Unknown

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Dieser Artikel behandelt den Film von 2006; der Film von 2011 steht unter dem deutschen Titel Unknown Identity.
Filmdaten
Deutscher Titel Unknown
Originaltitel Unknown
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2006
Länge 85 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Simón Brand
Drehbuch Matthew Waynee
Produktion Rick Lashbrook,
Darby Parker,
John S. Schwartz
Musik Angelo Milli
Kamera Steve Yedlin
Schnitt Luis Carballar,
Paul Trejo
Besetzung

Unknown ist ein US-amerikanischer Film des kolumbianischen Regisseurs Simón Brand aus dem Jahr 2006.

Handlung[Bearbeiten]

Der Protagonist (Mitch "Woz" Wozniak) wacht in einer verlassenen Gasfabrik auf. Er erschrickt aufgrund einer Schaufel und dreier scheinbar toter Menschen: Einer an einen Stuhl gefesselt, einer am Boden liegend, einer angeschossen und mit Handschellen an einem Geländer hängend. Seine spontanen Fluchtversuche scheitern, denn er muss bei einer ersten Erkundung feststellen, ausbruchsicher eingesperrt zu sein. Ein Telefon läutet, der augenscheinlich an Amnesie leidende Wozniak hebt ab und führt ein Gespräch, wobei er vorgibt, seinen Gesprächspartner zu kennen.

Als er wieder zurückkommt, wachen die für tot gehaltenen Männer auf, ein weiterer kommt die Treppe heruntergestolpert. Keiner von ihnen kann sich erinnern, was passiert ist und wer sie sind, was ihr gegenseitiges Misstrauen so sehr entfacht, dass der auf den Stuhl Gefesselte nicht losgebunden wird. Erfolglos versuchen sie, die Gitterstäbe vor den Fenstern durchzusägen.

Währenddessen gibt eine Frau eine Tasche voll Lösegeldes für ihren entführten Mann in ein Schließfach, trotz Polizeiüberwachung können die Kidnapper mit dem Geld verschwinden. In der Fabrik spitzt sich die Lage zu, einer der Männer befreit den Gefesselten. Auf der Toilette entdecken sie eine Zeitung, in welcher über die Entführung zweier Geschäftsmänner berichtet wird. Da sie zuvor einen toten Wachmann in einem Spind des Gebäudes fanden, in welchem die beiden Männer laut Zeitungsartikel gearbeitet hatten, schließen sie daraus, beide befänden sich unter ihnen. Der mit Handschellen an das Geländer gefesselte Mann erzählt eine berührende Geschichte, ein ihm und Wozniak gemeinsam widerfahrenes traumatisches Kindheitserlebnis; anschließend erliegt er seiner Schussverletzung.

In kurzen Rückblenden wird die langsam wiederkehrende Erinnerung sowohl des Protagonisten als auch der anderen dargestellt. Bei der Ankunft in der Lagerhalle muss etwas schiefgelaufen sein. Von einer Rangelei, in deren Verlauf sich ein Schuss löste, rührt die Schussverletzung, dabei fiel eine Gasflasche um, deren offensichtlich toxische Substanz austrat und den Männern das Bewusstsein raubte. Ihre bisherige Vermutung, durch Dritte in der Lagerhalle gefangen gehalten zu werden, erweist sich als irrig – selbst haben sie sich in diese Situation gebracht.

Aufgrund eines weiteren Telefongesprächs wissen sie, dass die Entführer mit dem Geld zur Lagerhalle kommen werden, und bereiten sich vor. Als die Gangster erscheinen, verteidigen sich die Eingesperrten, der vormals gefesselte Mann wird bei der Auseinandersetzung erschossen. Wozniak wird vom Gangsterboss mitgeteilt, jener sei Teil seiner Gang, er solle die beiden anderen Männer, welche sich als die entführten Geschäftsmänner herausstellen, erschießen. Gerade noch rechtzeitig kehren Teile seiner Erinnerung zurück – er arbeitet als Polizeispitzel! Während im finalen Showdown er und einer der Geschäftsmänner die Entführer töten, wird der andere erschossen.

Es kommt zur Wiedervereinigung des entführten Geschäftsmannes mit dessen Frau, die jedoch währenddessen mit der Hauptfigur bedeutsame Blicke wechselt. Eine Rückblende zeigt, dass der Protagonist mit ihr in eine Affäre verstrickt war, gemeinsam wurden Entführung, Lösegeldforderung und anschließende Ermordung ihres Mannes geplant.

Kritiken[Bearbeiten]

„Gut besetzter Independent-Thriller mit etlichen Härten, der sich als Spätprodukt der Tarantino-Schule zu erkennen gibt und die Nähe zu "Reservoir Dogs" nicht leugnet.“

Film-Dienst [1]

„Unkown ist ein weiterer Film aus der Reihe der nun schon seit zehn Jahren populären plot twist- und Überraschungsthriller. Alles steht in Frage, am Ende kommt alles zusammen. Es ist der Flirt mit der Hermeneutik, der hier, irgendwo zwischen Cube, Memento und Saw wieder für Interesse sorgen will. Und das funktioniert sogar ganz gut.“

MANIFEST - DAS FILMMAGAZIN [2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.kabeleins.de/film_dvd/filmlexikon/ergebnisse/index.php?filmnr=528565
  2. http://www.dasmanifest.com/01/unknown.php

Weblinks[Bearbeiten]