Universität Rostock
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| Universität Rostock | |
|---|---|
| Motto | Traditio et Innovatio (Tradition und Innovation) |
| Gründung | 13. Februar 1419 |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Rostock |
| Bundesland | Mecklenburg-Vorpommern |
| Staat | Deutschland |
| Leitung | Thomas Strothotte Joachim Wittern (Kanzler) |
| Studenten | 14.000 (WS 2007/08) |
| Mitarbeiter | 2.634 (2007) |
| davon Professoren | 330 |
| Website | www.uni-rostock.de |
Die Universität Rostock (Alma Mater Rostochiensis) wurde 1419 gegründet und ist die drittälteste Hochschule in Deutschland und die älteste Universität im Ostseeraum. Im Wintersemester 2007/08 sind etwa 14.000 Studenten immatrikuliert und 330 Professorenstellen vorhanden. Die Mehrheit der 70 Studiengänge in zehn Fakultäten wird mit Master- und Bachelorabschlüssen angeboten.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Entstehung
Die Universität Rostock wurde 1419 von den Herzögen Johann IV. und Albrecht V. von Mecklenburg und dem Rat der Hansestadt Rostock als erste Universität in Norddeutschland und dem gesamten Ostseeraum gegründet, zunächst ohne theologische Fakultät, aber mit päpstlicher Bulle (Gründungsurkunde von Papst Martin V. vom 13. Februar 1419). Die feierliche Eröffnung der Universitas Rostochiensis war am 12. November 1419. Wegen häretischer Strömungen blieb die Universität aber bis 1432 ohne die übliche theologische Fakultät.
Anfangs bestand sie daher aus einer juristischen und einer medizinischen Fakultät sowie der Facultas artium (heute die philosophische Fakultät), 1432 kam nunmehr eine theologische Fakultät hinzu.
[Bearbeiten] Frühe Neuzeit
Im 15. Jahrhundert war die Universität Rostock mit 400 bis 500 Studenten besonders aus Holland, Skandinavien und dem Baltikum eine der größten Universitäten in Deutschland. Infolge politischer Wirren musste die Universität auf kirchlichen Druck und unter der Vorgabe eines Interdikts durch das Basler Konzil im Jahre 1437 nach Greifswald umziehen. Dieser Status dauerte bis 1443 an, obwohl bereits 1440 das Interdikt aufgehoben worden war. 1487 bis 1488 (nach anderen Aussagen bis 1492) befand sich der Sitz der Universität in der Hansestadt Lübeck.
Einige Zeit später als die Stadt Rostock wurde die Universität 1542 protestantisch. 1760 wurde sie in eine rätliche Universität in Rostock und eine fürstliche Universität in Bützow geteilt und 1789 wiedervereinigt. Humanismus und Luthertum waren bestimmend für die Universität, die in Folge des Dreißigjährigen Krieges zu einer Hochschule für Landeskinder verkümmerte.
Beim Universitätsjubiläum im Jahre 1600 wurde die Theaterkomödie Cornelius Relegatus] (lat. “der von der Universität verwiesene Cornelius”), auch „der verbummelte Cornelius“, von Albert Wichgreve (um 1575-1619) uraufgeführt, die auf satirische Weise die unrühmliche Laufbahn eines gescheiterten Studenten des 16. Jahrhunderts schildert und für lange Zeit die Ansichten der Öffentlichkeit vom Leben eines Bummelstudenten prägte. Gleichzeitig ist das Stück ein Dokument der akademischen Sitten und Gebräuche des ausgehenden 16. Jahrhunderts. Das Stück erzielte einen enormen Publikumserfolg mit außergewöhnlicher Langzeitwirkung.
Eine der wichtigsten Einrichtungen für die Studenten und Mitarbeiter ist die bereits 1569 gegründete Universitätsbibliothek, die aus drei Bereichsbibliotheken, 10 Fachbibliotheken, dem Universitätsarchiv, der Kustodie und dem Patent- und Normenzentrum besteht. Sie hat heute einen Bestand von rund 2,2 Mio. Bänden. Sie besitzt außerdem einen umfangreichen Altbestand, der auch ca. 2.800 Handschriften und Autographen, 650 Inkunabeln und 14 Nachlässe enthält.
