Uriah Heep

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Uriah Heep
Uriah Heep
Gründung Dezember 1969
Genre Hard Rock
Website http://www.uriah-heep.com/
Gründungsmitglieder
Gesang David Byron(bis 1976)
Leadgitarre, Gesang Mick Box
Bass, Gesang Paul Newton (bis 1971)
Schlagzeug Alex Napier (bis 1970)
Keyboard, Gitarre Ken Hensley (bis 1980)
Aktuelle Besetzung
Leadgitarre, Gesang Mick Box
Schlagzeug, Gesang Russell Gilbrook (seit 2007)
Gesang Bernie Shaw (seit 1986)
Bass, Gesang Trevor Bolder (1976–1981, seit 1983)
Keyboard, Gesang Phil Lanzon (seit 1986)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug Ollie Olsson (1970)
Schlagzeug Keith Baker (1970 – 1971)
Schlagzeug Ian Clarke (1971–1972)
Schlagzeug, Gesang Lee Kerslake (1972–1979, 1982-2007)
Bass, Gesang Mark Clarke (1971-1972)
Bass, Gesang Gary Thain(1972-1975)
Bass, Gesang John Wetton (1975–1976)
Gesang John Lawton (1977–1979)
Schlagzeug Chris Slade (1979–1981)
Gesang John Sloman (1979–1981)
Keyboard, Gesang Gregg Dechert (1980–1981)
Keyboard, Gesang John Sinclair (1982–1985)
Bass, Gesang Bob Daisley (1982–1983)
Gesang Peter Goalby (1982-1985)
Gesang Steff Fontaine (1986)

Uriah Heep ist eine britische Rockband, benannt nach einer Figur aus dem Roman David Copperfield von Charles Dickens. Gemeinsam mit Black Sabbath, Deep Purple und Led Zeppelin zählen Uriah Heep zu den frühen Vertretern des Hardrock. Im Unterschied zu vielen anderen Interpreten des Genres gewichten Uriah Heep in einem Teil ihrer Werke die melodische und romantische Seite des Hardrocks durch ihren ausgefeilten, oft mehrstimmigen Gesang stärker. Uriah Heep haben bis heute etwa 30 Millionen Tonträger verkauft.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bandgeschichte

Nach dem Ende der Band Spice suchten die Musiker David Byron, Paul Newton und Mick Box 1969 neue Mitstreiter. Ihr Manager Gerry Bron brachte sie mit dem Multiinstrumentalisten Ken Hensley von The Gods zusammen. Zuvor hatten Hensley und der später auch zu Uriah Heep gehörende Schlagzeuger Lee Kerslake mit The Gods schon zwei Alben und einige Singles veröffentlicht.

Schon das erste Uriah Heep - Album Very 'eavy...Very 'umble enthielt mit Gypsy einen Top-30-Hit in Deutschland. 1971 wurde das Album Salisbury veröffentlicht. Es enthält mit Lady in Black, gesungen von Ken Hensley, das bekannteste Lied der Band. Das Album Look at Yourself wurde im Titelstück durch Musiker der Gruppe Osibisa ergänzt. Den Synthesizer im Lied July Morning spielte Manfred Mann. Diese Alben erschienen auf dem Vertigo-Label.

Von 1972 bis 1976 erlebte die Band ihre kommerziell erfolgreichste Zeit. Die Besetzung bestand zu dieser Zeit aus Box, Kerslake, Byron, Thain und Hensley. Die Alben Demons and Wizards, The Magician's Birthday, Uriah Heep Live 1973, Sweet Freedom und Wonderworld mit den dazugehörigen Singles The Wizard, Easy Livin′ und Stealin′ waren in Europa ein kommerzieller Erfolg. In den USA gelang Uriah Heep der große Durchbruch hingegen nie.

Der Bassist Gary Thain erlitt am 15. September 1974 während eines Konzerts in Dallas einen Stromschlag und war danach nicht mehr in der Lage zu spielen. Am 8. Dezember 1975 wurde er 27jährig tot in seiner Wohnung aufgefunden. Seit seinem Stromunfall litt er an Herzrhythmusstörungen. Da Thain auch heroinabhängig war, konnte die Todesursache nie restlos geklärt werden. [1]

Sein Nachfolger wurde John Wetton, der zuvor Mitglied bei King Crimson und Roxy Music gewesen war. In dieser Konstellation gelang Uriah Heep 1975 in Großbritannien und anderen Ländern mit dem Album Return To Fantasy der größte Verkaufserfolg.

Wetton war später Mitbegründer der britischen Band Asia und wurde 1979 durch Trevor Bolder ersetzt.

Im September 1976 verließ David Byron die Band und gründete Rough Diamond. Er starb 1985 an den Folgen seiner Alkoholsucht. Er wurde durch John Lawton ersetzt, der zuvor Mitglied bei den Les Humphries Singers und Lucifer’s Friend gewesen war. Mit Lawton als Sänger gelang Uriah Heep 1977 mit Free Me in Deutschland ein Top-10-Hit. Vor allem in Deutschland war die Band mit John Lawton und den Alben Firefly, Innocent Victim und Fallen Angel in den folgenden Jahren bis 1979 populär. 1979 wurde ein Doppel-Livealbum Live in Europe 1979 aufgenommen, wegen der Entlassung von John Lawton aber erst 1986 veröffentlicht. Der Hit Lady in Black kam durch Wiederveröffentlichungen gleich mehrmals wieder in die Hitparaden.

Ken Hensley entließ Lawton nach Streitigkeiten aus der Band. Mit der Wahl des Nachfolgers, John Sloman, war Hensley schließlich aber auch unzufrieden, sodass er sich 1980 während der Conquest-Tour endgültig von der Band verabschiedete. Seitdem veröffentlichte er mehrere Soloalben mit mäßigem Erfolg. Kurzzeitig war er auch Mitglied der US-Band Blackfoot.

Nach dem vermeintlichen Ende der Band gelang Gitarrist Mick Box mit dem Album Abominog und dem neuen Sänger Peter Goalby ein Comeback. Die drei Platten mit Goalby als Sänger orientierten sich stark am amerikanischen Mainstream-Heavy-Rock.

Im Juli 1986 fanden Uriah Heep mit Steff Fontaine einen neuen Sänger. Mit ihm und dem neuen Keyboarder Phil Lanzon gingen sie auf eine kleine US- und Kanadatour. Doch schon im September 1986 trennte sich die Band wieder von Steff Fontaine, da er einen Auftritt versäumte. Er wurde durch Bernie Shaw ersetzt. Damit hatten Uriah Heep eine Formation gefunden, die über 20 Jahre Bestand hatte. Erste Veröffentlichung dieses Line-Ups war das Live-Album Live in Moscow, das den Querschnitt von zehn Konzerten 1987 in Moskau darstellt. Dieses Album enthält neben klassischen Stücken der Band auch 3 Stücke, die niemals auf einem regulären Studio-Album erschienen sind. Mit den Auftritten in der damals noch existierenden Sowjetunion haben Uriah Heep Neuland betreten: als erste westliche Rockband offiziell in der Sowjetunion aufgetreten zu sein. Das erste Studio-Album dieser Besetzung wurde 1989 veröffentlicht: Raging Silence, produziert von Richard Dodd.

Nach dem 1991 von Bassist Trevor Bolder produzierten Album Different World, erschien 1995 mit Sea of Light wieder ein bei den Fans sehr beliebtes Album. Bei der zugehörigen Tour im selben Jahr sprang John Lawton für an den Stimmbändern erkrankten Shaw für einige Auftritte in Südafrika, Österreich und Deutschland als Sänger ein. 1998 erschien das für längere Zeit letzte Studioalbum Sonic Origami.

Im Dezember 2001 fand die Band mit den ehemaligen Mitgliedern John Lawton und Ken Hensley als Gastmusiker wieder zusammen. Das Ergebnis war das nach Uriah Heep Live 1973 beste Live-Album der Bandgeschichte - The Magicians Birthday Party. Ebenfalls 2001 (mit Ian Anderson von Jethro Tull als Gast) und zuletzt im Dezember 2006 gingen Uriah Heep mit einem Akustikprogramm auf Tournee.

2005 ist die 6-CD-Box Chapter & Verse, die auf 35 Jahre Bandgeschichte zurückblickt und auf der ersten CD auch Titel der Vorläuferbands enthält, erschienen.

Ende Januar 2007 musste Lee Kerslake, der der Band mit kurzen Unterbrechungen seit 1972 zur Verfügung gestanden hatte, aus gesundheitlichen Gründen die Band verlassen. Anfang März 2007 übernahm Studiodrummer Russell Gilbrook, der schon mit Tony Iommi (Black Sabbath), Van Morrison oder John Farnham arbeitete, seinen Platz.

Ursprünglich für Herbst 2007 angekündigt, erschien im Mai 2008 ein neues Studioalbum mit dem Titel Wake the Sleeper. Die Verschiebung wurde wegen der Übernahme der Plattenfirma durch eine andere begründet, da man nicht wollte, dass die Veröffentlichung im Strudel der Übernahme unterging. Die internationale Presse lobte das neue Werk. Das Rockmagazin Eclipsed wählte "Wake the Sleeper" zum Album des Monats.

Als einziges verbliebenes Gründungsmitglied leitet Mick Box bis heute die Geschicke der Band.

[Bearbeiten] Diskografie

Studio-Alben

  • Very 'eavy...Very 'umble (1970)
  • Salisbury (1971)
  • Look at Yourself (1971)
  • Demons and Wizards (1972)
  • The Magician's Birthday (1972)
  • Sweet Freedom (1973)
  • Wonderworld (1974)
  • Return to Fantasy (1975)
  • High and Mighty (1976)
  • Firefly (1977)
  • Innocent Victim (1977)
  • Fallen Angel (1978)
  • Conquest (1980)
  • Abominog (1982)
  • Head First (1983)
  • Equator (1985)
  • Raging Silence (1989)
  • Different world (1991)
  • Sea of Light (1995)
  • Sonic Origami (1998)
  • Wake the Sleeper (2008)

Live-Alben:

  • Uriah Heep Live (1973)
  • Live on the King Biscuit Flower Hour (1974)
  • Live at Shepperton (1974)
  • Live in Europe (1979)
  • Live in Moscow (1987)
  • Spellbinder (1996)
  • Future Echoes of the Past (2000)
  • Acoustically Driven (2001)
  • Electrically Driven (2001)
  • The Magician's Birthday Party (2002)
  • Live in the USA (2003)
  • Magic Night (2004)

Kompilationen (Auswahl)

  • Easy Livin' - Best (1991) (1971 - 1977, Zounds, alle Titel digital remastert)
  • A Time of Revelation (1996) (4-CD-Set mit teils unveröffentlichten Aufnahmen aus 25 Jahren Bandgeschichte, mit 60-seitigem Booklet)
  • Remasters (2002)

[Bearbeiten] Literatur

  • Uwe Reuters: Easy Livin' - The Story of Uriah Heep Vol.1, Aachen 1997
  • Uwe Reuters: Can't Keep a Good Band Down - The Story of Uriah Heep Vol.2, 1998
  • Uwe Reuters: It Ain't Easy - The Story of Uriah Heep Vol. 3, Jahrbuch 1999
  • Uwe Reuters: Carry on - The Story of Uriah Heep Vol. 4, Jahrbuch 2000
  • Uwe Reuters: Sell Your Soul - The Story of Uriah Heep Vol. 5, Jahrbuch 2001
  • Uwe Reuters: Different World - The Story of Uriah Heep Vol. 6, Jahrbuch 2002
  • Uwe Reuters: Hold Your Head Up - The Story of Uriah Heep Vol.7, Jahrbuch 2003
  • Uwe Reuters: Running All Night - The Story of Uriah Heep Vol. 8, Jahrbuch 2004
  • Uwe Reuters: One Way Or Another - The Story of Uriah Heep Vol. 9, Jahrbuch 2005
  • Uwe Reuters: What Should be Done - The Story of Uriah Heep Vol. 10, Jahrbuch 2006

[Bearbeiten] Weblinks

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