United Nations Mission in the Republic of South Sudan

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UNMISS
Einsatzgebiet Südsudan
Deutsche Bezeichnung Mission der Vereinten Nationen in Südsudan
Englische Bezeichnung United Nations Mission in the Republic of South Sudan
Basierend auf UN-Resolution 1996 (7. Juli 2011)
Weitere UN-Resolutionen 2057 (5. Juli 2012)

2109 (11. Juli 2013)
2132 (24. Dezember 2013)

Art der Mission Friedensmission
Beginn 7. Juli 2011
Leitung Ellen Margrethe Løj[1]
Einsatzstärke (max.) 12.500 Militärangehörige
1.323 Angehörige von Polizeieinheiten[2]
Militär aus AustralienAustralien BangladeschBangladesch BeninBenin BolivienBolivien BrasilienBrasilien China VolksrepublikChina DanemarkDänemark OsttimorOsttimor EcuadorEcuador AgyptenÄgypten El SalvadorEl Salvador FidschiFidschi DeutschlandDeutschland GhanaGhana GuatemalaGuatemala GuineaGuinea IndienIndien IndonesienIndonesien JapanJapan JordanienJordanien KambodschaKambodscha KanadaKanada KeniaKenia KasachstanKasachstan KirgisistanKirgisistan MaliMali MongoleiMongolei NamibiaNamibia NepalNepal NeuseelandNeuseeland NiederlandeNiederlande NigeriaNigeria NorwegenNorwegen OsttimorOsttimor Papua-NeuguineaPapua-Neuguinea ParaguayParaguay PeruPeru PolenPolen Korea SudSüdkorea RumänienRumänien RusslandRussland RuandaRuanda SenegalSenegal Sri LankaSri Lanka SchwedenSchweden SchweizSchweiz TogoTogo UgandaUganda UkraineUkraine Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich WeissrusslandWeißrussland SambiaSambia[3]
Polizei aus AlbanienAlbanien ArgentinienArgentinien AthiopienÄthiopien BangladeschBangladesch Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina BrasilienBrasilien China VolksrepublikChina El SalvadorEl Salvador FidschiFidschi FinnlandFinnland GambiaGambia DeutschlandDeutschland GhanaGhana IndienIndien KeniaKenia KirgisistanKirgisistan MalaysiaMalaysia NamibiaNamibia NepalNepal NigeriaNigeria NiederlandeNiederlande NorwegenNorwegen PhilippinenPhilippinen RusslandRussland RuandaRuanda SamoaSamoa SenegalSenegal Sierra LeoneSierra Leone SudafrikaSüdafrika Sri LankaSri Lanka SchwedenSchweden SchweizSchweiz ThailandThailand TurkeiTürkei UgandaUganda UkraineUkraine Vereinigte StaatenVereinigte Staaten SambiaSambia SimbabweSimbabwe[3]
Todesfälle 25[3]
Kosten 924.426.000 US$ (1. Juli 2013–30. Juni 2014)[3]
Lage des Einsatzgebietes

Die United Nations Mission in the Republic of South Sudan, UNMISS, ist die Nachfolgemission der Mission der Vereinten Nationen im Sudan (UNMIS). Sie wurde aufgrund der Resolution 1996 des UN-Sicherheitsrats vom 7. Juli 2011 beschlossen. Anlass war die Gründung des selbständigen Staates Südsudan am 9. Juli 2011.

Am 5. Juli 2012 definierte der Sicherheitsrat durch die Resolution 2057 das Mandat der UNMISS genauer und verlängerte die Mission bis zum 15. Juli 2013, danach wurde sie durch die Resolution 2109 bis zum 15. Juli 2014 abermals verlängert. Als Reaktion auf die Unruhen im Dezember 2013 wurde die Truppenstärke der Mission mit der am 24. Dezember 2013 verabschiedeten Resolution 2132 deutlich erhöht.[2]

Die Norwegerin Hilde Frafjord Johnson leitete vom 8. Juli 2011 bis 7. Juli 2014 die Mission.[4] Nachfolgerin ist die Dänin Ellen Margrethe Løj.

Aufgaben[Bearbeiten]

japanische UN-Blauhelme der UNMISS beim Straßenbau

Das Mandat der UNMISS umfasst im Wesentlichen drei Aufgaben:[5]

  • Unterstützung bei der Konsolidierung von Frieden und somit bei der weiteren langfristigen staatsbildenden und wirtschaftlichen Entwicklung
  • Unterstützung der Regierung bei der Ausübung der behördlichen Verantwortlichkeiten in den Bereichen Konfliktprävention, -minderung und -lösung sowie beim Schutz der Zivilbevölkerung
  • Unterstützung der Regierung beim Aufbau eines Rechtssystems sowie Stärkung der Bereiche Sicherheit und Justiz

Entwicklungen und Konflikte[Bearbeiten]

