Unterschleißheim
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | München | |
| Höhe: | 473 m ü. NN | |
| Fläche: | 14,93 km² | |
| Einwohner: |
26.590 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 1781 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 85716 | |
| Vorwahl: | 089 | |
| Kfz-Kennzeichen: | M | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 84 149 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathausplatz 1 85716 Unterschleißheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Christoph Böck (SPD) | |
| Lage der Stadt Unterschleißheim im Landkreis München | ||
Unterschleißheim ist eine Stadt im oberbayerischen Landkreis München. Sie befindet sich zirka 20 km nördlich von München und 2 km nördlich von Oberschleißheim zwischen den Flüssen Isar und Amper. Unterschleißheim ist Mitglied der Nordallianz, eines informellen Zusammenschlusses von acht Kommunen nördlich von München.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Stadtgliederung [Bearbeiten]
- Unterschleißheim (Name der Stadt sowie eines Stadtteils)
- Lohhof (1929 offiziell als Tochtersiedlung gegründet)
- Lohhof-Süd
- Riedmoos
- Inhauser Moos
- Hollern westlich der B 13 (Gut Hollern 1, 2 und Gut Hollern Neuhof gehören nach wie vor zur Gemeinde Eching)
Geschichte [Bearbeiten]
Die ersten Funde, die auf eine Besiedlung hindeuten, stammen etwa von 1400-1250 vor Christus. Unterschleißheim, wie auch Oberschleißheim gingen aus dem dazwischen liegenden heutigen Mittenheim hervor. In seiner Gründerzeit zählte die Ortschaft mehrere Einzelgehöfe wovon auch der Gründer, der Germane Slius, seine Hofstätte hatte. 785 n. Chr. erfolgte die erste urkundliche Erwähnung der sogenannten „Traditio Rihpaldi“ (Schenkungsurkunde des Rihpald), der Schenkung von Sliuuesheim und Teitinhusir durch Rihpald. Bereits im 12. Jahrhundert entwickelte sich die Weilersiedlung „Schleyßaim“ zu einem Dorf hinaus, zudem wurde im selben Jahrhundert erstmals der Ortsteil Lohhof als Lochoven - Hof im Wald - erwähnt. 1485 wird Nydernsleisheim zum Sitz einer Hauptmannschaft. Während des 15. Jahrhunderts wurde schließlich Nydernsleisheim verwaltungsgemäß in Grossenschleißheim umbenannt. Unterschleißheim wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde. Um 1900 war das Dorf noch ländlich-bäuerlich geprägt.
Im Zuge des Aufstiegs des Großraums München zur wirtschaftlichen Spitzenregion zu Beginn der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebte das ursprüngliche Dorf Unterschleißheim einen rasanten Anstieg der Einwohnerzahl. Infolgedessen stiegen die Grundstückspreise in dieser Zeit extrem, was einigen dort ansässigen Bauern und Feldbesitzern teilweise erheblichen Reichtum durch Besitzverkäufe einbrachte. Bereits seit 1858 gibt es die Eisenbahnstrecke durch Unterschleißheim, der alte Bahnhof wurde jedoch in Lohhof erbaut. 1929 wurde offiziell der Ortsteil Lohhof gegründet. Auf Zustimmung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern erhielt Unterschleißheim am 10. August 1965 das heutige Ortswappen. 1973 wurde Le Crès (Département Hérault) die erste Partnergemeinde. 1990 wurde der Ort Hollern eingemeindet, der bis dahin zur Nachbargemeinde Eching gehörte; im selben Jahr wurde die Partnerschaftsbeziehung zur thüringischen Stadt Lucka aufgenommen. Die Stadterhebung erfolgte am 16. Dezember 2000.[2] Unterschleißheim ist heute die größte Ortschaft im Landkreis München.
Bevölkerung [Bearbeiten]
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Mit Ausnahme der Jahre 1998, 2003 und 2006 stieg die Einwohnerzahl in Unterschleißheim seit dem Jahr 1995 immer weiter an. Ende 2008 konnte man knapp 2.500 Einwohner mehr zählen als 13 Jahre zuvor. Die 25.000-Einwohner-Marke wurde erstmals im Jahr 1996 überschritten. Die folgende Tabelle zeigt alle Einwohnerzahlen (Hauptwohnsitz in Unterschleißheim) seit 1995, jeweils am 31. Dezember.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 31. Dezember 1995 | 24.894 |
| 31. Dezember 1996 | 25.265 |
| 31. Dezember 1997 | 25.299 |
| 31. Dezember 1998 | 25.278 |
| 31. Dezember 1999 | 25.354 |
| 31. Dezember 2000 | 25.633 |
| 31. Dezember 2001 | 25.672 |
| 31. Dezember 2002 | 25.915 |
| 31. Dezember 2003 | 25.725 |
| 31. Dezember 2004 | 25.777 |
| 31. Dezember 2005 | 26.798 |
| 31. Dezember 2006 | 26.046 |
| 31. Dezember 2007 | 27.106 |
| 31. Dezember 2008 | 27.217 |
| 31. Dezember 2009 | 27.281 |
| 31. Dezember 2010 | 27.260 |
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
Der Stadtrat bildet sich aus dem Vorsitzenden, dem ersten Bürgermeister und 30 ehrenamtlichen Mitgliedern, wovon 13 der CSU, 10 der SPD und 3 der Freie Bürger-Fraktion angehören. Es vertreten 2 Mitglieder das Bündnis 90/Die Grünen sowie jeweils ein Mitglied die ÖDP und die FDP.
(Wahlperiode 1. Mai 2008 bis 30. April 2014)
Bürgermeister [Bearbeiten]
Rolf Zeitler (CSU) war 24 Jahre Bürgermeister von Unterschleißheim. Im März 2013 wurde der dritte Bürgermeister Christoph Böck zum neuen Bürgermeister der Stadt gewählt. Zweiter Bürgermeister ist weiterhin Theodor Pregler (CSU).
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
- Le Crès - Südfrankreich, seit 1973
- Lucka - Thüringen, seit 1990
- Selenograd - Russland, seit 2004 (Beziehung wird als Wirtschaftspartnerschaft bezeichnet.[3])
- Zengőalja Kistérség - Ungarn, seit 2004
Kultur [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
- Alte Sankt-Ulrich-Kirche - 1518 erbaute, unter Denkmalschutz stehende Kirche
- Mallertshofener Kirche - ältester romanischer, unter Denkmalschutz stehender Steinbau
- Glockenspiel auf dem Rathausturm - zur Jahrtausendwende hergestelltes Glockenspiel
Museen [Bearbeiten]
- Heimatmuseum Unterschleißheim - Am Rathausplatz
- Orgelmuseum - In der Bezirksstraße
Veranstaltungsgebäude [Bearbeiten]
- BallhausForum an der Landshuter Straße
- Festsaal im Rathaus
- Mehrzweckhalle in der Birkenstraße
- Gleis1 Jugendzentrum
Kino [Bearbeiten]
- Filmtheater Capitol
Freizeitmöglichkeiten [Bearbeiten]
- Unterschleißheimer See
- Freizeitbad mit Saunalandschaft aquariush
- mehrere Sport- und Turnhallen
- Jugendfreizeitstätte Gleis1
- Berglwald mit Trimm-Dich-Pfad (Gemeindegebiet von Oberschleißheim)
- DAV-Kletterfelsen beim Hallenbad
- Fitnessstudios
- SV Lohhof, größter Sportverein der Stadt
- SV Riedmoos
Parks und Grünanlagen [Bearbeiten]
- Valentinspark
- Lohwald - der älteste Park der Stadt
- Grünzug im Gewerbegebiet – eine ca 1,7 km lange Parkanlage im Gewerbegebiet
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Bildung [Bearbeiten]
Schulen [Bearbeiten]
- Carl-Orff-Gymnasium
- Therese-Giehse-Realschule
- Mittelschule an der Johann-Schmid-Straße
- Grundschule an der Johann-Schmid-Straße
- Grundschule an der Ganghoferstraße
- Grundschule Michael-Ende-Schule (früher Grundschule an der Raiffeisenstraße)
- Edith-Stein-Schule für Sehbehinderte und Blinde – Verein für Sehgeschädigtenerziehung e.V. (umfasst eine Grund-, Haupt- und Realschule)
- Rupert-Egenberger-Schule – sonderpädagogisches Förderzentrum
- Montessori-Schule Clara Grunwald
- eine Fachoberschule ist in Planung[4]
Bedeutende ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
- Microsoft Deutschland GmbH, seit 1990
- BMW Group – Trainingsakademie und RDZ (Recycling- und Demontagezentrum)
- EADS (Geschäftsbereich Cassidian)
- Baxter International
- Linde AG, seit 1960
- Carrier
- E.ON Bayern AG – Kundencenter
- Winter AG – Chipkartenprodukte
- D-Link
- VMware, Inc.
- Corel Software Corporation
- Still GmbH – Niederlassung München
Verkehrsanbindung [Bearbeiten]
- S-Bahn-Linie S1: Freising/Flughafen München – München; Haltestellen Lohhof und Unterschleißheim
- MVV-Buslinie 219, Unterschleißheim – U-Bahn, Linie U6 in Garching-Hochbrück: Garching-Forschungszentrum – München (Fröttmaning, Allianz Arena - Nordfriedhof - Münchner Freiheit - Universität - Marienplatz - Harras - Klinikum Großhadern)
- MVV-Buslinien 215 (Stadtverkehr) und 693 (Lohhof – Kammerberg)
- A 92: München – Deggendorf, Anschlussstelle Unterschleißheim (ehemals Lohhof)
- A 99: Autobahnring München, Anschlussstelle München-Neuherberg
- B 13: München – Ingolstadt – Ansbach – Würzburg
- Flughafen Franz-Josef-Strauß (ca. 20 km)
Literatur [Bearbeiten]
- Wolfgang Christoph: Die Unterschleißheimer, Chronik einer Bürgerschaft, Unterschleißheim, 1984
- 1200 Jahre Unterschleißheim – 785–1985, eine Ortschronik, F. Bruckmann KG, 1985
Baudenkmäler [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Website der Stadt Unterschleißheim
- Unterschleißheim: Wappengeschichte vom HdBG
- Unterschleißheim: Amtliche Statistik des LStDV
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2000
- ↑ http://www.unterschleissheim-zelenograd.de/_de/wirtschaftspartnerschaft/
- ↑ http://www.unterschleissheim.de/index.html?xml=/rathaus/presse.xml&press_id=2659
Städte und Gemeinden: Aschheim | Aying | Baierbrunn | Brunnthal | Feldkirchen | Garching b.München | Gräfelfing | Grasbrunn | Grünwald | Haar | Hohenbrunn | Höhenkirchen-Siegertsbrunn | Ismaning | Kirchheim b.München | Neubiberg | Neuried | Oberhaching | Oberschleißheim | Ottobrunn | Planegg | Pullach i.Isartal | Putzbrunn | Sauerlach | Schäftlarn | Straßlach-Dingharting | Taufkirchen | Unterföhring | Unterhaching | Unterschleißheim
Gemeindefreie Gebiete: Forstenrieder Park | Grünwalder Forst | Perlacher Forst
