Universität Orléans

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Château de la Source

Die Universität Orléans (französisch: Université d'Orléans) ist eine staatliche Universität in der französischen Stadt Orléans mit 15.000 Studenten.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Die mittelalterliche Universität [Bearbeiten]

Bereits 1235 wurde der Stadt Orléans durch Papst Gregor IX. das Recht verliehen Römisches Recht zu lehren; 1306 erfolgte die Gründung der Universität Orléans per päpstlicher Bulle durch Papst Clemens V. Die Universität profitierte vor allem davon, dass in Paris die Lehre des Römischen Rechts seit 1273 verboten war. Mehrere Professoren und viele Studenten kamen deswegen nach Orléans. Das "Quartier latin" von Orléans entstand in der historischen Altstadt südlich der Kathedrale. Die Professoren unterrichteten meist in ihren eigenen Wohnungen. Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Gebäude "Salle des Thèses" mit Spitzbogengewölbe diente der Universität als Bibliothek und war gleichzeitig Prüfungssaal. [1] Jean Calvin war hier Student und lehrte auch für kurze Zeit in Orléans. Der Niedergang der Universität verstärkte sich als ab 1679 Römisches Recht auch wieder in Paris gelehrt wurde. [2] Im Jahr 1793 wurde die Universität im Zuge der französischen Revolution geschlossen.

Neugründung im 20. Jahrhundert [Bearbeiten]

Erst seit 1961 hat Orléans wieder eine Universität. Sie entstand auf dem Campus in der Satellitenstadt Quartier de la Source. Die Universitätsleitung hat das Schloss Château de la Source nahe der Quelle des Loiret bezogen

Fakultäten [Bearbeiten]

Die Universität gliedert sich heute in 4 Fakultäten (franz. facultés). An den Studienorten Bourges, Chartres, Indre (Châteauroux/Issoudun) und Orléans, befinden sich vier Institute (franz. Instituts Universitaires de Technologie und eine Polytechnische Schule (franz. Ecole polytechnique). Präsident (=Rektor) der Universität Orléans ist Prof. Youssoufi Touré.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Ville d'Orléans - Circuit découverte, ca 2010
  2. laissez-vous conter Orléans, ca 2010

Weblinks [Bearbeiten]