Ursula Koch (Politikerin)

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Ursula Koch

Ursula Koch (* 1. Juli 1941 in Zürich; heimatberechtigt ebenda) ist eine Schweizer Politikerin (SP).

Leben[Bearbeiten]

Ursula Koch studierte Chemie an der Universität Zürich und promovierte 1976.

Von 1979 bis 1986 gehörte Koch dem Zürcher Kantonsrat an. Von 1986 bis 1998 war sie Zürcher Stadträtin und Vorsteherin des Hochbaudepartements. Dabei widersetzte sie sich der Öffnung der früheren Industriezonen für Büronutzungen. Sie verkündete bei ihrem Amtsantritt: «Zürich ist gebaut.»[1]

Am 27. Juni 1997 setzte sich Koch gegen den vom Parteiestablishment favorisierten Andrea Hämmerle durch und wurde als erste Frau zur Präsidentin der Sozialdemokratischen Partei gewählt. Bei den Wahlen im Herbst 1999 wurde sie in den Nationalrat gewählt. Am 15. April 2000 gab sie das SP-Präsidium und ihren Nationalratssitz aufgrund massiven parteiinternen Drucks und aus gesundheitlichen Gründen ab. Seither entzieht sie sich der Öffentlichkeit.

Koch ist geschieden.

Anfang der 1980er Jahre nahm Koch an einer Sendung der österreichischen Fernseh-Diskussionsrunde Club 2 mit dem Titel Strahlende Zukunft teil. Dabei referierte der ungarisch-amerikanische Physiker Edward Teller – der als Vater der Wasserstoffbombe geladen war – so technokratisch und kalt über die Explosionswirkung der damals vieldiskutierten Neutronenbombe auf Menschen, dass Koch während der Live-Diskussion stumm zu weinen begann. Der Spiegel bezeichnete Tellers Auftreten später als das eines «düsteren Jahve».[2] Nach späteren Angaben eines der Redaktoren war Koch extra als Gast eingeladen worden, weil sie als stabil im Angesicht von Tellers Ausführungen eingeschätzt worden war, auch wenn «Schreckliches käme».[3]

Werke[Bearbeiten]

  • Ursula Koch-Pomeranz: 1. Photochemische Cyclisierung von Allyl-anisolen und C-Allyl-anilinen; 2. Die durch Silberionen katalysierte Umlagerung von Propargylphenyläthern. Dissertation, Universität Zürich, 1976.
  • Michael Kohn, Ursula Koch: Titanic oder Arche Noah. Gespräche zu Energie, Technik und Gesellschaft. Hrsg. von Patrizia N. Franchini und Suzanne Kappeler. Rauhreif-Verlag, Zürich 1987, ISBN 3-907764-07-2.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBauen in Zürich zwischen Utopie und Resignation Vortrag vom Mittwoch, den 16 . März 1988 anlässlich der SIA Hauptversammlung in Zürich. Abgerufen am 19. Oktober 2013 (PDF; 378 kB, Rede in der der vielzitierte Spruch "Zürich ist gebaut" fiel).
  2. Immer ein Seiltanz. In: Der Spiegel. 20/1982, 17. Mai 1982, S. 257.
  3. «Wovon redn ma heut?» In: derStandard.at. 12. März 2008