Upstart

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Software, für den gleichnamigen Label- und Club-Betreiber siehe Peter Wacha.
Upstart
Logo for Upstart daemon.png
Maintainer James Hunt, Canonical Ltd.
Entwickler Scott Remnant, ehemals Canonical Ltd.
Aktuelle Version 1.8
(22. März 2013)
Betriebssystem Linux
Programmier­sprache C
Kategorie Software
Lizenz GPL (Freie Software)
Deutschsprachig ja
upstart.ubuntu.com

Upstart ist ein Hintergrundprogramm (Daemon) für Linux-Systeme, das als init-Prozess als erster Prozess (Process ID 1) zum Starten, Überwachen und Beenden weiterer Prozesse dient. Es ist ein ereignisorientierter Ersatz für das in vielen Unix-Systemen verwendete init von System V, das SysVinit.

Inhaltsverzeichnis

Besonderheiten [Bearbeiten]

Upstart basiert auf SysVinit, zu dem es auch vollständig abwärtskompatibel ist, und kann dadurch auch SysVinit-Skripte unverändert ausführen.

Upstart soll die Probleme von SysVinit bezüglich Geschwindigkeit, wechselnder Hardware und dem Neustarten von Prozessen beheben.

Um dies zu erreichen, ist Upstart ereignisorientiert. Bei Eintreten eines Ereignisses, wie dem Einstecken eines USB-Sticks, werden die notwendigen Jobs gestartet, um die gewünschte Funktion bereitzustellen. Upstart erlaubt das gleichzeitige Ausführen von Jobs unabhängiger Ereignisse. Dies beschleunigt den Start des Systems und ermöglicht außerdem eine einfachere Handhabung von auswechselbarer Hardware.

Geschichte [Bearbeiten]

Upstart wurde von den Ubuntu-Entwicklern eingeführt. Es wurde von Scott James Remnant auf Grundlage des Codes von SysVinit entwickelt, bevor er Canonical Ltd. verließ. Die Pflege des Projekts übernahm daraufhin Canonical-Entwickler James Hunt.

Seit Version 6.10 Edgy Eft von Ubuntu kann es als Ersatz für den standardmäßig installierten alten init-Prozess verwendet werden, arbeitet dort allerdings nur im Kompatibilitätsmodus zum System V. Seit Ubuntu 7.10 Gutsy Gibbon kann Upstart durch Änderungen an den relevanten Shellskripten seine Stärken ausspielen.

Auch Fedora (ab Version 9)[1] tauschte SysVinit gegen Upstart ein, verwendet jedoch ab Version 15 ein anderes System: systemd.

openSUSE bot Upstart ab Version 11.3 als optionales Init-System an, wechselte jedoch mit Version 12.1 ebenfalls auf systemd.[2]

In späteren Versionen soll Upstart auch cron-, at- oder anacron-Daemons ersetzen.

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Features/Upstart. In: Fedora Project Wiki. (Englisch).
  2. openSUSE 11.3. Unter der Haube. Abgerufen am 20. April 2011.