United Nations Truce Supervision Organization

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UNTSO
Einsatzgebiet Israel, Arabische Staaten
Deutsche Bezeichnung Organisation der Vereinten Nationen zur Überwachung des Waffenstillstands
Englische Bezeichnung United Nations Truce Supervision Organization
Französische Bezeichnung Organisme des Nations unies chargé de la surveillance de la trêve
Basierend auf UN-Resolution 50 (29. Mai 1948)
Beginn 11. Juni 1948
Ende andauernd
Leitung Major General Juha Kilpia (Finnland)
Todesfälle 48

Die United Nations Truce Supervision Organization (UNTSO, deutsch: Organisation der Vereinten Nationen zur Überwachung des Waffenstillstands), gegründet 1948, ist eine noch andauernde Friedensmission der Vereinten Nationen zur Wahrung des Waffenstillstandes im Nahen Osten. Sie entstand aus der am 29. Mai 1948 verabschiedeten UN-Resolution 50 des UN-Sicherheitsrates.

Hintergrund[Bearbeiten]

Aufgrund der starken Unruhen nach der Gründung Israels am 14. Mai 1948 rief der UN-Sicherheitsrat die israelischen und arabischen Kriegsparteien noch im selben Monat zur Waffenruhe auf. Zur Durchsetzung entsandte er die militärische Beobachtermission UNTSO, deren Stationierung von beiden Seiten zugestimmt wurde. Die ersten UN-Friedenstruppen erreichten das Gebiet nach dem Palästinakrieg 1949. In der Folge wurde immer wieder versucht, die kurzfristigen Waffenruhen zu verlängern. Dies ist auch heute noch die Aufgabe der Mission, die sich mittlerweile über Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon und Syrien erstreckt.

Während der Kriege in den Jahren 1956, 1967 und 1973 änderten sich die Aufgaben kaum. Als Folge des Jom-Kippur-Krieges im Oktober 1973 und der anschließenden Truppentrennungs-Abkommen zwischen Israel und Ägypten bzw. Syrien änderten sich die Aufgaben der UNTSO. Seitdem sind die Beobachter in die UNDOF auf den Golan-Höhen, in Ismailia (Ägypten) und in die UNIFIL im Libanon integriert. Die Büros befinden sich in Jerusalem, Beirut und Damaskus.

Beteiligte Länder[Bearbeiten]

Argentinien, Australien, Belgien, Chile, Volksrepublik China, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Kanada, Malawi, Nepal, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz, Slowakische Republik, Slowenien, Vereinigte Staaten von Amerika

Personal, Budget, Verluste[Bearbeiten]

  • Personal: 150 Militärbeobachter (unterstützt von 89 internationalen und 121 lokalen Zivilisten). Das UN-Mandat erlaubt bis zu 259 Militärbeobachter.
  • Stabschef: Major General Juha Kilpia (Finnland)
  • Jahresbudget: 31,14 Millionen Dollar (Halbjahresbewilligung für 2008)
  • Verluste: 18 Militärs, 18 Militärbeobachter, 8 internationale Zivilisten, 6 lokale Zivilisten

(alle Angaben: Stand 31. Juli 2010)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]