Universität Tōhoku

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Hochschule/Logo fehlt

東北大学
Universität Tōhoku
Motto 実学尊重の精神
(„Geist der angewandten Wissenschaften“)
Gründung Juni 1907
Trägerschaft staatlich
Ort Sendai, Japan
Leitung Akihisa Inoue
Studenten 16.465 (2008)[1]
Mitarbeiter 5.556 (2008)[1]
davon Professoren 840 (2008)[1]
Jahresetat 105.481 Mio JP¥ (2008)[1]
Website www.tohoku.ac.jp

Die Universität Tōhoku (jap. 東北大学, Tōhoku Daigaku, auch abgekürzt als 東北大, Tōhokudai), befindet sich in Sendai, in der Präfektur Miyagi und ist eine der angesehensten staatlichen Universitäten in Japan. Sie hat insgesamt 10 Fakultäten und über 16.000 Studenten (Stand 2008).

Die Universität wurde im Jahre 1907 unter dem Namen Kaiserliche Universität Tōhoku (東北帝国大学, Tōhoku Teikoku Daigaku) als eine der Neun kaiserlichen Universitäten gegründet. Zum Gründungszeitpunkt gab es die Studienbereiche Agrarwirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Im Jahre 1918 wurde der Bereich der Agrarwirtschaft zur Universität Hokkaidō verselbständigt und in den Jahren 1919 und 1922 kamen die Bereiche Literatur, Recht und Ingenieurwesen hinzu. In den folgenden Jahren kamen die Bereiche Pädagogik (1949), Zahnmedizin (1965) und Pharmazeutik (1972) hinzu.

In den technischen Laboratorien der Universität Tōhoku haben (beginnend 1924) Professor Yagi Hidetsugu und sein Assistent Uda Shintaro die erste richtungsempfindliche Antenne (Yagi-Uda-Antenne) entwickelt. Diese Neuerung hatte weitreichende Auswirkungen auf den Amateurfunk, die Radartechnik sowie auf den Radio- und Fernseh-Rundfunk.

In den Jahren 1936 bis 1941 lehrte an der Kaiserlichen Universität der aus Deutschland geflüchtete, jüdische Philosoph Karl Löwith, bis er auch von hier vertrieben, 1941 in die USA ging.

Zu den Absolventen der Universität gehört Kōichi Tanaka, der 2002 den Nobelpreis für Chemie erhielt.

Das große Tōhoku-Erdbeben 2011 und der nachfolgende Tsunami, von denen Sendai stark betroffen war, haben den Lehrbetrieb der Universität beeinflusst, sodass der Beginn des Sommersemesters auf den 6. Mai 2011 verlegt werden musste.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Tohoku University Fact Book 2008

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Universität Tōhoku – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien