Museum für Archäologie und Anthropologie der Universität Pennsylvania

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Vorplatz (Warden Garden) des UPM

Das University of Pennsylvania Museum of Archaeology and Anthropology (UPM), kurz Penn Museum, ist ein archäologisches und anthropologisches Forschungsmuseum der University of Pennsylvania in Philadelphia (Bundesstaat Pennsylvania). Als Kurzform nennt es sich selbst auch Penn Museum.

Neben der Sammlung und den Ausstellungen betätigt sich das Museum auch in der Forschung und der Museumspädagogik. Im Irak-Krieg nahm das Museum im Mai 2004 unter dem Dach der UNESCO ein Internationales Koordinationskomitee zur Sicherung des Kulturerbes des Irak seine Tätigkeit auf. Das UPM koordiniert mit anderen Institutionen die Dokumentation über den Verlust irakischen Kulturguts.

Seit 2007 ist der Brite und Mittelalterarchäologe Richard Hodges Direktor und hat in diesem Amt den Maya-Experten Jeremy A. Sabloff abgelöst.

Lage[Bearbeiten]

Das Museum befindet sich auf dem Campus in einem Gebäude im Beaux-Arts-Stil. Es wird seit 2006 unter Leitung des britischen Architekten David Chipperfield umfangreich renoviert. Es beherbergt neben zahlreichen Säulen und Räumen auch einen Museumsladen. Adresse: University of Pennsylvania Museum of Archaeology and Anthropology, 3260 South Street, Philadelphia, PA 19104.

Geschichte[Bearbeiten]

Das UPM, wie es heute besteht, wurde 1887 gegründet. Während des 20. Jahrhunderts wurden museumseigene Forschungsreisen nach Ägypten, Mesopotamien, Afrika, Ostasien und Südamerika unternommen. Diese Funde begründeten den Grundstock der Sammlungen.

Sammlungen/Forschung[Bearbeiten]

Die Sammlung umfasst eine große Anzahl an Artefakten aus Ägypten, China und Mesopotamien. Des Weiteren sind Gegenstände aus Mesoamerika, aus der Antike und der präkolumbischen Zeit. Des Weiteren finden sich Exponate der Buddhistische Kunst und der Maya.

Ägypten[Bearbeiten]

Die Sammlung altägyptischer Artefakte gehört zu den bedeutendsten weltweit. Sie beinhaltet unter anderem Statuen, Mumien, Reliefs und Teile altägyptischer Bauwerke, z.B. große Säulen und Sphinx aus dem Palast von Pharao Merenptah. Sie kamen 1915 nach einer UPM-Ausgrabung ins Museum.

Mesopotamien[Bearbeiten]

Sehr bedeutsam ist das Königsgrab aus Ur, das mit dem Britischen Museum in Irak ausgegraben wurden. Exponate sind unter anderem Kronen, Statuen und Musikinstrumente. Das Institut hilft beim Wiederaufbau des Irakisches Nationalmuseum Bagdad.

Mesoamerika[Bearbeiten]

Zwischen 1956 und 1970 fand eine Ausgrabung am Tempel Tikal der Mayakultur (Guatemala) unter Leitung des UPM statt. Viele Funde sind ausgestellt, darunter mehrere Stelen. Die Archäologie Mesoamerikas ist ein wesentlicher Forschungsschwerkpunkt. Zahlreiche bedeutende Mesoamerikanisten arbeite(t)en am Penn, so Jeremy A. Sabloff oder Michael D. Coe.

China[Bearbeiten]

Die chinesische Sammlung wird im Keller ausgestellt. Es werden alte Malereien, Skulpturen, Schmuck und Vasen gezeigt.

Europa[Bearbeiten]

In Europa ist das Museum v.a. in der Erforschung des Paläolithikum aktiv.

Verlag[Bearbeiten]

Das Museum hat einen eigenen Verlag (Pennsylvania Museum Publications) und gibt seit 1958 dreimal jährlich die Zeitschrift Expedition mit einem Umfang von 48 Seiten heraus (ISSN 0014-4738) [1]. Chefredakteur ist James R. Mathieu, Ph.D.

Weblinks[Bearbeiten]

39.953611111111-75.192777777778Koordinaten: 39° 57′ 13″ N, 75° 11′ 34″ W