Utcubamba

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Dieser Artikel behandelt den Fluss Utcubamba, für die nach ihm benannte Provinz siehe Provinz Utcubamba.
Río Utcubamba
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Der Utcubamba El Tingo

Der Utcubamba El Tingo

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Peru
Flusssystem Amazonas
Abfluss über Marañón → Amazonas → Atlantischer Ozean
Quelle oberhalb von LeymebambaVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Quellhöhe ca. 4000 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Bagua in den Marañón-5.5411111111111-78.552777777778Koordinaten: 5° 32′ 28″ S, 78° 33′ 10″ W
5° 32′ 28″ S, 78° 33′ 10″ W-5.5411111111111-78.552777777778

Der Río Utcubamba entspringt oberhalb von Leymebamba, ca. 90 km von Chachapoyas in den nordperuanischen Anden.

Zum Beschiffen ist er zu klein, er treibt aber mehrere Wasserkraftwerke an, die u. a. Chachapoyas mit Strom versorgen. Das Utcubamba-Tal wird durch die Möglichkeiten der Bewässerung und das subtropische Klima sehr intensiv zur Landwirtschaft genutzt, hauptsächlich zur Produktion von Yuca, Mais, Reis, Zuckerrohr und Bananen.

Der Name Utcubamba kommt aus dem lokalen Quechua. Das Utcubambatal wurde bis vor einigen Jahren intensiv mit Baumwolle bewirtschaftet. Utku bedeutet „Baumwolle“, Pampa ist eine „Ebene“, Utkupampa ist die Ebene, auf der Baumwolle angebaut wird.

Der Utcubamba fließt durch die Provinzen Luya, Bongará, Chachapoyas und mündet bei Bagua in den Marañón, der schließlich in den Amazonas mündet.

Nebenflüsse des Utcubamba sind Sonche, Río Magunchal und Río Chiliquin.

Entdeckung[Bearbeiten]

Der Utcubamba hieß nicht immer so, hier die Geschichte dazu und die Zusammenfassung seiner Entdeckung:

  1. Im Jahre 1549 erstellte der Kapitän Diego Palomino eine Liste der Provinzen von Chuquimayo (Chinchipe) sowie eine einfache Karte, auf der er die Observation eines Dorfes mit dem Namen Bagua und einen Fluss mit dem Namen Río Bagua vermerkte, der frühere Name des Utcubamba.
  2. Der Jesuitenpater Samuel Fritz, geboren in Böhmen und tätig als Missionar in Maynas, war der erste, der den Fluss Marañón erkundete und seine Quelle bei Lauricocha ausmachte. Nach Abschluss seiner Forschungen veröffentlichte er 1707 eine Karte von „dem großen Fluß Marañón oder Amazonas“. Dort wird der Utcubamba als Río Peca bezeichnet.
  3. Auf der Karte der Provinz Quito und anliegender Gebiete, von Pedro Vicente Maldonado 1750 erstellt, und der Geografischen Karte Südamerikas, 1775 von Cruz Cano y Olmedilla gezeichnet, wird der Utcubamba Río Huahua und auch Río Chachapoyas genannt.
  4. Der Priester Francisco Javier Weigel erstellte 1769 die Karte der Missionen von Maynas, seine Arbeit stellte er im Gefängnis in Lissabon fertig. In seiner Zeit wird der Utcubamba Río Huagua genannt.
  5. Ende des 18. Jahrhunderts ließ der Bischof von Trujillo, Baltazar Jaime Martínez de Campoñón, vielerlei topografische Karten der von ihm betreuten Gebiete erstellen. Auf diesen Karten findet man die ersten Hinweise auf den Namen RÍO VTCUBAMBA, wie der Utcubamba in altem Spanisch hieß.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Río Utcubamba – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien