University of Michigan

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The University of Michigan
Logo
Motto Artes, Scientia, Veritas
(„Künste, Wissen, Wahrheit“)
Gründung 1817
Trägerschaft öffentlich
Ort Ann Arbor, Vereinigte Staaten
Präsident Mary Sue Coleman
Studenten 43.426 (2012)
Professoren 6.615 (2012)
Stiftungsvermögen 9,081 Mrd. US-Dollar (Dezember 2013)
Hochschulsport Gold & Blau (Big Ten Conference)
Website www.umich.edu

University of Michigan Banner

Die University of Michigan (auch Michigan, U of M, UMich oder U-M genannt) ist die älteste Hochschule des US-Bundesstaates Michigan. Sie wurde 1817 in Detroit gegründet und zog 1841 nach Ann Arbor um. Ann Arbor ist heute der wichtigste Standort des University of Michigan System, welches sich auf zwei weitere Standorte in Dearborn und Flint erstreckt. Insgesamt 60.798 Studenten waren im Jahr 2012 innerhalb des University of Michigan Systems eingeschrieben.[1]

Festifall auf dem University of Michigan Diag
Ann Arbors Wahrzeichen: Der University of Michigan Burton Tower auf dem Central Campus
Das Hill Auditorium
Hauptkomplex der Michigan Law School: der Law Quad
Lesesaal der Michigan Law School
Zentralcampus: Angell Hall, eines der wichtigsten Gebäude des College of Literature, Science and the Arts (LSA)
Michigan Union
Die Biomedizinische Fakultät
Michigan Stadium: The Big House bei einem Football-Spiel 2010
US-Präsident Barack Obama 2010 nach seiner Rede bei der Abschlusszeremonie im Big House begleitet von University of Michigan Präsidentin Mary Sue Coleman
Berühmte Absolventen der University of Michigan: Gerald R. Ford, Jr., der 38. Präsident der Vereinigten Staaten, 1933 als Football-Spieler der Wolverines
Das Campus-System der University of Michigan in Ann Arbor

Studenten[Bearbeiten]

Die Universität hat etwa 24.800 Studenten mit Studienziel Bachelor (undergraduates) und 14.900 Studenten mit Studienzielen jenseits des Bachelors (graduate students) in 600 Studiengängen. Jedes Jahr treten etwa 6.250 neue Studenten ihr Studium an. Die Studenten kommen aus allen 50 US-Bundesstaaten und mehr als 100 Ländern. In einem typischen Jahr haben achtundneunzig Prozent der Bewerber einen High-School-Notendurchschnitt von besser als 3,0/4,0 GPA. Fast ein Viertel der neuen Studierenden im Jahr 2002 hatten sogar einen perfekten Notendurchschnitt von 4,0. Etwa 23 % der neu eingeschriebenen Studenten gehören ethnischen Minderheiten an.

Ungefähr 65 % der undergraduates sind am College of Literature, Science, and the Arts (LS&A) eingeschrieben, während die engineering school etwa 20 % auf sich vereint. Weniger als 3 % sind in der Ross School of Business eingeschrieben, die im Jahre 2004 nach dem Milliardär Stephen R. Ross benannt wurde, welcher der business school, seiner Alma Mater, 100 Millionen Dollar vermachte. Der Rest der undergraduates studiert an kleineren Fakultäten. Die meisten graduate students sind an der Rackham Graduate School, der hoch angesehenen University of Michigan Law School, der Ross School of Business und der Medical School eingeschrieben. Die Medical School ist Teil eines der größten Gesundheitskomplexe der Welt, des University of Michigan Health System. Andere graduate study programs werden am Taubman College of Architecture and Urban Planning, an der School of Public Health, an der School of Social Work und an der School of Education angeboten. In einem aktuellen Ranking wurden mehr als 70 % der 200 Programme, die an der University of Michigan angeboten werden, unter die jeweiligen zehn Besten der Vereinigten Staaten aufgenommen.

Die University of Michigan war bereits in den 1960er Jahren ein wichtiger Schauplatz des amerikanischen Studentenaktivismus. Bei einem Besuch der Universität am 14. Oktober 1960 hielt der damalige Präsidentschaftskandidat John F. Kennedy eine legendäre Stegreifrede vor der Michigan Union, die den Beginn des Studentenaktivismus an der University of Michigan markierte und als Bewegung in der Folge auch andere amerikanische Universitäten erfasste.[2]

Professoren[Bearbeiten]

An der University of Michigan lehren und forschen etwas mehr als 6.200 Festangestellte (Faculty), 73 davon sind Mitglieder der renommierten National Academy. Seit ihrem Gründungsjahr 1817 hat die Universität 19 Nobelpreisträger hervorgebracht.

Institute[Bearbeiten]

Die akademischen Einheiten der University of Michigan - Ann Abor sind wie folgt gegliedert (in Klammern das Gründungsjahr)

  • College of Literature, Science, and the Arts (1841)
  • School of Medicine (1850)
  • College of Engineering (1854)
  • School of Law (1859)
  • School of Dentistry (1875)
  • School of Pharmacy (1876)
  • School of Music, Theatre & Dance (1880)
  • School of Nursing (1893)
  • A. Alfred Taubman College of Architecture & Urban Planning (1906)
  • Horace H. Rackham School of Graduate Studies (1912)
  • Gerald R. Ford School of Public Policy (1914)
  • School of Education (1921)
  • Stephen M. Ross School of Business (1924)
  • School of Natural Resources & Environment (1927)
  • School of Public Health (1941)
  • School of Social Work (1951)
  • School of Information (1969)
  • School of Art & Design (1974)
  • School of Kinesiology (1984)

Das Forschungsinstitut Center for Ultrafast Optical Science (CUOS) befasst sich mit der Forschung und Entwicklung von Femtolasern. Das aktuelle Forschungsprojekt trägt den Namen Hercules. Das Institut wurde im Jahre 1990 gegründet und bis 2001 von der National Science Foundation (NSF) unterstützt.

