Unternehmertum

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Der Begriff Unternehmertum (engl. entrepreneurship, von frz. entrepreneuriat), auch Unternehmergeist, beschäftigt sich als wirtschaftswissenschaftliche Teildisziplin mit dem Gründungsgeschehen oder der Gründung von neuen Organisationen als Reaktion auf identifizierte Möglichkeiten und als Ausdruck spezifischer Gründerpersönlichkeiten, die ein persönliches Kapitalrisiko tragen.

In der modernen Entrepreneurship-Literatur finden sich breitere Definitionsansätze. Entrepreneurship ist mehr als Unternehmensgründung und effiziente Nutzung von Ressourcen. Es schließt kreative Elemente wie die systematische Identifizierung von (Markt-)Chancen, das Finden von neuen (Geschäfts-)Ideen und deren Umsetzung in Form von neuen Geschäftsmodellen ein und ist nicht zwingend mit der Eigentümerfunktion verbunden. D.h. Unternehmertum kann auch innerhalb bestehender Unternehmen von Nicht-Eigentümern praktiziert werden (Intrapreneurship).

Als Start-up bezeichnet man eine frühe und zeitlich begrenzte Entwicklungsphase eines Unternehmens, das beansprucht, ein skalierbares Geschäftsmodell vorzulegen, also zu wachsen.

Der deutsche Begriff Unternehmertum bezeichnet außerdem die Gesamtheit der Unternehmer eines Landes bzw. die soziale Klasse der Unternehmer, wobei die Abgrenzung zum Kleinunternehmertum unscharf verläuft. Doch wird ein Gründer ohne innovative Geschäftsideen, ohne eigene Mitarbeiter und ohne Wachstumspotenzial im Unterschied zum Entrepreneur oft als Existenzgründer bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Für die Begriffe Entrepreneurship oder Unternehmertum gibt es keine allgemein gebräuchliche Definition. In wissenschaftlichen Arbeiten überwiegt die Betrachtung der unternehmerischen Funktion im makroökonomischen Kontext. Allgemein anerkannte Modelle oder einheitliche Theorien existieren nicht. Neben einem heute vorherrschenden prozessorientierten Ansatz des Gründungsmanagements, der sich gut zur Modellierung des Gründungsgeschehens eignet, finden sich persönlichkeitstheoretische, institutionenökonomische, industrieökonomische, organisationsökologische und vielfältige andere Theorieansätze zur Erklärung der Unternehmensgründung und ihrer Erfolgs- oder Scheiternsfaktoren.

Die mikroökonomische Analyse des Phänomens Entrepreneurship reicht zurück bis zu den Arbeiten von Richard Cantillon und Adam Smith im 18. Jahrhundert. Für Smith war der Entrepreneur die zentrale Figur, die Angebot und Nachfrage ausgleicht, für Jean Baptiste Say jemand, der die Produktionsfaktoren kombinierte. Im 19. und bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts – mit der Entwicklung der großen Kapitalgesellschaften – wurde die soziale Rolle des Unternehmers jedoch weitgehend vernachlässigt. Erst in den letzten 30 bis 40 Jahren erfuhr die Beschäftigung mit dem Thema Entrepreneurship eine Renaissance und theoretische Vertiefung.

Unser heutiges Verständnis ist weitgehend geprägt durch die Werke von Ökonomen der österreichischen Schule, vor allem die Arbeit von Joseph Schumpeter, Carl Menger, Ludwig von Mises und Friedrich von Hayek. Für Schumpeter (1934) ist ein Unternehmer eine Person, die bereit und fähig ist, neue Ideen oder Inventionen in erfolgreiche Innovationen umzusetzen. Der Unternehmer ist die Ursache von Veränderungen, die weg vom alten Gleichgewicht führen. Er ist nicht primär Erfinder, sondern Innovator, der neue Ideen aufgreift und durchsetzt, materielle und immaterielle „produktive Kräfte“ kreativ kombiniert[1] und so existierende Strukturen verdrängt, zerstört und neue schafft. Diese „kreative Zerstörung“ alter Strukturen – ein im Wesentlichen diskontinuierlicher Prozess – ist verantwortlich für industrielle Dynamik und langfristiges Wirtschaftswachstum. Da die neuen Kombinationen zunächst neben die alten treten, kann der Unternehmer dabei nur selten die alten, nur langsam frei werdenden Produktionsfaktoren neu kombinieren, d. h. diese werden überflüssig.[2]

Gegenüber Schumpeters Beitrag aus dem 20. Jahrhundert lässt die traditionelle Mikroökonomie in ihrem theoretischen Gerüst wenig Spielraum für Unternehmertum. Sie nimmt stattdessen an, dass die Ressourcen sich gegenseitig durch das Preissystem finden; dem Unternehmer kommt demzufolge keine aktive Rolle zu, er produziert auch kein Ungleichgewicht. Als Arbitrageur kauft er Güter billig ein und verkauft sie mit geringem Risiko zu einem höheren Preis, wobei er Marktungleichgewichte nutzt, aber tendenziell zu ihrem Ausgleich beiträgt.

Im volkswirtschaftlicher Perspektive interessieren – vor allem seit David Birchs provokativem Buch The Job Generation Process[3], in dem er zeigte, dass der „kreative Zerstörungsprozess“ zu einem überdurchschnittlichen Jobwachstum führte – die Gründungsdynamik und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen sowie die daraus resultierenden Wachstums- und Arbeitsmarkteffekte. Hingegen arbeitete die betriebswirtschaftliche Forschung vor allem Unterschiede im Führungs- und Investitionsverhalten zwischen Unternehmern und angestellten Managern, z. B. bei Bewirtschaftung der Ressourcen und im Entscheidungsverhalten sowie die Erfolgs- und Risikofaktoren von Gründungen heraus.

Rollendifferenzierungen: Unternehmer, Entrepreneur, Manager[Bearbeiten]

Seit den Arbeiten Schumpeters werden die Rollen, Kompetenzen und Handlungslogiken des Unternehmers und des Managers zunehmend voneinander getrennt[4], was durch die unterschiedliche Art ihres Involvements bedingt ist.

Heute wird auch die Rolle des Eigentümers deutlicher von der des Entrepreneurs unterschieden. Letzterer Begriff bezeichnet meist den persönlich Risiko tragenden innovativen Unternehmensgründer, der nicht zwingend mit umfassenden eigenen Kapitalressourcen ausgestattet sein muss. Hingegen ist der Begriff des Unternehmertums eher mit der Vorstellung der Verfügung über weitreichende Ressourcen konnotiert.

Diese zunehmenden Begriffsdifferenzierungen sind auch eine Folge der seit den 1980er und 1990er Jahren gesunkenen Markteintrittsschwelle für Neugründungen, die durch das Flexibilisierungs- und Miniaturisierungspotenzial der Mikroelektronik, die Abspaltung von unternehmensbezogenen Dienstleistungen und wachsende Outsourcingmöglichkeiten bedingt ist. Infolge dieser Entwicklung kann der Entrepreneur auch bei geringem Eigenkapital immer mehr auf dem Markt vorhandene Ressourcen und Leistungsangebote kreativ nutzen und kombinieren und seine Fixkosten senken.[5]

Während in ressourcenbasierten Ökonomien die Rolle des Unternehmers infolge genereller Knappheit an Gütern oft auf die des Arbitrageurs beschränkt ist und in produktivitätsorientierten Ökonomien das Schumpetersche Modell des Unternehmers zum Tragen kommt, spielen in wissensbasierten Ökonomien die kreativen Ideen bei der Rekombination von Gegebenheiten ein wichtige Rolle. In allen Formen des Wirtschaftens gibt es jedoch auch Formen des Unternehmertums, die sich auf die Nutzung von Gratisressourcen in Nischen konzentrieren.

Varianten des Unternehmertums[Bearbeiten]

Für Frank H. Knight (1967) und Peter Drucker (1970) bedeutet Unternehmertum, Risiken zu übernehmen. Das Verhalten des Unternehmers reflektiert eine Person, die bereit ist, für ihre Idee Karriere und finanzielle Absicherung aufs Spiel zu setzen und ein Risiko einzugehen; viel Zeit und Kapital für bzw. in die Idee zu investieren. Nach Knight schafft der Unternehmer primär aber auch Unsicherheit für andere. Diese Sicht auf das Unternehmen tritt seit etwa 2000 wieder in den Vordergrund.

Eine andere Sichtweise von Entrepreneurship ist die Betrachtung des Prozesses vom Entdecken, Evaluieren und Ausnutzen von Möglichkeiten, die sich dann in Form von Unternehmensgründungen vergegenständlichen. Israel M. Kirzner (1973) betont, dass der Entrepreneur im Extremfall keinerlei eigenen Ressourcen mitbringen, sondern nur brachliegende Gratisressourcen entdecken muss (Beispiel: Vermietung der Dachterrasse eines Hochhauses als Aussichtsplattform). Der Schlüsselbegriff in diesem Zusammenhang ist alertness (Findigkeit, Aufmerksamkeit), also eine kognitive Fähigkeit, der eine zentrale Rolle für die Aufdeckung von Chancen zukommt. Anders als der schumpetersche Entrepreneur trägt der kirznersche Entrepreneur zum wirtschaftlichen Gleichgewicht bei, indem er un- oder unterbeschäftigte Produktionsfaktoren einsetzt. Ähnlich argumentiert Günter Faltin, für den die Haupttätigkeit des Unternehmers in der Komposition von marktverfügbaren Ressourcen besteht.

Opportunity detection oder opportunity recognition ist damit ebenso eine unternehmerische Kernkompetenz wie die Fähigkeit, aus am Markt vorhandenen Bausteinen und verfügbaren Leistungen ohne große eigene Ressourcenbindung komplexe Geschäftsmodelle und Innovationen zu komponieren.[6] Das Internet spielt dabei eine große Rolle. Doch bleibt der Prozess der kreativen Ressourcenkombination, der zu innovativen Problemlösungen und damit zu Gründung und Wachstum neuer Unternehmen führt, weitgehend ein Black-Box-Mechanismus, der durch qualitative Studien erst allmählich erhellt wird.[7]

Innovationen, die auf diesem Wege zustande kommen, sind anders als die Schumpeterschen Innovationen nicht notwendig destruktiv; sie fördern das Gleichgewicht auf dem Markt, weil sie brachliegende oder unterbeschäftigte Produktionsfaktoren in den Wirtschaftskreislauf einbeziehen. In den letzten Jahren tritt unter dem Einfluss der Internetökonomie, die die Einbindung externer Ressourcen gestattet und daher dazu beiträgt, Fixkosten zusenken, die Geschäftsmodellinnovation in den Vordergrund, während die Bedeutung von Produkt- und Prozessinnovation im Gründungsgeschehen zurückgehen.

A. Shapero und L. Sokol befassen sich im Konzept des sog. Event-based Entrepreneurship mit den lebensverändernden Ereignissen und Einschnitten, die – wenn eine positive Bewertung einer Selbstständigkeit und ihrer Machbarkeit sowie eine persönliche hohe Handlungsbereitschaft hinzukommen – Unternehmensgründungen induzieren.[8] Shapero weist außerdem auf den großen Einfluss des kulturellen Umfeldes auf die Gründungsbereitschaft hin.[9]

Entrepreneurship-Forschung[Bearbeiten]

Die Entrepreneurship-Forschung wurde seit Beginn der 1980er Jahre erheblich intensiviert. Indikatoren sind eine Vielzahl von Publikationen zu Entrepreneurship-Themen wie auch eine stetig steigende Anzahl von Entrepreneurshiplehrstühlen und -professuren an Universitäten und Fachhochschulen, die sich der Entrepreneurship-Forschung und Gründerausbildung widmen. Entrepreneurship wird zum wichtigen theoretischen Forschungsgegenstand, nachdem erkannt wurde, dass die Theorie des Unternehmens seit ihren ersten Ansätzen ím 18. Jahrhundert eng mit dem Konzept des Entrepreneurship verbunden war und ihren Ausgangspunkt in der Person des Entrepreneurs, seinen synthetisierenden Fähigkeiten und individuellen Ressourcen (z. B. besondere Geschicklichkeit, Urteilsfähigkeit, Informationsvorsprünge) hatte, bis dieser Zusammenhang sich im 19. Jahrhundert im Zuge der Entstehung der Kapitalgesellschaften auflöste. Theoretisches Ziel der Entrepreneurship-Forschung ist heute oft die Wiederherstellung dieses Zusammenhangs – z. B. auf Basis eines transaktionskosten- und ressourcentbasieren Ansatzes wie bei Mark Casson, der die Ansätze von Schumpeter, Hayek und Knight zu integrieren versucht -, praktisches Ziel die Intensivierung, qualitative Verbesserung und Unterstützung des Gründungsgeschehens in verschiedenen Kontexten (Wirtschaftsförderung, Arbeitsmarktpolitik, Innovationspolitik usw.).

In neuerer Zeit erfährt die Entrepreneurship-Forschung zudem eine Segmentierung in verschiedene Teildisziplinen. Hierbei lassen u. a. Social und Sustainable Entrepreneurship (soziales bzw. nachhaltiges Unternehmertum), Corporate Entrepreneurship (unternehmerisches Verhalten der Gesamtorganisation), Intrapreneurship (unternehmerisches Verhalten in etablierten Organisationen), E-Entrepreneurship (Gründung, Finanzierung und Entwicklung junger Unternehmen in der Net Economy), Minority (oder Ethnical) Entrepreneurship (Gründungsverhalten ethnischer Minderheiten), Regional Entrepreneurship (Gründungsstudien mit regionalem Bezug) und Gender Entrepreneurship (Entrepreneurship-Studien mit Geschlechterbezug) nennen.

So befassten sich bis zum Anfang der 1980er Jahre Studien zum Unternehmertum fast ausschließlich mit dem männlichen Unternehmer; über Unternehmerinnen war bis dahin wenig bekannt.[10] In den 1990ern nahm Wirtschaftsstatistiken zufolge der Umfang weiblichen Unternehmertums in den meisten entwickelten Staaten deutlich zu.[11]

Pinchot (1985) prägte den Begriff Intrapreneurship, um unternehmerische Aktivitäten innerhalb einer Organisation zu beschreiben. Corporate Entrepreneurship meint die Förderung von (Aus-)Gründungen und entrepreneurialen Verhaltensweisen des Managements und der Mitarbeiter durch etablierte Unternehmen, um sich auch auf innovativen Feldern behaupten zu können.

Das 1999 gegründete Global Entrepreneurship Monitor Consortium berichtet jährlich über die Entwicklung des Entrepreneurship in ausgewählten Ländern (2010: 59 Länder).[12]

Unternehmerisches Handeln[Bearbeiten]

Das unternehmerische Handeln besteht aus Sicht der meisten Theoretiker aus folgenden vier Komponenten, die freilich unterschiedlich gewichtet werden:

  • Entdecken von Chancen: Ein Unternehmer muss in der Lage sein, systematische Geschäftsideen zu generieren, zu bewerten und auszuwählen, sowie persönliche Chancen wahrzunehmen und umzusetzen
  • Durchsetzen von Innovationen: Neue Geschäftsideen müssen entwickelt, in Modelle und Prototypen umgesetzt und schließlich vermarktet werden. Dies gilt auch für Prozesse, Dienstleistungen und in jüngster Zeit – vor allem mit der Verbreitung der Internetökonomie – auch für komplette Geschäftsmodelle.
  • Erschließung und Nutzung von Ressourcen: Der Unternehmer muss fähig sein, für ihn wichtige Ressourcen zu identifizieren, zu erschließen, zu kombinieren und für sich zu nutzen. Dabei kann er sich zunehmend auf bereits vorhandene Ressourcen stützen, auf die fallweise zurückgegriffen werden kann.
  • Tragen von Risiken: Der Unternehmer muss bereit sein, die Risiken für sein unternehmerisches Handeln abzuschätzen und ggf. zu übernehmen.

Dazu gehört weiterhin, ein bestehendes Unternehmen am Leben zu erhalten, auf Krisen, Veränderungen – z. B. auch aufgrund der eigenen Innovationen – und Konkurrenten zu reagieren, das Umfeld zu beobachten, fremde Geschäftsideen, -modelle und -prozesse zu beurteilen, diese u.U. in angepasster Form zu übernehmen. Selbstverständlich bedeutet unternehmerisches Handeln auch, möglichst frühzeitig eigene Fehlentwicklungen zu erkennen und zu korrigieren oder zu beenden.

Gefordert wird heute, dass das Tragen von Verantwortung und das Bemühen um Nachhaltigkeit Bestandteile unternehmerischen Handelns sein sollen, sowohl der Gesellschaft gegenüber (im Hinblick auf Umwelt, gesetzliche Anforderungen, Nebenwirkungen auf das soziale und wirtschaftliche Umfeld) als auch gegenüber den Mitarbeitern. Persönlichkeiten, die Unternehmertum in diesem Sinne repräsentieren, sind in der Lage, Unternehmen im dreifachen Sinne nachhaltig aufzubauen: ökonomisch, ökologisch, sozial.

Diese und andere in der Literatur konstatierte Handlungskompetenzen treffen selten in einer Person optimal aufeinander. In verschiedenen Phasen des Innovationsprozesses bzw. des Unternehmenslebenszyklus kommen daher oft ganz unterschiedliche Kompetenzen zum Tragen. Hohe Risikobereitschaft z. B. ist gründungsförderlich, geringe bis mittlere sichert eher den Erhalt des Unternehmens über einen längeren Zeitablauf. Zunehmend rücken daher Teamgründungen in den Vordergrund der Analyse. Auch kann eine zu starke Betonung der betriebswirtschaftlichen Routine effizienter Ressourcenbewirtschaftung kreativitäts- und innovationshemmend wirken und den Blick auf Marktchancen versperren.[13] Demgegenüber wird betont, dass unternehmerische Kreativität zumindest teilweise erlernbar sei.

Persönlichkeitsmerkmale und Einstellungen von Unternehmern[Bearbeiten]

Als Voraussetzung für erfolgreiches Unternehmertum werden auch spezifische Persönlichkeitsmerkmale, Verhaltensweisen und Einstellungen angesehen. In der Literatur erwähnt werden u. a. (vgl. Fallgatter 2007)

  • Leistungsmotivation: Der Unternehmer hat eine Vision, die ihn begeistert. Die Vision ist die treibende Kraft für ein Unternehmen und der Unternehmer muss bereit sein, Aufgaben anzugehen und den Wunsch haben, eigene Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Hohe Leistungsmotivation ist eine notwendige Eigenschaft unternehmerischen Handelns (so vor allem David McClelland).
  • Eigeninitiative und Unabhängigkeitsstreben: Der Unternehmer muss mit Ausdauer und Entschlossenheit Strategien entwickeln, um seine Vision selbst zu verwirklichen. Er strebt nach Selbstständigkeit sowie Unabhängigkeit und vertraut in die eigenen Fähigkeiten.
  • Realismus und Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Der Unternehmer muss seine Grenzen genau kennen und in der Lage sein, mögliche Partner zu identifizieren oder gar aufzubauen. Insbesondere sollte er sein Umfeld genau kennen, um redundante Entwicklungen zu vermeiden.
  • Kreativität: Ein Unternehmer sollte ein schöpferisch denkender und entscheidungsfreudiger Mensch sein, der assoziativ in seinen Vorstellungen und lebhaft in seiner Phantasie ist.
  • Durchhaltevermögen: Eine hohe Kreativität kann dazu führen, dass notwendige Routinen nicht durchgehalten und Strategien zu oft geändert oder zu früh abgebrochen werden, ehe sich ihr Erfolg oder Misserfolg eindeutig abzeichnet.[14]
  • Risikobereitschaft: Unternehmerische Aufgaben bieten Chancen und Risiken. Der Unternehmer muss diese abwägen und ein abschätzbares Risiko eingehen. Er bewertet Kosten, Markt- und Kundenbedürfnisse. Der Unternehmer trägt die Verantwortung, um seine Idee zum Erfolg zu führen.
  • Emotionale Stabilität, Durchsetzungsfähigkeit, Einfühlungsvermögen: Ein Unternehmer muss fähig sein, Misserfolge schnell zu verarbeiten und in kritischen Situationen einen klaren Kopf zu behalten. Ebenfalls muss er kooperativ sein und Einfühlungsvermögen haben, um sich in z. B. Teammitglieder, Investoren oder Kunden hineinversetzen zu können und in Zusammenarbeit mit ihnen etwas zu erreichen.
  • Problemlösungsfähigkeit: Viele Aufgaben des Unternehmertums sind keine Routine-Aufgaben. Ein Unternehmer muss in der Lage sein in unbekanntem Feld zu operieren und Wege finden, um handlungsfähig zu bleiben.
  • Ambiguitätstoleranz, Fähigkeit zum Umgang mit Unsicherheit: Der Unternehmer muss mit großer informationeller, selbst mit nicht mehr statistisch zu fassender Unsicherheit (sog. Knight'scher Unsicherheit) und unscharf definierten Situationen umgehen können (so zuerst H. P. Knight 1921, Peter Drucker 1970).[15]
  • Unternehmerische Selbstwirksamkeitserwartung: die Erwartung, dass man durch sein eigenes Handeln entscheidenden Einfluss auf das Gelingen seiner Vorhaben – in diesem Fall des Gründungsvorhabens – hat und dabei nicht von Dritten abhängig ist.

Allerdings sind diese Kernkräfte der erfolgreichen Unternehmensgründung selten in einer Person gebündelt. Außerdem sind Haltungen und Fähigkeiten, welche eine Unternehmensgründung begünstigen, nicht immer dieselben, die deren Nachhaltigkeit sichern. Das gilt z. B. für hohe Risikobereitschaft, die zwar die Gründungsbereitschaft erhöht, aber den langfristigen Erfolg nicht unbedingt unterstützt. Die verschiedenen Haltungen und Fähigkeiten sind also in verschiedenen Phasen des Unternehmenslebenszyklus in unterschiedlicher Weise gefordert oder auch hinderlich.

Unternehmerische Milieus[Bearbeiten]

Die Versuche, spezifische Milieus zu identifizieren, aus denen sich das Unternehmertum speist, führen zu keinen einheitlichen Ergebnissen. Ein solches Milieu (in der angelsächsischen Literatur oft als Entrepreneurial Ecosystem bezeichnet) besteht aus Faktoren („Ressourcen“) in der Umwelt des Unternehmers, die seine Gründungsentscheidung, seine unternehmerischen Aktivitäten und seinen Erfolg begünstigen oder deren Fehlen diese behindern. Zu diesen Ressourcen zählen unterstützende Personen (z.B. Investoren), Organisationen (Hochschulen, Technologieparks), Institutionen (Recht) und kulturelle Rahmenbedingungen („weiche“ Faktoren: Vorurteile, generelle Risikobereitschaft usw.). Solche Milieus oder Ökosysteme müssen nicht räumlich fixiert sein. So stellt das Milieu der App-Entwickler ebenfalls ein unternehmerisches Ökosystem dar.

Für die USA beschreibt Saxenian mit dem Silicon Valley und der Route 128 um Cambridge und Boston zwei sehr verschiedene Milieus als gründungsförderlich. Das eine, extrem egalitäre sei durch eine Anhäufung von risikobereiten jungen Unternehmen in Garagenbetrieben, durch attraktive Vorbilder mit besonderem Lifestyle und hohe Informalität der Kooperation gekennzeichnet, das zweite durch eine akademische, eher konservativ-hierarchische, staatlich geförderte Gründer- und Forscherkultur mit einer immerhin mehr als 150-jährigen Tradition.[16] Das Ostküstenmodell mit seiner geringeren Interaktionsdichte und seinem weniger anregenden Lifestyle hat freilich nicht so attraktive unternehmerische Rollenmodelle geprägt, wie dies an der US-amerikanischen Westküste der Fall war.

Dan Senor und Paul Singer beschreiben die Grundlagen des israelischen „Wirtschaftswunders“ seit der zweiten Hälfte der 1990er Jahre als Folge einer spezifischen Mischung aus guter Ausbildung, Kultur, staatlicher Technologieförderung, neoliberaler Deregulierungspolitik und erzwungener Isolation bzw. Druck der Umwelt. Auch die natürliche Ressourcenarmut, den Militärdienst und die jüdisch-russische Einwanderung rechnen sie zu den gründungsförderlichen Faktoren.[17] Angesichts der großen Bedeutung von staatlicher Förderung und Kapitalimporten und der bisher noch relativ kurzen Erfolgsgeschichte ist noch nicht klar, ob man hier schon von einem dauerhaften entrepreneurialen Milieu sprechen kann. Ähnliches mag für die neuen Gründer„kulturen“ in Irland, Dubai, Singapur, Malaysia und weiteren Staaten gelten.

Die Tatsache, dass Faktoren wie starke Bildungsorientierung, Militarisierung der Gesellschaft, Egalitarismus oder hohe Einkommensdifferenzen, Abschottung oder Vernetzung, Ressourcenarmut oder -vielfalt einmal als gründungsförderliche, dann wieder als gründungshemmende Milieufaktoren beschrieben werden, zeigt erstens, wie heterogen die Ursprünge des Unternehmertums sind und zweitens, dass die Milieuforschung teilweise noch nicht über das Anekdotische hinausgekommen ist. Jedenfalls scheint es schwierig zu sein, einfache „Lehren“ oder gar übertragbare Rezepte aus den Resultaten der Erforschung unternehmerischer Milieus zu destillieren.

Verwandt mit dem Begriff des unternehmerischen Milieus ist der des kreativen Milieus, der durch die sog. GREMI-Gruppe („Groupe de Recherche Européen sur les Milieux Innovateurs“) geprägt wurde (siehe Kreativität).

Besondere Formen des Unternehmertums[Bearbeiten]

Besondere Formen des Unternehmertums sind:

Youth Entrepreneurship[Bearbeiten]

Als Youth Entrepreneurship wird die Förderung von Gründungsideen und unternehmerischen Aktivitäten von jungen Menschen (meist definiert durch die Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren) im Rahmen von Schulen, Ausbildungseinrichtungen, Hochschulen, Übungsfirmen oder in von ihnen betriebenen realen Unternehmen bezeichnet. In spielerischer Form kann diese Ausbildung manchmal schon ab dem Vorschulalter einsetzen (so z. B. in einigen Schwellenländern). Zunehmend spielt Youth Entrepreurship auch eine Rolle im Rahmen von Empowerment-Strategien benachteiligter Jugendlicher oder Stadtviertel.[19] Es gibt in den USA Hinweise darauf, dass die freie Wahl von Schulen und Schulformen die Entwicklung entrepreneurialer Aktivitäten fördert.[20]

In den EU-Staaten sind entsprechende Aktivitäten noch relativ gering entwickelt. Sie zeichnen sich selten durch besondere Nachhaltigkeit aus. Das regionenübergreifende Projekt YES (Youth Entrepreneurship Strategies) unter Führung des Östergötland County Administrative Board[21] versucht vereinheitlichenden Einfluss auf die Schulcurricula in acht Ländern zu nehmen. Weitere Schulungs- und curriculare Standardisierungsaktivitäten werden von der Zertifizierungsbranche gefördert. In Österreich wird auf Initiative der Wirtschaftskammer ein Unternehmerführerschein (Entrepreneur’s Skills Certificate) als freiwillige Zusatzqualifikation ab der achten Schulstufe in Verbindung mit Lehrerseminaren angeboten. Das Modell wurde 2006 von der Europäischen Kommission und 2011 vom Dachverband der Europäischen Wirtschaftskammern Eurochambres als Best-Practice-Beispiel für Entrepreneurship Education anerkannt und wurde in einige europäische und afrikanische Länder übertragen. Im Schuljahr 2011/12 boten mehr als 200 österreichische Schulen den Unternehmerführerschein an; fast 29.000 Schüler beteiligten sich bisher an den Prüfungen.[22]

Nach der Krise 2009/10 wurde in vielen Ländern erkannt, dass die Gründungschancen von jungen Menschen sich verschlechtert haben und dass ihre Motivation sinkt. Diese Zielgruppe rückt daher in den Mittelpunkt politischer Bestrebungen.

Nascent Entrepreneurs[Bearbeiten]

Nascent Entrepreneurs haben erste Schritte (z. B. Kreditbeantragung) zur Umsetzung der Gründungsidee unternommen. Im Unterschied zum Gründer befinden sich Nascent-Entrepreneurs im Gründungsprozess. Die Gründung gilt als abgeschlossen, sobald Nascent-Entrepreneurs länger als drei Monate einen positiven Cashflow erzielen und/oder sich ein Gehalt bezahlen. Der Begriff wurde vom Entrepreneurial Research Consortium (ERC) geprägt, das in den USA ab 1998 die Panel Study of Entrepreneurial Dynamics (PSED) initiierte.[23]

Multiunternehmer[Bearbeiten]

Hierzu gehören sowohl Serial Entrepreneurs, die nacheinander an verschiedenen Gründungsprojekten arbeiten, als auch Parallel Entrepreneurs, die mehrere Gründungsprojekte gleichzeitig betreiben. Betreibt eine Person Mehrfachgründungen über einen längeren Zeitraum, spricht man auch von Habitual Entrepreneurship.

„Unproduktives“, „destruktives“, „parasitäres“ Unternehmertum[Bearbeiten]

Von unproduktivem Unternehmertum spricht man, wenn Unternehmer dauerhaft weniger Einkommen erwirtschaften als sie an öffentlichen Ressourcen oder freien Gütern verbrauchen bzw. an Subventionen erhalten, von destruktivem oder parasitärem Unternehmertum, wenn sie negative externe Effekte in großem Umfang erzeugen, ohne dass es dafür eine besondere gesellschaftliche Rechtfertigung gibt. Hierdurch wird zwar das gesellschaftliche Gesamteinkommen oft kurzfristig erhöht, doch eine betriebs- und/oder volkswirtschaftliche Nachhaltigkeit ist nicht gegeben.[24]

Die Unterscheidung zwischen unproduktivem und destruktivem Unternehmertum ist empirisch oft schwierig. Beispiele sind instabile Notgründungen mit Hilfe des Arbeitslosengeldes II oder der exzessive Verbrauch von freien Gütern wie Wasser oder von subventionierten öffentlichen Dienstleistungen bei der Herstellung oder Distribution von Waren.

Eindeutig destruktiv sind die Schädigung von Konsumenten und anderen Auftraggebern durch Ausnutzung von Sucht, Abhängigkeit oder Unwissenheit durch Drogenhandel, Glücksspiel, nicht revidierbare Vertragsabschlüsse im Internet oder Inverkehrbringung gesundheitsschädlicher Produkte, durch Ausnutzung von Notsituationen zwecks Arbitrage ohne jedes Risiko bzw. durch ungerechtfertigte Monopole oder Korruption.

In gewissem Sinne anfällig für parasitäres Unternehmertum ist der stets nach Gratisressourcen suchende Kirznersche Unternehmer. Das Vielfache dessen, was z. B. ein Flaschensammler an zusätzlichem Einkommen kreiert, kann von einem Schrotthändler, der sich auf die Verwertung weniger Stoffe konzentriert und die Reststoffe ungeregelt entsorgt, vernichtet werden.

Der Begriff enthält nicht unbedingt eine moralische Wertung. Er soll vielmehr deutlich machen, dass sich Art und/oder Umfang von Existenzgründungen über einen freilich nicht exakt zu bestimmenden wohlfahrtstheoretischen Optimalpunkt hinaus negativ auf die Nachhaltigkeit und mindernd auf das Volkseinkommen auswirken können.[25]

Internationaler Vergleich[Bearbeiten]

Eine wichtige Quelle zu Unternehmensgründungen und Unternehmerausbildung im internationalen Vergleich ist der jährlich erscheinende Global Entrepreneurship Monitor (GEM) des 1999 gegründeten GEM-Consortiums. 2009 wurde eine Studie in 43 Ländern über 100.000 Interviews durchgeführt. In Deutschland wurden fast 5.000 Personen befragt, ob sie gerade dabei sind, ein Unternehmen zu gründen oder in jüngerer Zeit gegründet haben. Dabei zeigte sich wie auch bei früheren Studien, dass die Zahl der Existenzgründer in Deutschland im internationalen Vergleich sehr niedrig ist. Nur 1,4 Prozent der 18- bis 64-Jährigen sind gerade im Begriff, ein Unternehmen zu gründen. Damit belegt Deutschland innerhalb von 20 vergleichbar hoch entwickelten Ländern (unter den sog. „innovationsbasierten Ökonomien“) den 15. Platz. Schlusslichter in dieser Gruppe sind Japan und Belgien. Vordere Plätze belegen hingegen die Vereinigten Arabischen Emirate, Island und u. a. die USA. Von Experten werden die für Gründung erforderlichen, aber auch die schulische Gründerausbildung besonders niedrig eingeschätzt.[26]

International vergleichende Forschung und wissenschaftlicher Austausch über Fragen des Entrepreneurship wird auch im Rahmen des International Council of Small Business and Entrepreneurship (ICSB) und seinem europäischen Zweig, dem European Council of Small Business and Entrepreneurship (ECSB) betrieben.

Vergleichende Studien der OECD[Bearbeiten]

Das Centre for Entrepreneurship, SMEs and Local Development der OECD finanziert im Rahmen des Programms Local Economic and Employment Development (LEED) Untersuchungen, Workshops, Erfahrungsaustausch zwischen Projekten sowie internationale Vergleichsstudien zur lokalen Entwicklung des Entrepreneurship mit dem Fokus auf Beschäftigung und Stadterneuerung.[27] Die OECD publiziert laufend Beispiele von ihr identifizierter guter Praxis, Vorbilder und Lernmodelle für Entrepreneurship.[28] Das Arbeitsprogramm 2011–2012 setzt auch Schwerpunkte im Bereich des Social Entrepreneurship.

Kritisch wird eingewendet, dass die Bewertung des Standes von nationalen Gründungs- und Ausbildungsaktivitäten durch die OECD oft aufgrund zweifelhafter Indikatoren erfolgt (z. B. durchschnittliche Bearbeitungsdauer einer Gewerbeanmeldung in Tagen). Ein solcher Indikator sagt eher etwas über das Tempo der Gründung von Zweigunternehmen ausländischer Investoren aus als über die Schwierigkeiten einheimischer Kleingründer, die an Kapitalmangel oder korrupten Behörden scheitern.

Vergleichende Studien der Weltbank[Bearbeiten]

Seit 2006[29] führt die Weltbank regelmäßige international vergleichende Benchmarks zum Thema Entrepreneurship durch. Dabei legt sie den Fokus ihrer Bewertung auf den Abbau der Regulierung und auf die Entbürokratisierung des Gründungsgeschehens z. B. durch elektronische Gewerbeanmeldung.[30] Das führt zu Aussagen wie: „In der Kategorie Unternehmensgründung belegt Deutschland Platz 84 von 183 Nationen. Eine GmbH-Gründung dauert demnach hierzulande 18 Tage, umfasst 9 Schritte und kostet 4,7 Prozent des Pro-Kopf-Einkommens“, wodurch sich Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 17 Plätze verbessert habe.[31] Ausbildungsaspekte werden durch diese Perspektive, die vor allem die der internationalen Investoren ist, weitgehend vernachlässigt.

Migranten als Unternehmer[Bearbeiten]

In allen OECD-Ländern liegt die Gründungsquote unter Migranten zumindest etwas höher als unter der einheimischen Bevölkerung. So war 2009 jeder fünfte Gründer in Deutschland ausländischer Herkunft (rund 170.000 von insgesamt 870.000 Gründern). Die Gründerquote unter den Migranten lag damit bei 1,9 % und überstieg die der Deutschen um 0,3 Prozentpunkte.[32] Ein wichtiger Unterstützungsfaktor ist dabei der hohe Vernetzungsgrad von Zuwanderern, der die Kapitalbeschaffung, Rekrutierung von Mitarbeitern und den Markteintritt erleichtert.[33] Andererseits ist die Überlebensdauer von Migrantenbetrieben oft geringer als die einheimischer Betriebe, was für einen hohen Anteil von Notgründungen angesichts versperrter beruflicher Aufstiegswege spricht.[34] Auch konstatieren empirische Studien in Deutschland, dass die Migranten ihr Gründungspotenzial bei weitem nicht ausschöpfen, weil sie seltener in Schlüsselbranchen oder wissensintensiven Industrien gründen. Dadurch komme es zu Wohlstandsverlusten.[35]

Sowohl für den angelsächsischen als auch für den portugiesischsprachigen Bereich kann gezeigt werden, dass Migranten (z. B. Inder und Chinesen aus Mosambik, Goa, Macau oder Hongkong) auf ihren Wanderungen häufig in mehreren Ländern der Peripherie nacheinander gründen und dann als Entrepreneurs wieder an ihren Ausgangsort zurückkehren oder schließlich in die wirtschaftlichen und politischen Zentren (England oder Portugal) gelangen. Oft sind sie dabei als Innovationsträger tätig.[36]

Piraten als Unternehmer, Unternehmer als Piraten[Bearbeiten]

Aktuelle Forschung fokussiert zunehmend auch augenscheinliche Ähnlichkeiten zwischen den Konzepten Unternehmer und Pirat. In diesem Kontext wird Piraterie als strategische Inspirationsquelle für die Entrepreneurship-Ausbildung[37] sowie für Forschung zu Entrepreneurship[38] und zu Business Model Innovation[39] diskutiert. In eine ähnliche Richtung geht der Begriff des Guerilla-Marketing, bei dem mit geringen Ressourcen und unkonventionellen, oft am Rande der Legalität eingesetzten Methoden Überraschungseffekte erzielt werden können. Das Bild des Unternehmers als Piraten hat seinen Ursprung auch in einer kontuinuierlichen Deregulierung unternehmerischer Tätigkeiten in den letzten Jahrzehnten.

Entrepreneurausbildung[Bearbeiten]

Da der Begriff Unternehmertum auch eine etablierte soziale Gruppe oder Klasse bezeichnet – z. B. „das österreichische Unternehmertum“, wird zur Kennzeichnung der Charakteristika von innovativen, persönlich risikotragenden Gründern in der deutschen Sprache heute oft der Entrepreneurbegriff verwendet.

Trainierbarkeit unternehmerischer Fähigkeiten[Bearbeiten]

David McClelland war einer der ersten Wissenschaftler, der davon ausging, dass unternehmerische Kompetenzen und Motivationen trainiert werden können. Sein Kakinada-Experiment, das 1964 in Mumbay, Mexiko und den USA durchgeführt wurde, zeigte die Trainierbarkeit unternehmerischer Traits und führte zur Entwicklung von EDP (Entrepreneurial Development Programs) in vielen Ländern, die rasch auch den akademischen Bereich einbezogen.

In den vergangenen Jahren hat sich die akademische Entrepreneurausbildung in zahlreichen Staaten etabliert. Besonders auch in der Krise 2008–2009 hat sich in vielen Ländern gezeigt, dass Entrepreneurs mit akademischer Ausbildung ihre Gründungs- und Wachstumschancen trotz krisenbedingter Einschränkungen besser einzuschätzen vermögen als diejenigen ohne Ausbildung.[40]

Einer Studie von Prof. Sanja Pfeifer an der Josip-Juraj-Strossmayer-Universität Osijek zufolge sinkt durch eine akademische Entrepreneurausbildung möglicherweise die unternehmerische Selbstwirksamkeitsvermutung von Studierenden mit hohen unternehmerischen Aspirationen, eventuell aufgrund von Entmutigungseffekte, die sich aus der Einsicht in die Komplexität von Gründungsvorhaben ergeben. Studierende ohne große unternehmerische Aspirationen werden durch eine Information über die Möglichkeiten von Gründungen eher motiviert, sich mit dem Thema zu befassen.[41]

Akademische Entrepreneurausbildung[Bearbeiten]

Ziel der akademischen Entrepreneurausbildung ist es u. a., die unternehmerische Lernkurve zu verkürzen. Dazu gehören heute u. a. folgenden Themen:

  • Charakterisierung des Entrepreneurs und der verschiedenen Typen
  • Phasen der Unternehmensgründung und des Unternehmenswachstums
  • Inhalte von Business-Plänen
  • Finanzierung von Gründung und Wachstum und Auswahl von Investoren
  • Krisenmanagement
  • Managerial skills wie Vertragsverhandlungen usw.

Eine ungarische Studie zeigt, dass die Beteiligung an Entrepreneurkursen mittel- bis langfristig (über einen Zeitraum von fünf und mehr Jahren) mit der Gründungshäufigkeit korreliert.[42]

Bezüglich der Entwicklung der Unternehmerausbildung an Hochschulen können drei bzw. vier Stufen unterschieden werden:

  • die Sensibilisierung der Studierenden und Mitarbeiter für eine Gründungsoption
  • die Curricularisierung wichtiger Elemente des Fachs Entrepreneurship
  • die Stimulation von Gründungen durch universelle oder fach-/branchenspezifische Inkubatoren
  • darüber hinaus an technischen Hochschulen ggf. das systematische Screening von schnell wachsenden oder technologisch hoch innovativen Gründungen und das anschließende Management von Innovationen in Start-ups.

Eine immer größere und künftig wohl wachsende Bedeutung für die Entrepreneurausbildung haben MBA-Ausbildungsprogramme.[43]

Methodik der Unternehmer- und Gründerausbildung[Bearbeiten]

Die in der Unternehmer- und Gründerausbildung angewandten Methoden unterscheiden sich nach amerikanischem Vorbild auch in Europa immer deutlicher von denen des Business Administration. Geht es dort um die Verwaltung knapper Ressourcen, steht hier das Erkennen von Chancen, das Generieren und Evaluieren von Geschäftsideen und das Elaborieren von Businessplänen im Vordergrund.[44] Dafür werden u. a. Fallstudien, Planspiele, Unternehmenssimulationen und Brainstorming-Methoden verwendet. Da auch Ad-hoc-Bedürfnisse der Entrepreneurs berücksichtigt werden müssen, die ihre Geschäftsentwicklung in den seltensten Fällen mit einer curricularen Ausbildungstruktur synchronisieren können, spielen flexible Coaching- und Weiterbildungsformen mit hohem Selbstlernanteil, Fallstudienarbeit, Praxisvorträge sowie Expertenfeedbacks eine bedeutende Rolle. Wettbewerbe dienen der Evaluation von Businessplänen, Gründerstammtische und Campus-Entrepreneurclubs[45] dem Austausch.

Für die Didaktik des Entrepreneurship in Einrichtungen des Sekundar- und z.T. sogar Primarschulwesens sind besondere Lernformen erforderlich, die ebenfalls meist Wettbewerbselemente enthalten. Youth Entrepreneurship-Programme beziehen in einigen Ländern bereits Vorschulkinder mit ein und vermitteln in spielerischer Form kreative unternehmerische sowie elementare Verhandlungs- und Vertriebskompetenzen.

Grundsätzlich bleibt es jedoch schwierig, den Effekt einer akademischen oder gar schulischen Entrepreneurausbildung auf das Gründungsverhalten zu evaluieren, da die Absolventen – wenn überhaupt – oft erst in höherem Alter gründen.[46]

Zunehmend gehen große Unternehmen wie Siemens, die Deutsche Telekom oder Merck dazu über, Coachingprogramme für Intrapreneurs oder Trainingsaktivitäten im Rahmen des Corporate Entrepreneurship[47] nach dem Vorbild der Gründerausbildung zu organisieren. Diese Aktivitäten dienen auch dem Screening von Geschäftsideen.

Einen Beitrag zur Verbreitung und Harmonisierung der akademischen Unternehmer-, Gründer- bzw. Entrepreneurausbildung in den Ländern Mittel- und Osteuropas und zum Transfer von Best practice leistet seit 2005 Erenet.[48] Eine wichtige Aufgabe ist dabei die Modernisierung der oft noch frontalen, auf Buchwissen ausgerichteten Lehrmethoden in postsozialistischen Ländern sowie die verstärkte Orientierung der Ausbildung an den Bedürfnissen lokaler Klein- und Mittelbetriebe und Familienunternehmen, da die Fixierung der Hochschulen auf die Ausbildungsinhalte des internationalen Corporate Management eher eine Abwanderungsbewegung gut qualifizierter Nachwuchskräfte aus den Ländern Ost- und Südosteuropas hervorruft, die keine ihren Ansprüchen entsprechenden Jobs finden.

Ein Überblick über die internationale Situation der Entrepreneurausbildung bietet ein von Alain Fayolle herausgegebenes Handbuch.[49]

Inkubation[Bearbeiten]

Das Konzept der Verknüpfung der Unternehmensgründung und -förderung mit Training und Ausbildung stammt aus den USA. Der erste Business Incubator wurde 1959 von Joseph Mancuso in einem Warenhaus in Batavia, New York, eröffnet. In 1980er Jahren verbreitete es sich nach England und Kontinentaleuropa und nahm unterschiedliche Formen an (Innovationszentren, pépinières d’entreprises, Technopolen, Wissenschaftsparks, Hochschulinkubatoren).

Ausbildungs- und Inkubationsaktivitäten im internationalen Vergleich[Bearbeiten]

USA[Bearbeiten]

In den USA hat sich Entrepreneurship seit ersten Anfängen an der Harvard Business School 1946/1947, an der New York University 1953 (durch Peter Drucker) und am MIT 1961 zu einer zunehmend selbstständigen, von Business Administration klar getrennte Disziplin entwickelt. Es ging nach dem Zweiten Weltkrieg u. a. darum, den zurückkehrenden Soldaten in der schwierigen Umstellungsphase von Kriegs- auf Friedensproduktion wenn nicht einen sicheren Arbeitsplatz so doch wenigstens eine Gründungschance zu bieten. Weitere Hochburgen der Gründerausbildung sind heute die Stanford University in Kalifornien, das Babson College in Wellesley, Massachusetts, die University of Texas at Austin und die Thunderbird Global Business School in Phoenix (Arizona) mit mehreren Dependenzen im Ausland.

Die Entrepreneurship-Ausbildung in den USA ist meist eklektisch gewachsen – oft unter dem Druck der Nachfrage von Studierenden. Trotz der zunehmenden Verankerung der Entrepreneurship-Kurse in den Lehrplänen haben Kritiker bis in die 1990er Jahre bezweifelt, dass diese Thematik überhaupt systematisch unterrichtet werden könne. Dieser Einwand wurde sowohl von Unternehmern als auch von Vertretern der Hochschulseite vorgebracht. Außerdem wurde bezweifelt, dass im Bereich Entrepreneurship eine ernsthafte Forschung möglich sei. Dieser Vorbehalt gegenüber dem Bereich Entrepreneurship als Lehr- und Forschungsgebiet führte zu einer stiefmütterlichen Behandlung. Nachwuchskräfte forschten und publizierten lieber auf anderen Gebieten mit der Folge, dass der wichtige Impetus dieser Gruppe fehlte. Seit Mitte der 1990er Jahre zeichnet sich jedoch eine drastische Veränderung im Sinne einer neuen „Respektabilität“ der Lehre im Bereich des Entrepreneurship ab.[50] So verfügt jede führende Universität mittlerweile über einen hiermit befassten Lehrstuhl, vielfach auch über einen Inkubator, der oft in Kooperation mit Unternehmen oder privaten Stiftungen betrieben wird. Eigentümer von Patenten ist in diesem Fall meist die Hochschule, doch werden die Erträge zwischen Hochschule und Forschern bzw. Gründern geteilt. Insgesamt gab es 2012 ca. 350 Lehrstühle für Entrepreneurship, Family Business oder Small Business.

Seit den 1990er Jahren gibt es eine zunehmende Zahl von Trainingsprogrammen für Intrapreneurs u. a. bei 3M, Johnson & Johnson, Merck & Co., Motorola, Citicorp, Hewlett-Packard, Intel, IBM und General Electric.

Reporting

Das Babson College gibt zusammen mit der London Business School den jährlichen Global Entrepreneurship Monitor (GEM)-Report heraus.[51] Das Office of Entrepreneurship Education (OEE) und das Office of Entrepreneurship Development (OED), Einrichtungen der U.S. Small Business Administration[52] geben jährlich einen Bericht über die Ausbildung, Beratung und Gründungsdynamik der Unternehmen heraus, die Beratungsleistungen in Anspruch genommen haben. Dieser umfasst jedoch nur wenige Gründer aus Hochschulen.

Global Entrepreneurship Program (GEP)

Das GEP ist eine im Jahr 2010 gegründete internationale Aktion des US-State Department, mit dessen Hilfe unternehmerische Aktivitäten in Schwellenländern wie der Türkei oder Indonesien unterstützt werden sollen. Die Maßnahmen zielen auf sechs Felder: Identifikation erfolgversprechender (Jung-)Unternehmerpersönlichkeiten, Training, Vernetzung und Unterstützung, Kapitalversorgung, Vertretungsarbeit für unternehmerfreundliche (De-)Regulierung und Politik, Bekanntmachung der Erfolge.[53] GEP arbeitet eng mit USAID zusammen.

Europäische Union[Bearbeiten]

Der Lissabon-Prozess sah vor, dass an allen höheren Ausbildungs- und Bildungseinrichtungen – vor allem im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich – Entrepreneurship als integraler Teil des Curriculums verankert werden sollte und dass die Studierenden und Schüler gezielt motiviert werden sollten, diese Kurse zu besuchen.[54] Allerdings wurde in einer Studie der European Foundation for Entrepreneurship Research (EFER) und der European Foundation for Management Development (EFMD) festgestellt. dass die Kurse weit überwiegend nur als Wahlfächer angeboten wurden und dass in Osteuropa größere Umsetzungsdefizite zu verzeichnen waren.

Eine Sachverständigengruppe der EU-Generaldirektion Unternehmen und Industrie konstatierte 2008, dass die Unternehmerausbildung in den Lehrplänen der Hochschulen nicht ausreichend verankert sei. „Vorliegende Daten zeigen, dass die meisten Entrepreneurship-Kurse in den volks- und betriebswirtschaftlichen Studiengängen angeboten werden. In den neuen Mitgliedstaaten, die der EU nach 2004 beigetreten sind, ist es um die Verbreitung von Entrepreneurship besonders schlecht bestellt. Fraglich ist, ob Business Schools für eine Entrepreneurship-Ausbildung besonders gut geeignet sind, denn innovative, tragfähige Geschäftsideen entstehen vermutlich eher in den technischen, naturwissenschaftlichen und gestalterischen Studiengängen.“ Die Herausforderung bestehe darin, interdisziplinäre Konzepte für ein handlungsorientiertes Lernen zu entwickeln und Teams zur Entwicklung und Verwertung von Geschäftsideen aus Studierenden verschiedener Fakultäten zu bilden.[55]

Die Europäische Kommission und die europäischen Strukturfonds fördern die Gründerausbildung auf verschiedenen Ebenen auch direkt durch zahlreiche Projekte.[56] Dies gilt insbesondere für die mittel- und osteuropäischen Beitrittsländer, in denen zahlreiche Projekte wie STRUDER, PHARE (für kleine und mittlere Unternehmen), SAPARD und ISPA durchgeführt wurden und werden. Bei vielen dieser Lernkonzepte steht nicht die Wissensvermittlung, sondern die Persönlichkeitsentwicklung (entrepreneurial mindset) im Vordergrund. Die europäischen Strukturfonds bieten im Zeitraum 2007–2013 direkte finanzielle Unterstützung für Entrepreneurship-Programme und Aktivitäten an den Hochschulen. Gefördert werden beispielsweise die Mobilität von Lehrenden und Forschern zwischen Hochschulen und Unternehmen sowie Geschäftsideen von Studierenden. Seit 2007 gehört Entrepreneurship auch zu den wichtigsten Zielen des EU-Programms für lebenslanges Lernen Leonardo, das auch eine Aktionslinie zur Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen beinhaltet.[57]

Mit dem European Entrepreneurship Award werden innovative Maßnahmen, die Entrepreneurship auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene fördern, in den 27 Mitgliedstaaten der EU sowie in Norwegen, Serbien und der Türkei prämiert.[58]

Der Small Business Act for Europe (SBA) von Juni 2008 versuchte der zentralen Rolle kleiner und mittlerer Unternehmen in der EU Rechnung zu tragen und beschrieb einen politischen Rahmen der EU und ihrer Mitgliedsstaaten für eine „kohärente“ Politik auf diesem Sektor, der mit seiner Betonung nationaler Aktionspläne relativ planwirtschaftlich anmutete und den Regierungen – insbesondere den Erziehungsministerien – eine zentrale Rolle bei der Umsetzung zuwies.[59] In einem Bericht über den erreichten Stand der Umsetzung des SBA im Februar 2011 finden sich denn auch keine Aussagen oder gar Evaluationsbefunde zur Rolle und Wirksamkeit der Ausbildungseinrichtungen bei der Förderung des Unternehmertums.[60] Vermutet werden kann, dass viele der von der EU geforderten nationalen interministeriellen Aktionspläne und Agreements über Curricula mit Ausnahme der nordischen Länder und der Niederlande in der Programmentwicklung stecken bleiben und die praktische Umsetzungsphase gar nicht erreichen, u. a. weil die Kooperation mit nicht-ministeriellen Stakeholdern unzureichend bleibt.

Kritisch wird weiterhin gegen EU-Programme zur Förderung des Entrepreneurship insbesondere nach der Krise 2008-09 eingewendet, dass sie durch die Überbetonung des Aspekts der regionalen Arbeitsplatzschaffung arbeitsmarkt- und regionalpolitisch überfrachtet sind.[61] Auch wurde von verschiedenen Seiten hervorgehoben, dass die Idee des Entrepreneurship insbesondere von der Politik der mittel- und osteuropäischen EU-Ländern und der Beitrittskandidaten beinahe als Allheilmittel gehandelt wird, was durch die EU-Förderung begünstigt wurde. Dieser Kritik zufolge kann durch eine überzogene Förderung der Faktoren, die die Unternehmensgründung positiv beeinflussen bzw. durch massive politische Beeinflussung der zur Unternehmensgründung führenden individuellen Entscheidungen eine unangemessen hohe und daher nicht nachhaltige Gründungsquote induziert werden. Inzwischen setzt sich die Auffassung durch, dass es eine „angemessene“ oder gar „optimale“ Gründungsrate gibt, die nicht ohne Not überschritten werden sollte,[62] wenn sie nicht stimulieren will.[63]

Deutschland[Bearbeiten]

Seit Ende der 1990er Jahre wird auch in Deutschland das Fach Entrepreneurship immer häufiger an Hochschulen etabliert[64], jedoch meist nur als Spezialisierungs- oder Wahlfach der Betriebswirtschaft oder (seltener) in Form eines berufsbegleitenden Masterstudiums oder einer MBA-Ausbildung. 1998 wurde der erste Lehrstuhl für Unternehmensgründung an der European Business School (heute EBS Universität für Wirtschaft und Recht) in Oestrich-Winkel errichtet.

Lange Zeit war in Deutschland grundsätzlich darüber diskutiert worden, ob und in welcher Form das Fach überhaupt lehr- bzw. lernbar ist und ob Hochschulen dafür die geeigneten Orte sind. Die seit 1998 laufenden EXIST-Programme[65] des Bundeswissenschafts- bzw. später des Bundeswirtschaftsministeriums brachten in dieser Hinsicht einen Durchbruch.[66] Im gleichen Jahr wurden fast 20 weitere Lehrstühle eingerichtet. Neben breiter angelegten Curricula[67] und Stufenausbildungsmodellen spielen maßgeschneiderte Unterstützungsprogramme von drei Tagen bis zu etwa einer Woche, die die spezifischen Bedürfnisse von Gründern in den jeweiligen Phasen berücksichtigen, eine Rolle. Größere Bedeutung für die Gründungsausbildung und -förderung gewinnen auch Hochschul-Inkubatoren bzw. die Kooperation der Hochschulen mit Technologiezentren.[68]

Mit der Zuordnung des EXIST-Programms zum Bundeswirtschaftsministerium entwickelte sich die Förderung allerdings weg von der Curricularisierung und ungezielten Stimulation von Gründungen aller Art hin in Richtung eines Screening-Prozesses technologieorientierter, potenziell schnell wachsender und qualitativ hochwertiger Gründungen, so vor allem an den technischen Hochschulen wie z. B. der TU Berlin[69] oder der TU München.[70]

In den Jahren seit ca. 2010 wurde verstärkt die Notwendigkeit eines gründungssensiblen Unterrichts in den MINT-Fächern thematisiert, so z. B. von der TU Darmstadt oder der Gründungsinitiative Unternehmergeist in die Schulen[71] des Bundeswirtschaftsministeriums.

Entrepreneurial education kann jedoch prinzipiell auf allen Bildungsstufen bis hin zum Kindergarten (wie z. B. in einigen Schwellenländern) angeboten werden. Aktivitäten im Rahmen des Youth Entrepreneurship sind in Deutschland jedoch nur schwach ausgeprägt. Vor allem das Handwerk mit seiner dualen Erst- und mit der Meisterausbildung spielt eine wichtige Rolle in der Vermittlung gründungsbezogener Kompetenzen.[72] Auch an deutschen Berufsfachschulen sowie an immer mehr Real- und Berufsschulen finden sich Ansätze zu einer Entrepreneurausbildung. Allerdings werden die Aktivitäten in der schulischen und außerschulischen Gründerausbildung ebenso wie das Engagement der deutschen Politik von Experten immer noch als unterdurchschnittlich eingeschätzt.[73] So werden ca. drei Viertel aller Studierenden während ihres Studiums nicht mit dem Thema Existenzgründung konfrontiert – einer der höchsten Werte weltweit.[74]

Businessplan-Wettbewerbe spielen als Anreiz eine Rolle, meist jedoch in der relativ unverbindlichen Form des Ideenwettbewerbs. Die Mehrzahl der eingereichten Ideen wird daher wohl nie realisiert. Eine Studie des Instituts für Innovation und Technik aus dem Jahr 2010 listet für Deutschland 83 Gründerwettbewerbe auf.[75]

Österreich[Bearbeiten]

Die Entrepreneurausbildung hat in Österreich keine lange Tradition. Auch die Universitäten und Hochschulen befassen sich erst seit 1999 mit diesem Thema. Die erste Professur mit dem Schwerpunkt Unternehmensgründung wurde im Jahr 1999 an der Alpen-Adria Universität Klagenfurt (AAU) eingerichtet. Hier werden verschiedene gründungsbezogene Lehrveranstaltungen für Studierende aller Fakultäten sowie Gründertrainings angeboten. Seit 2010 ist ein postgradualer Masterstudiengang „Sport-Gesundheit-Entrepreneurship“ im Programm der AAU. 2002 startete mit der SBWL (Spezielle Betriebswirtschaftslehre) Entrepreneurship an der Wirtschaftsuniversität Wien eine entsprechende Ausbildung. Die Johannes Kepler Universität Linz richtete 2003 ein Institut für Unternehmensgründung und Unternehmensentwicklung ein und belegt im Hinblick auf die Gründungszahlen einen führenden Platz.[76] UNIUN, eine Initiative des Alumniverbands der Universität Wien und des Außeninstituts der TU Wien organisiert seit 1999 Gründertrainings in Kooperation mit INiTS, dem universitären GründerInnenservice der TU Wien und der Universität Wien.[77] An der Fachhochschule Wien gibt es einen Bachelor-Studiengang Unternehmensführung.[78] Auch die Business School der Donau-Universität Krems bietet einen MBA Entrepreneurship an.[79]

Verschiedene Inhalte der Entrepreneurship Education und des Faches Unternehmensführung werden auch in den berufsbildenden Schulen, im Lehrplan der Handelsakademie (an vielen verschiedenen Standorten[80]) und der Handelsschulen[81], in den Lehrplänen der Höheren Technischen Lehranstalten, in Höheren Lehranstalten für Tourismus und Mode angeboten. Die staatliche Unternehmerprüfung ist in Österreich als Teil der Meister- oder Befähigungsprüfung Voraussetzung für die Selbstständigkeit. Der Abschluss bestimmter schulischer Ausbildungen wie z. B. kaufmännischer Berufsschulen, Handelsschulen, Handelsakademien, höherer technischer Lehranstalten, höherer und mittlerer Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe, Tourismusschulen, bestimmter Fachakademien, Hochschulen und Universitäten ersetzt die staatliche Unternehmerprüfung[82] An allen Schultypen gibt es inzwischen Übungsfirmen.[83] Aus Österreich stammt auch das Konzept des Unternehmerführerscheins, der v.a. für Berufsschüler konzipiert wurde und inzwischen auch in zahlreichen Schulen Deutschlands, in der Schweiz, Luxemburg, Irland, Polen, Albanien, Kosovo, Russland, Tschechien, Äthiopien und Mali eingeführt bzw. zumindest pilotweise umgesetzt wurde.[84]

Schweiz[Bearbeiten]

In der Schweiz ist die Entrepreneurausbildung an verschiedenen Hochschulen – vor allem auch an den Fachhochschulen – sehr gut verankert, so z. B. an der FH Westschweiz (HES-SO)[85] oder an der FH – Hochschule für Wirtschaft und Technik Chur mit ihrer Masterausbildung in Major New Business und dem Schweizerischen Institut für Entrepreneurship (SIFE).[86] Die Ausbildung ist meist strategisch und international ausgerichtet. Touristik bildet oft einen Ausbildungsschwerpunkt. Auch das Interesse an einer Entrepreneurausbildung und das unternehmerische Potenzial bei Fachhochschülern ist in den letzten Jahren gestiegen, vor allem bei Studierenden der Wirtschaftswissenschaften. Demgegenüber ist das Interesse der Studierenden an den beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen geringer ausgeprägt.[87]

An der Universität St. Gallen fördert der HSG Entrepreneurship Campus[88] das Unternehmertum als Karrierealternative. Auch der Lehrstuhl für Entrepreneurship und Kommerzialisierung von Technologien an der ETH Lausanne ist im Bereich der Forschung und Lehre eine wichtige universitäre Einrichtung der Entrepreneursaubildung in der Schweiz.[89]

Andere Träger der Unternehmerausbildung sind Arbeitgeber- und Fachverbände. Zu nennen ist hier vor allem GastroSuisse.[90]. Der Gewerbeverband ist ebenfalls mit einem Institut für Unternehmerschulung aktiv.[91]

Der GEM Report kommt zu dem Schluss, dass Umfang und Qualität der Entrepreneur-Ausbildung in der Schweiz in verschiedener Hinsicht vor der in Deutschland und Österreich liegen.[92]

Liechtenstein[Bearbeiten]

An der Universität Liechtenstein wurden im Jahr 2008 Masterstudiengänge (Master of Science) in Entrepreneurship und in Entrepreneurship – Major Finance eingerichtet.[93] Sie betreibt mit der Kinderuniversität Liechtenstein auch ein Youth Entrepreneurship-Programm, welches das Ziel verfolgt, Unternehmensideen und -gründungen von Jugendlichen in Schulen und Betrieben zu fördern. Angesprochen werden mit dem Programm vor allem Lehrer der Sekundarstufe II sowie Lehrlingsausbilder.[94]

Großbritannien[Bearbeiten]

Vermutlich sind nirgendwo Businessplan- und Gründungswettbewerbe so verbreitet wie in Großbritannien. Eine Studie des Instituts für Innovation und Technik listet allein 22 von 63 außerdeutschen Gründungswettbewerben auf, die von britischen Institutionen ausgetragen werden.[95] Es werden Preisgelder bis zu 500.000 Pfund Sterling ausgeschüttet.[96] Ein Zentrum der akademischen Ausbildung von Entrepreneurs ist seit 1985 die Warwick Business School mit dem Centre for Small and Medium Sized Enterprises(CSME). Auch die Durham University hat sich einen guten Ruf in der Gründerausbildung erarbeitet. Die Universität Wolverhampton koordiniert das Projekt SPEED (Student Placements for Entrepreneurs in Education), ein Netz von Einrichtungen, die Studierenden helfen, selbstständige Tätigkeiten als Alternative zur abhängigen Beschäftigung zu entwickeln.

International bekannt geworden sind die Aktivitäten von Kath Sunderland und ihrer 1999 gegründeten Firma Start Ability[97] zur Förderung und Ausbildung von Gründern mit Behinderungen.

In Nordirland hat das Northern Ireland Centre for Entrepreneurship (NICENT) von 2000 bis 2008 mehr als 18.000 Studierende und Postgraduates ausgebildet.[98] Hier werden auch am St. Mary's College der Queen's University Belfast Lehrer im Fach Entrepreneurship unterrichtet.

Irland[Bearbeiten]

In Irland fördern u. a. die Dublin City University (DCU) und dort vor allem die DCU Ryan Academy of Entrepreneurship die Ausbildung von jungen Unternehmern.[99] Die Verfügbarkeit von Venture Capital ist im europäischen Vergleich recht gut (Platz 2 nach Schweden).[100] Enterprise Ireland ist entsprechend dem industriepolitischen Paradigma der Exportbasistheorie seit Jahren vor allem Gründung und Ansiedlung exportorientierter Unternehmen fixiert. Als Folge der Finanzkrise zeichnete sich jedoch seit 2010 ab, dass der Anteil der Notgründungen ohne Wachstumsperspektiven in Irland auf fast ein Drittel aller Gründungen gestiegen war. Immer mehr Gründungen entfallen zudem auf den Bereich des Social Entrepreneurship.[101] Für diese Zielgruppen sind Ausbildung und Unterstützung bisher sehr schwach ausgeprägt.[102]

Niederlande[Bearbeiten]

In den Niederlanden ist Entrepreneurship früh als Wachstumstreiber anerkannt und durch eine praxisnahe Ausbildung auf verschiedenen Ebenen – vor allem durch Fachhochschulen – unterstützt worden. Das international oft als vorbildlich angesehene Modell der Universität Twente verbindet Inhalte von je zwei Fächern mit der Entrepreneurausbildung, um Teamgründungen anzuregen. Zwei Masterprogramme bereiten auf die Rolle als Unternehmer bzw. die als Unternehmer in einem wissensintensiven Kontext vor.[103] Bemerkenswert ist auch das HOPE-Projekt, das seit 2010 mit erheblichem Mitteleinsatz und Partnern wie ABN AMRO, PricewaterhouseCoopers und Roland Berger Strategy Consultants eine Curricularisierung der Unternehmersausbildung an der Universität Leiden, der TU Delft[104] und der Erasmus-Universität Rotterdam betreibt.[105]

Belgien[Bearbeiten]

In Belgien organisiert beispielsweise die Flämische Agentur für unternehmerische Ausbildung (Syntra Vlaanderen) die Unternehmerausbildung im Rahmen der höheren Berufsausbildung. Auch eine akademische Gründerausbildung existiert an mehreren Hochschulen, die mit Gründerzentren gut vernetzt sind, so an der Katholischen Universität Löwen (Leuven) und an der Universität Lüttich. Das Programm in Löwen bietet die Möglichkeit, zweijährige Masterstudiengänge in Naturwissenschaften, Ingenieurwesen, Psychologie, Erziehungswissenschaften oder Wirtschaftsrecht mit einer interdisziplinären Unternehmerausbildung (Formation interdisciplinaire en création d'entreprise) zu verbinden. Praktika und ein Abschlusswettbewerb sind Bestandteile der Ausbildung.[106] U.a. werden hier auch Sozialunternehmer ausgebildet.

Frankreich[Bearbeiten]

Frankreich lag im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sowohl in Bezug auf die Zahl der Gründer als auch in der Entrepreneurship-Ausbildung stark zurück. Seit dem Ende der 1990er Jahre wurde die Gründungsausbildung an französischen Hochschulen eingeführt. Neugründungen werden seit 1996 durch die staatliche APCE (Agence pour la création d'entreprises)[107] gefördert, die auch mit Bildungsträgern und Lehrern zusammenarbeitet. 1996 boten rund 30 Schulen und Universitäten Kurse in Entrepreneurship oder Small Business Education an. Die meisten der Angebote waren jedoch nur von kurzer Dauer und sollten den Studierenden eher Fachwissen über Unternehmen und Business Strategien vermitteln als ihren Gründungsgeist wecken.

Die Mobilität von Lehrenden und Forschern zwischen Hochschule und Unternehmen wird auf staatlicher Ebene gefördert. Seit 1999 ist gesetzlich geregelt, dass Forscher die Hochschule und das Forschungslabor verlassen und auf der Grundlage ihrer Arbeit ein neues Unternehmen gründen dürfen. Zu ihrer Unterstützung wurde ein Netzwerk von akademischen Inkubatoren aufgebaut. Auch eine Rückkehr an die Hochschule ist möglich.[108]

Seit 2000 haben sowohl die Universitäten als auch die „Grandes Écoles“ erheblichen Fortschritt im Bereich der unternehmerischen Ausbildung gemacht. Allerdings gibt es immer noch beträchtliche Unterschiede in der Lehre und Praxis der Universitäten, der „Grandes Écoles“ und der übrigen Institutionen, die Entrepreneurship-Ausbildung anbieten.[109]

Italien[Bearbeiten]

Italien liegt im Vergleich zu anderen europäischen Ländern in der Unternehmerausbildung weit zurück, vor allem was die Mitte und den Süden des Landes betrifft. In Mailand bietet die renommierte Scuola di Direzione Aziendale Bocconi (SDA Bocconi) ein Masterprogramm in Entrepreneurship an. Auch gibt es etliche erfolgversprechende Ansätze zur Ausbildung von Social Entrepreneurs in Kooperativen und Sozialunternehmen, die oft im Rahmen von EU-Projekten entwickelt wurden.[110]

Spanien[Bearbeiten]

In Spanien steckt die Entrepreneurausbildung noch in den Kinderschuhen. Erfolg versprechende Ansätze gibt es vor allem im Baskenland und in Asturien im Rahmen von regionalisierten Ausbildungsstrategien[111] sowie an einzelnen Hochschulen. So werden in beruflichen und allgemeinbildenden Sekundarschulen Übungsfirmen im Rahmen der regulären schulischen Curricula betrieben.

Dänemark[Bearbeiten]

1995 gestartete Versuche, eine Entrepreneurausbildung in Dänemark zum implementieren, schlugen zunächst fehl.[112] Die 2001 vom Bildungsminister eingesetzte Vision Group stieß dann die Gründung einer öffentlich-rechtlichen Stiftung für Entrepreneurship insbesondere für Primar- und Sekundarschulen und 2004 die Gründung der International Danish Entrepreneurship Academy (IDEA) an, einer Netzwerkorganisation, die sich für die Unternehmerausbildung an Hochschulen einsetzt, deren Methoden als z.T. noch praxisfern gelten. Partner der Stiftung sind 38 Hochschulen, mit denen zusammen die IDEA seit 2005 eine Reihe von Innovationscamps durchgeführt hat, bei denen Studierende, Lehrende und Unternehmer gemeinsam verwertbare Ideen entwickeln. Seit 2007 bietet die IDEA einen Masterstudiengang Entrepreneurship und ein Aufbaustudium Entrepreneurship für Lehrer an.[113] Die zweitgrößte Universität des Landes, die Universität Aarhus plant für 2012 einen Doktoratskurs in Entrepreneurial Education.

Schweden[Bearbeiten]

Schweden hat neben Großbritannien die längste Entrepreneurship-Tradition in Europa. Ein Zentrum der akademischen Gründerausbildung in Schweden mit hoher internationaler Reputation ist seit den 1980er Jahren die Universität Linköping[114] mit dem 1993 gegründeten Centrum for Innovationer och Entreprenörskap (CIE). 1984 initiierte die Universität zusammen mit lokalen Unternehmen ein Netzwerk zur Förderung innovativer Gründungen. Der damals gegründete Mjärdevi Science Park ist einer der größten Europas. 1986 folgten Ausbildungsprogramme für Entrepreneurs. 1996 wurden die Linköping Stiftung für Entrepreneurship Research gegründet, 1999 ein Inkubator für Spin-offs. Einen ähnlichen Ruf im Hinblick auf die Förderung des Unternehmertums genießt die Universität Jönköping. Auch die Universität Lund bietet eine Masterausbildung in Entrepreneurship an.

Die Stockholm School of Entrepreneurship (SSES) ist eine Gemeinschaftsgründung von fünf schwedischen Universitäten und Instituten, welche auf der Basis erster Trainingsprogramme der 1990er Jahre im Jahre 2009 mit Hilfe privater Stiftungsmittel in der jetzigen Form institutionalisiert wurde.[115] Die Weiterbildung von Unternehmern wird im Rahmen von regionalen Netzwerken gefördert. Die Finanzierung erfolgt teils privat, teils staatlich.[116] NUTEK, die nationale schwedische Behörde für Industriepolitik, betreibt eine Unternehmensberatung für Frauen, deren weibliche Consultants Unternehmerinnen beraten und immateriell unterstützen.

Die Verfügbarkeit von Venture Capital ist in Schweden sehr gut (Platz 1 in Europa).[117]

Auch international sind schwedische Hochschulen im Bereich Unternehmerausbildung aktiv. Die Stockholm School of Economics förderte in Kooperation mit anderen internationalen Hochschulen das Projekt EuroFaculty in Pskow (Russland), durch welches Unternehmertum und Unternehmensgründungen in der nordwestrussischen Region entwickelt werden sollen.[118]

Norwegen[Bearbeiten]

Im Jahre 2005 waren 35 % der Gründungen in Norwegen technologieorientiert. Mit dieser Quote liegt das Land europaweit mit an der Spitze (Deutschland: 10 %)[119], wobei die Norwegian University of Science and Technology in Trondheim hervorsticht. Ein Master in Innovation und Unternehmensführung wird am Centre for Entrepreneurship der Universität Oslo angeboten. Lehrinhalte sind Innovationstheorie, Business Development, Management, Strategie, Finanzen und Marketing. Auch die Curricula gewerblicher Fach- bzw. Berufsschulen sind stark an unternehmerischer Tätigkeit orientiert. Deren integrierter Ansatz gilt vielfach als vorbildlich.[120] Ein interessantes Merkmal der Gründungsunterstützung in Norwegen ist, dass Gründer im Dialog mit den Finanzbehörden die Abzugsfähigkeit ihrer betriebsbedingten Kosten festlegen, ohne dass es dafür feste Schwellenwerte gibt. So besteht die Chance, dass sich aus einem Hobby ein ernsthaftes Unternehmen entwickelt oder umgekehrt, dass man nach mehreren Jahren der Erprobung einer Geschäftsidee feststellt, dass sich eine Vollexistenz darauf nicht bauen lässt.

Island[Bearbeiten]

Das Icelandic Technological Institute (IceTec), das vom Ministerium für Industrie und Handel gegründet wurde, ist mit Technologietransfer-, Beratungs- und Ausbildungsaufgaben für Start-Ups befasst. Es betreibt einige Business-Inkubatoren, die vor allem im Bereich der Biotechnologie tätig sind.[121] Im Jahr 2010 erreichte Island den ersten Rang des INSEAD Global Innovation Index. Ein hoher Anteil isländischer Neugründungen arbeitet für den internationalen Markt (Platz 1 in Europa, weltweit Platz 2 nach Kanada).[122]

Finnland[Bearbeiten]

Die Entrepreneurausbildung in Finnland ist weitgehend in Schul- und Hochschulcurricula verankert. Die Turkuu School of Economics and Business Administration hat ein eigenes, international beachtetes Entrepreneurship-Programm entwickelt.[98] U.a. förderte sie in Kooperation mit anderen internationalen Hochschulen das Projekt EuroFaculty in Pskow (Russland), durch welches Unternehmertum und Unternehmensgründungen in der nordwestrussischen Region entwickelt werden sollen.[118]

Weitere Zentren der Entrepreneur-Weiterbildung in Finnland sind das Helsinki Business College in Verbindung mit der Handelskammer Helsinki, die Satakunta University of Applied Sciences (SAMK) mit einem berufsbegleitenden MBA-Programm in Entrepreneurship und die University of Applied Sciences Lahti (Finnland) mit ihrem Programm „Business Succession School“, in dem Studierende und Unternehmer, die einen Nachfolger suchen, zusammengebracht werden.

Die Timiakatemia (Team Academy) an der Jyväskylä University of Applied Sciences[123] in Mittelfinnland bildet seit 1993 in einem international angesehenen Curriculum genossenschaftliche Gründer und Social Entrepreneurs aus.[124]

Estland[Bearbeiten]

Die private Estonian Entrepreneurship University of Applied Sciences[125] wurde 1992 mit dem Ziel der Förderung der unternehmerischen Initiative gegründet. Ihr Sitz befindet sich in Tallinn. Sie verfügt über 11 regionale Studienzentren. Das Fächerangebot umfasst Entrepreneurship, Management, Informationstechnologie und Design. Auch die Tallinn University of Technology (TUT) bildet in größerem Umfang Entrepreneurs – teils in Kooperation mit den anderen baltischen Ländern – aus.[126]

Polen[Bearbeiten]

In Polen wurden Elemente einer Entrepreneurausbildung im allgemeinbildenden Schulwesen ab der Sekundarstufe I implementiert. Allerdings sei der Unterricht zu makroökonomisch und weitgehend theoretisch orientiert.[127] Die (regional teils schwach entwickelte, wenig koordinierte) Gründungsförderung und Unternehmerausbildung stellt die Qualifizierung für kleine und mittlere Unternehmen in den Vordergrund, wodurch sie sich jedoch von eher großbetrieblich und vorrangig auf internationale Investoren ausgerichteten Konzepten in anderen mittel- und osteuropäischen Ländern positiv unterscheidet. Ein Lehr- und Forschungsschwerpunkt mit entsprechenden Spezialisierungen im Rahmen eines Bachelor- und Masterprogramms ist die Wirtschaftsuniversität Krakau.[128]

Tschechien[Bearbeiten]

Fünf tschechische Hochschulen verfügen über eigene Inkubatoren. Der größte davon wurde 2008 an der Technischen Universität Ostrava eingerichtet. Er bietet Platz für ca. 35 Start-Ups.

Slowakei[Bearbeiten]

1998 wurde ein Slowakisches Zentrum für Übungsfirmen (SCCF) durch das slowakische Erziehungsministerium errichtet. Das Zentrum soll alle 594 (Stand: Oktober 2008) Übungsfirmen in der Slowakei beraten und die internationale Kooperation in diesem Bereich sicherstellen. Die Übungsfirmen wurden an den slowakischen Berufsschulen sowie an Businessakademien eingerichtet, ferner an den Wirtschaftshochschulen Bratislava und Nove Zamky.

Das landesweite Projekt “First-rate schooling – successful living” wurde 2007 vom Erziehungsministerium in Verbindung mit der Arbeitgebervereinigung und der F. A. Hayek-Stiftung an Sekundarschulen eingerichtet. Über 1.300 Lehrer wurden in für die Enterpreneurausbildung wichtigen Fächern ausgebildet, 36.000 Schüler nahmen an den Modulen teil.[129]

Ungarn[Bearbeiten]

Die ungarischen Gründer klagen über wenig Unterstützung. Viele Scheinselbstständige nutzen den Unternehmerstatus lediglich um Steuern zu sparen. Die Ungarn stehen insgesamt der Existenzgründung noch skeptischer gegenüber als die Deutschen.[130] Die Mehrheit der Studierenden in Ungarn nimmt jedoch heute an Entrepreneurkursen teil. Eine in diesem Bereich aktivsten Hochschulen ist die technisch profilierte István-Széchenyi-Universität in Györ, gefolgt von der Universität Pécs.[42]

Rumänien[Bearbeiten]

Die Situation in Rumänien ist symptomatisch für die Entwicklung von Programmen zur Förderung des Unternehmertums in Ostmittel- und Südosteuropa. 2003 wurde hier von der Non-Profit-Organisation Junior Achievement Romania mit Unterstützung von USAid und Genehmigung des rumänischen Erziehungsministeriums ein Programm zur Förderung der Entrepreneurausbildung (Junior Achievement – Young Enterprise) an Sekundarschulen und Hochschulen gestartet. Dieses sah u. a. die Gründung von Übungsfirmen und betriebliche Praktika vor. Über eine reguläre Implementierung dieses Programm gibt es jedoch keine Informationen. In einer Befragung von Hochschulen durch die Petru Maior-Universität in Targu Mures ergaben sich keine Hinweise auf eine Evaluation oder auch nur ein Monitoring des Gründungsgeschehens. Offenbar diente das Programm wie viele ähnliche Aktivitäten eher dem Abgreifen von Fördermitteln zum Aufbau der Zivilgesellschaft durch rasch gegründete NGOs.[131] Die Hochschulen leiden wiederum unter einem Mangel an Autonomie und Flexibilität; Entrepreneurship wird z.T. von Dozenten gelehrt, die schon vor 1989 im Amt waren.[132]

Einzelne Hochschulen entwickelten jedoch durchaus erfolgreiche eigene Initiativen zur Gründungsförderung, teils auch mit deutscher oder EU-Hilfe. Die Universität Politehnika Bucharest und die Titu Maiorescu-Universität in Bukarest haben im Rahmen des Projekts TASE 2009–2011 etwa 80 Gründer bis zur Erstellung eines Businessplans ausgebildet.[133] An der Petru Maior-Universität in Targu Mures wurden 2007–2009 im Rahmen eines internationalen Projekts Curriculumelemente entwickelt, die auch in Masterstudiengängen anderer europäischer Länder eingesetzt werden, so u. a. an der Fachhochschule Frankfurt am Main.[134] An der Academia de Studii Economice din Bucuresti (ASE Bukarest) gibt es einen deutschsprachigen MBA in Unternehmensführung und Innovation. Auch an der Politehnika Timisoara werden Entrepreneurs ausgebildet.

Da in den vergangenen Jahren jedoch betriebswirtschaftliche Studiengänge mit Blick auf (später oft ausbleibende) internationale Investoren meist recht einseitig auf internationales Business Administration hin orientiert waren und Fächer wie Entrepreneurship und Small and Family Business Management vernachlässigt wurden, bestehen einerseits erhebliche Probleme bei der Gewinnung qualifizierter Entrepreneurs für Gründungen kleiner und mittlerer Unternehmen im Lande. Andererseits sehen sich auch z. B. technisch-naturwissenschaftlich qualifizierte Entrepreneurs gezwungen, wegen des allgemeinen Kapitalmangels und schwach entwickelter Märkte in Dienstleistungsbereichen zu gründen, in denen ihre spezielle technische Kompetenz gar nicht gefragt ist und ohne dass sie hinreichend betriebswirtschaftlich qualifiziert werden. Das Ministerium für kleine und mittlere Unternehmen, Handel und Business Environment hat mit EU-Hilfe einen Sechsjahresplan 2007–2013 zur KMU-Förderung mit sieben Teilprogrammen konzipiert, darunter eines für junge Unternehmer und eines zur Verbesserung des Zugangs zum Kapitalmarkt.[135]

Bulgarien[Bearbeiten]

In Bulgarien konzentrieren sich die Bemühungen von Hochschulen um die Verbesserung der Entrepreneurausbildung auf den IT-Bereich mit dem Ziel einer Clusterbildung.[136] Auch unterstützte die österreichische Rotary-Foundation seit 1994 die Gründerausbildung in Bulgarien an 41 Pilotschulen während der beruflichen Erstausbildung.[137]

Die UniCredit Foundation unterstützt 2013–1014 ein Programm zur Förderung von Social Entrepreneurs des Bulgarian Center for Not-for-profit Law (BCNL).[138]

Slowenien[Bearbeiten]

Das IRP – Institute for Entrepreneurship Research der Universität Maribor erforscht die Gründungsaktivitäten in Slowenien. Die Rahmenbedingungen insbesondere für junge Gründer in Slowenien gelten immer noch als schlecht.[139]

Kroatien[Bearbeiten]

In Kroatien fördert das CEPOR – Zentrum für Entwicklungspolitik von KMU und Unternehmertum, eine 2001 in Zagreb gegründete Non-Profit-Organisation als Denkfabrik die Entwicklung von und die Ausbildung für kleine und mittlere Unternehmen.[140] Schwerpunkte liegen in den Bereichen Touristik, Dienstleistungen, Holz- und Möbelwirtschaft.

Insbesondere die J. J. Strossmayer-Universität in Osijek bemüht sich seit 2000 aktiv um die Intensivierung und Modernisierung der akademischen und schulischen Gründerausbildung (2005: 250 Studierende im Fach Entrepreneurship), ebenso die Professional High School (Fachhochschule) VERN[141] in Zagreb. Die Aktivitäten des Landes gelten jedoch insgesamt in institutioneller und disziplinärer Hinsicht als zersplittert.[142] Es besteht die Befürchtung, dass viele kleine und mittlere Unternehmen des Landes auch wegen unzureichender Qualifikationen einen EU-Beitritt nicht überstehen werden.

Serbien[Bearbeiten]

Wichtige Zentren der Unternehmensgründung und Unternehmerausbildung sind die Universität und der Wissenschafts- und Technologiepark Novi Sad mit einem Inkubationszentrum.[143]

USAID führt in Serbien Hilfs- und Trainingsprogramme für das Agrobusiness durch.[144] Die serbische Regierung hat unter dem Eindruck der Krise im Jahre 2009 ein bis 2013 projektiertes Förder- und Trainingsprogramm für Klein- und Mittelbetriebe aufgelegt.[145]

Albanien[Bearbeiten]

Die Schattenwirtschaft macht etwa 60 % der albanischen Gesamtwirtschaft aus. Die Wertschöpfung der expandierenden albanischen „Kioskökonomie“ ist gering. Unternehmer und Kammern klagen über komplizierte Prozeduren zur Einholung von Genehmigungen, Unklarheit bei den Eigentumsrechten, eine schwache Durchsetzung der Rechtsstaatlichkeit und eine marode Infrastruktur.[146] Die Kauffman Foundation und einige US-Hochschulen führen vereinzelte Gründerkurse durch.

Russland[Bearbeiten]

Die Entrepreneurausbildung ist noch immer die Achillesferse der russischen Modernisierungspolitik.[147] Unter den Hochschulen spielte vor allem die Moscow State Technical University (MSTU) eine größere Rolle bei der Initiierung von Start-Ups. Erst nach der Krise 2008–2009 wurden in Russland flächendeckende Initiativen zur Intensivierung der Entrepreneurausbildung gestartet. Über 200 Hochschulen sind im Rahmen eines staatlichen Programms in der Gründungsförderung und -ausbildung involviert und haben z.T. spezialisierte Business-Inkubatoren gegründet.[148] In den höheren und berufsbildenden Schulen wurde der Wirtschaftskundeunterricht modernisiert, um den enormen Bedarf an Qualifikationen im Bereich Finanzen und Rechnungswesen zu decken. Die Sozialpartner wurden in die Ausbildung einbezogen. Die EU, die USA, Deutschland[149] und die skandinavischen Ländern unterstützen die Ausbildung unternehmerischer Kompetenzen und den Aufbau eines breiten Mittelstands im Rahmen von Gemeinschaftsprojekten und in Sonderwirtschaftszonen.

Kaukasusstaaten[Bearbeiten]

Armenien, Georgien und Aserbaidschan haben unter dem Einfluss der Weltbank in den letzten Jahren den Sektor kleiner und mittlerer Unternehmen ausgebaut. Sie fielen dabei durchaus durch positive Ratings auf, waren jedoch von der Krise 2009 stark betroffen und erlitten kräftige Rückschläge. Das gilt insbesondere Für Armenien.[150] In dieser Situation wurden besonders der Mangel an unternehmerischer Kompetenz und die fehlende Ausbildung deutlich. Eine Ausnahme bildet Georgien infolge des Zustroms von gut ausgebildeten Georgiern aus der Diaspora und in der Folge auch des Zustroms von internationalem Kapital sowie eines funktionierenden Marktes für Mikrokredite.[151]

Dennoch werden die Aussagekraft der positiven Ratings der Weltbank, von Forbes und Doing Business, des Enabling Trade Index und anderer Institutionen und Ratingeinrichtungen für Georgien und z.T. auch für Aserbaidschan bezweifelt. Die verwendeten Indikatoren beziehen sich vor allem auf das Tempo von Gewerbeanmeldungen, von Baugenehmigungen (Georgien liegt weltweit auf Platz 7), auf die Durchsetzung der Gewerbefreiheit (Platz 5) oder die Investitionssicherheit (Aserbaidschan auf Platz 20). Dabei liegt das Bruttoinlandsprodukt z.T. unter 3.000 US-$ pro Kopf (Georgien), d. h. die Märkte sind nach wie vor eng begrenzt, Kleinunternehmen sind so gut wie nie auf internationalen Märkten vertreten und Infrastruktur und Steuersystem funktionieren nur unzureichend. Die Erleichterungen betreffen vor allem internationale Investoren.[152] Trainings- und Kreditprogramme wie das georgische Governmental Employment Program for Small and Medium Business Development für Arbeitslose von 2007 und weitere brachten unter solchen Bedingungen kaum Abhilfe.

Eine Ausnahme bilden auch einige relativ erfolgreiche Neugründungen im Dienstleistungsgewerbe für den boomenden Ölsektor in Aserbaidschan. Die Kehrseite dieses Booms ist die mangelnde Diversifizierung, die wenig Nischen für Gründungen in anderen Branchen zulässt.

Eine Infrastruktur von Beratungs- und Serviceunternehmen für Gründer und Kleinunternehmer, die deren Kompetenzdefizite ausgleichen kann, steht am ehesten in Armenien zur Verfügung. Der Aufbau von Inkubatoren und Kooperationen mit Hochschulen steckt noch in den Anfängen.[153]

Eher schädlich ist der Wettbewerb der internationalen Organisationen und Investitionsbanken um regionalen Einfluss, der mehr mit Geld als mit nachhaltigem Know-How-Transfer erkauft wird. Allein in Georgien sind in der Förderung von Kleinunternehmen die folgenden Einrichtungen tätig, ohne dass deren Arbeit jemals sichtbar evaluiert wurde: United States Agency for International Development (USAid), United Nations Development Programme (UNDP), United States Department of Agriculture (USDA), Millennium Challenge Georgia (MCG), Eurasia Partnership Foundation (EPF), die Internationale Organisation für Migration (IOM), die Weltbank-Tochter International Finance Corporation (IFC), die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Friedrich-Naumann-Stiftung und andere. Solche Förderstrategien führen eher zu Mitnahmeeffekten als zur nachhaltigen Entwicklung einheimischer kleiner und mittlerer Unternehmen.

Kasachstan[Bearbeiten]

Ein Bericht der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) von 2007 konstatiert massive Defizite bei der Entwicklung und Förderung des Unternehmertums und von Unternehmensgründungen.[154] Trotz Gründung von 44 Inkubatoren, die teils durch die Soros-Stiftung gefördert wurden, blieben viele dieser Initiativen stecken, teils wegen Finanzmangel, teils wegen bürokratischer Hürden oder weil keine Kooperation mit Großunternehmen (z. B. durch Outsourcing oder Franchising) zustande kam. Bedingt durch Überregulation werden 43 % der Wertschöpfung in der Schattenwirtschaft erzeugt. Gründungen konzentrieren sich daher auf den Einzelhandel. Die Gründerausbildung gilt als unsystematisch; internationales Know-how werde nur in geringem Umfang genutzt.

Türkei[Bearbeiten]

Die Türkei hat insbesondere seit der Krise 2008–2009 große Anstrengungen unternommen, die Entrepreneurausbildung zu intensivieren. Die staatliche Organisation zur industriellen Entwicklung von kleinen und mittleren Unternehmen KOSGEB[155] hat 26-stündige Kurzkurse für junge Entrepreneurs und 42-stündige Kurse für Hochschulabsolventen eingeführt, die bei erfolgreicher Teilnahme zur Beantragung von Krediten in Höhe von 5.000 bis 20.000 € berechtigen. 11 Inkubatoren wurden für arbeitslose Gründer eingerichtet. Die Young Businessmen Association of Turkey (TÜGIAD) richtet Entrepreneurclubs, Foren und Chatrooms sowie Websites mit FAQ und Erfolgsstories ein. Die Women Entrepreneurs Association (KAGIDER) bemüht sich um die Erhöhung der Frauenquote unter der Gründern. 6 % (73.000) von ca. 1,2 Mio. türkischen kleinen und mittleren Unternehmen werden von Frauen geleitet – EU-weit sind es 28 %. Allerdings schneidet die Türkei in vielen Parametern nicht schlechter ab als Deutschland: Der GEM 2006 stellte fest, dass die Türkei Platz 25 von 42 untersuchten Ländern im internationalen Gründungsgeschehen einnimmt.[135] Insbesondere internetbasierte Unternehmensgründungen boomen in der Türkei: 30 Millionen Türken haben einen Facebook-Account.[156]

Israel[Bearbeiten]

Israel verzeichnet seit ca. 1994 im High-Tech-Bereich einen Gründerboom, der dem Staat zum Attribut The Start-up Nation[157] verhalf. Dieser Erfolg wird der engen Verbindung von Politik, guter Ausbildung, Kultur, Infrastruktur, neoliberaler Wirtschaftspolitik, globaler Orientierung und stetem Zustrom von Venture Capital zugeschrieben, die in einer Art von entrepreneurialem Ökosystem miteinander verknüpft sind. In vielen Zügen erinnert diese Situation an China; allerdings kommt in Israel die hohe Bedeutung eines permanenten Kapitalimports in Schlüsseltechnologien hinzu.

Aber auch in den ursprünglich stark kollektiv orientierten Kibbutzim gab es seit Mitte der 1990er Jahre eine Gründerwelle im Dienstleistungs- und Baubereich, dessen Träger oft Frauen waren. Größere Kibbutzim richteten auch Inkubatoren ein. Man kann diese Aktivitäten als Versuch sehen, das Überleben der kollektiven Tradition an meist ungünstigen peripheren Standorten inmitten eines zunehmend individualisierten und konkurrenzorientierten Umfelds zu sichern. Die so gegründeten Unternehmen fluktuieren allerdings sehr stark.[158]

Beobachter stellen fest, dass die Start-ups in wenigen Fällen organisch gewachsen sind, sondern durch politisches deal-making zustande kamen und zudem räumlich extrem konzentriert sind (Silicon Wadi), während andere Regionen nur wenige Unternehmensgründungen verzeichnen.[159] Auch ist der Anteil der 18- bis 64-Jährigen, die sich unternehmerisch betätigen, gegenüber 2008 zurückgegangen.[160]

Iran[Bearbeiten]

Die Schwierigkeiten des Iran mit der Etablisierung eines privaten Unternehmertums und einer Entrepreneurausbildung erinnern in mancher Hinsicht an die Problem postsozialistischer Länder. In Farsi gab es ursprünglich keinen Begriff für Unternehmertum. Zur Zeit des Pahlevi-Regimes musste der Begriff karfarma (ungefähr: Arbeitgeber, Boss; von kar: Arbeit, Job) zur Bezeichnung von Unternehmern verwendet werden, um Anklänge an marxistische Terminologie zu vermeiden. Die heutige Übersetzung karafarini bedeutet etwa Arbeitsplatzschaffung, -vermittlung oder Beschäftigung, welche Aufgaben traditionell dem Staat zugeschrieben werden. Doch seit Mitte der 1990er Jahre hat sich der Privatisierungsprozess beschleunigt. Der erste Masterstudiengang in Entrepreneurship begann 2004 an der Universität Teheran mit der Unterstützung von Arbeitsministerium, Wissenschaftsministerium und der Stadt Teheran. Diese Aktivitäten führten inzwischen zur Gründung einer eigenen Fakultät. Unter dem Druck wachsender Arbeitslosigkeit wurden ähnliche Aktivitäten im Rahmen des KARAD-Programms auch an anderen Universitäten eingeführt. Allerdings sieht das Arbeitsministerium nach wie vor beschäftigungspolitische Ziele im Fokus des Programms[161] und bleibt damit einem zweifelhaften Konzept von Unternehmertum verhaftet.

Indien[Bearbeiten]

Schwerpunkte der öffentlichen Entrepreneurausbildung in Indien liegen u. a. im Bereich des Family Business, der Mikrounternehmen und des Social Entrepreneurship. Das National Institute for Entrepreneurship and Small Business Development (NIESBUD) wurde 1983 vom Industrieministerium (heute Ministry of Micro, Small & Medium Enterprises, MSMEs) gegründet und verfügt über eigene Lehr- und Trainingskapazitäten.[162] Eine weitere wichtige Ausbildungs- und Forschungseinrichtung mit ähnlichen Zielsetzungen ist das Entrepreneurship Development Institute of India (EDI) in Ahmedabad, eine 1983 gegründete unabhängige Non-Profit-Institution, die von der Finanzwirtschaft gesponsert wird und Bachelor- und Masterprogramme ebenso wie Trainings aller Art anbietet. Gefördert wird auch die Ausbildung von Mikrounternehmern sowie das Youth Entrepreneurship. Das Institut unterhält weitere regionale Niederlassungen in Indien und im südostasiatischen Raum.[163]

Pakistan[Bearbeiten]

Pakistan kämpft mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Förderung und Ausbildung von Start-ups und Kleinunternehmen. Dazu zählen eine als postkolonial zu bezeichnende Sozialstruktur mit umfangreicher Bürokratie, Korruption und beherrschender Stellung des Militärs, eine enorme Vermögenskonzentration in wenigen Händen, die verlockende Möglichkeit, wesentlich höhere agrarische als industrielle Erträge zu erzielen, vielfältige gesetzliche Hemmnisse und geringe Möglichkeiten, gegen Gesetzes- und Vertragsbruch vorzugehen, ferner hohe Finanzierungskosten, eine unterentwickelte urbane Infrastruktur (40 % der Firmen klagen über Mängel der Elektrizitätsversorgung), mangelnde Qualifikationen auf allen Ebenen und ein Mangel an Innovation. Fast alle Unternehmen wurden von ihren Eigentümern ererbt.[164] Unter den einwohnerreichsten Ländern der Erde ist Pakistan somit dasjenige mit den schlechtesten Perspektiven für Gründer.

Eine gewisse Rolle bei der Förderung und Ausbildung von Start-ups spielen pakistanische Unternehmer in den USA, die z.T. im MIT Enterprise Forum of Pakistan (MITEF)[165] organisiert sind, sowie das Global Entrepreneurship Program des US-Außenministeriums.

Indonesien[Bearbeiten]

Die indonesische Regierung hat in den letzten Jahren mit Hilfe zahlreicher internationaler Partner – vor allem mit Unterstützung des US-amerikanischen Global Entrepreneurship Program (GEP) – die Gründung von Start-ups und die Unternehmerausbildung forciert. GEPI (GEP Indonesia) ist die lokale Agentur von GEP und an zentraler Stelle an solchen Programmen beteiligt.[166] Das Land gilt heute als sehr unternehmerfreundlich[167]. Allerdings ist die Beteiligung von Frauen am Gründungsgeschehen sehr gering, der Zugang zu Kapital bleibt für kleine und mittlere Unternehmen schwierig und die Effektivität der Regierungsprogramme wird in Frage gestellt.[168] Außerdem befinden sich zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen in Indonesien befinden in der Hand von Chinesen; Malayen sind nach wie vor unterrepräsentiert.

Singapur[Bearbeiten]

Singapur gilt seit Jahren als Standort zahlreicher innovativer Unternehmen. Trotz aller Ansiedlungserfolge werden jedoch Schwächen in der Ausbildung vor allem in Mathematik und Naturwissenschaften beklagt, die dazu führen, dass Start-ups überwiegend für den lokalen Markt tätig sind. Auch sind die Gründungsraten relativ niedrig geblieben.[169] Seminar- und Praktikumsprogramme der National University of Singapore (NUS) für Gründer und Start-ups werden vom NUS Entrepreneurship Centre[170] durchgeführt; die Absolventen streben jedoch oft Tätigkeiten in den zahlreichen ansässigen internationalen Großunternehmen an.

Süd-Korea[Bearbeiten]

Die Wirtschaft Süd-Koreas ist entscheidend durch große Konglomerate wie Samsung und Hyundai geprägt, die die besten der zahlreichen Hochschulabsolventen rekrutieren. Hinzu kommen hohe Direktinvestitionen aus dem Ausland. Daneben bleibt wenig Raum für Aktivitäten von qualifizierten und innovativen Start-ups. Zu dieser verhaltenen Gründungsdynamik tragen kulturelle Faktoren wie Risikoaversion ebenso bei wie bürokratische Gründungshemmnisse, hohe Gründungskosten und mangelnde staatliche Unterstützung.[171] Start-ups gelten als „underserved“. 2010 wurde daher die Korean Entrepreneurship Foundation (EKF) gegründet, die junge Entrepreneurs durch Training, Mentoring und Schaffung des Zugangs zu Finanzierungsquellen unterstützt werden sollen.[172]

China[Bearbeiten]

In China gibt es seit den 1990er Jahren erste Ansätze zur Unternehmeraus- und -weiterbildung, die seit ca. 2002 rasche Verbreitung findet. In diesem Jahr gab es schon 43 National Qualified University Science Parks. Einen besonderen Ruf in der Gründungsförderung hat sich die Fudan-Universität in Shanghai erworben. Ein Chinese High and New Technology Venture Service Centre (CHNTVSC) soll die zahlreichen Businessinkubatoren koordinieren.

Außeruniversitäre Träger der Untermehmerausbildung sind vor allem Verbände und Non-Profit-Organisationen, die ihre Angebote teils auch in Kooperation mit dem Ausland entwickeln. 2010 wurde die Academy of Chinese Entrepreneurs in Shanghai und Beijing gegründet. Immerhin geben in einer Untersuchung 23 % aller chinesischen Unternehmer an, dass sie ein „Training“ in der Schule erhalten haben; doch halten 93 % Beziehungen für den wesentlichen Erfolgsfaktor.[173]

Afrika südlich der Sahara[Bearbeiten]

Zentren der schwach entwickelten Entrepreneurausbildung in Afrika südlich der Sahara sind Südafrika[174], das jedoch nach Einschätzung der GEM-Experten weit hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt, und Kenia[175]. Einrichtungen der Entwicklungszusammenarbeit, international tätige Stiftungen (z. B. die Siemens Stiftung) und Freiwilligenorganisationen (z. B. die niederländische PUM[176]) sowie Social Entrepreneurship-Projekte im Bereich der Grundversorgung – z. B. gefördert von Ashoka – spielen dabei eine große Rolle. In Ghana werden softwareorientierte Gründungen von der Entrepreneurial School of Technology (MEST) der Meltwater Foundation unterstützt.

Die Gründungsquoten in Afrika südlich der Sahara sind hoch, so vor allem in Ghana und Sambia. Frauen sind stark am Gründungsgeschehen beteiligt, ebenso indische Zuwanderer z. B. in Südafrika, Mosambik und Tansania. Gründungsprojekte im Bereich der Entwicklung und Vermarktung angepasster Technologien (Reverse Innovation) sind selten und treffen auf die Konkurrenz von Importprodukten. Eine Ursache dafür sind die Schwächen der Ausbildung in den mathematisch-naturwissenschaftlich-ingenieurtechnischen Fächern in vielen afrikanischen Ländern.

Marokko[Bearbeiten]

Marokko verfügt über eine wohlhabende und erfahrene Händlerschicht, die jedoch lange zögerte, sich in industriellen Sektoren oder modernen Dienstleistungsbranchen zu engagieren. Zwar hat sich die Zahl der jährlichen Neugründungen von 2004 auf 2008 um fast 140 % erhöht, doch dominiert darunter nach wie vor deutlich das Handelsgewerbe. Die Hochschulen beschränkten auf die Sensibilisierung für das Thema Existenzgründung, so dass bis 2005 keinerlei Ausbildungs- oder Begleitprogramme für akademische Gründer angeboten wurden.[177] Auch heute noch (2013) gilt die Mittelausstattung der überfüllten Hochschulen als völlig unzureichend.

Angesichts hoher Jugendarbeitslosigkeit sind die Bemühungen um die Förderung von Existenzgründungen jedoch seit 2005 stark intensiviert worden. Ca. 44 % aller 18- bis 64-Jährigen hatten nach einer Erhebung in 2009 während der letzten 3,5 Jahre ein Unternehmen gegründet und/oder waren gerade dabei, ein Unternehmen zu gründen. Das ist die höchste Quote im internationalen Vergleich der Länder mit sog. faktorbasierten Ökonomien.[178] Tausende Gründungen junger Menschen („Jeunes Entrepreneurs“) wurden u. a. durch Mikrokredite besonders gefördert.[179]

Insbesondere wird versucht, akademisch qualifizierte Rückwanderer aus Europa zur Ansiedlung in sog. Offshore-Parks zu gewinnen, wo sie z. B. für europäische Firmen arbeiten und den Kristallisationspunkt für weitere lokale Gründungen bilden sollen.[180] 2011 waren 7 solcher Parks im Betrieb bzw. in Planung. Das Pilotprojekt ist Casashore in Casablanca.[181] Parallel dazu gibt es Ansätze, die Ausbildung von Ingenieuren in Entrepreneurship an den Universitäten und Fachhochschulen (Ecoles Nationales des Sciences Appliquées) zu fördern.

Das US-Außenministerium förderte 2012 eine Kurzausbildung für Social Entrepreneurs in Fès.[182] Im Jahr 2013 wird eine Sommerakademie der kanadischen École internationale des jeunes entrepreneurs de Sherbrooke (ÉIJE) für den Maghreb in Agadir stattfinden.