Die Universität Rinteln, die Universität Rostock und die Universität Wittenberg („Leucorea“) waren führende gutachterliche Universitäten während der Hexenprozesse. Die Spruchpraxis an den allgemeinen deutschen juristischen Fakultäten war recht unterschiedlich. Die juristischen Fakultäten der Universitäten Helmstedt („Academia Julia“) und Rinteln galten als „hardliner“ in Sachen Hexenverfolgung.
[Bearbeiten] 19. Jahrhundert
Nachdem die Universität 1827 durch Vertrag von der Stadt auf das Land übergegangen war, wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch einen großzügigen Ausbau wieder der Anschluss an die anderen deutschen Universitäten erreicht. Das Hauptgebäude wurde 1866 bis 1870 vom Schweriner Hofbaurat Hermann Willebrand im Stil der Neorenaissance entworfen.
Die erste sich mit Germanistik beschäftigende akademische Einrichtung in Deutschland ist das 1858 in Rostock gegründete „Deutsch-Philologische Seminar“ (heute Institut für Germanistik).
[Bearbeiten] 20. Jahrhundert
Die Universität blieb jedoch zahlenmäßig eine kleine Hochschule mit 1700 Studenten im Jahre 1930.
Anlässlich der Fünfhundertjahrfeier der Universität Rostock am 12. November 1919 erhielten Albert Einstein und Max Planck die Ehrendoktorwürde. Die Rostocker Alma Mater war die weltweit erste, die dem späteren Nobelpreisträger Einstein diese Ehre erwies. Einsteins Ehrendoktor wurde ihm auch während der NS-Zeit nicht aberkannt. Der Grund hierfür ist möglicherweise, dass er sie von der Medizinischen und nicht von der Naturwissenschaftlichen Fakultät erhielt.[1]
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Universität am 24. Februar 1946 wiedereröffnet. Bis Juli 1963 hatte die Hochschule auch eine Arbeiter- und Bauernfakultät „Ernst Thälmann“. Die juristische Fakultät bestand nur von 1946 bis 1951. 1950 wurde eine landwirtschaftliche Fakultät eröffnet, 1951 ein Fachbereich für Schiffbau, der ab 1963 Technische Fakultät heißt. Damit erweiterte sie als erste klassische Universität in Deutschland ihr Profil um eine technische Fakultät. 1952 wurde eine Fakultät für Luftfahrtwesen gegründet, die jedoch ein Jahr später nach Dresden verlegt wurde. 1963 kam noch eine Ingenieurökonomische Fakultät hinzu. 1976 wird die Universität Rostock „Universitas Rostochiensis“ in „Wilhelm-Pieck-Universität“ umbenannt (Wilhelm Pieck). 1990 wird die Rückbenennung vorgenommen.
Im Jahre 1970 wurde das älteste deutsche Studentenkabarett ROhrSTOCK in Rostock gegründet, welches bis heute existiert.
Seit 1992 werden an der Universität Rostock auch aufbauende Fernstudiengänge angeboten. Diese werden zusammen mit der Umgestaltung im Rahmen des Bologna-Prozesses im Zentrum für Qualitätssicherung organisiert.
[Bearbeiten] Die Universität heute
[Bearbeiten] Forschung
Mit der Gründung einer Interdisziplinären Fakultät im Oktober 2007 will sich die Universität Rostock zukünftig in Forschung und Lehre drei interdisziplinären Profillinien zuwenden: Science and Technology of Life, Light and Matter, Maritime Systems und Aging Science and Humanities. Die Profillinie Science and Technology of Life, Light and Matter verbindet Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie Medizin; neue Materialien und deren Interaktion mit Licht spielen dabei eine bedeutende Rolle. Maritime Systems setzt sich insbesondere mit Küstensystemen auseinander, die sowohl land- als auch wasserseitig im Mittelpunkt des Interesses stehen. Aspekte der Agrar- und Umweltwissenschaften sowie der Natur- und Ingenieurwissenschaften werden darin einfließen. Aging Science and Humanities beschäftigt sich mit den Themen der älter werdenden Gesellschaft; dabei werden soziale und medizinische Aspekte sowie biologische Ursachen untersucht. Die Interdisziplinäre Fakultät stellt die zentrale Schnittstelle für die Wissenschaftler aller anderen neun Fakultäten dar, an der die Profillinien in sogenannten „Departments“ organisiert sind und von den verschiedenen fachlichen Zweigen gemeinsam untersucht und bearbeitet werden können.
[Bearbeiten] Studiengänge
Derzeit gibt es an der Rostocker Universität 70 Studienrichtungen. Die Studiengänge Human- und Zahnmedizin, Rechtswissenschaften sowie Lehramt schließen mit dem Staatsexamen ab. Anwärter des Lehramtes können zwischen 20 Unterrichtsfächern für vier verschiedene Schultypen wählen. Die Mehrheit der weiteren Studiengänge wird bereits mit Master- und Bachelorabschlüssen angeboten. Kontinuierlich sind neue Umstellungen in Planung: Zum Wintersemester 2007/08 wurde u. a. der Bachelorstudiengang Mathematik eingeführt, ab 2008 soll der entsprechende Masterstudiengang folgen. An einigen Fakultäten, beispielsweise der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät oder der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik, sind bereits alle Studiengänge umgestellt. Im Bereich der auf ein internationales Klientel ausgerichteten Studiengänge gibt es derzeit einen englischsprachigen Master-Studiengang an der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik: Computational Engineering. Daneben bietet die Universität Rostock drei Fernstudiengänge mit Masterabschluss an: Umweltschutz, Umwelt und Bildung sowie Medien und Bildung.
Die Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät verfügt mit ihrem Studiengang Agrarökologie über den ersten deutschen Studiengang, welcher auf die Gestaltung, Nutzung und Entwicklung des ländlichen Raumes als Ganzes orientiert ist. An der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät kann der Studiengang zur Atmosphärenphysik und physikalischer Ozeanographie als bundesweites Unikat hervorgehoben werden. Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät verfügt mit ihrem Angebot eines Studienabschlusses in Demographie über ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal, nur in Rostock ist es Studenten möglich, einen Diplom- oder Masterabschluss in diesem Fach zu erlangen.
[Bearbeiten] Die Rolle für die Rostocker Wirtschaft
2006 wurden über 700 Wissenschaftlerstellen durch Drittmitteln für Forschungsprojekte oder Graduiertenkollegs finanziert. Daneben gingen bisher mehrere hundert Unternehmensgründungen aus den Fakultäten hervor. In den vergangenen Jahren wurden etwa 90 Erfindungsmeldungen und 19 internationale Patentanmeldungen eingereicht. Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften unterstützen in Forschung und Lehre besonders kleine und mittlere Unternehmen in den Bereichen Tourismus und Logistik. Die bundesweit einmaligen ökologisch ausgerichteten Agrar- und Umweltwissenschaften fokussieren auf Produktivität und Entwicklungsfähigkeit des ländlichen Raums.
[Bearbeiten] Weitere Angebote
Die Universitätsbibliothek ist die größte Bibliothek Mecklenburg-Vorpommerns. 2007 wurde die Mensa bundesweit erneut als zweitbeste ausgezeichnete. Die Hauptmensa wurde 1999 neu errichtet. 2003 gewann sie den Mensawettbewerb der Zeitschrift UNICUM[2], 2006 wurde sie zum zweiten Mal bundesweit Zweiter[3]. Der mit 150 Kursen vertretene Hochschulsport wurde 2006 in einer Studie des Centrums für Hochschulentwicklung deutschlandweit in der Spitzengruppe bewertet.
[Bearbeiten] Fakultäten und Einrichtungen
Heute bieten die zehn Fakultäten der Universität Rostock Mitarbeitern und Studenten ein breites Fächerspektrum und ermöglichen den Wissenschaftlern gleichzeitig den Zugang zu vielen Forschungsthemen:
- Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät
- Fakultät für Informatik und Elektrotechnik
- Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik
- Juristische Fakultät
- Mathematisch Naturwissenschaftliche Fakultät
- Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum
- Philosophische Fakultät
- Theologische Fakultät
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
- Interdisziplinäre Fakultät
Darüber hinaus haben sich in und um Rostock zahlreiche Forschungsinstitute angesiedelt, unter anderem:
- Leibniz-Institut für Katalyse (An-Institut)
- Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde (An-Institut)
- Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik in Kühlungsborn (An-Institut)
- Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere in Dummerstorf bei Rostock
- Max-Planck-Institut für demografische Forschung
- Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD)
[Bearbeiten] Partner-Universitäten
Die Universität Rostock kooperiert derzeit mit 52 Hochschulen in 25 Ländern. Ein Schwerpunkt der internationalen Zusammenarbeit ist der Ostseeraum mit den skandinavischen Ländern, Russland, Polen und den baltischen Staaten. Im Rahmen des Erasmus-Programms kooperiert die Universität Rostock mit 175 Hochschulen in den 27 EU-Ländern, Norwegen, Liechtenstein, Island und der Türkei. Die Kooperation mit Partnereinrichtungen im Ausland erfolgt sowohl auf der Basis gemeinsamer Forschungsvorhaben als auch auf dem Gebiet der Lehre. So sind der Studentenaustausch, Gastlehrtätigkeit, die gemeinsame Betreuung von Diplomanden und Doktoranden, von Projektarbeiten und Praktika Bestandteil der Partnerschaften, aber auch Diskussion konzeptioneller und organisatorischer Fragen der Studienreform im Rahmen des Bologna-Prozesses sowie der fachliche Austausch in Vorbereitung der Einführung neuer und zukünftig auch gemeinsamer Studiengänge und bei der Lehrplangestaltung sind Elemente der Partnerschaften.
