciert United Internet derzeit vor allem den Access-Bereich, während der Konzern im Ausland fast ausschließlich mit seinen Produkten im Bereich Applications auftritt.[12]

WEB.DE[Bearbeiten]

Logo von WEB.DE
Hauptartikel: Web.de

Web.de (Eigenschreibweise WEB.DE) ist ein Internetportal, das 1999 gegründet wurde. Im Jahr 2005 war es nach eigenen Angaben das reichweitenstärkste Angebot ohne eigenes Zugangsgeschäft und auf Platz 2 der meistbesuchten deutschen Webseiten hinter T-Online. Web.de hat als redaktionell betreutes Verzeichnis begonnen - ähnlich dem Open Directory Project - und sich bis heute zu einem allgemeinen Nachrichtenangebot gewandelt.

Zusätzlich tritt Web.de mit der sogenannten Web.de SmartSearch als Suchmaschine auf, welche in den Suchergebnissen nicht nur einfache Webseiten, sondern auch Bilder und andere Medien anzeigt. Bekannt wurde Web.de im deutschsprachigen Raum vor allem für WEB.DE FreeMail, ein Angebot für E-Mail-Postfächer. Es steht sowohl in einer kostenlosen als auch gebührenpflichtigen Variante zur Verfügung.[13]

GMX[Bearbeiten]

Logo von GMX
Hauptartikel: GMX

GMX, gegründet 1998, gehört seit 2001 zu United Internet und verfolgt eine ähnliche Strategie wie WEB.DE: Neben einem Internetportal tritt GMX vor allem als E-Mail-Provider auf, der neben kostenlosen Postfächern auch gebührenpflichtige Tarife anbietet. Dabei gehen die Funktionen aber teilweise stark über die von WEB.DE hinaus, so wird zum Beispiel auch ein webbasierter Speicherplatz für Dateien (genannt GMX MediaCenter) bereitgestellt.[14]

Seit Frühjahr 2007 ist eine XMPP-kompatible Instant-Messaging-Software unter dem Namen GMX MultiMessenger erhältlich.[15] Seit 2010 gehört auch der US-amerikanische E-Mail-Provider Mail.com zu GMX beziehungsweise United Internet.[16]

Versatel[Bearbeiten]

Logo von Versatel
Hauptartikel: Versatel

Die Versatel GmbH ist ein Telekommunikationsanbieter mit einem breit aufgestellten Produktportfolio, welches aus Sprach-, Internet- und Datendiensten für Privat- und Geschäftskunden besteht. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin sowie eigentlicher Unternehmenszentrale in Düsseldorf ist im Laufe der Jahre aus einem Zusammenschluss verschiedener Stadt- und Regionalnetzbetreiber entstanden und ausschließlich auf dem deutschen Markt tätig.[17] Im Geschäftsjahr 2013 erzielte Versatel mit seinen Produkten einen Gesamtumsatz von 547 Mio. Euro. Laut eigenem Bekunden unterhält Versatel das zweitgrößte Glasfasernetz Deutschlands nach der Deutschen Telekom.[18] Nach einem vorausgehenden, langjährigen Finanzengagement (seit 2008) von United Internet als wichtiger Ankerinvestor ist die nahezu bundesweit verfügbare Netztechnik[19] von Versatel der ausschlaggebende Grund für die vollständige Unternehmensübernahme, da United Internet selbst bzw. seine Tochter 1&1 bislang nur rudimentäre Netztechnologie unterhält und diese bei Drittanbietern (Telekom, Vodafone, QSC, Telefonica) als Vorleistung für die eigenen Produkte recht teuer einkaufen muss.[20] Die Versatel-Übernahme zum 1. Juli 2014 ist deshalb als historischer Strategiewechsel in der Unternehmensgeschichte von United Internet zu werten.

united-domains[Bearbeiten]

Logo von united-domains
Hauptartikel: united-domains

Die united-domains AG in Starnberg gehört zwar zu United Internet, agiert als eine der wenigen Marken des Konzerns aber weitgehend unabhängig. Das Unternehmen mit Sitz in Starnberg existiert seit August 2000 und war seit 2003 eine Tochter von Lycos Europe, bevor es Anfang 2009 durch United Internet übernommen wurde.[21] Seit einiger Zeit unterhält das Unternehmen eine Niederlassung in Boston, die als United Domains, Inc. firmiert.

