Urawa Red Diamonds

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Urawa Red Diamonds
Logo
Voller Name Urawa Red Diamonds
(jap. 浦和レッドダイヤモンズ)
Gegründet 1992
(Mitsubishi FC: 1950)
Vereinsfarben rot-weiß-schwarz
Stadion Urawa Komaba Stadium
Saitama Soccer Stadium
Plätze 23,000 & 67,000
Präsident Mitsunori Fujiguchi
Trainer Michael Petrović
Homepage urawa-reds.co.jp
Liga J. League Division 1
2009 6. Platz
Heim
Auswärts

Die Urawa Red Diamonds (jap. 浦和レッドダイヤモンズ, Urawa reddo daiyamonzu), oft auch kurz Urawa Reds (浦和レッズ, Urawa rezzu) genannt, sind ein japanischer Fußballverein aus dem Stadtteil Urawa der Verbundgemeinde Saitama. In der Saison 2010 spielt der Club in der höchsten Spielklasse Japans, der J. League Division 1.

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Vorgängervereine[Bearbeiten]

Altes Vereinslogo von Mitsubishi Urawa FC

Im Jahr 1950, als Japans Fußball noch von Universitätsmannschaften dominiert wurde, wurde in Urawa der Naka-Nihon Jūkōgyō Sakkā-bu gegründet, die Betriebssportgruppe von Naka-Nihon Jūkōgyō, einem Unternehmen mit Sitz in Kōbe, das bei der Zerschlagung des Mitsubishi-Zaibatsu durch das GHQ entstand. Zwei Jahre später wurden Unternehmen und Werksmannschaft umbenannt und es entstand der Shin-Mitsubishi Jūkōgyō Kōbe Sakkā-bu. 1958 zog die Mannschaft nach Tokio um und wurde 1964 in Mitsubishi Jūkōgyō Sakkā-bu (engl. Mitsubishi Heavy Industries Football Club) umbenannt. 1990 wurde die Mannschaft an Mitsubishi Jidōsha Kōgyō (engl. Mitsubishi Motors) übertragen und hieß folglich Mitsubishi Jidōsha Kōgyō Sakkā-bu, bevor 1992 die Umwandlung der Mannschaft in ein eigenständiges Unternehmen erfolgte.[1]

Damit ist der Verein älter als die meisten seiner Mitstreiter in der J. League, die zumeist um 1970 gegründet wurden. Als im Zuge der Olympischen Sommerspiele 1964 in Tokyo Fußball immer beliebter wurde und die Firmen den Sport als Werbeplattform entdeckten, wurde der Verein ausgebaut. Als Ergebnis dieser Arbeit war Mitsubishi mit vier Meisterschaften und vier Kaiserpokal-Siegen zwischen 1969 und 1982 das dominierende Team des Landes. Erwähnenswert ist hierbei, dass der Verein die Meisterschaft zwischen 1969 und 1978 zehn Jahre lang in Folge auf einem der ersten beiden Plätze beendete.

Namensgebung[Bearbeiten]

Als 1992 der Entschluss zur Gründung einer Profiliga gefasst wurde, hatte Mitsubishi die Führungsrolle zwar an Mannschaften wie Yomiuri oder Nissan abgetreten, war aber dennoch Gründungsmitglied der J.League. Wie andere Vereine auch legte sich der Club einen neuen, westlich angehauchten Namen zu: Urawa Red Diamonds. Damit nahm man einerseits Bezug auf den Besitzer Mitsubishi, dessen Firmenlogo aus drei roten Diamanten besteht, durch den umgangssprachlichen Spitznamen Reds und die Spielkleidung mit rotem Trikot, weißen Shorts und schwarzen Strümpfen verwies man zudem auf den englischen Spitzenclub Manchester United.

Organisation[Bearbeiten]

1992 wurde die Mannschaft in ihrer heutigen Form als Aktiengesellschaft gegründet: Die K.K. Mitsubishi Jidōsha Football Club (株式会社三菱自動車フットボールクラブ, kabushiki-gaisha Mitsubishi jidōsha futtobōru kurabu) gehört zu über 50 % Mitsubishi Jidōsha Kōgyō, zu je fünf Prozent Präfektur und Stadt Saitama; die übrigen Aktien verteilen sich auf 27 Unternehmen. Im Vorstand (torishimariyakukai) sitzen drei Vertreter von Mitsubishi Jidōsha Kōgyō, der Vizegouverneur von Saitama und der Bürgermeister der Stadt Saitama (Stand: April 2010).[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Transfers aus Deutschland[Bearbeiten]

Nachdem Urawa die ersten drei J.-League-Halbserien jeweils als Letzter beendet hatte, was damals allerdings noch nicht zum Abstieg führte, da die Liga kontinuierlich aufgestockt wurde, wurden 1994 mit Guido Buchwald und Uwe Bein zwei Weltmeister von 1990 verpflichtet, welche schnell zu Publikumslieblingen der Liga avancierten. Nachdem ein Jahr später mit Holger Osieck auch ein deutscher Trainer unter Vertrag genommen wurde, ging es kurzzeitig sportlich bergauf. Nachdem Bein, Buchwald und Osieck den Verein wieder verließen, setzte erneut ein Niedergang ein, den weder Neuzugang Michael Rummenigge noch der neue Trainer Horst Köppel stoppen konnten. In der Saison 1999 stieg der Club letztlich in die zweite japanische Liga ab.

Wiederaufstieg und erste Erfolge[Bearbeiten]

Trotz des Abstieges blieben die Fans den Red Diamonds treu; der Verein erzielte in der Zweitliga-Saison 2000 einen höheren Zuschauerschnitt als alle Erstligisten. Nach dem direkten Wiederaufstieg erreichte Urawa im neugebauten WM-Stadion von Saitama am ersten Spieltag der Saison 2001 die höchste Besucherzahl in der J.League-Geschichte. In der Saison 2003 konnten die Red Diamonds mit dem Yamazaki Nabisco Cup schließlich ihren ersten Titel seit Einführung der J.League gewinnen. Zudem stand der Club 2002 und 2004 ebenfalls im Finale um diesen Pokal.

Aufstieg zum Spitzenclub[Bearbeiten]

Mit der Rückkehr von Guido Buchwald als Trainer zur Saison 2004 konnten sich die Red Diamonds schließlich endgültig an der Spitze des japanischen Vereinsfußballs etablieren. Mit dem Gewinn der Rückserie der Saison 2004 konnte sich der Club erstmals für das Meisterschaftsfinale qualifizieren, verlor dieses jedoch gegen Yokohama F. Marinos. Zur Saison 2005 wurde die bisherige getrennte Wertung von Hin- und Rückrunde mit abschließendem Finale der beiden Sieger um den Meistertitel von der J.League aufgegeben und durch eine übliche Meisterschaftsrunde mit Hin- und Rückspielen ersetzt. Auch unter dem neuen Modus wurden die Red Diamonds hinter Gamba Osaka erneut Vizemeister; zudem gewannen sie am Ende der Saison durch ein 2:1 über Shimizu S-Pulse den Kaiserpokal.

Double und Champions-League-Sieg[Bearbeiten]

In der Saison 2006 gelang den Red Diamonds schließlich der Gewinn der japanischen Meisterschaft vor Kawasaki Frontale. Zudem verteidigte der Club am Ende der Saison durch ein 2:1 im Finale gegen Gamba Osaka den Kaiserpokal. Nach drei Doubles des Vorgängervereins Mitsubishi FC war dies der erste Doublegewinn der Red Diamonds. Buchwald verließ den Verein nach der Saison und neuer Trainer wurde erneut Holger Osieck.

Unter ihm erzielten die Red Diamonds schließlich den größten Erfolg der Vereinsgeschichte, als man in der Saison 2007 die AFC Champions League gewinnen konnte. In den Finalspielen besiegte man Sepahan Isfahan aus dem Iran mit 1:1 und 2:0. Damit qualifizierte sich Urawa auch erstmals für die FIFA-Klubweltmeisterschaft, wo die Mannschaft im Halbfinale gegen den späteren Turniersieger AC Mailand ausschied und letztlich Dritter wurde. In der J-League verpasste der Club die Titelverteidigung, als man am letzten Spieltag gegen den feststehenden Absteiger Yokohama FC mit 0:1 verlor und von den Kashima Antlers abgefangen wurde.

Seit 2008[Bearbeiten]

Nach zwei Spieltagen der Saison 2008, an denen man keinen einzigen Punkt holen konnte, wurde der Trainer Holger Osieck entlassen. Sein Nachfolger wurde der bisherige Co-Trainer Gert Engels. Die Saison schlossen die Red Diamonds schließlich auf dem siebten Platz ab. Zur Saison 2009 wurde mit Volker Finke erneut ein Deutscher als Trainer verpflichtet. Finke unterschrieb einen Zweijahresvertrag und beendete die Saison mit dem Club auf Platz sechs. Als Finke im Februar 2011 als Sportdirektor zum 1. FC Köln wechselte, übernahm Željko Petrović die Mannschaft.

Erfolge[Bearbeiten]

(bis 1992 als Mitsubishi Urawa FC; seit 1992 als Urawa Red Diamonds)

National[Bearbeiten]

International[Bearbeiten]

Trainerchronik[Bearbeiten]

Manager Nat. Zeitraum
Takaji Mori JapanJapan Japan 1993
Kenzo Yokoyama JapanJapan Japan 1994
Holger Osieck DeutschlandDeutschland Deutschland 1995–1996
Horst Köppel DeutschlandDeutschland Deutschland 1997
Hiromi Hara JapanJapan Japan 1998–1999
Aad de Mos NiederlandeNiederlande Niederlande 1999
Yasushi Yoshida JapanJapan Japan 1999
Kazuo Saito JapanJapan Japan 2000
Kenzo Yokoyama JapanJapan Japan 2000
Tita BrasilienBrasilien Brasilien 2001
Pita BrasilienBrasilien Brasilien 2001
Hans Ooft NiederlandeNiederlande Niederlande 2002–2003
Guido Buchwald DeutschlandDeutschland Deutschland 2004–2006
Holger Osieck DeutschlandDeutschland Deutschland 2007–2008
Gert Engels DeutschlandDeutschland Deutschland 2008
Volker Finke DeutschlandDeutschland Deutschland 2009–2010
Željko Petrović MontenegroMontenegro Montenegro 2011-

Kader der Saison 2011[Bearbeiten]

Name[3] Nr. Nationalität
Torhüter
Norihiro Yamagishi 1 JapanJapan
Nobuhiro Kato 18 JapanJapan
Koki Otani 25 JapanJapan
Ryota Mikami 30 JapanJapan
Abwehrspieler
Keisuke Tsuboi 2 JapanJapan
Matthew Spiranovic 4 AustralienAustralien
Nobuhisa Yamada 6 JapanJapan
Koji Noda 12 JapanJapan
Tadaaki Hirakawa 14 JapanJapan
Mitsuru Nagata 17 JapanJapan
Shunsuke Tsutsumi 19 JapanJapan
Tomoaki Makino 20 JapanJapan
Mizuki Hamada 26 JapanJapan
Takuya Okamoto 28 JapanJapan
Mittelfeldspieler
Tomoya Ugajin 3 JapanJapan
Shunki Takahashi 5 JapanJapan
Tsukasa Umesaki 7 JapanJapan
Yosuke Kashiwagi 8 JapanJapan
Marcio Richardes 10 BrasilienBrasilien
Keita Suzuki 13 JapanJapan
Yuki Abe 22 JapanJapan
Jun Aoyama 23 JapanJapan
Shuto Kojima 27 JapanJapan
Angreifer
Tatsuya Tanaka 11 JapanJapan
Sergio Escudero 15 JapanJapan ArgentinienArgentinien
Hiroyuki Takasaki 16 JapanJapan
Kazuki Hara 21 JapanJapan
Genki Haraguchi 24 JapanJapan
Mazola 29 BrasilienBrasilien
Ranko Despotović 31 SerbienSerbien

Weitere bekannte Spieler[Bearbeiten]

Japan[Bearbeiten]

Ausland[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Urawa Red Diamonds – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Urawa Red Diamonds: 年表
  2. Urawa Red Diamonds: 会社概況
  3. urawa-reds.co.jp: TEAM PROFILE (Englisch, Zugriff am 11. Juli 2011).