Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
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Trägerschaft Behörde für Wissenschaft und Forschung
Ort Hamburg, Deutschland
Koordinaten 53° 35′ 29″ N, 9° 58′ 36″ O53.5913888888899.9766666666667Koordinaten: 53° 35′ 29″ N, 9° 58′ 36″ O
Betten 1346 (ohne Herzzentrum)
Mitarbeiter 9400
davon Ärzte 2400
Fachgebiete 14
Jahresetat rund 203 Mio. Euro (2013)
Zugehörigkeit Universität Hamburg
Gründung 19. Mai 1889
Website uke.de

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), bis 2001 Universitätskrankenhaus Eppendorf, ist ein Krankenhaus der Universität Hamburg im Hamburger Stadtteil Eppendorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Alfred Kast
Lage in Hamburg
Neuer Haupteingang (2011)
Alter Haupteingang (2006)
Erikahaus (2006)

Vorgeschichte und Bau[Bearbeiten]

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war das bis dahin einzige allgemeine Krankenhaus in Hamburg, das 1823 gegründete Allgemeine Krankenhaus St. Georg, trotz vorangegangener baulicher Erweiterungen den Aufgaben der Gebrechlichen- und Krankenversorgung offensichtlich nicht mehr gewachsen. Eine Revision im Jahre 1876 konstatierte einen Zustand der Dauerüberfüllung. Die Behandlung Schwerkranker im Keller und die mangelnde Belüftung der Krankensäle wurde besonders kritisiert. Die unerwartete Zunahme der Patienten resultierte neben dem starken Bevölkerungswachstum der Stadt und den zu jener Zeit grassierenden Seuchen (z.B. Cholera) auch aus erweiterten Behandlungsmöglichkeiten durch den starken medizinischen Fortschritt.

Zur Lösung des Problems schuf der Senat die Stelle eines ärztlichen Direktors neu und berief 1879 Heinrich Curschmann auf diesen Posten. Dieser war von Anfang an davon überzeugt, dass nur ein großer Krankenhaus-Neubau die Probleme lösen könnte. Nach fünfjährigen Verhandlungen mit den Behörden wurde (auch weil Bürgermeister Carl Friedrich Petersen hinter dem Projekt stand) 1884 durch den Senat der Neubau als Pavillonanlage nach dem Konzept von Curschmann bewilligt. Während Curschmann ein Gelände in der Innenstadt favorisiert hatte, entschied sich der Senat für den kostengünstigeren Ankauf von Gelände am äußersten Stadtrand im Stadtteil Eppendorf.

Der in den folgenden fünf Jahren umgesetzte Neubau mit 55 Pavillons, großzügig angeordnet auf einem parkartigen Gelände, markiert den Übergang vom kasernenartigen Armenhospital zum modernen Behandlungskrankenhaus nach dem Stand der medizinischen Erkenntnis. Bereits während der Bauzeit (ab 1885) wurde der Betrieb in bereits fertiggestellten Gebäuden aufgenommen. Ein Jahr vor der offiziellen Fertigstellung nahm Curschmann 1888 eine Professur in Leipzig an und verließ Hamburg. Alfred Kast wurde zum ersten ärztlichen Direktor des neuen Krankenhauses bestellt.

Neues Allgemeines Krankenhaus 1889–1934[Bearbeiten]

Kaiserzeit[Bearbeiten]

Im Eröffnungsjahr umfasste das Neue Allgemeine Krankenhaus 1340 Betten in zwei Hauptabteilungen. Neben der medizinischen bzw. internistischen Abteilung mit Epidemiestation gab es die chirurgische Abteilung mit der vorerst einzigen Spezialabteilung, der für Augenkranke. Neben 25 Ärzten verzeichneten die Personalakten 160 Angehörige des Wartpersonales und 134 Angehörige des Dienstpersonales. Mit einem amtlichen Bestand von 1436 Kranken war das Krankenhaus am Tag der offiziellen Eröffnung (19. Mai 1889) bereits überbelegt.

Die bauliche Anlage galt als konsequenteste Umsetzung eines Pavillonkrankenhauses und war jahrzehntelang Vorbild für viele Krankenhausneubauten in aller Welt. Auch infolge der Choleraepidemie in Hamburg 1892 wurde die Wasserversorgung mit ungefiltertem Elbwasser als Schwachpunkt der Patientenversorgung erkannt und so erfolgte im folgenden Jahr die Errichtung eines Sielgrubenhauses und einer Desinfektionsanstalt. Ab 1908 wurde das Krankenhaus durch einen eigenen Tiefbrunnen mit einwandfreiem Trinkwasser versorgt.

Wurde während der Anfangsjahre die Patientenversorgung noch ausschließlich von angelernten Wärterinnen und Wärtern getätigt, so wurde aufgrund guter Erfahrungen mit ausgebildeten Krankenschwestern während der Choleraepidemie um die Jahrhundertwende die Schwesternversorgung eingeführt. 1900 hatte die kurz zuvor gegründete Schwesternschule bereits 80 Absolventinnen.

Nach der Jahrhundertwende wurde das nun Allgemeines Krankenhaus Eppendorf genannte Krankenhaus von den ärztlichen Direktoren gezielt zur Forschungs- und Lehrstätte ausgebaut, die sich – so erweisen die Festschriften zum 25-jährigen Bestehen 1914 – durchaus mit Universitätskliniken messen konnten. Als weitere Spezialabteilungen entstanden: 1899 Abteilung für Entbindungen und Frauenheilkunde, 1900 Abteilung für Hals-Nase-Ohren-Kranke, 1908 Abteilung für Hautkranke, 1912 Abteilung für physikalische Therapie und eine Röntgenabteilung, 1913 Abteilung für Kinderheilkunde.

Weimarer Republik[Bearbeiten]

Nach Gründung der Universität Hamburg im Jahre 1919 wurden zwar etliche Ärzte des Eppendorfer Krankenhauses als Professoren berufen, eine formelle Anerkennung als Universitätskrankenhaus durch den Senat blieb aber Jahrzehnte unerreicht. Um kein allgemeines Krankenhaus zu verlieren, favorisierte die Gesundheitsbehörde den Neubau eines Universitätsklinikums in Hamm/Horn und stieß damit auf den Widerstand der Mehrheit der Ärzte, die in Eppendorf bleiben wollten. Der von den Ärzten geforderte Ausbau des bestehenden Krankenhauses zur Erfüllung der neuen Aufgaben im Lehr- und Forschungsbetrieb wurde von der Behörde abgelehnt mit Hinweis auf die höheren Kosten im Vergleich zu einem Neubau. So blieb eine Einigung aus, neben wenigen Modernisierungsmaßnahmen wurde 1926 ein einziges Gebäude für universitäre Aufgaben mit einem Hörsaal mit 150 Plätzen errichtet. Während der Weltwirtschaftskrise 1929-1932 wurde aufgrund fehlender Mittel weder ein Neubau noch eine umfassende Modernisierung eingeleitet. Im Gegenteil musste die Schwesternschule geschlossen werden und so entstand (auch durch den Geburtenrückgang als Folge des Weltkrieges) ein Mangel an Pflegepersonal.

Universitäts-Krankenhaus Eppendorf (UKE)[Bearbeiten]

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Stolpersteine am Haupteingang des Gebäudes O10.

Erst zum Beginn des Nationalsozialismus wurden 1934 die Schließungspläne vorerst aufgegeben und das Krankenhaus am 1. April 1934 offiziell zum Universitäts-Krankenhaus Eppendorf ernannt.

Nach der Machtergreifung wurde 16 jüdischen Angehörigen des Lehrkörpers die Lehrbefugnis entzogen. Mehr als 60 „nichtarische“ Medizinstudenten wurden von der Universität vertrieben. Zur Erinnerung an die entlassenen Professoren und Privatdozenten wurden im Jahr 2014 16 Stolpersteine vor dem Eingang zum Hauptgebäude verlegt für Ernst Delbanco, Walter Giesbach, Arthur Haim, Erwin Jacobsthal, Hermann Josephy, Viktor Kafka, Otto Kestner, Paul Kimmelstiel, Walter Rudolf Kirschbaum, Rahel Liebeschütz-Plaut, Martin Mayer, Ernst-Friedrich Müller, Heinrich Poll, Ernst Sieburg, Hans Türkheim, Friedrich Wohlwill.[1] Einer der Entlassenen beging Selbstmord, einer verstarb 1937 in Hamburg, den anderen gelang die Emigration in den Jahren 1934, 1936, 1938 und 1939. Nur einer kehrte im Jahr 1949 nach Hamburg zurück.[2]

Betriebsangehörige, die in der SPD oder KPD organisiert waren, wurden entlassen, die Tätigkeit des Betriebsrates verboten. Der langjährige Direktor des UKE, Ludolph Brauer, wurde wegen „national unzuverlässiger Gesinnung“ in den Ruhestand versetzt.

Besonders für die psychisch Kranken der Staatskrankenanstalt Friedrichsberg hatte die Herrschaft der Nationalsozialisten verheerende Folgen. Die Anstalt wurde 1934 aufgelöst, 700 Patienten wurden zur Verwahrung in andere Anstalten gebracht, 300 als heilbar eingestufte Personen wurden in einer neugegründeten Psychiatrischen- und Nervenklinik des UKE untergebracht. Für diese Klinik wurden 1942 neue Pavillons auf dem Gelände errichtet. Bei Neuaufnahmen fungierte diese Klinik als Schleusenbetrieb: Wurde keine Behandlungsfähigkeit bescheinigt, wurde der Patient in der Regel zunächst in die Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn verlegt, später von dort in Tötungsanstalten verbracht. Euthanasiemaßnahmen in der Kinderklinik scheiterten am Widerstand des Personals.

Von zwei Professoren (Johannes Brodersen und Rudolf Degkwitz (senior)), Medizinstudenten (darunter Margaretha Rothe, Friedrich Geussenhainer, Hiltgunt Zassenhaus) und einigen Betriebsangehörigen des UKE ist bekannt, dass sie in aktiver Opposition zu dem Regime standen und deswegen z.T. Haft, Folter und Tod erlitten.[3]

Während des Zweiten Weltkrieges wurden auf dem Gelände des UKE 22 unterirdische und 4 Hochbunker errichtet. Daher war die Zahl der Bombenopfer unter Patienten und Belegschaft gering, obwohl ein Drittel des UKE zum Kriegsende zerstört war. Außerdem wurde dem Krankenhaus das im angrenzenden Lyzeum Curschmannstraße eingerichtete Kriegslazarett zugeordnet.

1945 bis 2000[Bearbeiten]

Das UKE führte trotz schwerster organisatorischer Rahmenbedingungen (Wasser-, Strom-, Raum- und Personalmangel) die Krankenversorgung nach dem Krieg ohne Unterbrechung weiter. Der Lehrbetrieb wurde nach Genehmigung durch die britische Besatzung wieder aufgenommen. Von einer Wiederherstellung der Bausubstanz wurde Abstand genommen, weil die weiträumige Verteilung kleiner Pavillons nicht mehr den Anforderungen zeitgemäßer Patientenversorgung entsprach. Vielmehr wurden größere funktionale Klinikbereiche geschaffen, z.T. durch Verbindung einzelner Pavillons.

Das nach der Erika-Schwesternschaft benannte Schwesternhaus, 1912-14 nach Plänen Fritz Schumachers errichtet, wurde unter Denkmalschutz gestellt. Der Bau zeigt typische Elemente der ersten Schaffensperiode Fritz Schumachers, die von der reformierten und traditionellen Architektur geprägt war. Auf den außen liegenden Brüstungspfosten befindet sich je eine Figurengruppe „Frau mit Kind“ des Bildhauers Karl Weinberger.