Als Domain-Registrar hat sich united-domains auf die Vergabe einer großen Zahl unterschiedlicher Top-Level-Domains spezialisiert.[22] Derzeit werden über 270 Endungen angeboten, darunter auch exotische Domains wie .nf oder .st.[23]

Bekannt wurde united-domains durch die Möglichkeit zur Vorbestellung neuer Top-Level-Domains wie .bayern oder .blog, die voraussichtlich 2013 durch die ICANN eingeführt werden sollen.[24]

InterNetX[Bearbeiten]

Logo von InterNetX
Hauptartikel: InterNetX

InterNetX, gegründet 1999 in Regensburg, bietet Domains, Server und SSL-Zertifikate ausschließlich für gewerbliche Kunden an.[25] Der Fokus des Unternehmens liegt dabei primär aus Wiederverkäufern, die ein eigene Hosting-Produkte anbieten möchten, aber über keine entsprechende Infrastruktur verfügen.

United Internet hält über seine Tochtergesellschaft 1&1 seit dem Jahr 2004 einen Anteil von 80 Prozent, im Gegenzug übernahm die InterNetX GmbH das Geschäft der früher in Karlsruhe bei Schlund+Partner ansässigen Schlund Technologies GmbH. Die Beteiligung an InterNetX wurde im Laufe der Zeit auf annähernd 100 Prozent erhöht.[26]

Für einige andere Marken von United Internet fungiert InterNetX als zentraler Domain-Registrar. Das Unternehmen steht im direkten Wettbewerb mit der Schwestergesellschaft united-domains.

Fasthosts[Bearbeiten]

Logo von Fasthosts
Hauptartikel: Fasthosts

Die Fasthosts Internet Ltd wurde im November 1999 in Großbritannien gegründet und ist in den Bereichen Webhosting, Domains, E-Commerce und E-Mail Hosting aktiv. Fasthosts gehört seit Mai 2006 zu United Internet, das für die Übernahme 61,5 Millionen Pfund (ca. 90 Millionen Euro) aufgewendet hat. Nach eigenen Angaben verwaltet Fasthosts bis zu eine Million Domains und ist mit 5.000 Kunden einer der größten Wiederverkäufer des Landes. Seit dem Jahr 2009 unterhält das Unternehmen eine Niederlassung in den Vereinigten Staaten.[27]

Sedo[Bearbeiten]

Logo von Sedo
Hauptartikel: Sedo

Sedo ist ein global agierender Marktplatz für den Handel und die Vermarktung von Domains. Nach der Akquisition durch United Internet im Jahr 2005 wurde es in die sogenannte AdLINK Group integriert, die bis zur Auflösung beziehungsweise dem Verkauf an Hi-Media Bestand hatte. Seit 2010 firmiert Sedo unter der Sedo Holding AG, die ihren Hauptsitz in Köln hat und Niederlassungen in Großbritannien und den USA unterhält.[28]

Mit knapp 16 Millionen gehandelten Domains ist Sedo der Marktführer auf dem Sekundärmarkt für Domains. Auch im Bereich Domain-Parking gehört Sedo zu den weltweit führenden Anbietern. Darüber hinaus bietet Sedo Dienstleistungen wie die Bewertung von Domains an.

affilinet[Bearbeiten]

Logo von affilinet
Hauptartikel: Affilinet

Affilinet hat sich auf die Vermarktung durch Affiliate-Marketing spezialisiert und zählt zu einem der größten derartigen Netzwerke überhaupt. Europaweit sind rund 2.500 Programme und mehr als 530.000 Websites dort angemeldet.[29] Affilinet unterhält neben den deutschen Büros in München (Hauptsitz) und Hannover (Technik) noch Niederlassungen in Frankreich (Paris), Großbritannien (London), Niederlande (Haarlem) und Spanien (Madrid).[30]

Arsys[Bearbeiten]

Im August 2013 gab United Internet die 100%-ige Übernahme des spanischen Webhosters Arsys über die 1&1 Internet AG bekannt. Arsys ist nach eigenen Angaben der größte spanische Webhoster mit 150.000 Kunden und 40 Mio. EUR Jahresumsatz, die Marke soll in Spanien eigenständig weitergeführt werden.[31]

ePages[Bearbeiten]