[Bearbeiten] Berühmte Persönlichkeiten
- Ulrich von Hutten (1488-1523), Humanist, verfasste 1509 in Rostock sein erstes bedeutendes Werk (Zwei Bücher Klagelieder gegen Vater und Sohn Lötz)
- Levinus Battus (?-1591), Mediziner
- David Chyträus (1530-1600), Theologe, Bildungspolitiker und Historiker, ab 1561 Professor der Theologie
- Tycho Brahe (1546-1601), Astronom und Astrologe, studierte in Rostock
- Joachim Jungius (1587-1657), Mathematiker, Physiker und Philosoph, Professor für Mathematik in Rostock von 1624 bis 1628
- Johann Christopher Jauch (1669-1725), Superintendent zu Lüneburg, Dichter barocker Gedichte und Liedtexte
- Oluf Gerhard Tychsen (1734-1815), Orientalist, Mitbegründer der arabischen Paläographie, ab 1789 Oberbibliothekar
- Samuel Gottlieb Vogel (1750-1837) Arzt, Professor für Medizin in Rostock seit 1789, Initiator des ersten deutschen Seebades in Heiligendamm
- Franz Christian Lorenz Karsten (1751-1829), Ökonom und Agrarwissenschaftler
- Heinrich Friedrich Link (1767-1850), Naturwissenschaftler, Professor der Chemie, Zoologie und Botanik von 1792 bis 1811
- Carl Friedrich von Both (1789-1875), Jurist und von 1836 bis 1870 Vizekanzler der Universität Rostock
- Heinrich Schliemann (1822-1890), Archäologe, Promotion in Rostock zum Dr. phil. 1869; Namenspatron des Heinrich-Schliemann-Instituts für Altertumswissenschaften in der Philosophischen Fakultät
- August Zillmer (1831-1893) Versicherungsmathematiker, promovierte an der Universität Rostock
- Rudolf Berlin (1833-97), Mediziner, Professor für Augenheilkunde, Dekan und Rektor
- Hermann Roesler (1834-1894) Ökonom und Jurist, 1861-1878 Professor für Staatswissenschaft, anschließend Berater der japanischen Regierung bei der Reform des Rechtssystems nach europäischen Vorbildern
- Eugen Geinitz (1854-1925), Geologe und Mineraloge, Professor für Mineralogie und Geologie und Direktor des Mineralogisch-geologischen Institutes
- Rudolf Steiner (1861-1925), Begründer der Anthroposophie, Promotion zum Dr. phil. in Rostock 1891
- Felix Genzmer (1878-1959), Jurist und Skandinavist, Übersetzer der Lieder-Edda, ordentlicher Professor für Öffentliches Recht von 1920 bis 1922
- Moritz Schlick (1882-1936), Philosoph, Habilitation 1911, Dozententätigkeit von 1911 bis 1921, später Initiator des Wiener Kreises; Moritz-Schlick-Forschungsstelle am Institut für Philosophie in der Philosophischen Fakultät
- Viktor Schilling (1883-1960), Arzt, Mitbegründer der Hämatologie, Klinikleiter des Universitätsklinikums
- David Katz (1884-1953), Psychologe, 1919-1933 erst ao., dann o. Professor, wegen seiner jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten in den Ruhestand versetzt; gemeinsam mit seiner Frau Namenspatron des Instituts für Pädagogische Psychologie Rosa und David Katz in der Philosophischen Fakultät
- Hans Moral (1885-1933), ab 1920 erst außerordentlicher, dann ordentlicher Professor der Zahnmedizin von internationaler Bedeutung, nahm sich nach der Entlassung auf Grund seiner jüdischen Abstammung das Leben; Gedenktafel im Foyer des Hauptgebäudes
- Karl von Frisch (1886-1980), Zoologe, späterer Nobelpreisträger, ord. Professor für Zoologie von 1921 bis 1923
