Unterach am Attersee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Unterach am Attersee
Wappen von Unterach am Attersee
Unterach am Attersee (Österreich)
Unterach am Attersee
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 26,11 km²
Koordinaten: 47° 48′ N, 13° 30′ O47.80694444444413.491666666667477Koordinaten: 47° 48′ 25″ N, 13° 29′ 30″ O
Höhe: 477 m ü. A.
Einwohner: 1.445 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 55 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4866
Vorwahl: 0 76 65
Gemeindekennziffer: 4 17 45
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 9
4866 Unterach am Attersee
Website: www.unterach-attersee.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Englbert Gnigler (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(19 Mitglieder)
10 ÖVP, 9 SPÖ
Lage der Gemeinde Unterach am Attersee im Bezirk Vöcklabruck
Ampflwang im Hausruckwald Attersee am Attersee Attnang-Puchheim Atzbach Aurach am Hongar Berg im Attergau Desselbrunn Fornach Frankenburg am Hausruck Frankenmarkt Gampern Innerschwand am Mondsee Lenzing Manning Mondsee Neukirchen an der Vöckla Niederthalheim Nußdorf am Attersee Oberhofen am Irrsee Oberndorf bei Schwanenstadt Oberwang Ottnang am Hausruck Pfaffing Pilsbach Pitzenberg Pöndorf Puchkirchen am Trattberg Pühret Redleiten Redlham Regau Rüstorf Rutzenham Schlatt Schörfling am Attersee Schwanenstadt Seewalchen am Attersee St. Georgen im Attergau St. Lorenz Steinbach am Attersee Straß im Attergau Tiefgraben Timelkam Ungenach Unterach am Attersee Vöcklabruck Vöcklamarkt Weißenkirchen im Attergau Weyregg am Attersee Wolfsegg am Hausruck Zell am Moos Zell am Pettenfirst OberösterreichLage der Gemeinde Unterach am Attersee im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Gemeindegebiet Unterach: Mitte links, am Attersee, die Ortschaft, dahinter die Ortsteile Au/See am Mondsee, rechts Burgau am Attersee (St. Gilgen). Blick vom Schoberstein (1037 m, Höllengebirge), nach Westen gegen Schafberg (links, 1782 m) mit Ackerschneid und Kienbergwand (Mitte) und Drachenwand/Schober (rechts) sowie Hochplettspitz (ganz rechts)
Gemeindegebiet Unterach: Mitte links, am Attersee, die Ortschaft, dahinter die Ortsteile Au/See am Mondsee, rechts Burgau am Attersee (St. Gilgen).
Blick vom Schoberstein (1037 m, Höllengebirge), nach Westen gegen Schafberg (links, 1782 m) mit Ackerschneid und Kienbergwand (Mitte) und Drachenwand/Schober (rechts) sowie Hochplettspitz (ganz rechts)
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Kirche in Unterach am Attersee. Gustav Klimt, Öl auf Leinwand, 1916, Sammlung Fritz Böck
Bild der Lokalbahn vor der Remise, 1907

Unterach am Attersee ist eine Gemeinde mit 1445 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im südwestlichen Teil von Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck. Sie liegt am südlichen Ende des Attersees, im Salzkammergut (Gerichtsbezirk Mondsee).

Geografie[Bearbeiten]

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Au/See
    • Ort am Mondsee
    • See am Mondsee
    • Au
  • Unterach
    • Mühlleiten
    • Unterach, Ortskern
  • Buchenort
    • Misling
    • Stockwinkel

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Mondsee (Grenze im See)
Nußdorf am Attersee
Innerschwand (Grenze im See) Nachbargemeinden Steinbach am Attersee (Grenze im See)
St. Gilgen
(Bezirk Salzburg-Umgebung)

Namensherkunft und Wappen[Bearbeiten]

Der Ortsname rührt vom bajuwarischen Untraha „Zwischenwasser“ aufgrund der Lage an Mondsee und Attersee.

Blasonierung des Gemeindewappens: In Gold ein blauer Schrägbalken, darin ein silberner Fisch, oben begleitet von einem roten Herz. Die Gemeindefarben sind Blau, Gelb, Rot.

Verleihung des Gemeindewappens und Genehmigung der vom Gemeinderat am 9. November 1979 festgesetzten Gemeindefarben durch Beschluss der oberösterreichischen Landesregierung vom 25. August 1980.

Wappen der mit dem Geschlecht der Lasser zu Lasseregg und Unterach verwandten Salzburger Familie Alt nach einem Glasfenster und Grabstein in der Pfarrkirche Unterach. Der Fisch unterstreicht zugleich die Lage der Gemeinde am See und erinnert an die Fischerei als ehemals ertragreiche Erwerbsquelle der Bewohner. Das Wappen wurde in ähnlicher Form bereits in der Zwischenkriegszeit ohne amtliche Genehmigung im Gemeindestempel und auf Briefpapieren verwendet.

Entwurf des Wappens: Herbert Erich Baumert, Linz

Geschichte[Bearbeiten]

  • Pfahlbau: Im Gemeindegebiet wurden Überreste einer aus der jüngsten Stein- und Bronzezeit stammenden Pfahlbausiedlung der ostalpinen Pfahlbaukultur gefunden.
  • Herrschaft: Im Mittelalter war hier das zur Herrschaft Kogl gehörende Amt Unterach. Die Vischmaister - deren Name auf die große Bedeutung der Fischerei hinweist - waren im Spätmittelalter die Herren von Unterach. Ihnen folgten die Lasser von Lasseregg, und aus dem Edelsitz dieser Familie entwickelte sich im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts ein eigener, kleiner Herrschaftsbezirk. Das um 1560 errichtete Schloss wurde durch Umbauten Anfang des 20. Jahrhunderts stark verändert
  • Pestzeit: Die Pest wütete am Attersee nach Überlieferung so stark, dass niemand von ihr verschont blieb. Alle Leute um den Attersee waren gestorben, nur der Faschinger war noch am Leben. Er war über seine Einsamkeit ganz verzweifelt. Da zündete er ein Feuer an und hielt Ausschau, ob sein Zeichen gesehen würde. Und in der Tat, es wurde bemerkt, und am anderen Ufer des Sees, in der Gegend von Weyregg, stieg eine Rauchsäule auf. Rasch schob er sein Boot ins Wasser, um ans andere Ufer zu gelangen. Doch mitten auf dem See kam ihm ein anderes Boot entgegen. Darin befand sich eine Frau, die alleine in Weyregg von der Pest verschont geblieben war. Und von diesem Paar sollen die Bewohner rund um den Attersee abstammen. Der Faschinger und die Weyreggerin mussten nun alle Toten begraben. Die Stelle, wo dies angeblich geschah, heißt heute noch Elend. Das kam daher: Die Arbeit des Begrabens war so schrecklich, dass der eine ausrief: „Ist das ein Elend!“.
  • Klein-Venedig: Unterach war früher mit Wagen und Pferden kaum zu erreichen. Deshalb, wegen der auf Pfählen errichteten Uferbebauung und wegen der zahlreichen Boote wurde es Klein-Venedig genannt.
  • Straßenbahn/Lokalbahn Unterach-See: In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verband die Elektrische Bahn Unterach–See am Mondsee (Stern & Hafferl) den Schiffsverkehr von Attersee und Mondsee.

Politik[Bearbeiten]

Den Bürgermeister, Engelbert Gnigler, stellt die SPÖ.

Der Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern. Den Vorsitz hat der Bürgermeister, der von der Bevölkerung seit 1997 direkt gewählt wird. (Ausnahme: Bestellung des Bürgermeisters im Jahr 2007 durch den Gemeinderat.) Die 1 bis 2 Vizebürgermeister werden vom Gemeinderat gewählt, wobei auch die Ressortaufteilung durch den Gemeinderat bestimmt wird.

Der Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen (Stand 2009):

  • ÖVP[1]: 10 Mandate
  • SPÖ: 9 Mandate

Wirtschaft[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Unterach am Attersee

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Berühmte Gäste / Einwohner[Bearbeiten]

Panoramabild[Bearbeiten]

Das Unteracher Gemeindegebiet am Südostende des Mondsees

Literatur[Bearbeiten]

  • Alfred Mück, Franz Pölzleithner: Unterach am Attersee Chronik - Eigenverlag Gemeinde Unterach 1990
  • Knoll, Mayr, Prix: Die elektrische Bahn Unterach-See - Verlag Johannes Heyn 1995, ISBN 3-85366-791-0
  • Erich Weidinger: Sagen & Märchen vom Attersee - SECESSION LXXXXVIII 1989
  • Gustav Klimt: Notizbuch Unterach am Attersee - Verlag Brandstätter 2001, ISBN 3-85447-980-8
  • Thomas Bernhard: Die Mütze - 1966 (Schauplatz der Erzählung), in Die Erzählungen - Suhrkamp 1979, ISBN 3-518-02142-7

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Unterach am Attersee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ÖVP
  2. Viktor Kaplan 2-Seen-Themenweg