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)[Bearbeiten]

Haupteingang, Baustelle (2006)

Um die Jahrtausendwende wurde vom Senat ein Masterplan für die Weiterentwicklung des UKE verabschiedet. Neben einer Reorganisation des Betriebs wurden 339 Millionen Euro für eine bauliche Neustrukturierung veranschlagt, ferner wurde im Jahre 2001 die offizielle Bezeichnung des UKE von Universitätskrankenhaus Eppendorf auf Universitätsklinikum Eppendorf geändert. Zur Zeit (erster Bauabschnitt bis 2010) wird das Gelände durch großangelegte Baumaßnahmen zentralisiert, um die durch die Pavillonbauweise z.T. langen und riskanten Patiententransporte zu verkürzen. 2006 wurde die stationäre Patientenversorgung des Bernhard-Nocht-Institutes für Tropenmedizin in das Universitätsklinikum Eppendorf eingegliedert.

Seit Januar 2007 gibt es eine Kooperation in der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie der Krankenversorgung des UKE mit dem Bundeswehrkrankenhaus Hamburg.

Am 1. Februar 2009 wurde das neue Klinikgebäude im Zentrum des UKE-Geländes bezogen.

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf umfasst heute in 14 Zentren mehr als 80 Kliniken, Polikliniken und Institute. Mit 1346 Betten, 196 Betten im Universitären Herzzentrum Hamburg (UHZ) sowie 58 Betten in der Martini-Klinik ist es eines der größten Krankenhäuser in Hamburg. Jährlich nimmt das Klinikum etwa 89.000 Patienten stationär auf. Hinzu kommen 275.000 ambulante Patienten, davon rund 117.000 über die Notaufnahme. Insgesamt arbeiten im UKE mehr als 9400 Ärzte, Pflegekräfte und andere Mitarbeiter. Mit der medizinischen Fakultät ist das UKE Teil der Universität Hamburg und beteiligt sich an der akademischen Ausbildung. Am UKE studieren in den Fachrichtungen Medizin und Zahnmedizin mehr als 3300 Studierende.[4]

Im Jahr 2010 wurde das Medizinhistorische Museum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf eröffnet. Das Museum steht unter der Ägide des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin und befindet sich in einem ebenfalls nach Plänen von Fritz Schumacher zwischen 1913 bis 1926 für die Pathologie und andere Institute errichteten Gebäude, das mit seinem alten Sektionssaal ebenfalls unter Denkmalschutz steht.

Gelände[Bearbeiten]

Das Gelände des UKE wird im Norden durch die Geschwister-Scholl-Straße, im Osten durch die Frickestraße und im Süden durch die Martinistraße begrenzt. Die Curschmannstraße ist die Hauptzufahrt zum Neuen Klinikum, zur Notaufnahme, zur Tiefgarage und zum Krankenhausgelände. Daneben gibt es Zugänge für Fußgänger von der Frickestraße und Martinistraße aus. Das Gelände wird neben den Neubauten durch ausgewählte Bäume und historische Ziegelsteinbauten geprägt.[5] Die Station „UK Eppendorf“ der Metrobuslinien 20 und 25 in der Martinistraße liegt beim Haupteingang. Der U-Bahnhof Kellinghusenstraße sowie die S-Bahnhöfe Altona oder Holstenstraße haben Anschluss an die Busse 20 und 25.

Bereiche der Kliniken[Bearbeiten]

Alle Kliniken sind in 14 Zentren organisiert.[6][7]

Zentrum für Anästhesiologie und Intensivmedizin[Bearbeiten]

Zentrum für Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin[Bearbeiten]

Kicken mit Herz[Bearbeiten]

Kicken mit Herz ist eine Benefizaktion des Universitären Herzzentrum Hamburg zu Gunsten der Kinder-Herz-Station am UKE. In jährlichem Rhythmus spielt eine Ärztemannschaft des UKE, die Placebo Kickers Hamburg, gegen die mit Sportlern, Schauspielern und Künstlern besetzten FC St. Pauli Hamburg Allstars. Die Veranstaltung findet jeweils an einem Sonntag im Stadion Hoheluft statt. Seit der Premiere im Mai 2008 hatte das Prominentenfußballspiel über 30.000 Zuschauer.[8][9][10]

Zentrum für Innere Medizin[Bearbeiten]

Kopf- und Neurozentrum[Bearbeiten]

  • Klinik und Poliklinik für Neurologie
  • Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie
  • Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
  • Klinik und Poliklinik für Hör-, Stimm- und Sprachheilkunde
  • Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (ehemalige Nordwestdeutsche Kieferklinik)[11]
    • Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Gesichtsfehlbildungen
    • Mundschleimhauterkrankungen, Bisphosphonattherapie, Gesichtsschmerzen
    • Interdiszipl. Tumorsprechstunde, Schädelfehlbildungen
    • Neurofibromatose
    • Gesichtshautveränderungen, Orbitasprechstunde, Rehabilitation Gesichtslähmungen
    • Kieferfehlstellungen, Kiefergelenk (CMD), Schlafapnoe
    • Implantatsprechstunde

Onkologisches Zentrum[Bearbeiten]

Zentrum für Operative Medizin[Bearbeiten]

Zentrum für Psychosoziale Medizin[Bearbeiten]

Zentrum für Radiologie und Endoskopie[Bearbeiten]

Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ZMK)[Bearbeiten]

Zentrum für Diagnostik[Bearbeiten]

Zentrum für Experimentelle Medizin[Bearbeiten]

Zentrum für Molekulare Neurobiologie (ZMNH)[Bearbeiten]

  • Institut für Strukturelle Neurobiologie
  • Institut für Molekulare Neurogenetik
  • Institut für Molekulare und Zelluläre Kognition
  • Institut für Neuroimmunologie und Klinische Multiple-Sklerose-Forschung
  • Institut für Neurale Signalverarbeitung
  • Institut für Synaptische Physiologie

Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde[Bearbeiten]

Universitäres Herzzentrum Hamburg GmbH (UHZ)[Bearbeiten]

Weitere Fachzentren[Bearbeiten]

  • Ambulanzzentrum
  • UKE Athleticum
  • Brustzentrum
  • Deutsches Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ)
  • Universitäres Cancer Center Hamburg (UCCH)
  • Universitäres Centrum für Seltene Erkrankungen
  • Universitäres Perinatalzentrum Hamburg
  • Universitäres Transplantations-Centrum
  • Universitäres Wirbelsäulenzentrum

Darstellung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf[Bearbeiten]

Das UKE ist eine öffentliche Einrichtung, in der ärztliche und pflegerische Hilfeleistungen angeboten werden. Es ist somit im weitesten Sinne als Dienstleistungsunternehmen zu begreifen, im Gegensatz zum mittlerweile privatisierten LBK Hamburg ist es jedoch nach wie vor öffentlich und vertritt zudem als Universitätsklinikum den verstärkten Anspruch eines Ausbildungskrankenhauses, dem allerdings auch die Betriebe des LBK gerecht werden. Die Bewerbung des UKE erfolgt hauptsächlich durch seine offizielle Internetpräsenz sowie durch persönliche Empfehlungen ehemaliger und aktueller Patienten und sonstiger mit ihm assoziierter Personen.

Organisation und Bedienstete des UKE

Das UKE ist der Universität Hamburg angeschlossen. Das UKE beschäftigt rund 9400 Angestellte, davon sind allein 2400 Ärzte und Wissenschaftler. Weitere 3000 entfallen auf Pflegekräfte und Therapeuten. Der Rest ist in Technik und Verwaltung beschäftigt.

