Untermerzbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Untermerzbach
Untermerzbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Untermerzbach hervorgehoben
50.12944444444410.86264Koordinaten: 50° 8′ N, 10° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Haßberge
Höhe: 264 m ü. NN
Fläche: 27,75 km²
Einwohner:

1706 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96190
Vorwahl: 09533
Kfz-Kennzeichen: HAS
Gemeindeschlüssel: 09 6 74 210
Gemeindegliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 8
96190 Untermerzbach
Webpräsenz: www.untermerzbach.de
Bürgermeister: Helmut Dietz (SPD)
Lage der Gemeinde Untermerzbach im Landkreis Haßberge
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Über dieses Bild

Untermerzbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Haßberge.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Untermerzbach liegt in der Region Main-Rhön.

Gemeindegliederung [Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Untermerzbach hat 13 amtlich benannte Ortsteile (in Klammern Einwohnerzahl) [2]:

Es existieren folgende Gemarkungen: Gereuth, Gleusdorf, Hemmendorf, Memmelsdorf i.UFr., Obermerzbach, Untermerzbach, Wüstenwelsberg, Recheldorf, Buch.

Nachbargemeinden [Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Itzgrund, Rattelsdorf, Rentweinsdorf, Ebern, Pfarrweisach und Seßlach.

Geschichte [Bearbeiten]

Alle Rechte des Hochstifts Bamberg mit der Abtei Langheim, der Freiherren von Greiffenclau und der Grafen von Rotenhan fielen zwischen 1803 und 1806 an Bayern. Im Zuge von Grenzbereinigungen wurde der Ort 1810 dem Großherzogtum Würzburg überlassen und kam 1814/16 endgültig zu Bayern. Im Ortsteil Gereuth befindet sich das gleichnamige ehemals fürstbischöfliche Landschloss, das 1815 im Zuge der Säkularisation in den Besitz der Freiherren Hirsch auf Gereuth gelangte (bis 1859).

Eingemeindungen [Bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurden die ab 1818 selbständigen Orte Gereuth, Obermerzbach und Wüstenwelsberg eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 kamen Gleusdorf, Memmelsdorf in Unterfranken sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Lichtenstein und Recheldorf hinzu.[4]

Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]

  • 1961: 2133[4]
  • 1970: 1960[4]
  • 1987: 1757
  • 2000: 1895
  • 2011: 1706

Politik [Bearbeiten]

Gemeinderat [Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Untermerzbach hat 13 Mitglieder einschließlich des hauptamtlichen Bürgermeisters.

CSU SPD Bürgerblock Engagierte Wähler-Gemeinschaft Gesamt
2008 4 5 3 1 13 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Bürgermeister [Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 1. Mai 2008 Helmut Dietz (SPD) aus Memmelsdorf in Unterfranken. Er setzte sich bei der Wahl mit 62,00 % der Stimmen gegen Edgar Maier (CSU) durch. Vorgänger war Walter Eichhorn (Freie Wähler), der aus Altersgründen nicht mehr antrat. Eichhorn ging am 30. April 2008 nach 56 Dienstjahren im öffentlichen Dienst als vermutlich dienstältester Beamter im Freistaat Bayern in den Ruhestand.

Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Schloss Untermerzbach

Baudenkmäler [Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.736.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 1.161.000 Euro.

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft [Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft acht, im produzierenden Gewerbe 405 und im Bereich Handel und Verkehr 33 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 109 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 591. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe keine Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 55 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1545 Hektar, davon waren 1221 Hektar Ackerfläche und 322 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung [Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 69 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 4 Lehrern und 79 Schülern

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

  • Marcus Nordheim (* 1812 in Memmelsdorf in Unterfranken; † 1899), jüdischer Kaufmann und Stiftungsgründer
  • Bernhard Solger (* 5. Dezember 1849 in Untermerzbach; † 21. Februar 1935 in Neisse), Anatom und Hochschullehrer
  • Ignaz Bing (* 29. Januar 1840 in Memmelsdorf in Unterfranken; † 25. März 1918), jüdischer Kaufmann, Mitbegründer der Spielwarenfabrik Bing-Werke AG, Entdecker der nach ihm benannten Binghöhle bei Streitberg.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111025/164346&attr=OBJ&val=1645
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 453.
  4. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 760 und 761.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Untermerzbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien