Uta von Ballenstedt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Statue Utas im Naumburger Dom

Uta von Ballenstedt (* um 1000 in Ballenstedt; † 23. Oktober vor 1046) aus dem Geschlecht der Askanier war vermählt mit Markgraf Ekkehard II. von Meißen.

Leben[Bearbeiten]

Sie war eine Tochter von Graf Adalbert von Ballenstedt und Hidda, Tochter des Markgrafen Hodo I. (965–993) der sächsischen Mark Lausitz. Sie war die Schwester von Esico von Ballenstedt, dem Stammvater der Askanier. Ihr Vater verheiratete sie wohl aus machtpolitischen Gründen um das Jahr 1026 mit dem Meißner Markgrafen. Die Ehe blieb kinderlos. Mit dieser Ehe endete das Geschlecht der Ekkehardiner.

Utas Mitgift fiel nach dem Tode ihres Gatten Ekkehard II. im Jahre 1046 teils an das Stift Gernrode, wo ihre Schwester Hazecha spätestens 1044 zur Äbtissin gewählt wurde, und an die Kaiserin Agnes. Als Mitstifterin des Naumburger Doms wurde ihr die Plastik Uta von Naumburg, eine von 12 Stifterfiguren, neben der Figur ihres Ehegatten im Westchor des Doms gewidmet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Helmut Assing: Die frühen Askanier und ihre Frauen. Kulturstiftung Bernburg 2002, S. 6
  • Michael Imhof und Holger Kunde, Uta von Naumburg, Michael Imhof Verlag, Petersberg, 2011
  • Andreas Thiele: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I. Teilband 1, R. G. Fischer Verlag, Frankfurt/Main 1993, Tafel 217
  • Hermann Wäschke: Geschichte Anhalts von den Anfängen bis zum Ausgang des Mittelalters. Otto Schulze Verlag, Cöthen 1912, S. 67–69