Wegen der blutigen Machtkämpfe im jungen Südsudan um die politische Führung des Landes suchten seit Mitte Dezember 2013 landesweit ca. 63.000 Zivilisten Zuflucht in den Lagern der UN.[6]. Die UNMISS versorgt die Flüchtlinge mit Wasser, bietet begrenzte medizinische Nothilfe an und ergänzt so die Nahrungsmittelhilfe durch das World Food Programme und von Hilfsorganisationen. Am 19. Dezember wurde das UN-Lager in Akobo von ca. 2.000[7] Kämpfern der Lou-Nuer angegriffen, wobei zwei indische Blauhelme[8] und vermutlich 20 Dinka getötet wurden.[9] Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beschloss am 24. Dezember 2013 die Resolution 2132 mit der die maximale Stärke der UN-Truppen auf 12.500 Soldaten und 1.323 Polizisten erhöht wird.[2] Die zusätzlichen Truppen sollen aus anderen UN-Missionen wie MONUSCO, UNAMID, UNISFA, UNOCI und UNMIL nach UNMISS verlegt werden.[2]

UNMISS unterstützt die Initiative der Intergovernmental Authority on Development (IGAD) zur Mediation zwischen den Konfliktparteien, was sowohl vom Weltsicherheitsrat als auch von der Afrikanischen Union befürwortet wurde.[10][11]

Bei einem Angriff auf den Stützpunkt der UNMISS in Bor am 18. April 2014 starben 58 Menschen und über 100 wurden verletzt. Viele der Opfer gehörten der Ethnie der Nuer an.[12]

Deutsche Beteiligung[Bearbeiten]

Derzeit (Stand: Mai 2014) ist Deutschland mit 14 Soldaten der Bundeswehr beteiligt.[13] Das derzeitige am 28. November 2013 vom Deutschen Bundestag beschlossene Mandat,[14] das bis zum 31. Dezember 2014 gültig ist, sieht eine Mandatsobergrenze von 50 Soldaten vor. Sie werden als Verbindungsoffiziere zur SPLA in den über das Land verteilten UN-Camps oder als Stabspersonal im Hauptquartier der Mission in Juba eingesetzt.[15] Zur Selbstverteidigung wurden die bislang unbewaffneten deutschen Soldaten im Januar 2014 temporär mit Pistolen ausgerüstet.[16]

Schweizer Beteiligung[Bearbeiten]

Die Schweiz ist zurzeit mit vier Soldaten an der Mission beteiligt.[17] Grundlage für die Entsendung ist ein Bundesratsbeschluss vom 28. April 2010, mit dem bereits die Teilnahme an der Vorgängermission UNMIS beschlossen wurde.[18]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: United Nations Mission in South Sudan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Secretary-General Appoints Ellen Margrethe Løj of Denmark Special Representative for Republic of South Sudan, UN-Generalsekretär, 23. Juli 2014. Abgerufen am 5. August 2014.
  2. a b c d UNSC Resolution 2123 vom 24. Dezember 2013 (PDF-Datei; 161,3 kB)
  3. a b c d UNMISS Facts & Figures
  4. Secretary-General Appoints Hilde F. Johnson of Norway Special Representative for Republic of South Sudan, UN-Generalsekretär, 8. Juli 2011. Abgerufen am 25. Dezember 2013.
  5. UNMISS Mandate. Abgerufen am 28. Oktober 2013.
  6. OCHA South Sudan crisis Situation Report vom 26. Dezember 2013
  7. Ban demands end to violence as UN mission relocates staff from Juba UN News Centre, 22. Dezember 2013
  8. UN mission in South Sudan mourns fallen peacekeepers UN News Centre, 21. Dezember 2013
  9. Weitere Tote bei Kampf um Posten in Akobo in: tagesspiegel.de, 21. Dezember 2013
  10. UNMISS Press Conference, 24. Dezember 2013 (englisch) (PDF-Datei; 275,7 kB) Abgerufen am 25. Dezember 2013.
  11. Unanimously Adopting Resolution 2132 (2013), Security Council Increases United Nations Mission’s Military Presence in South Sudan, United Nations Security Council, 24. Dezember 2013. Abgerufen am 25. Dezember 2013.
  12. UNMISS-Pressemitteilung: UNMISS condemns attack on its camp in Bor vom 18. April 2014 (englisch)
  13. Einsatzzahlen – Die Stärke der deutschen Einsatzkontingente. Abgerufen am 26. Mai 2014.
  14. Bundestag beschließt Verlängerung der Mandate für UNAMID und UNMISS. Abgerufen am 19. Dezember 2013.
  15. Blog: UNMISS-Einsatz im Südsudan. Abgerufen am 11. September 2013.
  16. Unterrichtung der Öffentlichkeit Nr. 5/14 (PDF-Datei; 226,6 kB) Abgerufen am 6. Februar 2014.
  17. Militärbeobachter. Abgerufen am 28. Oktober 2013.
  18. Factsheet UNMISS (Südsudan). Abgerufen am 28. Oktober 2013.