Logo von ePages
Hauptartikel: ePages

Seit Februar 2014 hält United Internet über die United Internet Ventures AG einen Anteil von rund 25 Prozent an ePages, einem in mehreren Ländern tätigen Unternehmen für Onlineshop-Software mit Hauptsitz in Hamburg.[32]

Unternehmensstruktur und Beteiligungen[Bearbeiten]

United Internet ist als Unterordnungskonzern strukturiert. Sämtliche Gesellschaften sind einem der beiden Teilkonzerne 1&1 oder Sedo zugeordnet. Im Wesentlichen gliedert sich United Internet in folgende Gesellschaften:

  • 1&1 Internet AG, Montabaur
    • 1&1 Internet Service GmbH, Montabaur
    • 1&1 Mail & Media GmbH, Montabaur
    • 1&1 Telecom GmbH, Montabaur
    • InterNetX GmbH, Regensburg
      • Schlund Technologie GmbH, Regensburg
      • PSI-USA Inc., Las Vegas
    • united-domains AG, Starnberg
      • united-domains Reselling GmbH, Starnberg
      • United Domains Inc., Cambridge
    • Fasthosts Internet Ltd., Gloucester
    • United Internet Media GmbH
    • Arsys Internet S.L.
  • Sedo Holding AG, Köln
    • Sedo GmbH, Köln
    • affilinet GmbH, München

Im Geschäftsjahr 2011 gehörten insgesamt 38 Gesellschaften in 12 Ländern direkt zu United Internet.[12] Darüber hinaus ist der Konzern an zahlreichen Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaften des European Founders Fund mehrheitlich beteiligt, die von den drei Samwer-Brüdern Marc, Oliver und Alexander geleitet werden.[33]

Bis zur Komplettübernahme des deutschen Telekommunikations- und Glasfaserinfrastrukturunternehmens Versatel GmbH im Geschäftsjahr 2014 gehörte die Beteiligung in Höhe von 25,1 % an der VictorianFibre Holding GmbH (die nach dem Delisting von der Deutschen Börse durch KKR gebildete Obergesellschaft für Versatel) zu den bedeutendsten strategischen Ankerinvestments der United Internet AG am nationalen Markt. Der Übernahme war eine lange Beteiligungsgeschichte vorausgegangen, die bereits im Januar 2008 mit dem Erwerb einer Sperrminorität in Höhe von 25,05 % an der Versatel AG begann.[34] Im Mai 2011 trennte sich United Internet vorübergehend wieder von dieser Beteiligung und verkaufte die eigenen Anteile für 63,2 Mio. Euro an die New Yorker Private-Equity-Gesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR), ließ sich dabei jedoch das Optionsrecht einräumen, nach Ablauf von 17 Monaten ab Transaktionsvollzug 25,1 % der Anteile an der von KKR für die Versatel-Übernahme gegründeten Obergesellschaft zurückzuerwerben.[35] Im November 2012 machte die United Internet AG von ihrem Optionsrecht gebrauch und übernahm durch Wandlung des KKR gewährten zinslosen Verkäuferdarlehens (wieder) die 25,1 % Anteile an der Versatel-Obergesellschaft.[36] Die verbliebenden 74,9 % der Anteile wurden von der United Internet AG im September 2014 für rund 586 Mio. Euro in bar zuzüglich der Ablösung der in der Versatel Gruppe bestehenden Nettobankverbindlichkeiten in Höhe von 361 Mio. Euro von Kohlberg Kravis Roberts & Co. erworben, nachdem diese einige Wochen zuvor die Verkaufsabsicht bekundeten.[37]

Bedeutung[Bearbeiten]

United Internet zählt neben der Deutschen Telekom zu einem der größten Internet-Provider in Europa. Aufgrund der beiden Marken WEB.DE und GMX erzielt der Konzern eine enorme Reichweite, da beide Seiten unter den 15 am häufigsten aufgerufenen Angeboten im deutschsprachigen Raum zählen.[38] Dies führt dazu, dass United Internet einen beträchtlichen Anteil seiner Erlöse aus Werbung generiert.[5]

Besondere Bedeutung kommt der Tochter 1&1 zu, die zu den fünf größten Webhosting-Firmen weltweit gehört und auch bei der Registrierung von Domains zu den größten zehn Anbietern gehört.[39] Darüber hinaus ist der Marktanteil von 1&1 bei DSL-Anschlüssen in Deutschland beträchtlich.

Weitere Bedeutung kommt künftig vor allem der neuen Tochter Versatel zu, die als nahezu deutschlandweit verfügbarer Telekommunikations- und Festnetzbetreiber dank eines weitläufigen, eigenen Glasfasernetzes als Backbone zugleich auch das zweitgrößtes Glasfaserinfrastrukturunternehmen Deutschlands darstellt. Durch die Übernahme von Versatel erhöht sich die DSL-Kundenzahl innerhalb der United Internet Gruppe auf insgesamt 4,12 Millionen und stärkt damit auch die eigene Marktposition als deutsche Nummer 2 bzw. 3 (hinter dem Marktführer Deutsche Telekom mit 12,3 Millionen Kunden und der eigentlichen Nummer 2 - Vodafone inklusive Kabel Deutschland mit 5,2 Millionen Kunden) in diesem wichtigen Geschäftssegment.[40]

Rechenzentren[Bearbeiten]

United Internet verfügt über mehrere Rechenzentren in Deutschland.[41] Eines der größten mit über 25.000 Servern befindet sich in Karlsruhe.[42] Ein weiteres Rechenzentrum steht in einem ehemaligen Flugzeugbunker in Rheinmünster in der Nähe des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden.[43] Zwei weitere kleinere Rechenzentren sind im Stadtgebiet von Karlsruhe angesiedelt.

Aufgrund der großen Marktdurchdringung von 1&1 und deren Hosting befindet sich ein großer Teil der in Deutschland gehosteten Internetseiten dort. Auch die Daten von Kunden der 1&1-Tochterunternehmen in Frankreich, Großbritannien, Polen und Spanien werden in den deutschen Rechenzentren gehostet. Im August 2006 kündigte United Internet an, in Lenexa (Kansas) in den USA ein Rechenzentrum für über 40.000 Server zu errichten, das Mitte 2007 in Betrieb genommen wurde.

Für Ende 2009 war die Inbetriebnahme eines neuen Rechenzentrums in der ehemaligen Brennelementefabrik Neue MOX in Hanau geplant. Dieser Standort soll Platz für mehr als 100.000 Server bieten[44]. Im Jahr 2010 wurde der Bezug des neuen Rechenzentrums verschoben, da zuerst die Auslastung der bestehenden Rechenzentren optimiert werden soll.[45]

United Internet betreibt einen eigenen Backbone, mit dem die Rechenzentren an verschiedenen Internet-Knoten, zum Beispiel DE-CIX, INXS, AMS-IX und LINX, angebunden sind.

Eigentümerstruktur[Bearbeiten]

Anteil Anteilseigner
42,27 % Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft
3,02 % BlackRock, Inc.
3,00 % Allianz Global Investors Europe GmbH
2,99 % Deutsche Asset & Wealth Management Investment GmbH
2,99 % Oppenheimer Funds Inc.
0,29 % United Internet AG (eigene Aktien)
0,26 % Michael Scheeren
0,08 % Norbert Lang
0,02 % Morgan Stanley
0,01 % Robert Nikolaus Hoffmann
45,07 % Streubesitz

(Stand 1. August 2014)[5]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: United Internet – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. united-internet.de; Unternehmen
  2. United Internet nutzt Stärke des Stammgeschäfts für Investitionen Focus vom 21. März 2013, abgerufen am 31. März 2014.
  3. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGeschichte der 1&1 Internet AG. Abgerufen am 14. August 2012.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHolger Bleich: Webhoster Schlund+Partner geht in 1&1 auf. In: heise online. 2. November 2006, abgerufen am 1. November 2007.
  5. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatInvestor Relations - Daten & Fakten. United Internet, abgerufen am 14. August 2012.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHanno Beck: Vom Westerwald in die Web-Welt. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 5. Mai 2005, ehemals im Original, abgerufen am 1. November 2007. (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.united-internet.de
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJens Ihlenfeld: Portal Web.de vor Übernahme durch United Internet. In: Golem. 16. März 2005, abgerufen am 14. August 2012.
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatUnited Internet AG übernimmt Domain-Sparte von Lycos Europe. 13. Dezember 2008, abgerufen am 14. August 2012.
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAdLink Media an Hi-Media verkauft. In: Internetworld. 6. Juli 2009, abgerufen am 14. August 2012.
  10. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatMarken von United Internet. Abgerufen am 14. August 2012.
  11. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatStandorte der 1&1 Internet AG. Abgerufen am 14. August 2012.
  12. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGeschäftsbericht 2011. United Internet AG, abgerufen am 14. Mai 2012 (PDF; 3,1 MB).
  13. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFunktionen von FreeMail. WEB.DE, abgerufen am 14. August 2012.
  14. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatOnline-Speicher im Überblick. GMX, abgerufen am 14. August 2012.
  15. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAlle Funktionen im Überblick. GMX, abgerufen am 14. August 2012.
  16. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGMX kauft in den USA ein. In: Internetworld. 20. September 2010, abgerufen am 14. August 2012.
  17. http://www.versatel.de/unternehmen/profil/historie
  18. http://www.versatel.de/unternehmen/profil
  19. http://fs.versatel.de/presse_material/netzkarten/versatel_netzkarte_deutschland.jpg
  20. http://www.united-internet.de/unternehmen/geschaeftsfelder/access.html
  21. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJens Ihlenfeld: United Internet kauft United Domains. In: Golem. 13. Dezember 2008, abgerufen am 14. Juli 2012.
  22. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWir über uns. united-domains, abgerufen am 14. August 2012.
  23. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatPreisliste. united-domains, abgerufen am 14. August 2012.
  24. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatNeue Top-Level-Domains. united-domains, abgerufen am 14. August 2012.
  25. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFirmenprofil. InterNetX, abgerufen am 14. August 2012.
  26. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJahresabschluss 2010. United Internet, 16. März 2011, abgerufen am 17. August 2011 (PDF; 1,2 MB).
  27. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFasthosts im Überblick. United Internet, abgerufen am 14. August 2012.
  28. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDie wichtigsten Daten und Ereignisse. Sedo Holding, abgerufen am 14. August 2012.
  29. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAllgemeine Informationen über die Marke. United Internet, abgerufen am 14. August 2012.
  30. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatStandorte. Sedo Holding, abgerufen am 14. August 2012.
  31. http://www.united-internet.de/investor-relations/publikationen/meldungen/meldungen-detail/news/united-internet-uebernimmt-den-spanischen-webhosting-und-cloud-spezialisten-arsys.html
  32. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatUnited Internet beteiligt sich mit rund 25 Prozent an ePages. United Internet, abgerufen am 10. April 2014.
  33. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEuropean Founders Fund. In: Gründerszene. Abgerufen am 29. August 2012.
  34. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatUnited Internet stockt Anteil an Versatel auf. Abgerufen am 8. September 2014.
  35. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatUnited Internet verkauft Versatel-Beteiligung an KKR und erhält Call-Optionen. Abgerufen am 8. September 2014.
  36. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatUnited Internet entscheidet sich für den Erwerb von 25,1 % der Anteile der Versatel-Obergesellschaft. Abgerufen am 8. September 2014.
  37. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatUnited Internet übernimmt 100 % der Versatel-Anteile. Abgerufen am 8. September 2014.
  38. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatTop Sites Germany. Alexa Statistics, abgerufen am 14. August 2012.
  39. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatThe World's Top Domain Registrars. Abgerufen am 14. August 2012.
  40. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatZweitgrößtes Glasfasernetz: United Internet kauft Versatel. Abgerufen am 8. September 2014.
  41. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatRechenzentren im Überblick. 1&1, abgerufen am 14. August 2012.
  42. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatStefan Tomik: Provider: Die Herren der Terabyte. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 1. März 2010, abgerufen am 24. November 2010.
  43. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatChristian Wolf: Zu Besuch bei 1&1: Webhosting im Server-Bunker. In: Onlinekosten. 14. Juni 2011, abgerufen am 24. Juni 2011.
  44. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHanauer Atomfabrik wird grünes Rechenzentrum. Abgerufen am 14. August 2012.
  45. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Format1&1 verschiebt Rechenzentrum in Hanauer Bunker. Abgerufen am 19. Oktober 2011.

50.4355555555567.8122222222222Koordinaten: 50° 26′ 8″ N, 7° 48′ 44″ O