Untermünkheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Untermünkheim
Untermünkheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Untermünkheim hervorgehoben
49.1533333333339.7347222222222261Koordinaten: 49° 9′ N, 9° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Schwäbisch Hall
Höhe: 261 m ü. NHN
Fläche: 27,14 km²
Einwohner: 2942 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 108 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74547
Vorwahlen: 0791, 07906 (Schönenberg)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SHA, CR
Gemeindeschlüssel: 08 1 27 086
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hohenloher Straße 33
74547 Untermünkheim
Webpräsenz: www.untermuenkheim.de
Bürgermeister: Christoph Maschke
Lage der Gemeinde Untermünkheim im Landkreis Schwäbisch Hall
Bayern Hohenlohekreis Landkreis Heilbronn Main-Tauber-Kreis Neckar-Odenwald-Kreis Ostalbkreis Rems-Murr-Kreis Blaufelden Braunsbach Bühlertann Bühlerzell Bühlerzell Crailsheim Fichtenau Fichtenberg Frankenhardt Gaildorf Gerabronn Ilshofen Ilshofen Kirchberg an der Jagst Kreßberg Langenburg Mainhardt Michelbach an der Bilz Michelfeld Oberrot Obersontheim Rosengarten (Landkreis Schwäbisch Hall) Rot am See Satteldorf Schrozberg Schwäbisch Hall Stimpfach Sulzbach-Laufen Untermünkheim Vellberg Wallhausen (Württemberg) WolpertshausenKarte
Über dieses Bild

Untermünkheim ist eine Gemeinde im Landkreis Schwäbisch Hall im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs.

Geografie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Das namengebende Hauptdorf Untermünkheim liegt etwa fünf Kilometer nördlich von Schwäbisch Hall im tief eingeschnittenen Tal des Kochers am sogenannten Kochereck, wo der Fluss nämlich aus seinem Nordlauf nach Nordosten abknickt. Die aus Hall kommende, nach einer Brücke das Dorf durchlaufende Bundesstraße 19 erklimmt hier in Fortsetzung ihres Nordlaufs über eine steile Steige durch die Seitenklinge des Dobel- und Heiligenbachs die Hohenloher Ebene. Ebenfalls im Kochertal liegen Obermünkheim etwas flussaufwärts am Zulauf des Schmiedbachs, flussabwärts das mit Untermünkheim zusammengewachsene Haagen sowie Enslingen. Der überwiegende Teil des Gemeindegebietes liegt links des Flusstales auf der Hochebene, die größten Orte sind dort Übrigshausen oberhalb der Steige, wo die Kupfer entspringt, Kupfer und Brachbach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Osten an Braunsbach, im Süden an die Kreisstadt Schwäbisch Hall und im Nordwesten an Kupferzell im Hohenlohekreis.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Untermünkheim gehören 15 Dörfer, Weiler und Höfe. Zur ehemaligen Gemeinde Enslingen gehört das Dorf Enslingen und die Weiler Gaisdorf und Schönenberg, sowie die abgegangenen Ortschaften Bernsbach und Diepach. Zur ehemaligen Gemeinde Übrigshausen gehören das Dorf Übrigshausen und die Weiler Brachbach, Kupfer, Leipoldsweiler und Steigenhaus sowie die abgegangene Ortschaft Zittenheimat. Zur Gemeinde Untermünkheim im Gebietsstand vom 31. Dezember 1971 gehören das Dorf Untermünkheim, die Weiler Haagen, Obermünkheim, Suhlburg und Wittighausen und die Höfe Eichelhof und Lindenhof sowie die abgegangene Ortschaft Breitenweidach.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Untermünkheim wurde 1216 als Muncheim erstmals urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert ist im heutigen Teilort Enslingen das Adelsgeschlecht der Herren von Enslingen nachweisbar, das 1534 im Mannesstamm ausstarb.

Im 16. Jahrhundert gehen Burgen, Besitzungen und Güter in Besitz der Reichsstadt Hall über.

Jenseits von Untermünkheim liegt bei der Flussbrücke der Burghügelrest der Wasserburg Untermünkheim, beim Ortsteil Suhlburg der Rest der Suhlburg.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg wurden am 1. Januar 1972 die früher selbständigen Gemeinden Enslingen und Übrigshausen eingemeindet.

Religionen[Bearbeiten]

Evangelisch[Bearbeiten]

  • Kirche St. Kilian in Untermünkheim
  • Evangelische Kirche Enslingen
  • Süddeutscher Gemeinschaftsverband Untermünkheim (Landeskirchliche Gemeinschaft)

Katholisch[Bearbeiten]

  • Katholische Kirchengemeinde St. Joseph

Neuapostolisch[Bearbeiten]

  • Neuapostolische Kirche Enslingen

Politik[Bearbeiten]

Rathaus

Wappen[Bearbeiten]

Ein in zwei abgewendeten Löwenköpfen endigendes goldenes Schiff mit goldenem Mast und einem schräg gelegten goldenen Ruder auf blauem Grund.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist mit zahlreichen Buslinien mit Schwäbisch Hall verbunden und gehört dem Verkehrsverbund KreisVerkehr Schwäbisch Hall an.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Die bekannte Schreinerfamilie Rößler stammt aus Untermünkheim. Johann Heinrich Rößler (1751–1832) begründete dort eine Schreinerwerkstatt, die der Sohn Johann Michael Rößler (1791–1849) ab 1818 fortführte. Die beiden weiteren in Untermünkheim geborenen Söhne Johann Georg Rößler (1785–1844) und Johann Friedrich Rößler (1796–1863) gründeten an anderen Orten eigene Werkstätten. Die bemalten Bauernmöbel aus den Rößler-Werkstätten gelten als stiltypisch für Hohenlohe und das Haller Umland.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Untermünkheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 418–421