Untersteinach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Untersteinach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Untersteinach
Untersteinach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Untersteinach hervorgehoben
50.13111111111111.5275333Koordinaten: 50° 8′ N, 11° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Kulmbach
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Untersteinach
Höhe: 333 m ü. NHN
Fläche: 11,42 km²
Einwohner: 1856 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 163 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95369
Vorwahl: 09225
Kfz-Kennzeichen: KU, EBS, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 77 159
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Stadtsteinacher Str. 17
95369 Untersteinach
Webpräsenz: www.untersteinach.de
Bürgermeister: Heinz Burges (SPD)
Lage der Gemeinde Untersteinach im Landkreis Kulmbach
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Untersteinach ist eine Gemeinde im Landkreis Kulmbach (Regierungsbezirk Oberfranken) und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Untersteinach.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Untersteinach liegt im Naturpark Frankenwald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Untersteinach ist in 3 Ortsteile eingeteilt[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Untersteinach im Jahre 1281. Die oldenburgische Adelsfamilie Hiltrich prägte über sechs Generationen bis zu ihrem Aussterben 1765 die Geschichte des Orts. Als Teil des preußischen Fürstentums Bayreuth fiel das ehemalige Rittergut im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Der große Brand von 1706[Bearbeiten]

Am 10. August 1706 kam es durch einen Bubenstreich zu der bisher größten Katastrophe in der Geschichte von Untersteinach. Drei Jugendliche hatten in einer Scheune mit einer Schlüsselbüchse gespielt, woraufhin das Gebäude Feuer fing. Aufgrund des schönen Wetters und der beginnenden Erntesaison befanden sich fast alle Bürger des Ortes auf den Feldern. So konnte sich das Feuer rasch ausbreiten und fast das komplette Dorf brannte ab. Es war ein Todesopfer zu beklagen. Die Untersteinacher wurden nach dem Unglück in den Nachbardörfern aufgenommen. Zwei Häuser blieben verschont, von denen eines das älteste Gebäude in Untersteinach ist. Es befindet sich in Privatbesitz und steht unter Denkmalschutz.

Religionen[Bearbeiten]

Untersteinach hat eine evangelische und eine römisch-katholische Kirche.

St.-Oswald-Kirche[Bearbeiten]

St. Oswald

Die St.-Oswald-Kirche der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Untersteinach ist eine alte Wehrkirche mit Elementen des gotischen Baustils. Die alten Wehranlagen aus Sandstein mit dem Torhaus sind noch erhalten und können besichtigt werden. Auch das alte Pfarrhaus ist noch von einer Mauer umgeben.

Urkundlich erstmals erwähnt wurde die Pfarrei im Jahre 1281 anlässlich eines Streits zwischen den von Blassenbergs und dem Grafen Otto von Orlamünde. [3]

Bereits im Jahre 1553 nahm die St.-Oswald-Gemeinde die evangelisch-lutherische Lehre an.

Alte Steinbrücke über die Untere Steinach

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters:

  • SPD: 7 Sitze (Heinz Burges, Erster Bürgermeister, Volker Schmiechen, stellvertretender Bürgermeister, Wolfgang Arlt, Jürgen Laaber , Christa Müller, Peter Schuberth, Wolfgang Wagner)
  • Wählergemeinschaft Untersteinach: 3 Sitze (Christian Lotter , Werner Ramming, Alfred Vießmann)
  • CSU: 3 Sitze (Rüdiger Hohlweg, Hans-Peter Röhrlein, Reiner Seiffert)

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde unterhält eine kommunale Partnerschaft zu Mogilany, Polen.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Untersteinach

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Untersteinach gibt es zahlreiche Industrie- und Dienstleistungsbetriebe.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Untersteinach (b Stadtsteinach) liegt an der Bahnstrecke Bamberg–Hof. Hier zweigt die Bahnstrecke Untersteinach–Stadtsteinach, die heute nur dem Güterverkehr dient, ab. Untersteinach liegt an den Bundesstraßen 289 und 303.

Bildung[Bearbeiten]

Volksschule Untersteinach-Ludwigschorgast[Bearbeiten]

Untersteinach verfügt über eine Grundschule. In der Volksschule Untersteinach-Ludwigschorgast werden, aufgeteilt auf die beiden Schulgebäude in Untersteinach und Ludwigschorgast, derzeit 140 Schüler der Klassen eins bis vier unterrichtet (Stand 2010/11). Die ersten Klassen 1 und 2 befinden sich im Gebäude in Ludwigschorgast, die Klassen 3 und 4 in Untersteinach. [4]

Mittelschule Stadtsteinach-Untersteinach[Bearbeiten]

Untersteinach ist Mitglied im Mittelschulsprengel Stadtsteinach-Untersteinach. Die Klassen 5 und 6 werden im Schulgebäude Untersteinach unterrichtet, die übrigen in der Nachbargemeinde Stadtsteinach. [5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Waltraud Asbahr (* 1956), Juristin im Zentrum Bayern Familie und Soziales, Region Unterfranken

Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten]

  • Johann Gottfried Biedermann (* 19. August 1705 in Plauen, † 11. Juli 1766 in Untersteinach), Pfarrer und Genealoge. Er erstellte die genealogischen Tabellen des fränkischen Adels.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111031/184151&attr=OBJ&val=1284
  3. Kirchengemeinde Untersteinach. Website der Kirchengemeinde Untersteinach. Abgerufen am 29. September 2011.
  4. Verwaltungsgemeinschaft Untersteinach: Grundschule Untersteinach-Ludwigschorgast . Website der Verwaltungsgemeinschaft Untersteinach. Abgerufen am 23. September 2011.
  5. Verwaltungsgemeinschaft Untersteinach: Mittelschule Stadtsteinach-Untersteinach . Website der Verwaltungsgemeinschaft Untersteinach. Abgerufen am 23. September 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Untersteinach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien