Unterschleißheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Unterschleißheim
Unterschleißheim
Deutschlandkarte, Position der Stadt Unterschleißheim hervorgehoben
48.28333333333311.566666666667473Koordinaten: 48° 17′ N, 11° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: München
Höhe: 473 m ü. NN
Fläche: 14,93 km²
Einwohner:

26.590 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 1781 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85716
Vorwahl: 089
Kfz-Kennzeichen: M
Gemeindeschlüssel: 09 1 84 149
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
85716 Unterschleißheim
Webpräsenz: unterschleissheim.de
Bürgermeister: Christoph Böck (SPD)
Lage der Stadt Unterschleißheim im Landkreis München
Starnberger See Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Ebersberg Landkreis Erding Landkreis Freising Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Miesbach Landkreis Rosenheim Landkreis Starnberg Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Dachau München Forstenrieder Park Grünwalder Forst Hofoldinger Forst Höhenkirchener Forst Perlacher Forst Aschheim Aying Baierbrunn Brunnthal Feldkirchen (Landkreis München) Garching bei München Gräfelfing Grasbrunn Grünwald Haar (bei München) Höhenkirchen-Siegertsbrunn Hohenbrunn Ismaning Kirchheim bei München Neubiberg Neuried (bei München) Oberschleißheim Ottobrunn Planegg Pullach im Isartal Putzbrunn Sauerlach Schäftlarn Straßlach-Dingharting Taufkirchen (bei München) Unterföhring Unterhaching UnterschleißheimKarte
Über dieses Bild

Unterschleißheim ist eine Stadt im oberbayerischen Landkreis München. Sie befindet sich zirka 20 km nördlich von München und 2 km nördlich von Oberschleißheim zwischen den Flüssen Isar und Amper. Unterschleißheim ist Mitglied der Nordallianz, eines informellen Zusammenschlusses von acht Kommunen nördlich von München.

Inhaltsverzeichnis

Geographie [Bearbeiten]

Stadtgliederung [Bearbeiten]

  • Unterschleißheim (Name der Stadt sowie eines Stadtteils)
  • Lohhof (1929 offiziell als Tochtersiedlung gegründet)
  • Lohhof-Süd
  • Riedmoos
  • Inhauser Moos
  • Hollern westlich der B 13 (Gut Hollern 1, 2 und Gut Hollern Neuhof gehören nach wie vor zur Gemeinde Eching)

Geschichte [Bearbeiten]

Die ersten Funde, die auf eine Besiedlung hindeuten, stammen etwa von 1400-1250 vor Christus. Unterschleißheim, wie auch Oberschleißheim gingen aus dem dazwischen liegenden heutigen Mittenheim hervor. In seiner Gründerzeit zählte die Ortschaft mehrere Einzelgehöfe wovon auch der Gründer, der Germane Slius, seine Hofstätte hatte. 785 n. Chr. erfolgte die erste urkundliche Erwähnung der sogenannten „Traditio Rihpaldi“ (Schenkungsurkunde des Rihpald), der Schenkung von Sliuuesheim und Teitinhusir durch Rihpald. Bereits im 12. Jahrhundert entwickelte sich die Weilersiedlung „Schleyßaim“ zu einem Dorf hinaus, zudem wurde im selben Jahrhundert erstmals der Ortsteil Lohhof als Lochoven - Hof im Wald - erwähnt. 1485 wird Nydernsleisheim zum Sitz einer Hauptmannschaft. Während des 15. Jahrhunderts wurde schließlich Nydernsleisheim verwaltungsgemäß in Grossenschleißheim umbenannt. Unterschleißheim wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde. Um 1900 war das Dorf noch ländlich-bäuerlich geprägt.

Im Zuge des Aufstiegs des Großraums München zur wirtschaftlichen Spitzenregion zu Beginn der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebte das ursprüngliche Dorf Unterschleißheim einen rasanten Anstieg der Einwohnerzahl. Infolgedessen stiegen die Grundstückspreise in dieser Zeit extrem, was einigen dort ansässigen Bauern und Feldbesitzern teilweise erheblichen Reichtum durch Besitzverkäufe einbrachte. Bereits seit 1858 gibt es die Eisenbahnstrecke durch Unterschleißheim, der alte Bahnhof wurde jedoch in Lohhof erbaut. 1929 wurde offiziell der Ortsteil Lohhof gegründet. Auf Zustimmung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern erhielt Unterschleißheim am 10. August 1965 das heutige Ortswappen. 1973 wurde Le Crès (Département Hérault) die erste Partnergemeinde. 1990 wurde der Ort Hollern eingemeindet, der bis dahin zur Nachbargemeinde Eching gehörte; im selben Jahr wurde die Partnerschaftsbeziehung zur thüringischen Stadt Lucka aufgenommen. Die Stadterhebung erfolgte am 16. Dezember 2000.[2] Unterschleißheim ist heute die größte Ortschaft im Landkreis München.

Bevölkerung [Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung seit 1995

Mit Ausnahme der Jahre 1998, 2003 und 2006 stieg die Einwohnerzahl in Unterschleißheim seit dem Jahr 1995 immer weiter an. Ende 2008 konnte man knapp 2.500 Einwohner mehr zählen als 13 Jahre zuvor. Die 25.000-Einwohner-Marke wurde erstmals im Jahr 1996 überschritten. Die folgende Tabelle zeigt alle Einwohnerzahlen (Hauptwohnsitz in Unterschleißheim) seit 1995, jeweils am 31. Dezember.

Jahr Einwohner
31. Dezember 1995 24.894
31. Dezember 1996 25.265
31. Dezember 1997 25.299
31. Dezember 1998 25.278
31. Dezember 1999 25.354
31. Dezember 2000 25.633
31. Dezember 2001 25.672
31. Dezember 2002 25.915
31. Dezember 2003 25.725
31. Dezember 2004 25.777
31. Dezember 2005 26.798
31. Dezember 2006 26.046
31. Dezember 2007 27.106
31. Dezember 2008 27.217
31. Dezember 2009 27.281
31. Dezember 2010 27.260

Politik [Bearbeiten]

Stadtrat [Bearbeiten]

Der Stadtrat bildet sich aus dem Vorsitzenden, dem ersten Bürgermeister und 30 ehrenamtlichen Mitgliedern, wovon 13 der CSU, 10 der SPD und 3 der Freie Bürger-Fraktion angehören. Es vertreten 2 Mitglieder das Bündnis 90/Die Grünen sowie jeweils ein Mitglied die ÖDP und die FDP.

(Wahlperiode 1. Mai 2008 bis 30. April 2014)

Bürgermeister [Bearbeiten]

Rolf Zeitler (CSU) war 24 Jahre Bürgermeister von Unterschleißheim. Im März 2013 wurde der dritte Bürgermeister Christoph Böck zum neuen Bürgermeister der Stadt gewählt. Zweiter Bürgermeister ist weiterhin Theodor Pregler (CSU).

Städtepartnerschaften [Bearbeiten]

Kultur [Bearbeiten]

Rathaus Unterschleißheim

Bauwerke [Bearbeiten]

  • Alte Sankt-Ulrich-Kirche - 1518 erbaute, unter Denkmalschutz stehende Kirche
  • Mallertshofener Kirche - ältester romanischer, unter Denkmalschutz stehender Steinbau
  • Glockenspiel auf dem Rathausturm - zur Jahrtausendwende hergestelltes Glockenspiel

Museen [Bearbeiten]

  • Heimatmuseum Unterschleißheim - Am Rathausplatz
  • Orgelmuseum - In der Bezirksstraße

Veranstaltungsgebäude [Bearbeiten]

  • BallhausForum an der Landshuter Straße
  • Festsaal im Rathaus
  • Mehrzweckhalle in der Birkenstraße
  • Gleis1 Jugendzentrum

Kino [Bearbeiten]

  • Filmtheater Capitol

Freizeitmöglichkeiten [Bearbeiten]

  • Unterschleißheimer See
  • Freizeitbad mit Saunalandschaft aquariush
  • mehrere Sport- und Turnhallen
  • Jugendfreizeitstätte Gleis1
  • Berglwald mit Trimm-Dich-Pfad (Gemeindegebiet von Oberschleißheim)
  • DAV-Kletterfelsen beim Hallenbad
  • Fitnessstudios
  • SV Lohhof, größter Sportverein der Stadt
  • SV Riedmoos

Parks und Grünanlagen [Bearbeiten]

  • Valentinspark
  • Lohwald - der älteste Park der Stadt
  • Grünzug im Gewerbegebiet – eine ca 1,7 km lange Parkanlage im Gewerbegebiet

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Sehbehinderten- und Blindenzentrum Südbayern, Unterschleißheim

Bildung [Bearbeiten]

Schulen [Bearbeiten]

  • Carl-Orff-Gymnasium
  • Therese-Giehse-Realschule
  • Mittelschule an der Johann-Schmid-Straße
  • Grundschule an der Johann-Schmid-Straße
  • Grundschule an der Ganghoferstraße
  • Grundschule Michael-Ende-Schule (früher Grundschule an der Raiffeisenstraße)
  • Edith-Stein-Schule für Sehbehinderte und Blinde – Verein für Sehgeschädigtenerziehung e.V. (umfasst eine Grund-, Haupt- und Realschule)
  • Rupert-Egenberger-Schule – sonderpädagogisches Förderzentrum
  • Montessori-Schule Clara Grunwald
  • eine Fachoberschule ist in Planung[4]

Bedeutende ansässige Unternehmen [Bearbeiten]

Verkehrsanbindung [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

  • Wolfgang Christoph: Die Unterschleißheimer, Chronik einer Bürgerschaft, Unterschleißheim, 1984
  • 1200 Jahre Unterschleißheim – 785–1985, eine Ortschronik, F. Bruckmann KG, 1985

Baudenkmäler [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Unterschleißheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2000
  3. http://www.unterschleissheim-zelenograd.de/_de/wirtschaftspartnerschaft/
  4. http://www.unterschleissheim.de/index.html?xml=/rathaus/presse.xml&press_id=2659