Unterleinleiter

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Unterleinleiter
Unterleinleiter
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Unterleinleiter hervorgehoben
49.81666666666711.183055555556319Koordinaten: 49° 49′ N, 11° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Forchheim
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Ebermannstadt
Höhe: 319 m ü. NHN
Fläche: 12,48 km²
Einwohner: 1240 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 99 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91364
Vorwahl: 09194
Kfz-Kennzeichen: FO, EBS, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 74 168
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 8
91364 Unterleinleiter
Webpräsenz: www.unterleinleiter.de
Bürgermeister: Gerhard Riediger (NWG)
Lage der Gemeinde Unterleinleiter im Landkreis Forchheim
Landkreis Nürnberger Land Erlangen Landkreis Bamberg Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Bayreuth Bamberg Landkreis Bamberg Wiesenttal Igensdorf Hiltpoltstein Gräfenberg Hallerndorf Forchheim Hausen (bei Forchheim) Heroldsbach Eggolsheim Weißenohe Wiesenthau Weilersbach (Oberfranken) Unterleinleiter Pretzfeld Poxdorf (Oberfranken) Pinzberg Obertrubach Neunkirchen am Brand Leutenbach (Oberfranken) Langensendelbach Kunreuth Kleinsendelbach Kirchehrenbach Hetzles Gößweinstein Effeltrich Ebermannstadt Dormitz IgensdorfKarte
Über dieses Bild

Unterleinleiter ist eine Gemeinde im Landkreis Forchheim (Regierungsbezirk Oberfranken) und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ebermannstadt.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der westlichen Fränkischen Schweiz.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Unterleinleiter hat zwei Ortsteile,[2] Unterleinleiter und Dürrbrunn.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Heiligenstadt in Oberfranken, Wiesenttal, Ebermannstadt, Eggolsheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Unterleinleiter war Sitz eines Ritterguts. Die Herren Motschiedler von Gerau wurden 1372 als erste Besitzer von „Leyreuther“ genannt. Im 16. Jahrhundert ging der Ort an die Herren von Stübig und an die Ritter von Streitberg über. Im Jahre 1523 fiel das Gut dem Bauernkrieg zum Opfer, wurde aber bald wieder aufgebaut. 1690 ging fast das ganze Dorf erneut in Flammen auf. Um 1700 saßen die Herren von Lüchau auf dem Rittergut. Ab 1757 erwarben es durch Heirat die Freiherren von Seckendorff. Somit lag die Ortschaft auch im Fränkischen Ritterkreis. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Die Rechte der von Seckendorff waren immer durch das Hochstift Bamberg bestritten worden, so dass große Teile des Gemeindegebietes bereits 1803 mit der Säkularisation an Bayern fielen. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. 1952 gaben die Freiherren von Seckendorff ihr Schloss in Unterleinleiter auf. Am 1. April 1971 wurde ein großer Teil der ehemaligen Gemeinde Dürrbrunn eingegliedert. [3]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Unter grünem Wellenschildhaupt in Silber ein schlingenförmig gebogener und außen mit je vier Blättern besetzter roter Lindenzweig, unten belegt mit einem grünen Schild, darin eine silberne Sichel.“

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002 und 2008 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

Freie Wählergemeinschaft Neue Wählergemeinschaft Demokratische Wählervereinigung Gesamt
2008 7 4 1 12 Sitze
Freie Wählergemeinschaft Neue Wählergemeinschaft Demokratische Wählervereinigung Gesamt
2002 7 4 1 12 Sitze

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Am Ortsrand in erhöhter Lage befindet sich Schloss Unterleinleiter in einfachen Barockformen. Die Anlage mitsamt dem Park wurde gründlich restauriert. Im Park, der während künstlerischer Aufführungen zugänglich ist, sind zahlreiche, zumeist moderne Kunstwerke zu besichtigen (u. a. Skulpturen von Harro Frey).

In unmittelbarer Nähe des Schlosses steht die evangelische Kirche.


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111102/221057&attr=OBJ&val=1215
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 451

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Unterleinleiter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Bilder[Bearbeiten]