Unternehmen Michael (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Unternehmen Michael
Originaltitel Unternehmen Michael
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1937
Länge 81 Minuten
Altersfreigabe FSK Vorbehaltsfilm
Stab
Regie Karl Ritter
Drehbuch Karl Ritter
Mathias Wieman
Fred Hildenbrandt
Produktion Karl Ritter
(Universum-Film AG Berlin)
Musik Herbert Windt
Kamera Günther Anders
Schnitt Gottfried Ritter
Besetzung

Unternehmen Michael ist ein 1937 gedrehter deutscher Kriegsfilm mit Propagandatendenz von Karl Ritter nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Hans Fritz von Zwehl. Der Film spielt in der Zeit der Deutschen Frühjahrsoffensiven 1918 an der Westfront im Ersten Weltkrieg. Die Hauptrollen spielen neben Mathias Wieman als Major zur Linden Heinrich George und Willy Birgel. Mathias Wiemann wirkte auch am Drehbuch mit.

Der zur Zeit des Nationalsozialismus gedrehte Film gehört zu den Vorbehaltsfilmen.

Handlung[Bearbeiten]

Das deutsche Heer startet in den letzten Monaten des Ersten Weltkrieges die sogenannten Frühjahrsoffensiven. Die erste ist die Operation Michael, mit der der deutsche Generalstab versuchen will, den fast verlorenen Krieg doch noch zu gewinnen. Um dies zu erreichen, muss die strategisch wichtige Stadt Beaurevoir gehalten werden. Hier aber sind die deutschen Truppen von den Engländern eingekreist. Als der Bataillonskommandant schwer verwundet wird, übernimmt Major zur Linden in aussichtsloser Lage seinen Posten. Schließlich sieht er nur einen Weg, die Engländer zurückzudrängen: Per Brieftaube fordert er, schweres Vernichtungsfeuer auf die eigene Stellung zu lenken.

Produktion[Bearbeiten]

Der Film wurde von der (Universum-Film AG Berlin) unter der Herstellungsleitung von Karl Ritter produziert und von der Afifa Berlin kopiert. Die Aufnahmeleitung lag bei Ludwig Kühr. Die Bauten stammen von Walter Röhrig. Unternehmen Michael wurde am 7. September 1937 uraufgeführt. Der Film wurde ab 1941 mit deutschen Untertiteln aufgrund einer Vereinbarung zwischen der UFA und der japanischen Filmhandelsgesellschaft „Towa“ auch in Japan gezeigt.[1]

Rezeption – Auszeichnung[Bearbeiten]

Karl Ritter schrieb in einem Produktionsbericht: „Ein männlicher Film ohne falschen Zauber“. Der Film-Kurier lobte die „echte Atmosphäre“ und die „unbedingte Wahrheitstreue“.[2] Der Film erhielt von der Filmprüfstelle das Prädikat „staatspolitisch wertvoll“.

Heute erfährt der Film wenig Beachtung. Der Medienwissenschaftler Rainer Rother hält das Konzept des Films und seine Ausführung für „konfus“ und „umstritten“.[3] Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Unternehmen Michael wegen der in ihm enthaltenen nationalsozialistischer Propaganda als Vorbehaltsfilm eingestuft. Seine öffentliche Aufführung ist seitdem nur eingeschränkt möglich. Heute beansprucht die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung die Auswertungsrechte.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Unternehmen Michael bei der Online Filmdatenbank. Abgerufen am 30. August 2013.
  2. Illustrierter Film-Kurier – vom 20. November 1937, Nr. 270, Programmheft zu Unternehmen Michael, hrsg. von den Vereinigten Verlagsgesellschaften Franke & Co., Berlin 1937
  3. Rainer Rother in: Krieg und Militär im Film des 20. Jahrhunderts, Bernhard Chiari, Matthias Rogg, Wolfgang Schmidt (Hrsg), Oldenbourg Verlag, 2003, Seite 353f