Tunesien[Bearbeiten]

In Tunesien sind seit Ende der 1990er Jahre teils mit Unterstützung durch die GIZ (früher gtz) Initiativen zur Entrepreneurausbildung[183] und zur Unterstützung des Sozialunternehmertums entstanden, doch ist ihre Wirksamkeit bisher nicht evaluiert worden. Die Aktivitäten konzentrierten sich lange Zeit auf den Bereich der Gastronomie. Die Ecole Supérieure de Commerce de Tunis (ESC Tunis), eine Gründung der Université de la Manouba, bildet seit dem Jahr 2000 Unternehmer für den Hotel- und Tourismusbereich aus.[184]

Seit 2012 wurden die Aktivitäten zur Förderung junger Unternehmen mit internationaler Unterstützung intensiviert. In diesem Jahr wurden erstmals Gründungswettbewerbe zwischen studentischen Teams aus sieben Hochschulen ausgetragen, und die Sommerakademie der kanadischen École internationale des jeunes entrepreneurs de Sherbrooke (ÉIJE) für den Maghreb fand in Sousse statt.

Arabische Staaten[Bearbeiten]

In der arabischen Welt gibt es einen hohen Anteil von Klein- und Kleinstunternehmern, die jedoch zum großen Teil auf traditionellen Geschäftsfeldern tätig sind. Die Rate der Neugründungen liegt unter dem weltweiten Durchschnitt[185]; Frauen sind weit unterdurchschnittlich am Gründungsgeschehen beteiligt, was sich nur langsam ändert[186], Staatsfonds dominieren große Bereiche der Wirtschaft, die Bürokratie wirkt oft gründungshemmend. Gewisse Chancen für Entrepreneurs ergeben sich u. a. in den Bereichen IT, Außenhandel, Touristik, Wellness, Agrobusiness, Dienstleistungen für internationale Unternehmen und auch im Segment des Social Entrepreneurship. Jedoch reichen die Ausbildungskapazitäten für Nachwuchsunternehmer bei weitem nicht aus. Das Gleiche gilt für die Mikrokreditfinanzierung, die oft durch den engen Rahmen von traditionellen Wohlfahrtssystemen begrenzt wird. So kann der arabische Frühling in Tunesien teilweise als Aufstand perspektivloser Kleinunternehmer und Social Entrepreneurs angesehen werden.[187]

Die zunehmende Jugendarbeitslosigkeit in zahlreichen arabischen Staaten veranlasste den Golf-Kooperationsrat, sich seit 2010 verstärkt um die Entfaltung und Unterstützung unternehmerischer Initiativen zu bemühen. Das US-Außenministerium hatte schon seit 2002 Druck in Richtung der Intensivierung von nicht staatlich induzierten Unternehmensgründungen gemacht, einer Forderung, der sich auch Präsident Obama 2010 angeschlossen hat.[188] Zahlreiche US-Organisationen sind inzwischen in diesem Bereich tätig, v.a. in Dubai, so USAID, das Brookings Institution’s Wolfensohn Center for Development, das Aspen-Institut, die Kauffman Foundation und die Dubai-Initiative der Harvard University. Auch EU (in Libyen mit Hilfe eines Business-Inkubators) und das UNDP (in Jordanien) unterstützen in neuester Zeit die Unternehmerausbildung.

Die Entrepreneureliten der arabischen Länder werden bisher jedoch überwiegend in den USA und in Europa ausgebildet. So finden sich bisher nur vereinzelte Ansätze zum Youth Entrepreneurship ab dem Vorschulalter für Jungen und Mädchen z. B. in Saudi-Arabien. Ein Zentrum der Entrepreneurausbildung in Ägypten ist die American University in Cairo (AUC).[189] In Dubai spielt das Mohammed bin Rashid Establishment for SME development eine gewisse Rolle bei der Gründungsförderung[190]; jedoch steht hier die Ansiedlung von Großinvestoren weiter im Vordergrund.

Im Oktober 2011 gab die Schwab Foundation for Social Entrepreneurship im Rahmen des World Economic Forum- Treffens in Jordanien die Gewinner des „Social Entrepreneur Of The Year Award“ 2011 für die Arabische Welt bekannt. Einer der Preisträger ist Sameh Seif Ghali – Mitglied der Community Impact Development Group (CIDG) von Siemens Stiftung und Ashoka. Die Auszeichnung erhielt er für sein Sozialunternehmen „Together Association for Development and the Environment“ (TA).[191]

Brasilien[Bearbeiten]

Insgesamt gab es 2007/2008 in Brasilien je nach Schätzung 11 bis 15 Millionen neue Unternehmer, die vor bis zu dreieinhalb Jahren ihre Aktivitäten gestartet hatten. Die Letztere Zahl entspricht 12,7 % der erwachsenen Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren. Dabei handelt es sich zum großen Teil um Kleinstunternehmen und Notgründungen. Entsprechend groß ist der Trainingsbedarf. Das Angebot an Trainingsprogrammen für Unternehmer ist jedoch stark zersplittert und meist lokal organisiert. Quantitativ ist es weniger umfassend als in anderen lateinamerikanischen Ländern, was durch die verstärkte Nutzung von Videos und elektronischen Medien kompensiert werden soll.[192] Neben einigen Regierungsprogrammen, Programmen der Bundesstaaten und Gemeinden gibt es zahlreiche Programme von Non-Profit-Organisationen, christlichen Initiativen und Universitäten. Viele dieser Aktivitäten wurden als Antwort auf lokale Unterbeschäftigung gestartet und professionalisieren sich nur langsam. Social Entrepreneurship-Programme spielen dabei eine große Rolle.[193]

Mexiko[Bearbeiten]

Mexiko weist eine hohe Gründungsintensität bei insgesamt schlechten institutionellen Rahmen- und Förderbedingungen auf. Viele Ausbildungsaktivitäten – auch im Rahmen von Projekten der Entwicklungskooperation – bereiten auf eine Rolle im Bereich des Social Entrepreneurship oder Family Business vor, so z. B. das der University of Panamericana in Mexiko-Stadt. Als international vorbildlich wird oft das Angebot des Instituto tecnologico y de Estudio Superiores de Monterrey (ITESM) angesehen. Das Programa Empresario und das Programa Emprendedor bieten Ausbildung und Gründungsunterstützung bis hin zur Promotion mit verschiedener Ausrichtung an (z. B. auch auf Familienunternehmen). Lehre wird hier kombiniert mit Motivation und Praxiserfahrung. Auf dem Campus steht ein Inkubator zur Verfügung.[103]

Kolumbien[Bearbeiten]

Die kolumbianische Regierung betreibt seit ca. 2008 eine aktive Politik der Entwicklung des Entrepreneurship, die in Verbindung mit verschiedenen Reformen zu einem raschen Aufschwung der Aktivitäten in dem früher als gründungsfeindlich geltenden Land geführt hat. Viele Schulen und Hochschulen haben Entrepreneurkurse in ihr Curriculum aufgenommen. Die Universidad de los Andes (Kolumbien)[194] hat gemeinsam mit internationalen Partnern das Programm New Ventures Colombia gegründet, in dem die Entwicklung von Businessplänen gefördert wird. Das Programm Incubar Colombia fördert und inkubiert technikbasierte Gründungen.[195] Dennoch handelt es sich bei vielen Gründungen noch um Notgründungen. Der Zugang zu Kapital ist schwierig.[196]

Kanada[Bearbeiten]

In Kanada gibt es seit 1985 akademische Kurse zur Ausbildung von Entrepreneurs, die einen starken Zulauf verbuchen. Ein Beispiel ist der Masterkurs in Engineering, Entrepreneurship and Innovation (MEEI) der McMaster University in Hamilton (Ontario), der von ehemaligen Industriemanagern entwickelt wurde, die sich zum Ziel gesetzt hatten, das innovative Denken in ihren ehemaligen Unternehmen (u. a. Xerox) zu fördern. Der Kurs dauert eineinhalb Jahre und besteht aus vier Modulen: 1. Erkennen technischer Innovationschancen und Marktevaluation, 2. Technische und Marktentwicklung, 3. Business Development, 4. Start-up-Phase. In den letzten Jahren ist es den kanadischen Hochschulen erfolgreich gelungen, eine Balance zwischen den Bedürfnissen großer sowie kleiner und mittlerer (auch neugegründeter) Unternehmen zu finden.[197]

Ein Beispiel für einen fakultätsübergreifenden Ansatz ist das 2008 gegründete Ryerson Entrepreneurial Institute der Ryerson University in Toronto.[198]

Die Canadian Youth Business Foundation (CYBF) unterstützt Gründer von 18 bis 34 Jahren durch Mentoring, Beratung und Netzwerkeaktivitäten.[199]

Neuseeland[Bearbeiten]

Neuseelands offene und liberale Volkswirtschaft weist eine sehr hohe Gründerquote auf. Insbesondere sind 5 % der erwachsenen weiblichen Bevölkerung selbstständig. Es gibt zahlreiche Familienbetriebe.[200] Neben Gründungen kleiner und mittlerer Unternehmen im Bereich der Landwirtschaft, der Nahrungsmittelindustrie und der lokalen Produktion, die z. B. von der Massey University an mehreren Campusstandorten und durch Fernlehrprogramme gefördert werden,[201] existiert ein Hochtechnologiesektor, der aus Spin-offs der Hochschulen hervorgangen ist. Die Stadt Dunedin und die Otago University haben ein Centre for Entrepreneurship gegründet, das ein Masterprogramm in Entrepreneurship organisiert.[201]

Literaturhinweise[Bearbeiten]

  • Collrepp, Friedrich von: Handbuch der Existenzgründung, 5. Auflage, Schäffer-Poeschel Verlag, 2005, ISBN 978-3-7910-2628-2.
  • De, D.: Entrepreneurship – Gründung und Wachstum von kleinen und mittleren Unternehmen, Pearson-Studium (Pearson-Education), Boston, San Francisco, Sydney, Madrid, Amsterdam, München 2005, ISBN 3-8273-7119-8.
  • Fallgatter, Michael J.: Theorie des Entrepreneurship: Perspektiven zur Erforschung der Entstehung und Entwicklung junger Unternehmungen. Dt. Univ.-Verl, Wiesbaden 2002, ISBN 3-8244-9091-9.
  • Fallgatter, Michael J.: Junge Unternehmen. Kohlhammer, Stuttgart, ISBN 978-3-17-019093-1.
  • Faltin, Günter: Kopf schlägt Kapital, 7. Auflage, Hanser Verlag, 2010, ISBN 978-3-446-41564-5.
  • Fueglistaller, Urs / Müller, Chr. / Volery, T.: Entrepreneurship. Modelle – Umsetzung – Perspektiven. Mit Fallbeispielen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. 2. erw. Auflage. Gabler, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-8349-0729-5.
  • Hekman, Björn: Entrepreneurship Education in Europa. Entwicklung einer berufs- und wirtschaftspädagogischen Empfehlung zur Förderung von Gründungskompetenz im Handwerk mit dem Schwerpunkt Erstausbildung. Diss. Köln 2005.
  • Kirzner, Israel M.: Competition and Entrepreneurship, University of Chicago Press, Chicago 1973, ISBN 978-0-226-43776-7.
  • Kraus, Sascha/Gundolf, Katherine (Hrsg.): Stand und Perspektiven der deutschsprachigen Entrepreneurship- und KMU-Forschung. Ibidem, 2008.
  • Landoli, Luca, Landstrom, Hans, Raffa, M. (eds.): Entrepreneurship and economic growth. Edward Elgar, 2007.
  • Lindner u. a.: Entrepreneur: Menschen, die Ideen umsetzen. Initiative für Teaching Entrepreneurship, Wien 2005, ISBN 3-200-00294-8.
  • Lutz von Rosenstiel und Thomas Lang-von Wins (Hrsg.): Existenzgründung und Unternehmertum: Themen, Trends und Perspektiven. Schäffer-Poeschel, Stuttgart 1999, ISBN 3-7910-1315-7.
  • Schumpeter, J. A.: Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung: Eine Untersuchung über Unternehmergewinn, Kapital, Kredit, Zins und den Konjunkturzyklus, 9. Auflage (unv. Nachdruck der 4. Aufl. 1934), Duncker & Humblot, Berlin 1997, ISBN 978-3-428-07725-0.
  • Thust, Antje: Die Idee des Entrepreneurship und ihre Umsetzung in der Betriebswirtschaftslehre der deutschen Hochschulen. Institut für Entrepreneurship der FH Frankfurt am Main, 2. Auflage 2008, ISBN 978-3-924100-33-9.
  • Szabó, Zsuzsanna Katalin/Szabó, Antal: Comparative Study on Entrepreneurship Education. National Case Studies, Kosice 2009, ISBN 978-80-553-0332-1.
  • Amtsblatt der EU: KOM(2005)548 endgültig 2005/0221(COD).

Zeitschriften[Bearbeiten]

  • ZfKE. Zeitschrift für KMU und Entrepreneurship (vormals IGA. Zeitschrift für Klein- und Mittelunternehmen), hrsg. vom Schweizerischen Institut für Klein- und Mittelunternehmen an der Universität St. Gallen und dem Institut für Entrepreneurship an der Hochschule Liechtenstein (erscheint vierteljährlich, 2010 im 58. Jahrgang), Duncker & Humblot, Berlin/St. Gallen/Vaduz, ISSN 1860-4633 (Print), ISSN 1865-5114 (Online).
  • Entrepreneurship: Theory and Practice[202]
  • Journal of Small Business Management[203]
  • ERENET Profile, hrsg. von ERENET seit 2008. ISSN 1789-624X (Online).

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Joseph Schumpeter, Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl. Berlin 1997, S. 1\d f.
  2. Schumpeter, S. 101
  3. David G. Birch, The Job Generation Process, MIT Program on Neighborhood and Regional Change, 1979
  4. In den USA schon seit den 1940er Jahren, als das angestellte Management die Bedeutung der Eigentümer bei der Unternehmensführung relativierte, in Deutschland erstmals Heinz Klandt (1991): Zur Existenzberechtigung einer speziellen Betriebswirtschaftslehre für die Gründungs-und Frühentwicklungsphase, in: Detlef Müller-Böling u. a. (Hrsg.): Innovations- und Technologiemanagement, Stuttgart: Poeschl, S. 479-494
  5. Günter Faltin (2010): Kopf schlägt Kapital. München: Hanser, 8. Aufl.
  6. Hans-Jürgen Weissbach, Georgeta Boarescu, Thomas Dück u. a.: Entrepreneurial Creativity and Innovation Management, Frankfurt/M. / Kosice 2009, S. 14\d ff., ISBN 978-3-924100-38-4
  7. Morris, M. H., Lewis, P. S., & Sexton, D. L. (1994): Reconceptualizing entrepreneurship: An input-output perspective. SAM Advanced Management Journal, 59(1), 21.
  8. Shapero, Albert; Sokol, Lisa, The Social Dimensions of Entrepreneurship (1982), in: Encyclopedia of Entrepreneurship, Englewood Cliffs, Prentice Hall, S. 72-90
  9. Shapero, A. (1984), The Entrepreneurial Event, in: C. A. Kent (eds.), The Environment for Entrepreneurship, Lexington Books, Toronto.
  10. Attila Bruni, Silvia Gherardi, Barbara Poggio: Gender and Entrepreneurship: An Ethnographic Approach, Routledge, 2005, und Digital Printing, 2006, ISBN 0-415-35228-2, S. 10
  11. Attila Bruni, Silvia Gherardi, Barbara Poggio: Gender and Entrepreneurship: An Ethnographic Approach, Routledge, 2005, und Digital Printing, 2006, ISBN 0-415-35228-2, S. 12
  12. GEM Global Entrepreneurship Monitor Website des GEM
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