Unterföhring
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | München | |
| Höhe: | 508 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,8 km² | |
| Einwohner: |
10.500 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 820 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 85774 | |
| Vorwahl: | 089 | |
| Kfz-Kennzeichen: | M | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 84 147 | |
| LOCODE: | DE UAA | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Münchner Straße 70 85774 Unterföhring |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Franz Schwarz (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Unterföhring im Landkreis München | ||
Unterföhring ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis München und liegt am nordöstlichen Stadtrand Münchens. Unterföhring ist einer der wichtigsten Medienstandorte Deutschlands.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Unterföhring liegt am nordöstlichen Stadtrand von München. Neben der Landeshauptstadt grenzen die Gemeinden Ismaning im Norden und Ascheim an das Gemeindegebiet.
- Gewässer
Die Gemeinde wird im Westen durch die Isar begrenzt. Im Bereich der Gemeinde Unterföhring finden sich außerdem der Poschinger Weiher, der Mittlere-Isar-Kanal und der Feringasee.
Geschichte [Bearbeiten]
Vor der Gründung Münchens um 1158 existierte ein bedeutender Flussübergang über die Isar, die Föhringer Brücke. Unterföhring geht ebenso wie das heute zu München gehörige Oberföhring auf den Ort Föhring (Feringin) zurück, der erstmals im Jahre 807 in einer Urkunde ausgewiesen wurde. Unterföhring wurde erstmals 1180 als selbständiger Ort (inferius Feringin) urkundlich erwähnt. Später war es Bestandteil der zum Hochstift Freising zählenden ehemaligen Grafschaft Ismaning. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Wappen [Bearbeiten]
Der gekrönte Mohr stellt einen Bischof von Freising dar, das blaue Band ist die Isar und die Ziegelsteine illustrieren die Ziegelbrennereien in Unterföhring, wo die Erde tonreich ist und zur Ziegelherstellung abgebaut wurde. Viele Felder in der Umgebung Unterföhrings liegen wegen des ehemaligen Tonabbaus tiefer als die Umgebung.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
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Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister [Bearbeiten]
- 1. Bürgermeister: Franz Schwarz (SPD)
- 2. Bürgermeister: Thomas Weingärtner (SPD)
- 3. Bürgermeister: Rita Koller-Goertz (CSU)
Gemeinderat [Bearbeiten]
In der Wahlperiodes 2008–2014 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:
- SPD: 9 Sitze
- PWU – Parteifreie Wählerschaft Unterföhring: 7 Sitze
- CSU: 3 Sitze
- Die Grünen: 1 Sitz
Partnerschaften [Bearbeiten]
- Unterföhring ist Mitglied der Nordallianz, einem informellen Zusammenschluss von acht Kommunen im Norden Münchens.
- Unterföhring unterhält seit dem 26. März 1993 eine Gemeindepartnerschaft mit dem thüringischen Ort Kamsdorf und hat am 1. Juni 2008 eine Gemeindepartnerschaft mit der friaulischen Gemeinde Tarcento begonnen.
Wirtschaft [Bearbeiten]
Unterföhring ist einer der wichtigsten Medienstandorte Deutschlands. Bereits in den 1950er Jahren erfolgte die Ansiedlung der RIVA Lichttechnische Betriebe. 1962 übernahmen der Bayerische Rundfunk (BR) und das ZDF die RIVA-Studios. 1972 folgte die Taurus-Film, die spätere Kirch-Gruppe. Seit 2000 findet sich hier auch der Sitz der ProSiebenSat.1 Media AG. Eine der größten unabhängigen Filmproduktionsgesellschaften in Deutschland, die neue deutsche Filmgesellschaft, hat hier ihren Hauptsitz. Daneben hat der Sender 1-2-3.tv seinen Firmensitz in Unterföhring, des Weiteren sind Firmen wie Paramount Pictures Germany, Sky Deutschland AG (ehemals Premiere AG), SES Astra Deutschland und Kabel Deutschland, Europas größter Kabelnetzbetreiber, vertreten. Die zweite Filmausbildungsstätte Bayerns neben der HFF München hat in Unterföhring seit mehreren Jahren ihren Platz: die BAF (Bayerische Akademie für Fernsehen) bildet pro Jahr etwa 60 Medienschaffende aus im Bereich Kamera, Schnitt und Fernseh-Journalismus. Zudem werden hier Spezialisten im digitalen Trickfilmbereich (VFX) herangebildet.
Neben Medienunternehmen sind aber auch namhafte Versicherungsunternehmen im Gewerbegebiet Unterföhring östlich der Flughafen-Bahnlinie angesiedelt. Größter Arbeitgeber ist die Allianz SE mit rund 6000 Mitarbeitern, unter anderem durch ihren IT-Dienstleister ASIC Allianz Shared Infrastructure Services GmbH mit einem Großrechenzentrum und weiteren Gesellschaften des Allianz-Konzerns. In unmittelbarer Nachbarschaft hat die Swiss Re, die weltweit zweitgrößte Rückversicherung, seit Dezember 2001 ebenfalls einen Standort mit ca. 580 Mitarbeitern.
Auf Unterföhringer Gemarkung unmittelbar an der Grenze zu München betreiben die Stadtwerke München das Heizkraftwerk Nord, in dem Steinkohle und Restmüll verfeuert werden.
Dank der vielen Unternehmen ist die Gemeinde schuldenfrei und hat sogar Rücklagen von 232 Millionen Euro gebildet[2], was etwa 30.000 Euro/Einwohner entspricht.
Verkehr [Bearbeiten]
- Wichtige Straßen
- Die Staatsstraße 2088 „Föhringer Ring“ quert das Gemeindegebiet im Südwesten und verbindet Unterföhring mit den Münchner Stadtbezirken Bogenhausen und Schwabing-Freimann sowie mit der Bundesautobahn 9, dem Mittleren Ring und der Bundesstraße 11.
- Die Kreisstraße M3 schafft die Verbindung zur Bundesstraße 471, zum Autobahnring und nach Aschheim.
- Schienenverkehr
- S-Bahnlinie 8 Herrsching – M-Pasing – M-Hauptbahnhof – M-Ostbahnhof – Unterföhring – Flughafen München (Bahnstrecke München Ost–München Flughafen)
- Metrobuslinie
- Linie 50 Moosach S – Petuelring – U-Bahnhof Studentenstadt – Unterföhring Feringastraße – Johanneskirchen S-Bahnhof
- Regionalbuslinien
- Linie 188 Unterföhring – Oberföhring (München) – U-Bahnhof Richard-Strauss-Straße – Denning – Daglfing S-Bahnhof
- Linie 231 Studentenstadt – Unterföhring – Ismaning S-Bahnhof
- Linie 232 Ortsbus Unterföhring: Fichtenstraße – S-Bahnhof – Endhaltestelle St. Emmeram der Münchner Trambahnlinie 16 (– Feringastraße Ost bis ca. 21 Uhr)
- Linie 233 Unterföhring S-Bahnhof – Gewerbegebiet Unterföhring Park („up“) – Apianstraße (Büropark Süd) – Studentenstadt
Sehenswertes [Bearbeiten]
Seit dem 3. Juni 2008 ziert den Kreisel vor dem S-Bahnhof ein Kunstobjekt der Künstlerin Melanie Stiehl. Sie hat sich im – von der Gemeinde ausgeschriebenen und mit 100.000 Euro dotierten – Wettbewerb ,,Kunst und Bauen S-Bahn Unterföhring" gegen mehrere Mitbewerber durchgesetzt.
Die katholische Pfarrkirche St. Valentin ist ein denkmalgeschützter Barockbau, der in Oberbayern als beispielhaft gelten kann. Mehrere Renovierungen (zuletzt in den 1980er Jahren unter dem Pfarrherrn Johannes Erzgräber) haben das barocke Kleinod wieder in einen sehenswerten Zustand versetzt. Die vorhandene elektronische Orgel wird derzeit, nach einer weiteren Sanierung der Orgelempore und einer Erneuerung der elektrischen Leitungen, durch eine angemessene Pfeifenorgel ersetzt und schließt damit die Restaurierung von St. Valentin ab.
Das Heimatmuseum "Feringer Sach" zeigt neben der ortsgeschichtlichen Entwicklung von Unterföhring immer wechselnde Ausstellungen zu verschiedenen Themen.
Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Unterföhring
Quellen [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.merkur-online.de/regionen/mnord/Unterfoehring-Ruecklagen-rekordverdaechtig;art8861,819787
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Webseite der Gemeinde Unterföhring
- Unterföhring: Wappengeschichte vom HdBG
- Unterföhring: Amtliche Statistik des LStDV
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