Bibliothek[Bearbeiten]

Die University of Michigan besitzt mit einem Bestand von über 13 Millionen Titeln (Stand 2012) eines der größten Bibliothekssysteme der Vereinigten Staaten.[3] Sie war 2004 eine der ersten Universitätsbibliotheken, die mit Google Books eine Kooperation zum Digitalisieren ihrer Buchbestände einging. Im Zuge dieser Kooperation wurden bereits eine Million Werke digitalisiert (Stand Oktober 2011).[4]

Renommee[Bearbeiten]

Die University of Michigan ist eine der acht ersten US-Universitäten der sogenannten Public Ivy (in Anlehnung an die Eliteuniversitäten der Sportliga Ivy League) und Gründungsmitglied der Association of American Universities, einem seit dem Jahr 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikanischer Universitäten. Zudem unterhält die University of Michigan eines der größten Alumni-Netzwerke der Welt mit mehr als 500.000 Mitgliedern im Jahr 2012.[5] Mit einem Stiftungsvermögen von 9,081 Mrd. US-Dollar gehört die University of Michigan zu den Top 10 der wohlhabendsten Hochschulen in den Vereinigten Staaten und belegt im Ranking der öffentlichen Hochschulen damit den ersten Platz als wohlhabendste öffentliche Universität der USA (Stand 2013). Die Ausgaben der Universität für Forschung beliefen sich im akademischen Jahr 2009/10 auf 1,14 Milliarden US-Dollar und zählen damit zu den höchsten Etats innerhalb aller amerikanischer Hochschulen.[6] Dementsprechend hoch sind die regulären Studiengebühren: 2012-2013 haben Studierende, die ursprünglich nicht aus dem US-Bundesstaat Michigan stammen, jeweils über 39.100,00 US-Dollar an jährlichen Gebühren gezahlt (out-of-state tuition).[7]

Auf den Ranglisten des einflussreichen QS World University Rankings und des U.S. News & World Report liegt die University of Michigan im akademischen Jahr 2011/2012 auf Platz 14,[8] auf der Rangliste der britischen Times of Higher Education im selben Zeitraum auf Platz 18 der besten Universitäten der Welt.[9] Das Ranking der Washington Monthly sieht sie unter den zehn besten,[10] das der Arizona State University unter den sieben besten US-Universitäten für das Jahr 2011.[11] In den „Reputation Rankings“ der Times belegt die University of Michigan im Jahr 2012 weltweit Platz 12 – und gilt damit als renommierter als die meisten Hochschulen der Ivy League wie etwa die University of Pennsylvania oder Columbia und Cornell.[12] Als direkter Konkurrent der University of Michigan um den Spitzenplatz als beste öffentliche Hochschule der Vereinigten Staaten gilt traditionell die University of California, Berkeley.

Auch in der Doktorandenausbildung genießt die University of Michigan laut U.S. News & World Report 2012, besonders in geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereichen wie Anthropologie, Geschichte, Politikwissenschaft, Psychologie oder Soziologie, den Ruf als amerikanische Spitzenuniversität.[13] So bewertet der Philosophical Gourmet Report (2011) die University of Michigan als eine der vier besten US-Universitäten im Fach Philosophie.[14] Speziell im Bereich Metaethik gilt sie, nicht zuletzt durch das hohe Ansehen der dort tätigen Philosophen Allan Gibbard[15] (vgl. Gibbard-Satterthwaite-Theorem) und Peter Railton,[16] als beste Universität in der gesamten englischsprachigen Welt (Stand: 2011).[17]

Sport[Bearbeiten]

Die Sportmannschaften der University of Michigan, die Michigan Wolverines, sind insbesondere im College Football äußerst erfolgreich und haben schon im Jahre 1902 das erste Rose-Bowl-Spiel gewonnen. Zuletzt waren die Wolverines im Jahr 1997 US-amerikanischer Meister. Die Mannschaft spielt im Michigan Stadium, dem größten Universitäts-Stadion der Welt, das trotz einer Kapazität von offiziell 107.501 Plätzen regelmäßig mit über 110.000 Zuschauern gefüllt ist. Der Big Ten Conference sind auch die anderen Sportmannschaften der Universität angeschlossen.

Berühmte Sportler (Auswahl)

Bekannte Absolventen[Bearbeiten]

Partneruniversitäten[Bearbeiten]

Da Ann Arbor US-Partnerstadt von Tübingen ist, unterhält die University of Michigan eine Partnerschaft mit der Eberhard Karls Universität Tübingen. Zudem unterhält sie eine Partnerschaft mit der WHU in Vallendar und der Technischen Universität Berlin.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: University of Michigan – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

42.282777777778-83.734722222222Koordinaten: 42° 16′ 58″ N, 83° 44′ 5″ W