Urzejowice

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Urzejowice
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Urzejowice (Polen)
Urzejowice
Urzejowice
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Karpatenvorland
Landkreis: Przeworsk
Geographische Lage: 50° 1′ N, 22° 28′ O50.01666666666722.466666666667Koordinaten: 50° 1′ 0″ N, 22° 28′ 0″ O
Einwohner: 1800 (2002)
Postleitzahl: 37-200
Telefonvorwahl: (+48) 16
Kfz-Kennzeichen: RPZ
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Rzeszów-Jasionka

Urzejowice ist ein Dorf in der Gemeinde Przeworsk, Kreis Przeworsk (Powiat Przeworski), Woiwodschaft Karpatenvorland, im äußersten Südosten Polens.

Urzejowice liegt, sich im Süden an die Gemarkungen Dębów und Mokra Strona anschließend, im Winkel zwischen Mleczka (Milchbach) und Markówkabach. Im Westen hat die Gemarkung gemeinsame Grenze mit Wolica; die Südgrenze bildet der Markówkabach, der nur wenig von der südlichsten Spitze des Dorfes entfernt in die Mleczka mündet, die nun mit dem östlichsten ihrer beiden Arme die Gemarkung im Osten begrenzt.

Mit 1029 ha (975 ha Nutzfläche) ist Urzejowice eine Gemarkung mittlerer Größe. Ihre ungeometrische Form lässt im Gegensatz zu den drei Waldhufendörfern Markowa, Gac und Dębów auf eine unplanmäßige, nichtkoloniale Gründung schließen. Ihre Umrisslinien sind nur im Norden und Westen einigermaßen gleichmäßig, wenn die Fläche hier auch zerlappt erscheint, während die Begrenzung durch die Bäche im Süden und Osten zu kleinwelligen, unruhigen Linien führte. Beinahe im Mittelpunkt der Gemarkung liegt das Dorf, das 1931 343 Häuser mit 1619 Einwohnern zählte. Die Siedlung liegt am Nordrand des Bachgeländes auf breiter Flächenbasis, welche die Ausdehnung des Dorfes nicht in einer bestimmten Richtung vorzeichnete, wie die Muldenlage den drei Waldhufendörfern.

Wie aus alten Kirchenbüchern hervorgeht, konnte sich die deutsche Sprache wahrscheinlich bis 17. Jh. in der Bevölkerung erhalten. 1648 wurde Urzejowice von den Kosaken verwüstet. [1].

Verweise[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. "Noch interessanter und vielsagender lautet jedoch der zeitgenössische Bericht eines Polen in den „Acta Ecclesiae Urzeiovicensis“ über die Belagerung der Stad Premissel 1648 durch die Kosaken. [...] Die Kosaken und Tataren wandten sich sofort in zwei Abteilungen nach Westen gegen Premissel und Samosch. Das erstere befand sich schon in grosser Gefahr. Da eilte der Gutsbesitzer Karol Franciszek Korniakt, Eigentümer von Żurawice mit einer Handvoll Edelleute und mit den deutschen Kolonisten seiner Dörfer herbei, schlug die Gegner in die Flucht und entsetzte die Stadt.“ Kurt Lück. Deutsche Aufbaukräfte in der Entwicklung Polens. Forschungen zur Deutsch-polnischen Nachbarschaft im ostmitteleuropäischen Raum. Verlag für Ganzheitliche Forschung und Kultur. 1990. ISBN 3922314953. S. 452., und „Acta Ecclesiae Urzeiovicensis“ Ossolineum [in:] Wojciech Blajer. Uwagi o stanie badań nad enklawami średniowiecznego osadnictwa. Rzeszów. 2007
  • Gisele Hildebrandt, Otto Adamski. Dorfuntersuchungen in dem alten deutsch-ukrainischen Grenzbereich von Landshut. Kraków. 1943