Unterwassern VS

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VS ist das Kürzel für den Kanton Wallis in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Unterwassernf zu vermeiden.
Unterwassern
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis (VS)
Bezirk: Gomsw
Gemeinde: Oberwald VSi2w1
Postleitzahl: 3999 (Oberwald VS)
Koordinaten: 669809 / 15399446.5336058.3486041377Koordinaten: 46° 32′ 1″ N, 8° 20′ 55″ O; CH1903: 669809 / 153994
Höhe: 1'377 m ü. M.
Fläche:  ? km²
Website: www.oberwald.ch
Karte
Unterwassern VS (Schweiz)
Unterwassern VS
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Unterwassern ist eine ehemals selbstständige Gemeinde im schweizerischen Kanton Wallis. Unterwassern wurde 1834 Teil der Gemeinde Oberwald; diese wiederum ist seit 1. Januar 2009 Teil der neugebildeten Gemeinde Obergoms. Unterwassern und Oberwald sind heute zusammengewachsen und bilden die letzte Ortschaft im Goms.

Zusammen mit den Nachbarorten Oberwald und Obergesteln bildeten sich in Unterwassern im Spätmittelalter gemeinsame Bauernzünfte. Die Orte bildeten zusammen das oberste Viertel des Goms. Die drei Ortschaften wurden im Jahr 1419 von den Bernern im Rarner Krieg zerstört. In diesem Zusammenhang ist auch die erste urkundliche Überlieferung des Ortes erhalten geblieben.

Die Ortschaft Unterwassern schloss sich im Jahre 1834 mit dem Nachbarort Oberwald zur Gemeinde Oberwald zusammen. Der Grund der Fusion waren die Folgen der verheerenden Überschwemmung von 1834, die die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde Unterwassern überstiegen. Schon 1706 wurde Unterwassern von einer Überschwemmung heimgesucht. Der Ort Oberwald befindet sich nördlich des Rotten, während sich Unterwassern südlich davon befindet.

Unterwassern war nie eine eigenständige Kirchengemeinde, sondern immer mit Oberwald zusammen in der gleichen Kirchgemeinde. Die Christopheruskapelle von Unterwassern wird 1610 erstmals erwähnt.

Literatur[Bearbeiten]

 Walter Ruppen: Unterwassern. In: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): Kunstdenkmäler der Schweiz (= Bd. 64. Das Obergoms Bd. 1). Birkhäuser Verlag, Basel 1976, ISBN 3-7643-0728-5, S. 181–193.