Unterschneidheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Unterschneidheim
Unterschneidheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Unterschneidheim hervorgehoben
48.94166666666710.365555555556487Koordinaten: 48° 57′ N, 10° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ostalbkreis
Höhe: 487 m ü. NN
Fläche: 68,06 km²
Einwohner: 4646 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73485
Vorwahl: 07966
Kfz-Kennzeichen: AA
Gemeindeschlüssel: 08 1 36 075
Adresse der Gemeindeverwaltung: Mühlweg 5
73485 Unterschneidheim
Webpräsenz:
Bürgermeister: Nikolaus Ebert

Unterschneidheim ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Ostalbkreis.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Unterschneidheim liegt etwa 20 km östlich von Ellwangen am Rande des Nördlinger Ries an der bayerischen Grenze.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt im Norden an Tannhausen, im Osten an die bayerischen Gemeinden Fremdingen und Marktoffingen, im Süden an Kirchheim am Ries und die Stadt Bopfingen, im Südwesten an Westhausen und im Westen an das Stadtgebiet von Ellwangen.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Unterschneidheim mit den ehemals selbstständigen Gemeinden Geislingen, Nordhausen, Unterwilflingen, Walxheim, Zipplingen und Zöbingen gehören 17 Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser. Zur ehemaligen Gemeinde Geislingen gehören das Dorf Geislingen sowie die abgegangene Ortschaft Stetten (?). Zur ehemaligen Gemeinde Nordhausen gehören das Dorf Nordhausen und der Weiler Harthausen. Zur Gemeinde Unterschneidheim im Gebietsstand von 1973 gehören das Dorf Unterschneidheim und der Weiler Oberschneidheim sowie die abgegangene Ortschaft Haghof. Zur ehemaligen Gemeinde Unterwilflingen gehören das Dorf Unterwilflingen und der Weiler Oberwilflingen. Zur ehemaligen Gemeinde Walxheim gehören das Dorf Walxheim und der Weiler Hundslohe. Zur ehemaligen Gemeinde Zipplingen gehören das Dorf Zipplingen und die Weiler Sechtenhausen und Wössingen sowie die abgegangene Ortschaft Rainhof. Zur ehemaligen Gemeinde Zöbingen gehören das Dorf Zöbingen, der Weiler Wöhrsberg, die Höfe Greuthof und Haidmühle und das Haus Jägerhaus sowie die abgegangenen Ortschaften Stetten, Heroltaych, Fallmeisterei und Ziegelhütte.[2]

[Bearbeiten] Wappen der Ortsteile

[Bearbeiten] Geschichte

Ehemaliges Deutschordenschloss und heutiges Rathaus von Unterschneidheim

Unterschneidheim wurde erstmals 760 in einer Urkunde des Kloster Fulda erwähnt. Im Mittelalter war er Sitz einer Deutschordensvogtei. So unterstand der Ort dann auch später teilweise dem Deutschorden und der Herrschaft Oettingen-Wallerstein. Zahlreiche andere Herrschaften hatten im Laufe der Jahrhunderte ebenfalls Besitz in Unterschneidheim. Aufgrund von Säkularisierung und Mediatisierung kam Unterschneidheim Anfang des 19. Jahrhunderts zunächst an die Krone Bayern und dann 1810 durch einen Staatsvertrag an das Königreich Württemberg, wo es zum Oberamt Ellwangen gehörte, das 1938 zum größten Teil im Landkreis Aalen aufging. Durch die Kreisreform vom 1. Januar 1973 ging die Gemeinde an den neuen Ostalbkreis.

Am 1. Januar 1974 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Geislingen, Nordhausen, Unterwilflingen und Walxheim sowie am 1. Januar 1975 Zöbingen nach Unterschneidheim eingemeindet. Die heutige Gemeinde wurde am 1. Januar 1975 durch Vereinigung der Gemeinden Unterschneidheim und Zipplingen gebildet.

[Bearbeiten] Religionen

St. Peter und Paul Unterschneidheim

Im Kernort, in Nordhausen, Geislingen, Unterwilflingen, Zöbingen, Zipplingen, Sechtenhausen und Wössingen gibt es jeweils eine römisch-katholische Pfarrkirche, während in Walxheim eine evangelische Kirche besteht.


[Bearbeiten] Politik

Die Gemeinde ist Mitglied des Gemeindeverwaltungsverbands Tannhausen mit Sitz in Tannhausen.

[Bearbeiten] Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl vom 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:

  1. CDU 70,7 % (−8,9) – 12 Sitze (+2)
  2. FWG 29,3 % (+8,9) – 5 Sitze (+3)

[Bearbeiten] Bürgermeister

Bei der Bürgermeisterwahl am 5. April 2009 wurde Nikolaus Ebert mit 98,08 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 57,6 Prozent ohne Gegenkandidaten für eine zweite Amtszeit bestätigt. [3]

[Bearbeiten] Partnerschaften

Unterschneidheim unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu der Stadt Volvic in der Auvergne in Frankreich seit 1988 und zu der Gemeinde Krumhermersdorf im Erzgebirge in Sachsen seit 1989.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Gedenkstätten

Seit 1945 befindet sich ein Mahnmal auf dem Friedhof des Ortsteils Zöbingen, das überlebende polnische Zwangsarbeiter errichteten. An dieser Stelle waren 42 KZ-Opfer des "Hessentaler Todesmarsches" begraben worden, die im Frühjahr 1945 von SS-Männern bei einer Rast in Zöbingen ermordet wurden. Im Jahre 1968 wurden sie auf den KZ-Friedhof Kochendorf umgebettet.[4]

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Unterschneidheim ist keine reine Wohngemeinde. Am Ort gibt es etwa 700 Arbeitsplätze, allerdings verdienen mehr als 1300 Arbeitnehmer ihren Lebensunterhalt außerhalb der Gemeinde.

[Bearbeiten] Bildung

In Unterschneidheim gibt es eine Grundschule und eine Haupt- und Realschule. In den Ortsteilen Zipplingen und Zöbingen gibt es jeweils eine Grundschule. Zudem gibt es in der Gemeinde insgesamt sechs Kindergärten. Weiterführende Schulen stehen in den umliegenden Städten zur Verfügung.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Unterschneidheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 802–806
  3. Staatsanzeiger Nr. 13 vom 9. April 2009, Seite 10
  4. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 99f.
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