- Otto Stern (1888-1969), Physiker, Professor für Experimentalphysik von 1921 bis 1923
- Kurt von Fritz (1900–1985), klassischer Philologe, Professor für Gräzistik von 1933 bis 1935
- Walter Hallstein (1901-1982), Politiker und Jurist, Professor für Privat- und Gesellschaftsrecht von 1930 bis 1941, später Staatssekretär im Bundeskanzleramt und im Auswärtigen Amt sowie Präsident der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
- Pascual Jordan (1902-1980), Physiker, Mitbegründer der Quantenmechanik, außerordentlicher, später ordentlicher Professor für Physik von 1929 bis 1944
- Eugen Gerstenmaier (1906-1986), Theologe und Politiker, Mitglied des Kreisauer Kreises, später Präsident des Deutschen Bundestages, Promotion an der Theologischen Fakultät 1935
- Fritz Mertsch (1906-1971), Statistiker, studierte und promovierte zum Dr. rer. pol.
- Arno Esch (1928-1951), Student der Rechtswissenschaft, aktives Mitglied der LDP, als erklärter Gegner des Kommunismus zum Tode verurteilt; Gedenktafel im Foyer des Hauptgebäudes
- Walter Kempowski (1929-2007), Schriftsteller, Honorarprofessor für Neuere Literatur- und Kulturgeschichte seit 2003
- Hans Apel (*1932), Politiker, ehem. Bundesminister der Finanzen, später der Verteidigung, seit 1993 Honorarprofessor für Finanzpolitik an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät
- Joachim Gauck (*1940), Pfarrer, ehem. Bundesbeautragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR, Theologiestudium in Rostock, Ehrendoktor der Theologischen Fakultät
- Rainer Ortleb (*1944), Informatiker und Politiker, 1984 Dozent, ab 1989 Professor für Informationsverarbeitungssysteme, 1991-1994 Bundesminister für Bildung und Wissenschaft
- Siehe auch: Kategorie:Hochschullehrer (Rostock)
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Beiträge zur Geschichte der Wilhelm-Pieck-Universität Rostock Rostock 1981ff.
- Geschichtliche Bibliographie von Mecklenburg von W. Heeß, Rostock 1944
- Die Universität Rostock im 15. und 16. Jh. von Otto Krabbe, Rostock 1854, Nachdruck Aalen 1970
- Die Matrikel der Universität Rostock 1419-1789 von Ernst Schäfer, Adolph Hofmeister (Hrsg.), 7 Bde, Rostock 1889-1922
- Die Fünfhundertjahrfeier der Universität Rostock 1419-1919 von Gustav Herbig und Hermann Reincke-Bloch, Rostock 1920
- Geschichte der Universität Rostock 1419-1969 (Festschrift zur Fünfhundertfünfzig-Jahr-Feier), 2 Bde., Rostock 1969
- Universität Rostock von Paul Kretschmann, Köln-Wien 1969
- 575 Jahre Universität Rostock. Hrsg. v. Rektor der Universität. Rostock 1994.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Rostock erinnert an Albert Einsteins Ehrendoktor - Die Welt
- ↑ Die besten Mensen 2003 - unicum.de
- ↑ Die besten Mensen 2006 - unicum.de
[Bearbeiten] Weblinks
Universitäten: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald | Universität Rostock
Fachhochschulen: Fachhochschule Stralsund | Hochschule Wismar | Hochschule Neubrandenburg | Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege | Hochschule der Bundesagentur für Arbeit
Kunsthochschule: Hochschule für Musik und Theater Rostock
In privater Trägerschaft: Private Hanseuniversität Rostock | Baltic College Güstrow
Koordinaten: 54° 5′ 17″ N, 12° 8′ 0″ O

