Unterweißbacher Werkstätten für Porzellankunst

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Die Unterweißbacher Werkstätten für Porzellankunst wurden 1882 von Hermann Jost in Unterweißbach (Thüringen) gegründet. Begonnen hatte man mit der Fertigung von Gebrauchsgeschirr. Heute Sortiment von Gärtnerfiguren, Händler, Musiker, Kutschen, Tieren, Tänzerinnen (teilweise mit Porzellanspitze belegt) und immer noch Devotionalien wie Weihkessel, erweitert um Weihnachtsschmuck.

Teilweise waren die Unterweißbacher Werkstätten mit der Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur in Volkstedt (Rudolstadt) verbunden. In den Unterweißbacher Werkstätten für Porzellankunst wurde im Jahre 1909 von Max Adolf Pfeiffer die Kunstabteilung Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst gegründet. Die Marke dieser Kunstabteilung, der eingeprägte schnürende Fuchs, wird von Anfang an verwendet. Mitte der 1920er Jahre siedelten die Modelle und Formen der Schwarzburger Werkstätten nach Volkstedt um.

Aus der Zusammenarbeit mit damaligen Bildhauern und Künstlern wie Ernst Barlach, Paul Scheurich, Gerhard Marcks, Dorothea Charol, Mauritius Pfeiffer, Otto Thiem, Etha Richter, Hugo Meisel oder Arthur Storch usw. ergaben sich eine Fülle von Porzellanplastiken, die in ihrer Einzigartigkeit heute noch unerreicht sind. Max Adolf Pfeiffer ging im April 1913 nach Meissen und setzte dort in der sog. Pfeiffer-Zeit seine ungewöhnliche Leidenschaft für den Werkstoff Porzellan weiter in Porzellan-Kunstwerke um. Viele Exponate der Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst werden heute (teilweise limitiert) wieder ausgeformt.

Nach der Wiedervereinigung wurde die Unterweißbacher Werkstätten für Porzellankunst von der Königlich privilegierten Porzellanfabrik Tettau (einer 100%igen Tochter von Seltmann Weiden) übernommen und produziert heute noch im Gebäude der Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur in Volkstedt (Rudolstadt).

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