Unsichtbar – Zwischen zwei Welten

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Filmdaten
Deutscher Titel Unsichtbar – Zwischen zwei Welten
Originaltitel The Invisible
Produktionsland USA, Kanada
Erscheinungsjahr 2007
Länge 102 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
JMK 14[1]
Stab
Regie David S. Goyer
Drehbuch Mick Davis
Produktion Gary Barber,
William S. Beasley
Musik Marco Beltrami
Kamera Gabriel Beristain
Schnitt Conrad Smart
Besetzung

Unsichtbar – Zwischen zwei Welten (Originaltitel: The Invisible) ist ein US-amerikanischer Mystery-Thriller aus dem Jahr 2007. Der Film beschreibt den Zustand eines Jugendlichen, der halb totgeprügelt im Wald zurückgelassen wird. Ein letztes Lebenszeichen, das dem Jungen bleibt, ist sein Geist, der völlig unbemerkt durch die Szenen spaziert. Ein Wettlauf mit der Zeit. Denn Nicks Körper muss gefunden werden, ehe er seinen Verletzungen erliegt.

Handlung[Bearbeiten]

Der Halbwaise Nick Powell gehört zu der Oberschicht in seiner Schule: Er ist intelligent, gutaussehend und hat eine hübsche Freundin. Seine Mutter ist zwar wahnsinnig stolz auf ihren Sohn, doch ihre Pläne für seine Zukunft kreuzen sich mit seinem Wunsch, Schriftsteller zu werden. So kommt es, dass Nick ohne das Wissen seiner Mutter eine Reise nach London plant, um dort seine Literaturkarriere voranzutreiben. Am Abend vor der Abreise kommt es allerdings zum Eklat. Nicks Mutter spürt die Tickets in seinem Zimmer auf und stellt ihn zur Rede. Nick verlässt wütend das Feld und begießt seinen Kummer mit Alkohol.

Kurz zuvor wird die aus einem zerrissenen Haushalt stammende Mitschülerin Annie aus der Untersuchungshaft entlassen. Sie vermutet Pete, ein guter Freund von Nick, als Drahtzieher und Verräter, da er ihr noch eine Menge Geld schuldet, und er sie ihrer Ansicht nach wohl für eine Zeit lang aus dem Weg haben wollte. Bedroht und verletzt von Annie und ihrer Gang gibt der völlig unwissende und unschuldige Pete aus Angst seinen Freund Nick als Verräter aus in der Hoffnung, die Täter würden von ihm ablassen. Mit Pete im Schlepptau spüren sie den völlig betrunkenen Nick, der anders als von Pete vermutet doch nicht im Flieger nach London sitzt, auf und prügeln auf ihn ein. Nach einer Provokation durch Nick gegen Annie versetzt sie ihm einen Tritt an den Kopf. Als Nick sich nicht mehr regt und scheinbar nicht mehr atmet geht die Gang davon aus, dass Annie ihn zu Tode geprügelt hat. Sofort verscharren die Kinder die vermeintliche Leiche in einem Schacht im Wald.

Am nächsten Tag spaziert Nick wie alle Kinder in die Schule und nimmt an seinem Tisch Platz. Als weder Lehrerin noch Schüler ihn wahrnehmen und sogar reden, als sei er nicht da, fühlt sich Nick zunächst gehänselt. Aggressive Ausbrüche gegen ein paar Bücher zeigen allerdings, dass er nichts ausrichten kann. Niemand sieht ihn, niemand hört ihn. Als er sich über die Geschehnisse im Klaren wird und sich zunächst für tot, dann aber ziemlich rasch für einen Geist hält, verbringt er Zeit an der Seite seiner Mutter, der Polizei und den Tätern. Er sieht Annies Hintergrund, einen heruntergekommenen Vater mit einer Stiefmutter, die sich nur fahrlässig um sie und ihren kleinen Bruder Victor kümmert. Ein Schlüsselerlebnis mit einem Vogel, der gegen eine Scheibe fliegt und dessen Geist an Nicks Seite bleibt, ehe der Vogel endlich stirbt, bringt ihn zu der Erkenntnis, dass er doch noch am Leben ist.

Nicks einziges Mittel, sich bemerkbar zu machen, zeigt sich im Laufe der Zeit durch Annie, seine Beinahe-Mörderin, die allmählich seine Stimme hören kann. Er bewegt sie dazu, der Polizei den Standort seines Körper zu zeigen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Annies Exfreund und Mitwisser Marcus allerdings möchte nicht für den Mord mitverantwortlich gemacht werden. Er wusste von der Tat und ist momentan auf Bewährung entlassen. Daher verscharrt er gemeinsam mit dem verängstigten Pete den Körper ein zweites Mal, ohne Annie zu informieren.

Annie schafft es, Marcus den Standort mit gezogener Waffe herauszupressen. Anschließend zieht auch Marcus eine Waffe und beide schießen sich gegenseitig an. Die Polizei kann den Körper von Nick noch rechtzeitig bergen und medizinisch behandeln. Doch Nick liegt im Koma und nur Annie persönlich kann ihm dabei helfen, wieder sein Bewusstsein zu erlangen. Sie schleicht sich stark blutend ins Krankenhaus, legt sich zu Nick auf die Bahre und redet auf ihn ein. Er erwacht rechtzeitig, ehe sie ihren Verletzungen erliegt. Nick erholt sich und erinnert sich weiterhin an Annie. Er besucht ihren kleinen Bruder Victor, um offenbar in Zukunft ein Auge auf ihn zu halten.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film wurde 2007 für den amerikanischen Markt neu aufgelegt. Das in Schweden gedrehte Original stammt aus dem Jahr 2002 und wurde unter dem Titel Invisible – Gefangen im Jenseits (Orig. Den osynlige) veröffentlicht. Joel Bergval und Simon Sandquist adaptierten damit das Buch Der Unsichtbare von Mats Wahl, das im Jahr 2000 in Schweden erschien. In dessen Büchern sind junge Erwachsene ein beliebtes Thema.

Kritiken[Bearbeiten]

„Ambitionierter übersinnlicher Thriller, der sich lange gegen Genrekonventionen wehrt und eher theaterhaft mit seinem Subjekt umgeht, letztlich aber in innerer Unlogik und einer banalen Liebes- und Erlösungsgeschichte versandet.“

Lexikon des internationalen Films[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kennzeichnung der Jugendmedienkommission.
  2. Unsichtbar – Zwischen zwei Welten im Lexikon des Internationalen Films