Universität Oslo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Hochschule/Professoren fehlt

Universität Oslo
(1811–1939: Königliche Friedrichs-Universität)
Logo
Gründung 2. September 1811
Trägerschaft staatlich
Ort Oslo, Norwegen
Rektor Ole Petter Ottersen
Studenten ca. 30.000 (Stand: 2012)
Mitarbeiter ca. 7.000 (Stand: 2012) [1]
Jahresetat 865.931 Mio. Euro (Stand: 2011)
Website www.uio.no
Die juristische Fakultät der Universität Oslo (Domus Media und Domus Academica). Eine große Inspiration für diese Bauten war das Alte Museum in Berlin.
Die neue Universitätsbibliothek am Blindern Campus
Das neue Gebäude der Informatik am Blindern Campus

Die Universität Oslo (norwegisch Universitetet i Oslo, lateinisch Universitas Osloensis) ist mit 30.345 Studierenden und 4.600 wissenschaftlichen Angestellten (Stand: August 2006) die größte und älteste Universität Norwegens.

Sie wurde 1811 als die Königliche Friedrichs-Universität (Universitas Regia Fredericiana, norwegisch/dänisch Kgl. Frederiks Universitet) nach dem Vorbild der Humboldt-Universität gegründet. Sie wurde 1939 in ihren heutigen Namen umbenannt.

Geschichte[Bearbeiten]

König Friedrich VI. von Dänemark setzte sich lange Zeit gegen die Idee einer Universität in dem zu Dänemark gehörden Norwegen ein, da er befürchtete, damit separatistische Gefühle zu unterstützen. Allerdings konnte er bei einer Kampagne im Jahr 1811 überzeugt werden, und Norwegen erhielt seine erste Universität: die Königliche Friedrichs-Universität. 1813 wurde die Universität dann in Christiania gegründet und startete mit zunächst sieben Professoren und 18 Studenten. Ein Jahr später erklärte sich Norwegen als unabhängig von Dänemark.

1882 begann Cecilie Thoresen als erste Studentin, an der Königlichen Friedrichs-Universität zu studieren. Die erste Professorin war Kristine Bonnevie 1912. Sie erhielt ihre Professur ein Jahr bevor in Norwegen die Frauen das Wahlrecht bekamen.

Die Königliche Friedrichs-Universität wurde 1939 in Universität Oslo (norwegisch Universitetet i Oslo) umbenannt.

1999 wurde das neue Gebäude für die Universitätsbibliothek eröffnet (Georg Sverdrups hus). Es ersetzt das alte Gebäude, das 1913 gebaut worden war.

Am 2. September 2011 feierte die Universität Oslo ihren 200. Geburtstag.

Organisation[Bearbeiten]

Die Universität ist in acht Fakultäten unterteilt welche wiederum in Abteilungen oder Geschäftsbereiche unterteilt sind. Darüber gehören zwei Museen zur Universität: Das Kulturhistorisk Museum und das Naturhistorisk Museum. Neben den Museen gehören auch eine Bibliothek und eine Reihe von interdisziplinären Zentren zur Universität. Zur Universität gehören außerdem die Baronie Rosendal und das Det norske institutt i Roma. [2] Die Fakultäten an der Universität sind:

  • Theologische Fakultät (evangelisch-lutherisch)
  • Juristische Fakultät
  • Medizinische Fakultät
  • Humanistische Fakultät (bis 2005: Historisch-Philosophische Fakultät)
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
  • Odontologische Fakultät
  • Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät
  • Ausbildungswissenschaftliche Fakultät

Nobelpreisträger[Bearbeiten]

Die Universität hat bislang fünf Nobelpreisträger hervorgebracht bzw. beschäftigt:

Siegel[Bearbeiten]

Eine ältere Version des Siegels der Universität

Das Siegel der Universität Oslo zeigt Apollo mit der Leier, und stammt aus dem Jahr 1835. Das Siegel wurde mehrfach im laufe der Zeit überarbeitet, zuletzt im Jahr 2009.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Universität Oslo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. uio.no (englisch)
  2. Organisation of the University of Oslo. UiO, 2013, abgerufen am 26. September 2013 (englisch).

59.93991666666710.722055555556Koordinaten: 59° 56′ 24″ N, 10° 43′ 19″ O