Egenhofen

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde im Landkreis Fürstenfeldbruck; zum gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Kammeltal im Landkreis Günzburg siehe Egenhofen (Kammeltal).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Egenhofen
Egenhofen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Egenhofen hervorgehoben
48.28333333333311.164722222222506Koordinaten: 48° 17′ N, 11° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Fürstenfeldbruck
Höhe: 506 m ü. NHN
Fläche: 33,4 km²
Einwohner: 3293 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 99 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82281
Vorwahlen: 08134, bzw. 08145Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: FFB
Gemeindeschlüssel: 09 1 79 117
Gemeindegliederung: 25 Ortsteile und Weiler
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 37
82281 Egenhofen
Webpräsenz: www.egenhofen.de
Bürgermeister: Josef Nefele (Bürgervereinigung Gesamtgemeinde)
Lage der Gemeinde Egenhofen im Landkreis Fürstenfeldbruck
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Über dieses Bild

Egenhofen ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Fürstenfeldbruck im Regierungsbezirk Oberbayern auf halber Strecke zwischen München und Augsburg. Das Rathaus und die Verwaltung befindet sich im Ortsteil Unterschweinbach.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Egenhofen besteht aus 25 Ortsteilen. Im Einzelnen sind das

  • Egenhofen mit den Weilern Dirlesried, Furthmühle, Karlshof, Osterholzen und Weyhern
  • Aufkirchen mit den Weilern Englertshofen, Geisenhofen, Holzmühle, Pischertshofen, Rammertshofen und Waltershofen
  • Unterschweinbach mit den Weilern Herrnzell, Kumpfmühle und Spielberg
  • Oberweikertshofen mit den Weilern Eurastetten, Poigern, Rottenfuß und Waltenhofen
  • Wenigmünchen mit den Weilern Dürabuch und Fuchsberg

Geschichte[Bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde Wenigmünchen in die damalige Gemeinde Oberweikertshofen eingegliedert.[2] Am 1. Mai 1978 kamen Aufkirchen, Oberweikertshofen und Unterschweinbach hinzu.[3]

Politik[Bearbeiten]

Die Sitzeverteilung im Gemeinderat.
Jahr CSU Bürgervereinigung
Gesamtgemeinde
Bürgervereinigung
Aufkirchen
Wählergruppe gesamt Wahlbeteiligung in %
2008 4 7 2 3 16 65,6
2002 5 5 3 3 16 69,0

Wappen[Bearbeiten]

Die geschlängelte weiß-blau-weiße Linie symbolisiert die Lage des Gemeindegebietes zwischen den Bächen Glonn und Maisach. Der goldene Stern auf rotem Grund ist das Wappen der Freiherren von Ruffini, die 1824 den Karlshof erbauten. Die Schwinge mit dem schwarzen Balken bezieht sich auf die Grafen Hundt zu Lautterbach, zu deren Besitz früher große Teile des Gemeindegebiets gehörten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kalvarienberg Wenigmünchen[Bearbeiten]

Der Kalvarienberg

In Wenigmünchen gibt es einen Kalvarienberg mit Grablegungskapelle und Kreuzweg. Die Darstellungen wurden 1740 unter Leitung von Pfarrer Wenig (dessen Namensgleichheit mit dem Ort zufällig ist) geschaffen. Die Kreuzigungsgruppe zeigt Jesus am Kreuz, rechts und links von ihm die beiden Schächer. Unter dem Kreuz befinden sich Maria, Maria Magdalena und der Jünger Johannes. Die Reiterfigur stellt den römischen Legionär Longinus dar, der laut Legende dem toten Jesus den Speer in die Seite stieß. Die Statuen wurden allesamt aus Jurasandstein gefertigt.

Erste Station des Kreuzwegs

Umgeben ist der Kalvarienberg von einem Kreuzweg mit 14 Stationen, dessen Abschluss er bildet. Die einzelnen Stationen wurden als gemauerte Bildstöcke gestaltet. Heute schützen hölzerne Fensterläden die auf Stein gemalten Bilder.

Die Grablegungskapelle

In der Mitte der bogenförmig angeordneten Kreuzwegstationen steht eine kleine Grablegungskapelle. Sie ist der heiligen Appolonia geweiht. Im Inneren finden sich eine geschnitzte Jesusfigur im Grab sowie mehrere historische Totenbretter.

Furthmühle[Bearbeiten]

Das Technikdenkmal Furthmühle wurde 1158 erstmals urkundlich erwähnt und 1827 unter der Regie des berühmten Architekten Jean Baptiste Metevièr umgebaut und zum Teil erweitert. Die Mühle ist bis heute in Betrieb und kann als Museumsmühle besichtigt werden.

Die Gemeinde hat in jüngster Zeit durch ihr Ansinnen Berühmtheit erlangt, ihre Energie unter anderem durch Photovoltaik selbst zu produzieren. Daher wurden große Solaranlagen angeschafft und werden erfolgreich betrieben.

Die steinernen Kreuze von Unterschweinbach[Bearbeiten]

Auf Schloss Spielberg, in der Nähe von Unterschweinbach, soll vor Jahrhunderten ein adeliges Geschlecht gelebt haben, dessen Name nicht mehr erhalten ist. Drei edle und unerschrockene Ritter, die Brüder, Siegfried, Otto und Karlmann, regierten hier gemeinsam über die umliegenden Dörfer.

In dieser Zeit stand in Weyern die „Glonnburg“. In ihr soll das hübsche Burgfräulein Berta gelebt haben. Bald hatte sich Karlmann in sie verliebt und auch Berta hatte insgeheim ihr Herz an ihn verschenkt. Aber auch Siegfried interessierte sich für sie. Da er aber keine Zuneigung fand, verwandelte sich seine Liebe in Hass.

Eines Morgens lauerte er Berta auf ihrem Morgenritt auf, um sie zu entführen. Auf halbem Wege zwischen Poigern und Unterschweinbach stürzt er aus dem Dickicht heraus und entführte sie. Karlmann hörte die Hilferufe ihrer Dienerinnen und verfolgte sie. Zwischen Unterschweinbach und Aufkirchen holte er die beiden ein. Rasend vor Wut stürzte er sich auf seinen Bruder. Ein Kampf auf Leben und Tod entbrannte. Karlmann stürzte tödlich getroffen vom Pferd. Siegfried schleppte sich schwer verletzt noch zum Dorfplatz von Unterschweinbach. Dann sank auch er leblos zu Boden.

Als man Otto die Kunde vom Kampf seiner beiden Brüder überbrachte, fiel er tot vom Pferd. Gemeinsam wurden die drei Brüder auf Schloss Spielberg zu Grabe getragen.

Zur Erinnerung an diese tragische Tat ließen die Untertanen in Unterschweinbach drei steinerne Kreuze errichten, von denen zwei heute noch zu sehen sind. Von Berta berichtet die Sage, bald sei sie an Kummer gestorben. Eines Morgens fand man sie tot an dem Steinkreuz, das zu Karlmanns Ehren errichtet worden war.

siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Egenhofen

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 466.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 577.

Weblinks[Bearbeiten]