Unternehmen Eisenhammer

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Das Unternehmen Eisenhammer war ein im März 1945 geplanter Luftangriff der deutschen Luftwaffe gegen wichtige sowjetische Kraftwerke, um die Rüstungsindustrie zu lähmen.

Vorgesehene Angriffsziele waren zwölf Dampf- und Wasserkraftwerke im Umkreis von Moskau, u.a. bei Tula, Stalinogorsk und Gorki, sowie das Staubecken bei Rybinsk. Der Angriff sollte mit 100 sogenannten Mistelgespannen durchgeführt werden. Hierbei handelte es sich um Junkers Ju 88-Kampfflugzeuge, deren Cockpit durch eine Sprengladung ersetzt und durch ein aufgesetztes Jagdflugzeug vom Typ Fw 190 oder Bf 109 ins Ziel gesteuert wurde.

Eine Mistel-Kombination mit Ju 88 und Fw 190

Als Startplätze waren u.a. Oranienburg, Rostock, Peenemünde und Rechlin vorgesehen. Die Landung sollte im Kurland-Kessel, zu dieser Zeit das östlichste noch deutsch besetzte Gebiet, erfolgen. Das Unternehmen wurde jedoch aufgrund der Kriegslage nicht mehr durchgeführt.

Literatur[Bearbeiten]

  • P.W. Stahl: Geheimgeschwader KG 200. Motorbuch Verlag 1984, ISBN 3-613-01034-8
  • Roger Ford: Die deutschen Geheimwaffen des Zweiten Weltkrieges. Nebel Verlag 2003, ISBN 3-89555-087-6