Ustascha

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Emblem der Ustascha: „U“ mit Granate und kroatischem Wappen

Die Ustascha (kroatisch Ustaša?/i, Plural Ustaše?/i, vollständig Ustaša – hrvatska revolucionarna organizacija[1], kurz UHRO, deutsch Der Aufständische – Kroatische revolutionäre Organisation) war ein von Ante Pavelić am 10. Januar 1929 gegründeter und von ihm geführter kroatischer nationalistisch-terroristischer Geheimbund, der sich zu einer faschistischen Bewegung entwickelte.

Der Name Ustaša, also Aufständischer, für das einzelne Mitglied wie für die gesamte Organisation, wurde in Erinnerung an die aufständischen Soldaten gewählt, die 1871 im bewaffneten Aufstand von Rakovica unter Eugen Kvaternik für ein von Österreich-Ungarn unabhängiges Kroatien kämpften.[2]

Die Ustascha wurde als Reaktion auf die Proklamation der Königsdiktatur durch den serbisch-jugoslawischen König Alexander I. in Jugoslawien gegründet. Ihre Struktur und Rituale waren zunächst vergleichbar mit denen anderer national-terroristischer Geheimbünde auf dem Balkan (vgl. Schwarze Hand, IMRO) und auf den bewaffneten Kampf für einen unabhängigen großkroatischen Staat ausgerichtet. Bis 1941 betrug die Zahl der formell aufgenommenen Ustaschen, die sich aus Studenten, Professoren, Schriftstellern, Juristen, ehemaligen k. u. k.-Offizieren, Mitgliedern katholischer Vereinigungen und Angehörigen sozialer Randgruppen rekrutierten, vermutlich nie mehr als 3000 bis 4000 Personen in der Heimat und im Exil.[3]

Die Stützpunkte und Ausbildungslager der Ustascha, in denen zuletzt bis zu 300 Personen untergebracht waren, befanden sich vor allem in Ungarn und Italien, bis die Ustascha im April 1941 durch Unterstützung der Achsenmächte unerwartet die Macht in einem neugegründeten „Unabhängigen Staat Kroatien“ (NDH) übernehmen konnte. Sie errichtete eine totalitäre Diktatur im Wesentlichen auf dem Gebiet des heutigen Kroatien und Bosnien-Herzegowina, die für den Genozid an verschiedenen ethnischen Gruppen, besonders an Serben, Juden und Roma, und die Ermordung zahlreicher politischer Oppositioneller verantwortlich war.

Ambivalent war das Verhältnis der katholischen Kirche zur Ustascha. Die Mehrheit der katholischen Geistlichen war nationalistisch eingestellt und sympathisierte oder kooperierte mit der Ustascha. Eine Minderheit protestierte gegen deren Verbrechen.[4][5] Aufgrund der Beteiligung von Vertretern des katholischen Klerus bei Aufbau, Organisation und Führung des faschistischen Ustascha-Regimes, wird die Ustascha-Diktatur dem Klerikalfaschismus zugeordnet. [6][7]

Vorgeschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges mit dem Zusammenbruch der Österreichisch-Ungarischen Monarchie vereinigten sich dessen südlich gelegene Staaten zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, dem späteren Königreich Jugoslawien. Die Ustascha-Bewegung bildete sich aus Gruppierungen, die in den 1920er Jahren den rechten Rand der kroatischen Opposition gegen die zentralistische und serbisch-hegemoniale Staatsordnung des Königreiches gebildet hatte.

Deren wichtigste war die Hrvatska Stranka Prava, die aus dem rechten, strikt antijugoslawischen Flügel der gleichnamigen älteren Partei entstanden war. Zu den führenden Mitgliedern dieser Partei gehörte zu jener Zeit auch der spätere Ustascha-Führer und Jurist Ante Pavelić. Größeren Einfluss konnten diese und ähnliche Gruppierungen jedoch zunächst nicht erlangen. Die dominierende politische Kraft in Kroatien war und blieb zu dieser Zeit die Kroatische Bauernpartei unter Führung von Stjepan Radić.

Entstehung, Gründung

Mijo Babić, der spätere Königsmörder Wlado Tschernosemski und Mittäter Zvonimir Pospišil (v.l.n.r.) bei der militärischen Ausbildung im Ustascha-Lager Janka Puszta südl. von Nagykanizsa, Ungarn (um 1934)

Ende Oktober 1928 gründete Ante Pavelić die zunächst illegale Ustascha – Kroatische Revolutionäre Organisation (kroatisch: Ustaša – Hrvatska revolucionarna organizacija). Er konnte sich dabei auf antijugoslawische, revanchistische und irredentistische Kräfte in Italien, Ungarn und Bulgarien stützen, außerdem auf legitimistische Kreise in Österreich und die revanchistische Bewegung in Deutschland verlassen.[8] Während einer Staatskrise, die auf die Ermordung des kroatischen Demokraten Stjepan Radić in Belgrad durch Puniša Račić folgte, führte König Alexander I. am 6. Januar 1929 einen Staatsstreich durch. Er löste das Parlament auf, suspendierte die Verfassung von 1921 und proklamierte eine Königsdiktatur, die auch die bisherigen nationalen Symbole verbot. Einen Tag später emigrierte Paveliċ nach Italien, wo er Emigranten der Ustascha-Bewegung um sich sammelte und sie zu einer Terrororganisation formte. In Zentren und Camps in Ungarn, Italien und Österreich wurden die Anhänger für terroristische und subversive Aktionen trainiert. Im Asyl erstellte Paveliċ ein Ustascha-Programm, die „Statuten“ 1932 und die „Prinzipien“, 1941 erweitert.

Die Ustascha verstand sich als kroatische Unabhängigkeitsbewegung gegen die serbische Hegemonie in Jugoslawien und für die Entwicklung zu einem „Großkroatien“ unter dem Einschluss von Bosnien, Herzegowina und Syrmien. Die serbisch(-orthodoxe) Bevölkerung sollte zügig eliminiert werden. Die Ustascha entwickelte sich zu einer faschistischen Bewegung, die sich an den Vorbildern Mussolini und Hitler orientierte. In den Jahren 1929 bis 1934 wurde sie vom faschistischen Regime Mussolinis aktiv unterstützt, um den Staat Jugoslawien, welcher einer italienischen Vorherrschaft an der Adria und auf dem Balkan im Wege stand, zu destabilisieren.

Obwohl ihre Anhänger in Jugoslawien nicht sehr zahlreich waren, unterwanderten sie die Kroatische Bauernpartei und unternahmen intensive Anstrengungen, um deren rechtsgerichtete und separatistische Kräfte auszubauen. Einige ihrer geheimen Basen im Land waren sichere katholische Konvente und Seminare. Die Regierung reagierte auf die Aktivitäten der Ustascha mit der gewaltsamen Unterdrückung jedes potentiellen Widerstandes. Dabei wurden auch mehrere nicht an den terroristischen Aktivitäten beteiligte Oppositionelle, unter anderem Milan Šufflay, von Agenten des jugoslawischen Geheimdienstes ermordet, was internationale Proteste nach sich zog.

Zielsetzung

Das selbstgesetzte Ziel der Ustascha war „die Wiederherstellung des freien und unabhängigen kroatischen Staates auf dem gesamten historischen und ethnisch geschlossenen Gebiet des kroatischen Volkes.“[9] Dieses Ziel war „mit allen Mitteln, ja sogar im bewaffneten Aufstand zu erreichen“.[10]

Unter dem „Gebiet des kroatischen Volkes“ wurde folgendes verstanden:

Tatsächlich besteht Kroatien nicht nur aus dem kleinen Gebiet des bis 1918 autonomen Banal-Kroatiens (mit Slawonien und Syrmien) […], sondern aus allen seinen historischen Bestandteilen: Banal-Kroatien, Dalmatien und Bosnien-Herzegowina.[11]

Nach der Verwirklichung des Zieles wollte „die Ustaschen-Bewegung mit allen Mitteln die staatliche Selbstständigkeit und die völkische Besonderheit des kroatischen Volkes schützen und dafür kämpfen, daß im kroatischen Staate nur das kroatische Volk herrscht, daß es der Alleinherrscher über alle materiellen und geistigen Güter in seinem Land bleibt, das fortschrittlich und gerecht, im Geiste der Ustaschen-Prinzipien gelenkt wird.“[12]

Als Gegner dieser Zielsetzung und als Feinde sah die Ustascha

  • die serbische Staatsgewalt
  • die internationale Freimaurerei
  • das Judentum
  • den Kommunismus.[13]

Organisation

Ustascha-„Verfassung“ vom 7. Januar 1929 (Druck: 1932)

Die Organisation der Ustascha gliederte sich in

  • „Roj“, die Ustascha in einem Dorf
  • „Tabor“, alle Roj auf dem Gebiet der Gemeinde
  • „Logor“, alle Tabor eines Bezirkes
  • „Stožer“, alle Logor auf dem Gebiet einer Gespanschaft

Weiterhin gab es für die gesamte Studentenschaft ein „Hochschulstožer“ das unmittelbar dem Hauptquartier unterstand.[14]

Vor dem Jahr 1941, gab es im Exil neunzehn „Stožer“ auf dem Gebiet des sog. „Groß-Kroatiens“. Aufgrund der zahlreichen Auslandskroaten, gab es zudem drei „Stožer“ in Europa sowie Nord- und Südamerika.[15]

Über allem stand das „Hauptquartier der Ustaschen, das jede Tätigkeit, welche sich auf die gesamte Bewegung und den Freiheitskampf bezieht, leitet.“ Das Hauptquartier bestand aus dem Rat der Doglavniks und aus dem Adjutantenstab. Die höchstens zwölf Doglavniks und die Hauptadjutanten ernannte und enthob der Poglavnik.[16]

Der Poglavnik selbst wurde von den Ustascha-Gründern bzw. vom Hauptquartier wenn seine Stelle frei ist, gewählt.[17]

Nach Bildung des Unabhängigen Staates Kroatien wurde gemäß dem Vorbild der Hitlerjugend eine Ustascha-Jugend (Ustaška mladež) gebildet. Deren Untergruppen waren Ustaška Uzdanica (7.–11. Lebensjahr), Ustaški Junaci und Junakinje (11.–15. Lebensjahr) sowie die Ustascha-Starčević-Jugend (15.–21. Lebensjahr).[18]

Ustascha konnte jeder Kroate werden der „für den Ustaschen-Kampf fähig und den Ustaschen-Prinzipien […] ergeben ist.“[19] Die Pflichten eines Ustascha waren die Ablegung des Ustaschen-Eides und die unerlässliche Ausführung aller Arbeit, aller Pflichten, aller Befehle und Bestimmungen sowie ein unbeirrbares Verantwortungsgefühl.[20]

Der Eid, der propagandagerecht vor einem Kruzifix, einem Messer und einer Pistole abgelegt werden sollte, lautete:

