Universität Yaoundé

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Die Université de Yaoundé (Universität Yaoundé) ist die größte und führende Universität in Kamerun. Die Universität wurde 1962 als „Federal University of Yaoundé“ eröffnet. Sie ist damit auch die älteste Staatsuniversität Kameruns. Sie wurde mit Hilfe französischer Unterstützung errichtet. 1972 entfiel, infolge der staatlichen Umstrukturierung von einem Bundes- zu einem Einheitsstaat, das „Federal“ aus dem Namen. In den 1980er wurden an der Universität vier lokale Campus ausgebaut.[1] In den 1990er-Jahren war die Universität überlastet. Konzipiert für 5000 Studenten studierten dort 40.000 Studenten. Zum Teil wurde über Korruption beim Lehrpersonal geklagt.[2] 1993 wurde die Universität im Zuge einer Universitätsreform in zwei Universitäten aufgeteilt. Seitdem gibt es die Universität Yaoundé I und die Universität Yaoundé II (derzeitiger Präsident: Jean Tabi Manga).

Die Reformen, waren durch Liberalisierungsmaßnahmen geprägt. Unter anderem kam es zur Einführung von Studiengebühren. Die Reformen lösten eine breiten Protest aus. Dieser dauerte von 1990 bis 1996 an und zog eine in der kamerunischen Geschichte beispiellose Welle der Gewalt nach sich. Diese war auch gekennzeichnet durch Brüche innerhalb der Studentenschaft, die entlang von Parteigrenzen und ethnoregionaler Zugehörigkeit verliefen.[3]

Kooperation mit anderen Universitäten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Piet Konings (2002): University Students' Revolt, Ethnic Militia, and Violence during Political Liberalization in Cameroon, in: African Studies Review, Vol. 45, No. 2, Special Issue: African Universities in Crisis and the Promotion of a Democratic Culture, S. 179-204 (Abstract als pdf)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Auszug aus der Britannica
  2. [1]
  3. Piet Konings (2002): University Students' Revolt, Ethnic Militia, and Violence during Political Liberalization in Cameroon, in: African Studies Review, Vol. 45, No. 2, Special Issue: African Universities in Crisis and the Promotion of a Democratic Culture, S. 179-204 (Abstract als pdf)
  4. Ausführlicher Artikel mit weiterführenden Infos