Unsere kleine Stadt (1940)

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Filmdaten
Deutscher Titel Unsere kleine Stadt
Originaltitel Our Town
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1940
Länge 90 Minuten
Stab
Regie Sam Wood
Drehbuch Harry Chandlee, Frank Craven, Thornton Wilder nach dem gleichnamigen Stück von Thornton Wilder
Produktion Sol Lesser im Verleih von United Artists
Musik Aaron Copland
Kamera Bert Glennon
Schnitt Sherman Todd
Besetzung

Unsere kleine Stadt (OT: Our Town) ist die US-amerikanische Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks von Thornton Wilder unter der Regie von Sam Wood aus dem Jahr 1940.

Handlung[Bearbeiten]

Die Bewohner der Kleinstadt Grover's Corners in New Hampshire leben friedlich und in Harmonie. Dr. Gibbs, seine Frau Julie und ihre beiden Kinder George und Rebecca sind die Nachbarn der Webbs, die eine hübsche Tochter, Emily, haben. George und Emily verlieben sich ineinander und nach dreijähriger Werbung heiraten sie. Die Zeit vergeht und Emily wird bei der Geburt ihres zweiten Kindes sehr krank. Während sie im Sterben liegt trifft sie auf all die Menschen, die in den Jahren zuvor bereits diese Welt verlassen haben. Emily, die in einer Art von Zwischenwelt verharrt, erinnert sich an ihr bisheriges Leben, doch am Ende entscheidet sich die junge Frau für das Leben und sie erwacht aus ihrem Traum.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das von Kritikern und Publikum gleichermaßen begeistert aufgenommene Stück Our Town von Thornton Wilder wurde sofort nach seiner Uraufführung 1938 als exemplarisches Beispiel für die sogenannte Americana begriffen. Der Autor gewann für das Stück den Pulitzer-Preis/Theater. Nachdem 1939 die Filmrechte für 75.000 US-Dollar von Produzent Sol Lesser erworben worden waren, plante er zunächst, die Verfilmung durch Ernst Lubitsch und in Technicolor zu realisieren. Die Pläne zerschlugen sich ebenso wie die Idee, William Wyler die Regie zu übertragen.

Die Verfilmung unter der Regie von Sam Wood folgt grundsätzlich dem Stück, weicht jedoch am Schluss entscheidend von der Vorlage ab. Der Produzent war sich darüber im Klaren, dass das tragische Ende des Stücks, bei dem Emily stirbt, von der Masse der Kinobesucher nicht akzeptiert werden würde. Um den kommerziellen Erfolg des Films nicht zu gefährden, ersuchten die Drehbuchautoren Thornton Wilder persönlich um seine Zustimmung, ein Happy-End einfügen zu dürfen. Der Autor akzeptierte den Vorschlag und so kehrt Emily im Film wieder zurück ins Leben.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Bei der Oscarverleihung 1941 erhielt der Film Nominierungen in den Kategorien:

  • Bester Film
  • Beste Darstellerin - Martha Scott
  • Bestes Szenenbild (Schwarz-Weiß)
  • Beste Original-Filmmusik
  • Beste Filmmusik
  • Bester Ton

Kritik[Bearbeiten]

Der film-dienst befand:

Vom bittersüßen Pathos der Vergänglichkeit getragene Verfilmung von Wilders 1938 erstaufgeführtem Theaterstück, die anders als die Bühnenvorlage einige sentimentale Momente aufweist. Ein "kleines Welttheater" in kulissenhafter Umgebung und zuweilen sanft-ironischer Pointierung, liebevoll und einfühlsam inszeniert.

Weblinks[Bearbeiten]