Ich schwöre, bei Gott dem Allmächtigen und allem, was mir heilig ist, daß ich mich an die Prinzipien der Ustaschen halten, alle Vorschriften befolgen und alle Befehle des Poglavnik ausführen werde, daß ich jedes mir anvertraute Geheimnis aufs strengste bewahren und niemandem etwas verraten werde. Ich schwöre, daß ich in den Reihen der Ustaschen für die Selbstständigkeit des Staates Kroatien kämpfen und alles tun werde, was der Poglavnik mir befiehlt.
Ich schwöre, daß ich die einmal erkämpfte kroatische Selbstständigkeit und die kroatische völkische Freiheit in den Reihen der Ustaschen schützen und bewahren werde.
Wenn ich mich, der vollen Verantwortung für meine Taten und Unterlassungen bewußt, gegen diesen Schwur vergehe, habe ich nach den Regeln der Ustaschen mit dem Tode bestraft zu werden. So wahr mir Gott helfe! Amen!
[21]

Symbole

Emblem

5 Kuna-Silbermünze mit dem Emblem der Ustascha (Propagandaprägung, 1934)

Das Emblem der Ustascha war der blaue Großbuchstabe „U“ mit Serifen, der eine silberfarbene, rot flammende Granate beinhaltet. Auf der Granate war zudem das historische rot-silberne Schachbrett-Wappen Kroatiens, mit einem ersten silbernen Feld, abgebildet. Die Farbgebung des Emblems spiegelte die kroatischen Nationalfarben rot-weiß-blau wider.[22]

Das „U“ stand für die Initiale des Wortes Ustaša. Die Granate sollte den kämpferisch-revolutionären und elitären Charakter unterstreichen; entlehnt den revolutionären Traditionen Italiens und Frankreichs. Dort war die Granate zunächst Symbol der Grenadiere (im 17. und 18. Jahrhundert eine Eliteeinheit der Infanterie) und findet noch heute bei Militäreinheiten Verwendung (z. B. Carabinieri, Fremdenlegion). Die Variante des historischen kroatischen Wappenschildes mit einem ersten silbernen Feld wurde vermutlich gewählt, um es von dem im königlich-jugoslawischen Wappen enthaltenen kroatischen Wappen mit einem ersten roten Feld abzugrenzen.[23]

Die erste schematische Verwendung des Ustascha-Emblems findet sich im Logo der Organisationszeitung „Ustaša: Vijesnik hrvatskih revolucionaraca“ vom Mai 1930.[24] Die erstmalige Darstellung des grafisch ausgereiften Emblems findet sich im Jahr 1932 ebenfalls im Logo der Zeitung „Ustaša“[25] und vor allem auf dem Titelblatt der „Verfassung der Ustaschen-Bewegung“.

Im Jahr 1934 gab das Ustascha-Hauptquartier im Exil zu Propagandazwecken eine in Wien geprägte 5-Kuna-Silbermünze[26] sowie zwei in Bergamo gedruckte Briefmarken[27] heraus, die ebenfalls genau dieses Emblem der Ustascha zeigen.

Nach der Zerschlagung Jugoslawiens überschritten die ca. 300 Mann starken bewaffneten Einheiten der Exil-Ustascha, mit diesem Emblem an der Uniformmütze von Italien aus die Grenze und paradierten in Zagreb vor Pavelić.[28]

Wappen des Unabhängigen Staates Kroatien, bestehend aus dem historischen Wappenschild Kroatiens überhöht von dem U der Ustascha

Der Unabhängige Staat Kroatien benutzte als Staatssymbol das historische Wappen Kroatiens mit dem darübergestellten Großbuchstaben „U“ im Kroatischen Flechtwerk.[29] Bei diesem Staatswappen hatte man das „U“ bewusst in den Hintergrund treten lassen, das heißt verkleinert über das Wappen gesetzt, um der Mehrheit der Bevölkerung, die keine Ustaschen waren, sich aber als Kroaten verstanden, die Identifikation mit dem Staat zu erleichtern.

Aufgrund der Verwendung durch die Ustascha gilt heute das historische kroatisches Wappen mit einem ersten silbernen Feld als „Ustascha-Wappen“, obwohl die älteste bekannte Darstellung des kroatischen Wappens in Innsbruck aus dem Jahr 1495[30] und viele weitere ältere Darstellungen bereits ein erstes silbernes Feld zeigten.

Viele Sympathisanten der Ustascha und ihrer Ideologie verwenden heute häufig auch stark vereinfachte Varianten des Emblems bzw. des Staatswappens (z. B ein „U“ mit Wappen, ein „U“ mit Kreuz usw.).

Die staatliche Jugendorganisation Ustaška Mladež hatte ein eigenes Symbol, das in unterschiedlichen farblichen Varianten verwendet wurde.[31]

Grußformel

Hauptartikel: Za dom spremni

Die Grußformel der Ustascha lautete Za Dom – Spremni! (Für die Heimat – Bereit!) und wurde spätestens ab der Annäherung an das faschistische Italien und das nationalsozialistische Deutschland mit erhobenem rechten Arm ausgesprochen. Es findet sich auf parteiinternen und auch auf staatlichen Schriftstücken als abschließende Grußformel (z. B. bei Ordensverleihungen).

Hymne

Die Hymne der Ustascha (kroat. Ustaška Himna) mit dem Titel „Puška puca“ wurde von Ante Pavelić selbst getextet und im Stil eines Marschliedes vertont.

Kroatischer Originaltext[32] Literarische Übersetzung[33]
Puška puca a top rice, grmi kao grom,
sad Ustaša bojak bije za hrvatski dom.
Schüsse krachen und Geschütze
donnern schicksalsschwer.
Nun erkämpft Kroatiens Freiheit
der Ustasche Heer.
Puška puca, krv se lije, dušman bježi klet,
a ustaška hrabra vojska vrši zavjet svet.
Schüsse krachen, Wunden brennen,
und der Erbfeind flieht.
Der Ustasche Waffentreue
wird zum Heldenlied.
Tjera smjelo dušmanina, s praga djedovskog,
i podiže staru slavu roda hrvatskog.
Sie verjagen alle Horden
aus der Väter Land.
Altkroatiens Banner flattern
in der Kämpfer Hand.
Ne plaši ga grom pušaka ni topova jek,
dom, sloboda, vjerna ljuba, rani su mu lijek.
Der Ustascha stürmt verwegen,
Sieg ist sein Gebot.
Freiheitsliebe, Heimatglaube
lindern Todesnot.
Puška puca a top rice, barut miriše,
mlad Ustaša na bojištu ranjen izdiše.
Kugeln pfeifen, dräuend wogen
Qualm und Pulverdampf;
Ein Ustascha, fast noch Knabe,
fällt im Männerkampf.
Oj hrvatska zemljo mila, sviće danak tvoj,
sad Ustaška hrabra vojska za te bije boj.
O, Kroatien, teure Heimat,
war die Nacht auch schwer.
Tapfer ficht im Freiheitsmorgen
der Ustasche Heer.

Einordnung der Ideologie

Die Ustascha war ihrer Konzeption nach ein autoritäres und totalitäres Regime und wird grundsätzlich als faschistisch charakterisiert. Jedoch gibt es einige Merkmale, die sich vom Faschismus unterscheiden, obwohl viele Mittel und Merkmale mit diesem übereinstimmen. Die Ustascha bediente sich ideologisch an Elementen der damals modernen Staatssysteme des italienischen Faschismus und des Nationalsozialismus. Diese Elemente umfassten auch den Antisemitismus, Antikommunismus und Rassismus. Jedoch waren die Staatssysteme in Italien und Deutschland auch eine politisch-soziale Antwort auf innerstaatliche Probleme im jeweiligen Land. Die Ustascha jedoch hatte zunächst keinen Staat und kein Sozialprogramm. Der Kern ihrer Ideologie konzentrierte sich auf die nationale Frage der Unabhängigkeit eines kroatischen Staates. Damit verbunden war eine starke Antipathie gegen die serbische Bevölkerung und den serbisch dominierten Staat Jugoslawien. So wurde das ideologische Fundament der Ustascha-Bewegung aus Serbenhass, Antikommunismus und Antisemitismus gebildet.[34] Die Ustascha wurden anfangs keine Massenbewegung wie die Entsprechungen in Deutschland und Italien, sondern wurden in den 30er Jahren von höchstens 10 % der Bevölkerung unterstützt.

Die historischen Wurzeln sind vor allem bei Ante Starčević zu finden, der ein großer Befürworter einer kroatischen Unabhängigkeit war, was sich zum Beispiel im Wesentlichen Teil des Ustaschaschwurs widerspiegelt. Da auch Religion bzw. die katholische Kirche wesentliche Abgrenzungsmerkmale gegenüber den Serben war, wurden diese von der Ustaschabewegung entsprechend instrumentalisiert. Weitere Einflüsse kamen von der damals stärksten kroatischen Partei Jugoslawiens, der Kroatischen Bauernpartei.

Attentat auf Alexander I.

Vorläufiger Höhepunkt der Ustascha-Aktivitäten war die gemeinsam mit mazedonischen Nationalisten der IMRO durchgeführte Ermordung des jugoslawischen Königs Alexander I. und des französischen Außenministers Louis Barthou durch Wlado Tschernosemski in Marseille im Jahre 1934.

Nachdem die Täterschaft bekannt geworden war und zu einer Krise in den französisch-italienischen Beziehungen geführt hatte, wurde Pavelić von Mussolini unter Hausarrest gestellt und gezwungen, seine Terrorkampagne vorläufig einzustellen. Die Ustascha verlagerte daraufhin den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten auf den Aufbau von Unterstützergruppen unter kroatischen Emigranten und wartete eine Gelegenheit ab, mit deutscher oder italienischer Hilfe die Macht zu ergreifen.

Am Vorabend des Zweiten Weltkrieges etablierten die Ustascha eine „Ustaschaarmee“ mit mehreren Hundert ihrer Anhänger in der Toskana.[35] Sie begab sich zur italienisch-jugoslawischen Grenze. Eine deutsche Ustascha-Gruppe hatte in Österreich eine „Kroatische Legion“ aufgestellt, während sie ihre antijugoslawische Propaganda verstärkte.

Zweiter Weltkrieg

Propagandabild der Ustascha mit der Parole „Menschen die dem Tod in die Augen schauen“ (zwischen 1941–45)

Der Balkanfeldzug mit dem Angriff der Achsenmächte führte zwischen dem 6. und 17. April 1941 zur Besetzung und Zerschlagung Jugoslawiens durch deutsche, italienische, ungarische und bulgarische Truppen. Am 10. April proklamierte Oberst Slavko Kvaternik vor der vollständigen Besetzung unter dem Schutz und mit der Unterstützung der deutschen Nationalsozialisten den Unabhängigen Staat Kroatien (kroat.: Nezavisna Država Hrvatska). Hitler bot zuerst dem Führer der Kroatischen Bauernpartei Macek die Führung des Staates an, der lehnte dieses Angebot ab. Am 15. April übernahm Ante Pavelić die Macht.

Der Ustascha-Staat blieb bis 1945 ein treuer Verbündeter des Deutschen Reiches und entsandte auch Truppen zur Unterstützung des deutschen Feldzuges gegen die Sowjetunion. Militärisch war er jedoch hauptsächlich mit dem Kampf gegen die von Tito angeführten Partisanen und gegen die Tschetniks (Serbische Nationalmonarchistische Bewegung) beschäftigt.

Der NDH-Innenminister Mladen Lorković und der Verteidigungsminister Ante Vokić nahmen in den Jahren 1943/1944 Kontakt zu den Alliierten auf und versuchten den Sturz des Pavelić-Regimes herbeizuführen. Dieser Putschversuch wurde jedoch entdeckt, die Beteiligten verhaftet und im Sommer 1944 hingerichtet.

Die bekannteste Einheit der Ustascha war die Schwarze Legion (Crna Legija) unter dem Kommando von Oberst Jure Francetić.

Staatsordnung des „Unabhängigen Staates Kroatien“

Das Territorium des Unabhängigen Staates Kroatien umfasste auch ganz Bosnien-Herzegowina und Syrmien, die von der Ustascha als „historisch-kroatische Länder“ beansprucht wurden; große Teile des von Kroaten und Serben bewohnten Dalmatiens mit knapp 380.000 Menschen, den Gorski Kotar musste er hingegen an das irredentistische Italien, das Medjimurje an Ungarn abtreten. Nach dem Fall Italiens am 3. September 1943 gliederte Pavelić die an Italien gegangenen Gebiete in den Unabhängigen Staat Kroatien ein.

Soldaten der Leibwachen-Brigade des Poglavnik (Poglavnikov tjelesni sdrug), einer Eliteeinheit der Ustascha-Miliz (Ustaška vojnica)

Der Unabhängige Staat Kroatien wurde als Führerstaat nach dem Vorbild seiner faschistischen Verbündeten organisiert. Pavelić übernahm unter dem Titel Poglavnik (wörtlich soviel wie Oberhaupt) die Rolle des Führers, die Ustascha-Bewegung (Ustaški pokret) wurde zur Einheitspartei und parallel zur Aufstellung einer auf Wehrpflicht basierenden regulären Armee (an deren politischer Verlässlichkeit Zweifel bestanden) wurde nach dem Vorbild der SS die Ustascha-Miliz (Ustaška vojnica) als Prätorianergarde des Regimes gebildet.

Demokratische Wahlen, die das Ustaša-Regime durch das kroatische Volk legitimiert hätten, wurden nicht abgehalten.

Deutsche und italienische Besatzungstruppen blieben auf seinem Gebiet präsent und operierten oft auch ohne Rücksicht auf die „Staatsorgane“ des offiziell unabhängigen Marionettenstaates. Die Enttäuschung über die Ustascha in der Bevölkerung war sehr groß und der Rückhalt nahm schon nach wenigen Monaten rapide ab. Alojzije Stepinac distanzierte sich deutlich von der Pavelic-Regierung, indem er sich ihren politischen Plänen nicht anschloss und den immer mehr bedrohten Minderheiten im deutsch/italienischen Satellitenstaat „NDH“ (Juden, Serben, Roma u.s.w) half. Er entging zwei Anschlägen der Ustascha.

Völkermord

Der Ustascha-Staat erließ Rassengesetze nach dem Vorbild des Dritten Reiches, die sich gegen Juden und Roma, aber vorwiegend gegen Serben richteten, die kollektiv zu Feinden des kroatischen Volkes erklärt wurden.

Serben, Juden, Roma und kroatische Antifaschisten wurden in Konzentrationslagern, deren größtes das KZ Jasenovac war, eingesperrt und vor allem von der Ustascha-Miliz auf zumeist brutalste Weise ermordet. Die zahlenmäßig stärkste Gruppe unter den Opfern stellten dabei die Serben dar. Am 22. Juni 1941 gab der Ustascha-Chefpropagandist und Minister für Religion und Bildung Mile Budak die Weisung aus, ein Drittel der Serben zu töten und ein weiteres Drittel zu deportieren und das verbleibende Drittel durch die katholische Taufe zu Kroaten zu machen.[36][37] Der deutsche Historiker Holm Sundhaussen vergleicht: „Wie Hitler ein „judenfreies“ Europa anstrebte, so strebte Pavelić ein „serbenfreies“ Kroatien an.“[38]

Wie viele Menschen diesem Völkermord zum Opfer fielen ist bis heute umstritten. Die Angaben variieren von mehr als 300.000 bis zu 750.000 ermordeten Menschen, zumeist vertreten von kroatischen bzw. serbischen Historikern. In der westlichen Forschung wird die Zahl der Serben, welche den Ustascha zum Opfer fielen auf 330.000 bis 390.000 geschätzt.[39][40] Die Forschungen von Bogoljub Kočović (Žrtve Drugog svjetskog rata u Jugoslaviji. London 1985) und Vladimir Žerjavić (Gubitci stanovništva Jugoslavije u drugom svjetskom ratu. Zagreb 1987) zur Zahl der Opfer des Zweiten Weltkrieges in Jugoslawien ergeben übereinstimmend, dass ca. 290.000 der 1,9 Millionen Serben sowie die große Mehrheit der 30.000 bis 40.000 Juden und der 25.000 bis 40.000 Roma, die zu Kriegsbeginn auf dem Einflussgebiet der Ustascha lebten, ihr zum Opfer fielen, davon zwischen 60.000 und 100.000 im KZ Jasenovac. Beide Zahlenangaben sind derzeit in der Öffentlichkeit im Umlauf und werden von Dokumentationszentren zitiert. So gibt das Simon-Wiesenthal-Zentrum die Zahl der Menschen, die im KZ Jasenovac ermordet worden sind, mit etwa 85.000 an, das staatliche United States Holocaust Memorial Museum in Washington hingegen mit zwischen 77.000 und 97.000. Andererseits gibt das Simon-Wiesenthal-Zentrum die Gesamtopferzahl von ca. 600.000 Menschen unter der Ustascha an, während das United States Holocaust Memorial Museum von ca. 400.000 spricht, wobei sich das Simon-Wiesenthal-Zentrum auf die Angaben des kommunistischen Jugoslawiens stützt.

Muslime

Die Bosniaken (Bosnier muslimischen Glaubens) wurden von der Ustascha zu „Kroaten muslimischer Konfession“ erklärt und offiziell mit denjenigen katholischer Konfession gleichgestellt und ebenso wie die katholischen Kroaten zum Wehrdienst in der Armee herangezogen. Parallel dazu wurden unter deutscher Anleitung jedoch auch eigene aus Bosniaken bestehende 13. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Handschar“ aufgestellt.

Resonanz in Deutschland

Die Illustrirte Zeitung Leipzig 1941, 98.Jahrgang (2. Halbjahr) feierte in einer Schwerpunkt-Ausgabe die Machtergreifung der Ustascha mit deutscher Hilfe. Sie gibt eine Erklärung des Poglavnik (Pavelić) wieder:

Der unabhängige Staat Kroatien wird nach den Grundsätzen der Ustaschen-Bewegung aufgebaut. Ihre Prinzipien stehen in allen wichtigen nationalen und staatlichen Fragen in vollkommenem Einklang mit der nationalsozialistischen Ideologie, angewandt auf den sozialen Charakter der breiten kroatischen Volksschichten, besonders des kroatischen Bauerntums. Rasse, unbeschränkte Staatsautorität, gelenkte Wirtschaft zwecks größter Produktion, besonders der landwirtschaftlichen Erzeugung, soldatischer Geist im Sinne der traditionellen Eigenschaften des Volkes, die Arbeit als Grundlage jeden Wertes, Verantwortungsbewußtsein und Pflichtgefühl jedes Einzelnen: das sind die Prinzipien, die im Ustaschen-Kroatien überall zu regieren beginnen. Ein solches Kroatien tritt in die neue Ordnung ein, um ein würdiger und nützlicher Mitarbeiter des Großdeutschen Reiches unter dem Führer Adolf Hitler im Krieg und Frieden zu sein.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Sieg der jugoslawischen Partisanen flohen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges im Mai 1945 zahlreiche Angehörige der Ustascha, darunter die Führung um Ante Pavelić, ins Ausland.

Unmittelbar nach Kriegsende ergaben sich kroatische Zivilisten, Reste der Ustascha und der regulären Armee (Domobrani) sowie jugoslawische Verbände, die der neuen Regierung ein Dorn im Auge waren, den Briten nahe Bleiburg (slowen. Pliberk) in Österreich. Diese wurden jedoch an die Tito-Partisanen ausgeliefert. Unangefochtene Zahlen gibt es auch hier nicht. Der Großteil von ihnen wurde kurz nach der Gefangennahme erschossen oder in monatelangen Todesmärschen oder in Lagern ermordet. Dieser Vorfall wurde als das Massaker von Bleiburg bekannt.

Der größte Teil der Führung der Ustascha um Pavelić hatte sich jedoch schon zuvor von den eigenen Truppen abgesetzt. Über die so genannte Rattenlinie gelangten einige hundert Angehörige der Ustascha nach Italien und verschifften sich in Richtung Argentinien, USA, Kanada und Spanien. Pavelić selbst erreichte 1947 Argentinien und lebte bis kurz vor seinem Tod Ende der fünfziger Jahre in Buenos Aires, wo er als Sicherheitsberater des argentinischen Diktators Juan Perón fungierte. Dort bildete er eine „Exilregierung“, die jedoch von keinem Staat anerkannt wurde. Aufgrund von persönlichen und politischen Rivalitäten spaltete sie sich in mehrere Gruppierungen, die jeweils einen Alleinvertretungsanspruch für sich erhoben.

Viele im Ausland lebende Ustascha-Angehörige wurden von serbischen, militanten Gruppen durch Selbstjustiz und von dem jugoslawischen Geheimdienst UDB-a Uprava državne bezbednosti durch gezielte Liquidierungen getötet.[41] Auch in Deutschland verübten Ustascha-nahe Exilkroaten und Exilserben, sowie der UDB-a gegenseitig aneinander zahlreiche Anschläge, die in den siebziger Jahren zu einiger Medienresonanz führten.[42]

Zu Beginn der Jugoslawienkriege um 1991 waren viele nationalistisch eingestellte Exilkroaten an Waffenschmuggel beteiligt, um die Schlagkraft der eigenen Kampfgruppen zu erhöhen.[43] Ebenso reisten ehemalige Ustascha-Politiker um diese Zeit aus dem Exil an, um nationalistische Ideen in Vorträgen und Diskussionsrunden in der Bevölkerung zu verbreiten.[44] Die Angst vor einem neuen Ustascha-Regime wurde auf diese Weise unter der serbischen Minderheit in Kroatien bewusst geschürt und trug wesentlich bei zur Eskalation des Konflikts um das serbisch-kroatische Grenzgebiet Krajina. Ebenfalls wurde in den serbischen Medien die Angst vor einem neuen Ustascha-Regime bewusst für Propagandazwecke genutzt, um die ethnischen Spannungen weiter anzuheizen.[45]

Auch nach den Jugoslawienkriegen gab es immer wieder Skandale prominenter Kroaten, welche öffentlich den Ustascha-Gruß oder Ustascha-Symbole zeigten.[46] Die heutige Ustascha-Bewegung ist überdies eng verbunden mit der internationen Neonazi-Szene. [47]

Siehe auch

Literatur

  • Ladislaus Hory, Martin Broszat: Der kroatische Ustascha-Staat 1941–1945. 2. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1965.
  • Jahn Otto Johansen: Ustasja. [Ustascha]. J. W. Cappelens Forlag, Oslo 1984, ISBN 82-02-09865-3. (norwegisch)
  • Viktor Novak: Magnum Crimen: pola vijeka klerikalizma u Hrvatskoj. (Das große Verbrechen: Ein halbes Jahrhundert des Klerikalismus in Kroatien). Zagreb 1948. (Neuauflage: Nova Knjiga, Belgrad 1986, ISBN 86-7604-928-9)
  • Karlheinz Deschner, Milan Petrović: Krieg der Religionen – Der ewige Kreuzzug auf dem Balkan. Heyne Sachbuch, München 1999, ISBN 3-453-16742-2.
  • Alexander Korb: Im Schatten des Weltkriegs : Massengewalt der Ustaša gegen Serben, Juden und Roma in Kroatien 1941–1945. Hamburger Edition, Hamburg 2013, ISBN 978-3-86854-259-2.
  • Kurt Köpruner: Reisen in das Land der Kriege. Diederichs Verlag, 2003, ISBN 3-7205-2413-2.

Weblinks

Einzelnachweise

  1.  Ante Pavelić: Eingabe an den Staatsanwalt beim Appellationsgericht in Aix-en-Provence. In: Volk und Reich. Heft 2 (Februar), Volk und Reich Verlag, Berlin 1936, S. 160.
  2.  Branimir Jelić, Jere Jareb, M. Šamija (Hrsg.): Političke uspomene i rad dra Branimir Jelića [Die politischen Erinnerungen und die Arbeit Dr. Branimir Jelićs]. Cleveland 1982.
  3.  Holm Sundhaussen: Ustaše. In: Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar 2004, S. 719.
  4.  Marie-Janine Calic: Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert. C.H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60645-8. S. 160.
  5.  Sabrina P. Ramet: The three Yugoslavias: state-building and legitimation, 1918–2005. Indiana Univ Press, 2006, ISBN 0-253-34656-8. S. 123.
  6. Ewa Kobylińska: Religion und Kirche in der modernen Gesellschaft: polnische und deutsche Erfahrungen, Otto Harrassowitz Verlag, 1994, S.52
  7. Lutz Raphael: Imperiale Gewalt und mobilisierte Nation: Europa 1914-1945, C.H.Beck, 2012, ISBN 9783406623530, 319 Seiten , S.256
  8. ETERNAL MEMORY – JASENOVAC – THE PLACE SOAKED IN THE BLOOD OF INNOCENTS
  9. Ante Pavelić: Die kroatische Frage. Entstehung: 28. Oktober 1936. Privatdruck des Instituts für Grenz- und Auslandstudien, Berlin 1941, S. 23.
  10. Punkt 1 der Verfassung der kroatischen Ustaschen-Freiheitsbewegung (1932). In: Emil Robert Gärtner: Kroatien in Südslawien. Junker und Dünnhaupt Verlag, Berlin 1944, S. 192. Zitiert nach: Za Dom: Kroatische Korrespondenz für Politik, Wirtschaft und Kultur. Nr. 6-7. Zagreb 2. Juni 1941, S. 4 f.
  11. Ante Pavelić: Die kroatische Frage. Entstehung: 28. Oktober 1936. Privatdruck des Instituts für Grenz- und Auslandstudien, Berlin 1941, S. 22. (Entstehung: 28. Oktober 1936)
  12. Punkt 2 der Verfassung der kroatischen Ustaschen-Freiheitsbewegung (1932). In: Emil Robert Gärtner: Kroatien in Südslawien. Junker und Dünnhaupt Verlag, Berlin 1944, S. 192. Zitiert nach: Za Dom: Kroatische Korrespondenz für Politik, Wirtschaft und Kultur. Nr. 6-7. Zagreb 2. Juni 1941, S. 4 f.
  13. Ante Pavelić: Die kroatische Frage. Entstehung: 28. Oktober 1936. Privatdruck des Instituts für Grenz- und Auslandstudien, Berlin 1941, S. 26 ff.
  14. Punkt 3 der Verfassung der kroatischen Ustaschen-Freiheitsbewegung (1932). In: Emil Robert Gärtner: Kroatien in Südslawien. Junker und Dünnhaupt Verlag, Berlin 1944, S. 193. Zitiert nach: Za Dom: Kroatische Korrespondenz für Politik, Wirtschaft und Kultur. Nr. 6-7. Zagreb 2. Juni 1941, S. 4 f.
  15. Ante Pavelić: Eingabe an den Staatsanwalt beim Appellationsgericht in Aix-en-Provence. In: Volk und Reich. Heft 2 (Februar). Volk und Reich Verlag, Berlin 1936, S. 161.
  16. Punkt 5 der Verfassung der kroatischen Ustaschen-Freiheitsbewegung (1932). In: Emil Robert Gärtner: Kroatien in Südslawien. Junker und Dünnhaupt Verlag, Berlin 1944, S. 193. Zitiert nach: Za Dom: Kroatische Korrespondenz für Politik, Wirtschaft und Kultur. Nr. 6-7. Zagreb 2. Juni 1941, S. 4 f.
  17. Punkt 4 der Verfassung der kroatischen Ustaschen-Freiheitsbewegung (1932). In: Emil Robert Gärtner: Kroatien in Südslawien. Junker und Dünnhaupt Verlag, Berlin 1944, S. 193. Zitiert nach: Za Dom: Kroatische Korrespondenz für Politik, Wirtschaft und Kultur. Nr. 6-7. Zagreb 2. Juni 1941, S. 4 f.
  18. Adolf Dresler: Kroatien. 2. Auflage. Essener Verlagsanstalt, Essen 1944, S. 133.
  19. Punkt 9 der Verfassung der kroatischen Ustaschen-Freiheitsbewegung (1932). In: Emil Robert Gärtner: Kroatien in Südslawien. Junker und Dünnhaupt Verlag, Berlin 1944, S. 194. Zitiert nach: Za Dom: Kroatische Korrespondenz für Politik, Wirtschaft und Kultur. Nr. 6-7. Zagreb 2. Juni 1941, S. 4 f.
  20. Punkt 10 der Verfassung der kroatischen Ustaschen-Freiheitsbewegung (1932). In: Emil Robert Gärtner: Kroatien in Südslawien. Junker und Dünnhaupt Verlag, Berlin 1944, S. 194–195. Zitiert nach: Za Dom: Kroatische Korrespondenz für Politik, Wirtschaft und Kultur. Nr. 6-7. Zagreb 2. Juni 1941, S. 4 f.
  21. Punkt 11 der Verfassung der kroatischen Ustaschen-Freiheitsbewegung (1932). In: Emil Robert Gärtner: Kroatien in Südslawien. Junker und Dünnhaupt Verlag, Berlin 1944, S. 195. Zitiert nach: Za Dom: Kroatische Korrespondenz für Politik, Wirtschaft und Kultur. Nr. 6-7. Zagreb 2. Juni 1941, S. 4 f.
  22. Mario Jareb: Hrvatski simboli (Kroatische Symbole). ALFA d.d. Hrvatski institut za povijest, Zagreb 2010, S. 210 (kroat.) und 427 (engl.).
  23. Mario Jareb: Hrvatski simboli (Kroatische Symbole). ALFA d.d. Hrvatski institut za povijest, Zagreb 2010, S. 210–211 (kroat.) und 427 (engl.).
  24. Mario Jareb: Hrvatski simboli (Kroatische Symbole). ALFA d.d. Hrvatski institut za povijest, Zagreb 2010, S. 210 m. Abb. 315 sowie Ustaško-domobranski pokret: od nastanka do travnja 1941. godine (Die Ustascha-Domombran-Bewegung: von der Gründung bis zum April des Jahres 1941). Školska knjiga d.d., Zagreb 2006, S. 114 (Bild)
  25. Mario Jareb: Hrvatski simboli (Kroatische Symbole). ALFA d.d. Hrvatski institut za povijest, Zagreb 2010, S. 210 m. Abb. 316 sowie Ustaško-domobranski pokret: od nastanka do travnja 1941. godine (Die Ustascha-Domombran-Bewegung: von der Gründung bis zum April des Jahres 1941). Školska knjiga d.d., Zagreb 2006, S. 116–117.
  26. Irislav Dolenec: Hrvatska Numismatika: od početaka do danas. Prvi hrvatski bankovni muzej Privredne banke Zagreb, Zagreb 1993, S. 87.
  27. Dragutin Oparić: Kroatien: Exil-Ausgaben 1934–1992. Varaždin: Selbstverlag, 2002, S. 1.
  28. Ladislaus Hory/Martin Broszat: Der kroatische Ustascha-Staat 1941–1945. 2. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1965, S. 55.
  29. Narodne Novine: Službeni list Nezavisne Države Hrvatske. Nr. 15. Zagreb 30. April 1941.
  30. Mario Jareb: Hrvatski simboli (Kroatische Symbole). ALFA d.d. Hrvatski institut za povijest, Zagreb 2010, S. 14 (kroat.) und 419 (engl.).
  31. The FAME: Croatia – Independent State, 1941–1945 – Ustaska Mladez
  32. Koračnice (Märsche). In: Proljeće: Glazbeno Glasilo Ustaške Mladeži (Der Frühling: Das Organ der Ustascha-Jugend). Zagreb 1942, S. 3–4.
  33. Nachdichtung aus dem Kroatischen von Alfred von Buttlar-Moscon. In: Deutsche Zeitung in Kroatien. Zagreb 10. April 1942, S. 9.
  34. Holm Sundhaussen: Der Ustascha Staat. Anatomie eines Herrschaftssystems. In: Österreichische Osthefte. Nr. 37 (1995) 2, S. 497.
  35.  Jovan Pavlović (Hrsg.): Јасеновац - Мјесто натопљено крвљу невиних. Belgrad 1990, S. 352 (Zusammenfassung in englischer Sprache).
  36. Aus Politik und Zeitgeschichte: Bundeszentrale für Heimatdienst (Germany). Bundeszentrale für Politische Bildung (Germany), 1993.
  37. Jure Kristo: Katolička crkva i Nezavisna Država Hrvatska. Bd. 1. Zagreb 1998, S. 187.
  38. Holm Sundhaussen: Geschichte Serbiens: 19.-21. Jahrhundert. Böhlau Verlag, 2007, S. 316.
  39. United States Holocaust Memorial Museum: Holocaust Era in Croatia: Jasenovac 1941–1945. Abgerufen am 29. März 2011.
  40. Rob McCormick: The United States’ Response to Genocide in the Independent State of Croatia, 1941–1945. In: Genocide Studies and Prevention. University of Toronto Press, Volume 3, Number 1/April 2008.
  41.  Geld vom Baron. In: Der Spiegel. Nr. 19, 1969, S. 140–142 (5. Mai 1969, online).
  42.  Liebesgrüße aus Belgrad. In: Der Spiegel. Nr. 21, 1971, S. 76 (17. Mai 1971, online).
  43.  Pflugscharen zu Schwertern. In: Der Spiegel. Nr. 34, 1991, S. 158–159 (19. August 1991, online).
  44. Kroatien im Zweiten Weltkrieg und heute: Interview mit Zeev Milo, Hagalil, 2006, http://www.hagalil.com/01/de/Europa.php?itemid=199
  45. Kurt Köpruner, Reisen in das Land der Kriege, Diederichs Verlag (2003)
  46. Berthold Seewald: Wieviel Ustascha treibt Kroatiens Fußballspieler? In: welt.de. 17. Dezember 2013, abgerufen am 14. Februar 2014.
  47. Neonazi-Gewalt in Kroatien. In: AntifaInfoblatt.de. 12. September 2010.