Unterer Hauenstein

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Unterer Hauenstein
Unterer Hauenstein

Unterer Hauenstein

Himmelsrichtung Süd Nord
Passhöhe 691 m ü. M.
Kanton Solothurn Basel-Land
Talorte Olten Sissach
Ausbau Passstrasse
Profil
Ø-Steigung 3,8 % (295 m / 7,7 km) 2,6 % (315 m / 12 km)
Max. Steigung 6,3 % 6,5 %
Karte (Basel-Landschaft)
Unterer Hauenstein (Basel-Landschaft)
Unterer Hauenstein
Koordinaten 632495 / 24792547.3813557.868927691Koordinaten: 47° 22′ 53″ N, 7° 52′ 8″ O; CH1903: 632495 / 247925

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Der Untere Hauenstein ist ein Schweizer Jura-Pass, der Buckten (Kanton Basel-Landschaft) mit Trimbach (Kanton Solothurn) auf einer 10 km langen und im Schnitt 6-prozentig ansteigenden Strasse verbindet. Die Passhöhe liegt auf 691 m ü. M.

Über den Pass führt die Hauptstrasse 2 von Luzern und Olten nach Basel. Etwa in der Hälfte führt die Strasse durch Läufelfingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Es gibt Hinweise, dass dieser Weg schon von den Römern benutzt wurde. Wenn man von Trimbach herkommt, ist auf halbem Weg ein Felsdurchschlag bei der Chäppeliflue auf Gebiet der Gemeinde Hauenstein-Ifenthal zu finden. Beim Durchschlag wurden 1993 drei verschiedene Karrengeleise aus römischer Zeit entdeckt. Weiter wurden unterhalb dieser Stelle römische Münzen ausgegraben, bei denen es sich um antike Passopfer handeln könnte. Zudem liegt der Pass in der Nähe der ehemaligen Römerniederlassung Augusta Raurica.

Auch im Mittelalter und bis in die Neuzeit hinein war der Hauenstein als Nord-Süd-Verbindung über den Jura ein wichtiger Handelsweg, der den angrenzenden Kantonen zu erheblichen Einnahmen verhalf. Eine Urkunde von 1206 bezeugt, dass damals mit einem Ablassseil (Hengseil) Karren von der Chäppeliflue zum Lindenrain hinunter abgelassen wurden. Mit der Erschliessung der Schöllenenschlucht im 13. Jahrhundert wurde der Untere Hauenstein zum wichtigen Juraübergang auf der Linie NorditalienGotthardpassLuzernBaselSüddeutschland/Elsass. Im Jahr vor Eröffnung der von 1827 bis 1829 erbauten Passstrasse benutzten 10.000 Fuhrwerke den Saumweg.

Die beiden Eisenbahntunnel (Scheiteltunnel von 1857 und Basistunnel von 1912 bis 1915) der Hauensteinstrecke verlaufen unter dem Unteren Hauenstein. Diese brachten vorerst einen Rückgang des Waren- und Reiseverkehrs, der mit dem Aufkommen des Autoverkehrs - auch nach der Eröffnung der A2 mit dem Belchentunnel 1970 – wieder zunahm.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Unterer Hauenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Historischer Passweg beim Felsdurchschlag Chäppeliflue