Ausbildungsplätze

Das UKE bietet im Jahr 50 bis 70 Ausbildungsplätze an, unter anderem für Diätassistent/innen, Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen, Medizinische Fachangestellte (MFA), Operationstechnische Assistenten/-innen (OTA), Orthoptist/innen, Physiotherapeut/innen, Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA).[12]

Tochterunternehmen[Bearbeiten]

Medizinische Tochtergesellschaften

  • Altonaer Kinderkrankenhaus (AKK)[13]
  • Ambulanzzentrum des UKE GmbH
  • Martini-Klinik am UKE GmbH

Die Martini-Klinik am UKE ist ein privatwirtschaftliches medizinisches Zentrum, das sich auf die Diagnostik, schonende[14] Behandlung und Erforschung von Prostatakrebs spezialisiert hat. Pro Jahr werden etwa 2000 Eingriffe[15] vorgenommen. Insgesamt arbeiten an der Klinik rund 55 Mitarbeiter. Die Martini-Klinik ist ein Tochterunternehmen des UKE und hat ihren Sitz auf dessen Gelände.[16]

  • Universitäres Herzzentrum Hamburg (UHZ)
  • Janssen Haus Psychiatrische Tagesklinik Hamburg Mitte GmbH

Wissenschaftliche Tochtergesellschaften

  • ForEx Gutachten GmbH
  • MediGate GmbH Hamburg-Eppendorf
  • School of Life Science Hamburg gGmbH

Servicegesellschaften

  • Klinik Facility Management Eppendorf (KFE)
  • Klinik Gastronomie Eppendorf (KGE)
  • Klinik Logistik Eppendorf (KLE)
  • Klinik Medizintechnik Eppendorf (KME)
  • Klinik Service Eppendorf (KSE)
  • Klinik Textilien Eppendorf (KTE)
  • UKE Business Services GmbH & Co. KG (UBS)
  • UKE Verwaltungs GmbH (UVG)

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gordon Uhlmann, Ursula Weisser: Krankenhausalltag seit den Zeiten der Cholera. Hamburg 1992, ISBN 3-8225-0212-X
  • Gordon Uhlmann, Ursula Weisser: Grundzüge einer Geschichte des Eppendorfer Krankenhauses. In: Ursula Weisser (Hrsg.): 100 Jahre Universitäts-Krankenhaus Eppendorf 1889–1989, Tübingen 1989, S. 13–129.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wir stellen uns der Verantwortung. Gespräch mit Prof. Hendrik van den Bussche. In: Vorstand des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) (Hrsg.:) 125 Jahre UKE. Rückblick und Ausblick. UKE 2014. S. 22–27.
  2. Medizinische Fakultät der Universität Hamburg, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Hrsg.): Stolpersteine im UKE. Faltblatt, Hamburg, 2014 (Fotos, Fachgebiete und Angaben zu den Stationen der Emigration)
  3. Wir stellen uns der Verantwortung. Gespräch mit Prof. Hendrik van den Bussche. In: Vorstand des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) (Hrsg.:) 125 Jahre UKE. Rückblick und Ausblick. UKE 2014. S. 22–27.
  4. Homepage des UKE Darstellung des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Stichwort Wir über uns: Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf mit Kennzahlen, aufgerufen am 20. Mai 2014
  5. Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Hrsg.): Spaziergänge Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Plan mit Beschreibung von ca. 2014.
  6. uke.de: Zentren im Überblick
  7. uke.de: Flyer Die Zentren
  8. kickenmitherz.de
  9. abendblatt.de: Kicken mit Herz
  10. merkur-online.de: Promis kicken für herzkranke Kinder
  11. Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Hrsg.): Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Ambulanzzentrum des UKE GmbH. Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Patienteninformation. Juni 2014. (Faltblatt).
  12. uke.de: Ausbildungsberufe am UKE
  13. Altonaer Kinderkrankenhaus
  14. K. Polke-Majewski: Kliniken der Zukunft – Das Krankenhaus als Patient. In: Die Zeit. Vom 25. September 2008
  15. G. Schüttle: Mehr Platz für die Spezialisten. In: Die Welt. Vom 13. Juni 2010
  16. Martini-Klinik